Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Termpaper, 2004, 15 Pages
Author: Sylvia Degen
Subject: Interpreting / Translating
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Magdeburg
Tags: Chicanas, Chicanos, Gesellschaftliche, Realität, Sprache, Fremdkulturelle, Kompetenz, Spanisch
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-31596-8
ISBN (Book): 978-3-638-86952-2
File size: 121 KB
Other users also were interested in the following titles:
Abstract
Meine Untersuchung ist in den sogenannten ”Borderlands“ der USA, dem Gebiet nahe der mexikanischen Grenze, angesiedelt. Ich werde die dortige spezifische gesellschaftliche Situation in einen geschichtlichen Kontext setzen, wobei der Schwerpunkt bei den Chicanos/-as, Menschen mexikanischer Herkunft, liegen wird. Um die Auswirkungen der gesellschaftlichen Realitäten auf die Sprache aufzuzeigen, werde ich ein Kapitel der Chicano/-a-Literatur und deren Spezifik widmen, um mich schließlich den daraus resultierenden übersetzungsrelevanten Fragen zuzuwenden. Die vorliegende Arbeit will den Anspruch an uns (zukünftige) Übersetzer/-innen formulieren, gesellschaftliche Realitäten wahrzunehmen und in den Kontext der Tätigkeit des Übersetzens zu stellen. Denn die Realität findet in der Sprache ihren Ausdruck und um diesem auch in der Übersetzung möglichst nahe zu kommen, ist eine gute Kenntnis der Umstände, in denen der Ausgangstext (AT) entstand, unerlässlich. Gerade das Beispiel der Chicano/-a-Literatur zeigt auf, dass die Grundlage für eine gute Übersetzung das Hinterfragen eines statischen Kulturbegriffs sein muss. Stereotypen, die besagen, dass "der Engländer" gerne Tee trinkt oder "der Spanier" unpünktlich ist, können getrost über Bord geworfen werden!
Excerpt (computer-generated)
HOCHSCHULE MAGDEBURG-STENDAL
FACHBEREICH FACHKOMMUNIKATION
Seminar: Fremdkulturelle Kompetenz Spanisch
7. Semester
Chicanas und Chicanos in den USA: Gesellschaftliche
Realität, Sprache und Übersetzbarkeit
von: Sylvia Degen
Inhalt
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit ... 3
2 Historische Kontextualisierung ... 5
2.1 Mexiko im 19. Jahrhundert ... 5
2.1.1 Der Mexikanisch-Amerikanische Krieg... 5
2.2 Der "Tortilla Curtain“: Die US-mexikanische Grenze heute ...7
2.3 Der Begriff Chicano/-a und das “Chicano Movimiento“...8
2.4 Kleine Anmerkung zur Sprachstatistik ... 9
3 Die Chicano/-a-Literatur ... 10
3.1 Kontextualisierung: Sprachpolitik der USA ... 10
3.2 Chicano/-a- Literatur als Teil der “Post-National Narratives“ ... 10
3.3 Die Sprache als Grundlage der Chicano/-a-Literatur ... 11
4 Zur Übersetzungsproblematik von Chicano/-a-Literatur... 12
4.1 Beibehalten der Bilingualität durch das Belassen der spanischen Textteile des Originals ... 13
4.2 Übertragung in gebrochenes Deutsch ... 13
5 Schlussfolgerungen und Ausblick ... 14
6 Literaturverzeichnis und Quellenangaben ... 15
1 Einleitung und Zielsetzung der Arbeit
Sprache und Kultur sind zwei fest zusammenhängende Begriffe. Sprache kann als Teil oder als Ausdruck einer Kultur wahrgenommen oder es kann von einer eigenen „Sprachkultur“ gesprochen werden; auch in den ehemaligen Berufsbezeichnungen für Übersetzer/-innen1, „Sprachmittler“ oder „Kulturmittler“ spiegelt sich die Zusammengehörigkeit, in diesem Fall sogar die Austauschbarkeit der beiden Begriffe wieder. Noch immer existiert ein Kulturbegriff, der Kultur mit Nation gleichsetzt , einem klar abgrenzbaren territorialen Gebiet , in welchem eine mehr oder weniger homogene „Kulturgemeinschaft“ lebt, welche dieselben Werte teilt und dieselbe Sprache spricht und sich als Erbe einer gemeinsamen „Nationalgeschichte“ begreift. Dieser Kulturbegriff findet in der Realität, die sehr viel komplexer gestaltet ist, jedoch keine Entsprechung. Seit einigen Jahren jedoch werden verstärkt Phänomene wie die sogenannte „Globalisierung der Kultur“ diskutiert. Transnationale Kommunikation genauso wie verstärkte Migrationsbewegungen haben festgefahrene Kultur- und Identitätsbegriffe in Bewegung gebracht.
