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'homine, existe' - Die personale Existenz in Berlingers 'Die Weltnatur des Menschen'

Scholary Paper (Seminar), 2001, 24 Pages
Author: Elke Rosenberger
Subject: Pedagogy - Science, Theory, Anthropology

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2001
Pages: 24
Grade: 1
Bibliography: ~ 2  Entries
Language: German
Archive No.: V3176
ISBN (E-book): 978-3-638-11926-9

File size: 183 KB


Excerpt (computer-generated)



 

"homine, existe"
Die personale Existenz in Berlingers
"Die Weltnatur des Menschen"




Verfasser:
Elke Rosenberger
Pädagogik, Diplom
9. Semester

Universität Würzburg
Philosophische Fakultät III
Institut für Pädagogik

Hausarbeit
im Rahmen des Seminars
"Die Weltnatur des Menschen"
Wintersemester 2000/01

Einleitung .....3

Der Weltseiende Mensch .....3

Soseiendes Subjekt Mensch in Welt .....5

Personale Existenz .....5

Der Mensch als Person .....5

Der Mensch in Existenz .....7

Die Kunst der Selbstgestaltung .....8

Selbstgestaltung des Menschen .....8

Selbstgestaltung als künstlerischer Akt .....9

Künstlerisches Schaffen .....9

Selbstgestalt als Kunstwerk .....10

Der Urkünstler und sein Kunstwerk der Selbstgestalt .....10

Weltgestaltung .....12

Das Prinzip der Weltgestaltung .....12

Vernunft - Freiheit - Sprache .....13

Weltgestaltung zwischen Nichts und Etwas .....15

Geschichtlichkeit und personale Existenz .....17

Tod und personale Existenz .....18

Pädagogische Überlegungen .....20

Literaturverzeichnis .....22



Einleitung

Berlinger nähert sich dem Phänomen Mensch in seinem Werk "Die Weltnatur des Menschen" teils reflexiv, teils spekulativ aus einer Metaphysik im Horizont von Welt. Seine Gedankengänge führen immer wieder auf zentrale Begrifflichkeiten, die in Beziehung zueinander auftreten. So gestaltet sich ein Sinngefüge wesenhafter Aussagen, die miteinander in Verbindung stehen. Der Mensch als Individuum, als Subjekt und schließlich als Person erweist sich immer wieder als Knotenpunkt dieses Sinngefüges.
In meiner Arbeit werde ich nun ausgewählte Termini kurz umreißen und wie in einem Puzzle, das ineinander greift, um den Konzentrationspunkt "Mensch" versammeln. Ich beginne mit der Betrachtung des Menschen als Weltseiender, der als Individuum "da ist". Als Individuum ist er als Soseiendes in Welt gleichsam Subjekt. Das subjektive Dasein als Individuum erfasst nun nicht das Ganze seiner Potentialität. Deshalb komme ich als nächstes zum Begriff der personalen Existenz. Dieser führt zur Kunst der Selbstgestaltung und zur Weltgestaltung. Nach diesen Überlegungen wende ich mich dem Problem der Geschichtlichkeit zu und beschließe den Rundgang mit Berlingers Spekulationen über Tod und Existenz.
Da es sich bei meiner Niederschrift um eine Hausarbeit im Fachbereich Pädagogik handelt, beende ich meine Verquickungen mit pädagogischen Überlegungen, die sich aus den getätigten Gedankengängen entwickeln.


Der Weltseiende Mensch

Im Zentrum der Betrachtung steht der weltseiende Mensch. Was zeichnet nun den Menschen aus, dass von ihm als weltseiend gesprochen werden kann? Was versteht Berlinger unter Welt? Für ihn ist Welt aporetisch und in ihrer zeitlichen und räumlichen Identität potentiale Wirklichkeit in der Modalität ihrer Endlichkeit. Der Ursprung von Welt ist "das konstruktive Weltsubjekt Mensch, das sich selbst in den Weltgestalten seiner Subjektivität in einer wesenhaft anderen Größenordnung als der Natur objektiv wird."
Berlinger fasst hier Welt nicht als Kosmos, sondern "als System einer Ordnung, deren Möglichkeiten die eines kreativen Subjekts sind, dessen Wesen Geist in Gestalt von Vernunft, Freiheit und Sprache ist." Der Mensch bringt somit Welt hervor. Berlinger bezeichnet den Menschen als "ontologische Totalität als Kunstpotenz" , als entwerfende Subjektivität, die in ihrer morphopoietischen Verfasstheit morphopoietisch schafft.
Die Menschheit ist ein Konglomerat von konkreten Individuen. Es kann vom Menschen als Exemplar seiner Gattung gesprochen werden. Die Gattung bestimmt hierbei nicht das Individuum, so dass das Individuelle zum Allgemeinen strebt (wie ein konkreter Baum, der zur allgemeinen Daseinsgestalt Baum wächst), sondern das Individuum gestaltet die Gattung durch die "Originalität seiner selbst" . Berlinger sieht das Individuum als Ursprung der Gattung, das durch Weltgestaltung als Subjekt selbsttätig seine eigene Existenz erwirkt.
Er bezeichnet den Menschen als "Weltimperativ" . Hierzu schreibt er: "Wenn wir sagen, das Sein der Welt sei der weltseiende Mensch, so bedeutet dieser Satz im Blick auf die Weltgestaltung weder eine Anthropologisierung des Daseins noch eine Kosmologisierung des Menschen. Der Mensch wird vielmehr durch sein Handeln zum Medium des Daseins, zu seiner Mitte, in welcher am Leitfaden des Prinzips Welt sich die Einsicht in die Urwirklichkeit gibt, die das Sein ist. ... Damit ist gesagt, dass zwar nicht das handelnde Subjekt hier und jetzt, wohl aber seine Kreativität das Seinsmaß des Seienden ist oder der Inbegriff der Fülle aller Möglichkeiten von Weltgestaltung."
Weltgestaltung heißt also "die Inpflichtnahme dessen, der allein die Provokation des Aggregats von Tatsachen aufzufangen und kreativ umzukehren vermag" und beruht folglich auf dem Weltsein des Menschen.

[...]


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