Please wait
Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.
Diploma Thesis, 2004, 116 Pages
Author: Britta Fillinger
Subject: Interpreting / Translating
Details
Tags: Untersuchungen, Sprachgeschichte, Situation, Spanischen, Englischen, Gibraltar
Year: 2004
Pages: 116
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 95 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-33296-5
File size: 1206 KB
Die Diplomarbeit befasst sich im ersten Teil mit der Geschichte Gibraltars von der Antike bis zur Gegenwart und beleuchtet ebenfalls die Problematik der Konfliktlösung hinsichtlich der Herrschaft über Gibraltar, die seit 1713 in den Händen Großbritanniens liegt. Der zweite Teil widmet sich der Sprachkontaktsituation in Gibraltar, die zur Entstehung einer "Mischsprache" aus Spanisch und Englisch, dem Yanito, geführt hat, dessen Wortschatz und Gebrauch im letzten Teil eingehend analysiert werden.
Other users also were interested in the following titles:
Excerpt (computer-generated)
Diplomarbeit
über das Thema
Untersuchungen zur externen Sprachgeschichte und
gegenwärtigen Situation des Spanischen
und Englischen in Gibraltar
dem Prüfungsamt bei der
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft
in Germersheim
vorgelegt von
Britta Fillinger
Prüfungstermin: Wintersemester 2004/ 2005
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 5
2. Die Geschichte Gibraltars ... 8
2.1 Frühgeschichte – von der Antike bis zur Eroberung durch die Mauren ... 8
2.2 Die Zeit der Maurenherrschaft (711-1462) ... 10
2.3 Gibraltar unter spanischer Herrschaft (1462-1702) ... 12
2.4 Spanien verliert Gibraltar (1702-1713) ... 14
2.5 Der Vertrag von Utrecht und seine Problematik ... 18
2.6 Gibraltar unter britischer Herrschaft ... 27
3. Die politische Situation im heutigen Gibraltar ... 33
3.1 Innenpolitik ... 33
3.2 Die Beziehung Gibraltar – Großbritannien – Spanien heute ... 35
3.3 Die Problematik bei der Konfliktlösung ... 38
4. Die sprachliche Situation in Gibraltar ... 40
4.1 Zusammensetzung und Ursprung der Bevölkerung Gibraltars ... 40
4.2 Bezeichnungen für die Bewohner Gibraltars / Der Ursprung des Begriffs Yanito ... 46
4.3 Versuch einer Definition von Sprachkontakt und Zweisprachigkeit allgemein und deren sprachliche Auswirkungen ... 50
4.4 Sprachkontakt in Gibraltar ... 58
4.4.1 Die Rolle des Englischen in Gibraltar ... 60
4.4.2 Die Rolle des Spanischen in Gibraltar ... 66
5. Das Yanito als Ergebnis des Sprachkontaktes ... 72
5.1 Entstehung und Status des Yanito ... 72
5.2 Wie „funktioniert“ Yanito? – Yanito im Gebrauch ... 77
5.2.1 Besonderheiten des Vokabulars ... 77
5.2.2 Yanito und Code-Switching ... 81
5.5 Besonderheiten in der Aussprache des Yanito ... 86
5.6 Analyse des mündlichen Gebrauchs des Yanito anhand der Kolumne „Calentita“ ... 88
6. Schlusswort ... 104
Literaturverzeichnis ... 107
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1 Die Lage Gibraltars ... 9
Abb. 2 Die Stufen der unrechtmäßigen Gebietserweiterungen Großbritanniens zwischen 1713 und 1908 ... 29
Abb. 3 Gibraltar heute ... 35
Abb. 4 Die Veränderung der sprachlichen Kompetenz der Gibraltarer ... 62
Abb. 5 Der Gebrauch des Englischen in verschiedenen Kontexten ... 65
Abb. 6 Präferenzen bei der Sprachwahl im Privatbereich in Prozent ... 71
1. Einleitung
Lange Zeit wurde das Thema Gibraltar fast ausschließlich unter historischen und politischen Aspekten untersucht. Der Umfang an Literatur, besonders über Gibraltars militärische Geschichte und die völkerrechtliche Lage zum Koloniestatus dieser kleinen, im äußersten Süden der Iberischen Halbinsel gelegenen Landspitze, ist umfangreich und noch immer im Wachsen begriffen. Besonders hoch ist hier der Anteil an englischsprachigen Werken. Aufgrund der besonderen Situation, in der sich Gibraltar bereits seit seiner Eroberung durch die Engländer vor genau 300 Jahren befindet, bietet es bis heute genügend Anlass, sich mit diesem Thema eingehend zu beschäftigen: Wie kam es, dass Gibraltar britisch wurde und es bis zum heutigen Tage noch ist? Wie ist es möglich, dass heute, im 21. Jahrhundert, der Status der Kronkolonie noch existieren kann, zudem noch in Europa? Wie setzt sich die Bevölkerung Gibraltars zusammen? Welche Ansicht vertritt sie über den eigenen Koloniestatus, welcher Kultur fühlt sie sich zugehöriger?