In diesem Prozess des Hinterfragens und Neudefinierens überholter Vorstellungen von dem, was Kultur sei, wird Sprache als wichtiges, aktives Element begriffen, welches individuelles wie auch kollektives Sein formt. Mit diesem Verständnis von Sprache tritt auch die/der Übersetzer/-in aus ihrem/seinem „Schattendasein“ hervor. Übersetzen kann nicht (mehr) als Tätigkeit gesehen werden, die nur darin besteht, einen Begriff der Sprache A durch sein Pendant in der Sprache B zu ersetzen, sondern die/der Übersetzer/-in wird wichtige/-r Protagonist/-in in einem Prozess, der kulturelle Identitäten hinterfragt, verändert, neu formt. Diese Arbeit entsteht im Rahmen des Seminars „Fremdkulturelle Kompetenz Spanisch“, welches an der Fachhochschule Magdeburg-Stendal im 7. Semester des Studiengangs Fachkommunikation angeboten wird. Meine Untersuchungen beziehen sich jedoch weder auf Spanien noch auf Süd- oder Mittelamerika, sondern auf die USA - deren Amtsprache bekanntlich nicht Spanisch, sondern Englisch ist. Dass das genannte Seminar trotzdem den passenden Rahmen für diese Arbeit bildet, wird der/dem Leser/-in im Laufe der weiteren Lektüre deutlich werden.
Meine Untersuchung ist in den sogenannten ”Borderlands“2, dem Gebiet nahe der mexikanischen Grenze, angesiedelt. Ich werde die dortige spezifische gesellschaftliche Situation in einen geschichtlichen Kontext setzen, wobei der Schwerpunkt bei den Chicanos/-as, Menschen mexikanischer Herkunft3, liegen wird. Um die Auswirkungen der gesellschaftlichen Realitäten auf die Sprache aufzuzeigen, werde ich ein Kapitel der Chicano/-a-Literatur und deren Spezifik widmen, um mich schließlich den daraus resultierenden übersetzungsrelevanten Fragen zuzuwenden. Die vorliegende Arbeit will den Anspruch an uns (zukünftige) Übersetzer/-innen formulieren, gesellschaftliche Realitäten wahrzunehmen und in den Kontext der Tätigkeit des Übersetzens zu stellen. Denn die Realität findet in der Sprache ihren Ausdruck und um diesem in der Übersetzung möglichst nahe zu kommen, ist eine gute Kenntnis der Umstände, in denen der Ausgangstext (AT) entstand, unerlässlich. Gerade das Beispiel der Chicano/-a-Literatur zeigt auf, dass die Grundlage für eine gute Übersetzung das Hinterfragen eines oben kurz skizzierten Kulturbegriffs sein muss. Stereotypen, die besagen, dass "der Engländer" gerne Tee trinkt oder "der Spanier" unpünktlich ist, können getrost über Bord geworfen werden!
2 Historische Kontextualisierung
2.1 Mexiko im 19. Jahrhundert
[...]
1 Ich werde in meiner Arbeit sowohl die „männliche“ wie auch die „weibliche“ Schreibweise benützen, um Frauen auch in der Sprache sichtbar zu machen. Wird ausschließlich die „männliche“ Schreibweise benützt, bezieht sich das Geschriebene auch ausschließlich auf Männer, bzw. ist zitiert.
2 Vgl. ANZALDÚA, Gloria: Borderlands / La Frontera. San Francisco : Aunt Lute, 1987
3 engl./ am. “Mexican descent“, was mit Herkunft, Abstammung, Geschlecht übersetzt werden kann. Meiner Meinung nach haben diese Begriffe jedoch aus historischen Gründen im deutschen eine andere Konnotation als descent im amerikanischen. Daher finde ich diese Übersetzung nicht gelungen, würde dies aber nicht als Übersetzngsschwierigkeit, sondern als generelles Übersetzungsproblem einordnen.
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Spanglish: Englisch-Spanischer Sprachkontakt in den USA
Author: Kristina HellhakeRomance Languages - Spanish Studies, 2006 Download as PDF-file for 7,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: