Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Synchronisation als Forschungsthema in der Übersetzungswissenschaft close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Synchronisation als Forschungsthema in der Übersetzungswissenschaft

Diploma Thesis, 2004, 140 Pages
Author: Adela Jurja
Subject: Interpreting / Translating

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2004
Pages: 140
Grade: 1
Bibliography: ~ 45  Entries
Language: German
Archive No.: V31134
ISBN (E-book): 978-3-638-32226-3

File size: 936 KB
Notes :
In meiner Arbeit beschäftige ich mich mit der Entwicklung der Synchronisationsforschung. Dabei werden zunächst die verschiedenen Möglichkeiten der Übertragung von Filmen in eine andere Sprache vorgestellt und beschrieben und die verschiedenen Gründe für die Wahl einer bestimmten Transfermöglichkeit erläutert (Kap. 1). Danach wird sehr ausführlich die Diskussion um Vor- und Nachteile der Synchronisation und Untertitelung, wie sie lange auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema zu finden war, nachgezeichnet. Vor allem dem Faktor der Stimme bei der Synchronisation, der eine zentrale Rolle bei der Schaffung der Filmillusion spielt, wird breiter Raum gewidmet (Kap. 2). Im dritten Kapitel wird schließlich auf jene Arbeiten eingegangen, die die politischen , sozialen und moralischen Aspekte thematisieren, die im Lauf der Synchronisationsgeschichte wirksam waren und zu unterschiedlichen Manipulationen der Originale führten. Danach wird auf spezifische Probleme der Synchronisation eingegangen. Ausführlich wird dabei die Synchronität in ihren verschiedenen Ausprägungen – von der Lippensynchronität über die Nukleussynchronität bis hin zur Charaktersynchronität – behandelt (Kap. 4). Danach werden weitere Forschungsthemen dargestellt, wie der Umgang mit der kulturellen Dimension, die Übersetzung von Humor und Komik sowie die Rolle von Anglizismen in Synchrontexten. Den Abschluss dieses fünften Kapitels stellt ein Ausblick auf theoretische Ansätze dar, wie die Untersuchung der Filmsynchronisation mit Konzepten der Descriptive Translation Studies sowie interdisziplinären Herangehensweisen an die komplexe Thematik und die translatorische Ausbildung in diesem Bereich



Excerpt (computer-generated)

Universität Wien

Synchronisation als Forschungsthema
in der Übersetzungswissenschaft

Diplomarbeit
zur Erlangung des Grades einer Magistra der Philosophie

eingereicht von

Adela JURJA

Studienrichtung: Übersetzer- und Dolmetscherausbildung
Studienzweig: Übersetzerausbildung

Wien, Oktober 2004

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung ... 3

1 Einführung in die Filmübersetzung ... 5
1.1 Die Übertragung fremdsprachigen Filmmaterials ... 6
1.2 Visuell wahrnehmbare Übertragungsformen 7
1.2.1 Zwischentitel ... 7
1.2.2 Die Untertitelung ... 7
1.3 Akustisch wahrnehmbare Übertragungsformen ... 9
1.3.1 Gesprochene Untertitel ... 9
1.3.2 Das "Voice-Over"-Verfahren ... 9
1.3.3 Die Kommentarfassung ... 11
1.3.4 Die Synchronisation ... 12
1.4 Die Wahl der Übertragungsmethode ... 16
1.4.1 Entscheidungskriterien bei der Wahl der Übertragungsart ... 16
1.4.2 Synchronisations- und Untertitelungsländer ... 18

2 Synchronisation oder Untertitelung? ... 21
2.1 Vor- und Nachteile von Untertiteln ... 21
2.2 Argumente gegen die Synchronisation ... 28
2.3 Argumente für die Synchronisation ... 34
2.4 Die Stimme der Originalschauspieler und Synchronsprecher ... 36

3 Zur Geschichte der Synchronisation ... 42
3.1 Der Tonfilm ... 43
3.2 Entwicklung der Synchronisation in Deutschland ... 47
3.2.1 Isolation in der Nazi- und Kriegszeit ... 47
3.2.2 Synchron-Boom nach dem Krieg ... 52
3.2.3 Synchronisation und Filmzensur ... 55
3.2.4 „Alemannitis“ ... 61
3.2.5 Synchronisation im Zuge des Fernsehens ... 63
3.3 Die Synchronisation als soziale Institution ... 65
3.3.1 Die Anpassung an das soziale Wertsystem ... 66
3.3.2 Die Gesellschaft und ihre Werte im Wandel ... 68

4 Synchronität ... 71
4.1 Lippensynchronität ... 72
4.1.1 Quantitative Lippensynchronität ... 74
4.1.2 Synchronität in bezug auf die Sprechgeschwindigkeit ... 75
4.1.3 Qualitative Lippensynchronität ... 77
4.1.4 Synchronität von Mimik und Gestik ... 81
4.2 Inhaltliche Synchronität ... 84
4.3 Charaktersynchronität ... 87
4.3.1 Die Stimme ... 87
4.3.2 Sprachliche Eigenheiten ... 89
4.4 Zur Hierarchie der verschiedenen Arten von Synchronität ... 91

