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Termpaper, 2004, 15 Pages
Author: Thomas Mannke
Subject: Politics - International Politics - Topic: Globalisation, Political Economics
Details
Tags: Terrorismus, Phänomen
Year: 2004
Pages: 15
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 12 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-36130-9
File size: 201 KB
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Excerpt (computer-generated)
Der islamistische Terrorismus als globales Phänomen
von: Thomas Mannke
Einleitung 2
1. Globale Aspekte terroristischer Gewalt 2
1.1 Definitionsvorschlag Terrorismus 2
1.2 Unterschiedliche Gruppen von Terroristen 3
2. Evolution des islamistischen Terrorismus 4
2.1 Islamistischer Terrorismus der 70er und 80er Jahre 4
2.2 Afghanistan und der zweite Golfkrieg 5
2.3 Transnationalisierung des islamistischen Terrorismus (1993 - 2001) 6
3. Ursachen des islamistischen Terrorismus 7
3.1 Soziale und kulturelle Faktoren 7
3.2 Identifizierung des Feindes und politische Faktoren 7
3.3 Psychologische Faktoren 8
4. Anti-Terrorstrategien 9
4.1 Militärische Operationen 9
4.2 Innere Maßnahmen 10
4.3 Internationale Zusammenarbeit 10
4.4 Langfristiger Abbau von Rekrutierungschancen 12
5. Schlussbetrachtung 13
Einleitung
In dieser Hausarbeit setze ich mich mit dem Phänomen des islamistischen Terrorismus auseinander. Zu Anfang werden inhaltlich Aspekte wie ein Definitionsvorschlag oder Darstellung diverser Terrorismusgruppen aufgeführt. Darauf folgt ein Abriss der Geschichte des Terrorismus von den frühen 70ern bis 2001, und anschließend werden Faktoren aufgezählt, die Ursachen für die Entstehung terroristischer Motive bilden. Letztendlich werde ich Wege einer nachhaltigen Terrorismusbekämpfung darstellen.
1. Globale Aspekte terroristischer Gewalt
1.1 Definitionsvorschlag Terrorismus
„Die höchste Form der Macht ist Gewalt“, sagte bereits der Soziologe C. Wright Mills. Man könnte sagen, dass Terrorismus dort zu finden ist, wo legitimierte Macht auf politisch nicht legitimierte Gewalt trifft.1 Eine einheitliche Definition dessen, was Terrorismus eigentlich ist, gibt es letztlich nicht. Hier ein Definitionsvorschlag: Terrorismus sind planmäßig vorbereitete, schockierende Gewaltanschläge gegen eine politische Ordnung aus dem Untergrund. Es soll allgemeine Unsicherheit und Schrecken, daneben aber auch Sympathie und Unterstützungsbereitschaft erzeugt werden. 2 Die politische Dimension des Terrorismus unterstreicht auch seinen öffentlichen Charakter. Es ist die bevorzugte Gewaltstrategie relativ schwacher Gruppen. Aber eine terroristische Organisation kann auch keinen zu großen Umfang besitzen, die beispielsweise für einen Aufruhr notwendig wäre, weil die Gefahr, unterwandert zu werden, deutlich steigen würde. Terroristische Aktionen setzen sich gezielt über die jeweils geltenden rechtlichen und moralischen Konventionen hinweg und zeichnen sich oft durch besondere Unmenschlichkeit, Willkür und Brutalität aus. Es sind spektakuläre, gut organisierte Anschläge, die die Öffentlichkeit erregen. Der Schockeffekt ist zentraler Bestandteil terroristischer Logik und Strategie.