Jedoch ist Gibraltar nicht nur in historisch-politischer Hinsicht, sondern auch unter einem ganz anderen Aspekt ebenso interessant, nämlich unter dem linguistischen. Leider war das Interesse der Sprachwissenschaftler für das „Phänomen“ Gibraltar lange Zeit sehr gering. Ernsthafte wissenschaftliche Untersuchungen zur sprachlichen Situation in Gibraltar werden erst seit den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts betrieben. Bezeichnend ist auch, dass Gibraltar im sogenannten Atlas Lingüístico de la Península Ibérica1 einfach ignoriert wird. Mittlerweile ist jedoch zu beobachten, dass dem Sprachverhalten der Gibraltarer mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird, auch wenn der Umfang an verfügbarer Literatur auf diesem Gebiet noch sehr begrenzt ist. Denn obwohl Gibraltar offiziell britisch ist, bedeutet dies nicht, dass hier nur Englisch gesprochen wird. Durch seine Lage an der Südspitze der Iberischen Halbinsel, umgeben vom spanischen Hinterland, aber auch durch die Tatsache, dass ein Teil der gibraltarischen Bevölkerung spanischen Ursprungs ist, hat sich hier eine besonders interessante Sprachkontaktsituation herausgebildet, die zur Entstehung einer eigenen Varietät, dem Yanito, geführt hat. Die Untersuchung dieser Sprachkontaktsituation soll Gegenstand der vorliegenden Arbeit sein. Um ihre Entstehung nachvollziehen zu können, ist jedoch auch hier die Betrachtung der historischen und politischen Ereignisse unerlässlich. Die sprachliche Situation, wie sie heute in Gibraltar vorzufinden ist, ist das unmittelbare Ergebnis des geschichtlichen Verlaufs. Die demographische Entwicklung, die im Laufe der Jahrhunderte starke Manipulationen erfahren hat, und die politischen Ereignisse seit der Eroberung durch die Engländer im Jahre 1704 haben das Sprachverhalten der Bevölkerung stets stark beeinflusst. Bis heute ist die Sprachwahl eines Gibraltarers zu einem großen Teil politisch und sozialpsychologisch motiviert.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich zunächst mit der Geschichte Gibraltars von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei soll ebenfalls kurz auf die Problematik bei der Lösung des Konflikts um Gibraltar, der nun seit 300 Jahren zwischen Spanien und England besteht, eingegangen werden (Kapitel 2 und 3 dieser Arbeit). Dies bildet die Grundlage für das Verständnis sowohl der Zusammensetzung der Bevölkerung als auch letztendlich der sprachlichen Situation, die im darauffolgenden Kapitel behandelt werden soll (Kapitel 4.1). Daraufhin wird der Ursprung des Begriffs Yanito/ Llanito, der eine Bezeichnung sowohl für die Bewohner Gibraltars als auch ihre „Mischsprache“ aus Spanisch und Englisch darstellt, in seiner Bedeutung und Orthographie geklärt. Es folgt zunächst ein Kapitel, indem einige allgemeine Termini zum Thema Sprachkontakt (der Begriff Sprachkontakt selbst, Zweisprachigkeit, Code-Switching etc.) erklärt werden, bevor konkret auf die sprachliche Situation in Gibraltar eingegangen wird. Hier wird zunächst jeweils die Rolle des Englischen und des Spanischen im Alltagsleben dargestellt (Kapitel 4.4.1 und 4.4.2), bevor konkret auf das Yanito selbst eingegangen wird (Kapitel 5). Dieses wird, nachdem sein Status innerhalb der gibraltarischen Gesellschaft geklärt worden ist, bezüglich des Vokabulars und unter dem Aspekt des Code-Switching untersucht. Anhand der konkreten Analyse zweier