5 Über die Synchronität hinaus ... 94
5.1 Spezifische Aspekte ... 94
5.1.1 Der kulturelle Transfer in der Filmsynchronisation ... 94
5.1.1.1 Auditiv und visuell wahrnehmbare Kulturspezifika ... 95
5.1.1.2 Kulturspezifika und translatorische Kulturkompetenz ... 98
5.1.2 Humor und Komik in der Synchronisation ... 101
5.1.2.1 Prioritäten und Einschränkungen ... 103
5.1.2.2 Witz-Typen ... 106
5.1.3 Anglizismen ... 108
5.1.3.1 Typen von Anglizismen ... 109
5.1.3.2 Funktionen der Anglizismen ... 112
5.1.3.3 Die Allgegenwart der Anglizismen ... 113
5.1.3.4 Die Synchronisation: Sündenbock der Überflutung mit Anglizismen? ... 115
5.2 Theoretische Aspekte ... 117
5.2.1 Normen in der audiovisuellen Übersetzung ... 117
5.2.2 Interdisziplinität in der multimedialen Übersetzung ... 123
5.3 Ausbildung ... 125

6 Schlußbemerkungen ... 128

7 Bibliographie ... 132

 

0 Einleitung

Im allgemeinen wird angenommen, dass es bei der Filmsynchronisation darum geht, die Dialoge eines Originalfilms so getreu wie möglich in die Sprache des Zielpublikums zu übertragen. Für viele ist die Arbeit eines Synchronautors wahrscheinlich nicht zu weit von der eines Übersetzers entfernt; sie bewegt sich also in ihren Augen hauptsächlich auf der sprachlichen Ebene.

Der Filmtext ist zweifelsohne ein sehr wichtiger Bestandteil des Filmes, doch bildet er nur einen Teil der Eindrücke, die vom Zuschauer wahrgenommen werden und zu seinem Filmverständnis beitragen. Das Ziel dieser Arbeit ist es deswegen zu verdeutlichen, dass eine Fülle von Informationen und Reizen – die oft nur unbewusst wahrgenommen werden – dem Film seine Bedeutung verleihen, und dass die Synchronisation nicht nur die sprachliche Übertragung, sondern die Übertragung des Gesamtwerkes Film als Ziel hat. Zu diesem Zwecke werden verschiedenste Schwierigkeiten, denen sich die Filmsynchronisation stellen muss, und die Weise, in welcher sie in der Forschungsliteratur behandelt wurden und werden, dargestellt.

Als Einleitung dient ein Überblick über die Übertragungsmöglichkeiten fremdsprachigen Filmmaterials und die verschiedenen Faktoren, die zur Bestimmung der eingesetzten Übertragungsart beitragen. Kapitel 2 behandelt eine wichtige, oft emotionelle Frage, die es seit der Einführung des Tonfilms gibt: Ist die Synchronisation oder die Untertitelung die bessere Form der Filmübertragung? Dazu werden die Vor- und Nachteile dieser zwei Übertragungsformen aus verschiedenen Blickwinkeln erleuchtet. Das dritte Kapitel nimmt sich der Geschichte der Synchronisation (hauptsächlich im deutschsprachigen Raum) und ihrer Rolle als soziale Institution an. So wie der Film eine eigene Entwicklung im Laufe der Zeit erfahren hat, so nahm auch die Filmsynchronisation eine davon untrennbare Parallelentwicklung. Der herrschende Zeitgeist und die geschichtlich-politische Situation in der ein Film gezeigt wird, spielen bei der Übertragung eines Filmes eine wesentliche Rolle. Auch die in einer Gesellschaft herrschenden Werte und Normen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf die Entscheidungen, die während des Synchronisationsprozesses getroffen werden. Kapitel 4 widmet sich den verschiedenen Arten von Synchronitäten. Vor allem die Lippensynchronität, die sehr lange Zeit ein umstrittenes Thema in der Forschungsliteratur zur Synchronisation darstellte, steht im Vordergrund. Doch auch andere Arten von Synchronität und eine Gewichtung zwischen ihnen kommen in diesem Kapitel zur Sprache. Das letzte Kapitel behandelt Fragen, die über die Synchronität hinausgehen und gliedert sich in spezifische und theoretische Aspekte, die in letzter Zeit vermehrt im Mittelpunkt wissenschaftlicher Arbeiten stehen und mit der grundlegenden Neuorientierung der Übersetzungswissenschaft zusammenhängen.

Die in dieser Arbeit verwendeten Personenbezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

1 Einführung in die Filmübersetzung

Wenn laut Bibel am Anfang das Wort war, war es am Anfang der Filmgeschichte genau umgekehrt: die Filme waren stumm. Dadurch konnten alle die Sprache der beweglichen Bilder verstehen.
Erst als dank der Erfindung des Tonfilms das gesprochene Wort hinzukam, wurde es mit der Verständigung schwierig. Wie beim Turmbau zu Babel wurde den Menschen die Strafe Gottes, nämlich die Sprachenvielfalt, zum Verhängnis, und der Übersetzer, dieser „Sprachennotdienst“, der seit Babel am Werk ist, wurde zu Hilfe gerufen.
Von wenigen Ausnahmen abgesehen, wurden im wesentlichen zwei Lösungen gefunden und eingesetzt, um dem Film sein gesamtes Zielpublikum zu erschließen: die Untertitelung und die Synchronisation. Beide Methoden haben bis zum heutigen Tag große Fortschritte gemacht und erlauben eine leistungsfähige sprachliche Vermittlung des Werks.

[...]


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:


This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/31134/synchronisation-als-forschungsthema-in-der-uebersetzungswissenschaft
please wait Please wait