Ein Anschlag soll von einer breiten Öffentlichkeit zur Kenntnis genommen werden, Opfer werden meistens nicht gezielt ausgewählt, nur der symbolische Stellenwert der Gewalttat zählt, als Träger einer Botschaft. Terrorismus ist also primär eine Kommunikationsstrategie, ohne dies beschönigend darstellen zu wollen. Hieraus ergeben sich zwei Fragen: Welcher Art sind die Botschaften, die Terroristen äußern wollen? Auf welchen Kommunikationsraum sind sie dabei angewiesen? Terrorismus will nicht nur das Vertrauen der Bürger in den Staat durch Panik und Schockeffekte erschüttern, eine Stimmung der Furcht und des Schreckens erzeugen, sondern auch Verbündete gewinnen. Gewaltfreie Aktionsterritorien werden von Terroristen bevorzugt, damit Ihre Aktionen besser auffallen. Deshalb sind Industrieländer und Großstädte auch prädestiniert dafür. Außerdem dürfen terroristische Aktionen nicht zu häufig wiederholt werden, damit sie nicht an Signalwirkung verlieren.3
1.2 Unterschiedliche Gruppen von Terroristen
Heute werden vier Gruppen von Terroristen unterschieden: Zur einen Gruppe zählen geistig verwirrte Einzeltäter, die sich als Auserwählte sehen und ohne ein unterstützendes Netzwerk für ihre „Mission“ tätig werden (Beispiel: der Attentäter von Oklahoma). Dann gibt es revolutionäre Gruppen, die politische oder soziale Veränderungen durch Gewalt bzw. Bombenanschläge erreichen möchten (Beispiele: die inzwischen aufgelöste Rote Armee Fraktion und die frühere PLO). Außerdem haben sich ethnische oder politische Minderheiten herausgebildet, die gewaltsam für ihre Autonomie in einem Staatswesen kämpfen (Beispiel: die kurdische PKK), und letzten Endes Gruppen mit religiösen oder pseudoreligiösen Motiven (Beispiele: Die Aum-Shinrikyo-Sekte in Japan oder die Al- Qaida des Osama Bin Laden). 4
Am gefährlichsten sind Gruppen, die aus vorgeblich religiösen Motiven Massenmorde verüben, weil ihnen Menschenleben nichts bedeuten und selbst Zivilisten nicht verschont werden. Der militante islamistische Extremismus etwa ist durch Sicherheitsbehörden schwerer zu infiltrieren und zu lokalisieren als herkömmliche klassische politische Terrorgruppen wie etwa die Rote Armee Fraktion. Islamistische Terroristen bekennen sich immer seltener zu ihren Anschlägen. Befand sich zu Zeiten des Kalten Krieges der „Feind“ noch außerhalb, so hält er sich spätestens seit dem 11. September 2001 nahezu unsichtbar im eigenen Land auf.
2. Evolution des islamistischen Terrorismus
[...]
1 Barth, Peter: Internationaler Terrorismus im Zeitalter der Globalisierung, München 2002, S. 5
2 Waldmann, Peter: Terrorismus als weltweites Phänomen – Eine Einführung, in: Hirschmann, Kay/ Gerhard Peter (Hrsg.): Bundesakademie für Sicherheitspolitik – Schriftenreihe zur Neuen Sicherheitspolitik Band 18 : Terrorismus als weltweites Phänomen, Berlin 2000, S. 11-12
3 Waldmann, Peter: a.a.O., S. 14
4 BPB Internationaler islamistischer Terrorismus , http://www.bpb.de/publikationen/V8MKGC,0,0,Internationaler_islamistischer_Terrorismus.html
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29.08.2005 15:28:37
hallo, eine kurze anmerkung, ich habe deine hausarbeit nicht durchgelesen, aber es gibt kein islamistischen Terrorismus. Es ist sehr traurig und sehr gefährlich wie Deutschland und Europa mit solchen Begriffen leichtsinnig umgeht. Solche Begriffe sind von vornhinein vorurteilsbehaftet und haben Hetzpotential. Du hast geschrieben; "Am gefährlichsten sind Gruppen, die aus vorgeblich religiösen Motiven Massenmorde verüben, weil ihnen Menschenleben nichts bedeuten" Seit wann bedeuten Menschenleben einem Terroristen was??? Zivilisten waren bei Terrorakten leider meistens die Opfer. liebe grüße