in Yanito verfasster Texte (es handelt sich hier um Dialogtexte der Kolumne Calentita aus der gibraltarischen Wochenzeitung Panorama) soll schließlich untersucht werden, inwiefern eine Systematik bei der Anwendung des Code-Switching im Yanito erkennbar ist. Kapitel 5 der vorliegenden Arbeit versucht zu ermitteln, wie das Yanito „funktioniert“, d. h. ob ein eigenes Vokabular erkennbar ist, ob der für diese Varietät typische Sprachwechsel zwischen dem Spanischen und dem Englischen nach einer gewissen Systematik und vor allem regelmäßig erfolgt und welche die Auslöser für die Code-Switches sind.
2. Die Geschichte Gibraltars
2.1 Frühgeschichte – von der Antike bis zur Eroberung durch die Mauren
Wenn in den Aufzeichnungen über die früheste Geschichte von Gibraltar die Rede ist, so kann nicht zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass damit genau das Gebiet gemeint ist, das wir heute als Gibraltar kennen und dessen Grenzen als britische Kronkolonie heute mehr oder weniger fest definiert sind (auf die Problematik der Definition der Grenzen der Kolonie soll später ausführlicher eingegangen werden). Geographisch wird Gibraltar heute als an der Südspitze der Iberischen Halbinsel, auf 36º 7´ Nord Breite und 5º 21´ West Länge gelegen definiert. Es bildet mit einer Fläche von 5,8 km², deren Großteil der Kalksteinfelsen von Gibraltar ausmacht, das östliche Ende der Bucht von Algeciras an der Straße von Gibraltar, die das Mittelmeer mit dem Atlantik verbindet.2
Fest steht, dass die Gegend um den Felsen von Gibraltar bereits früh besiedelt wurde. Lange Zeit ging man davon aus, dass die ersten Siedler die Phönizier waren, die um 950 v. Chr. die Stadt Carteia (benannt nach ihrem Gott des Meeres, der Melkarte hieß) wenige Kilometer westlich des Felsens gründeten. Im Jahr 1848 wurde jedoch in einer Höhle am nördlichen Ende des Felsens ein Schädel gefunden, dem zunächst keine größere Bedeutung beigemessen wurde, bis man neun Jahre später einen ähnlichen Schädel im Neandertal fand, dessen Alter auf 30.000 Jahre geschätzt wurde. Somit konnte festgestellt werden, dass bereits Neandertaler in der Gegend um Gibraltar gelebt hatten.
[....]
1 Navarro, Tomás (1962-1973): Atlas lingüístico de la Península Ibérica 1, Madrid: Verlag?
2 vgl. Der Brockhaus von A-Z in drei Bänden (2000), Augsburg: Weltbild Verlag (Band 1, Stichwort Gibraltar, 566); Aguilera Iborra, Francisco (2000): Gibraltar. Optionen unter Berücksichtigung der internationalen Politik und des völkerrechtlichen Rahmens. München: Universität der Bundeswehr München. 8.
Comments
No comments yet
Other users also were interested in the following titles:
Filmsynchronisation
Author: Kim BaulerInterpreting / Translating , 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Author: Marco FeindlerPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2005 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Author: GRIN VerlagPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008 Download as PDF-file for 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Author: Zoran ZivkovicPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Author: Claudia NickelPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Author: Maik PhilippPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Author: Mark RichterPresentations, Models, Tutorials, Instructions, 2008
This text can be quoted and accessed from this url: