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Seminararbeit, 2002, 21 Seiten
Autor: Diplomübersetzerin Helena Schneider
Fach: Dolmetschen / Übersetzen
Details
Institution/Hochschule: Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Institut für Anglistik, Amerikanistik und Anglophonie)
Tags: Romans, Kill, Mockingbird, Harper, Literarische
Jahr: 2002
Seiten: 21
Note: 2,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-36500-0
ISBN (Buch): 978-3-638-94332-1
Dateigröße: 135 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Das Thema meiner Hausarbeit im Rahmen des Übersetzerseminars “Literarische Übersetzung” ist die Übersetzung des Romans To Kill a Mockingbird von Harper Lee. Das Ziel dieser Arbeit bestand darin, die deutsche Übersetzung mit dem englischen Original zu vergleichen und auf ihre Angemessenheit zu überprüfen. Ich habe daher für meine Untersuchung den übersetzungskritischen Ansatz gewählt. Bei der Analyse der ausgesuchten Textauszüge bin ich in zwei Schritten vorgegangen. Zunächst habe ich versucht, auf Besonderheiten des Romans und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten im Hinblick auf die Übersetzung aufmerksam zu machen. Anschließend habe ich die deutschen Lösungsvorschläge vor diesem Hintergrund analysiert und bewertet. Zu den wichtigsten Aspekten, die bei der Übertragung des Buches in die Zielsprache zu beachten sind, habe ich den Schreibstil der Autorin ( Kapitel II.1. ), die Wiedergabe der Erzählperspektive ( Kapitel II.2. ) und die Verwendung von Sprachvarietäten ( Kapitel II.3. ) gezählt. Ebenso von Bedeutung schienen mir Anredeformen ( Kapitel II.4. ), Realia ( Kapitel II.5. ) und nicht zu vergessen der Titel ( Kapitel II.6. ). Auf der Grundlage dieser einzelnen Kapitel habe ich darüber hinaus versucht, der Frage nachzugehen, wie die Übersetzerin mit der engen Einbettung des Romans an eine bestimmte Zeit und vor allem an eine bestimmte Kultur umgegangen ist. Denn sowohl die Thematik als auch die Athmosphäre sind untrennbar verbunden mit der amerikanischen Kultur, genauer gesagt der der Südstaaten. Dies durch eine Übersetzung für eine andere Kultur verständlich zu vermitteln, ohne dass an Authentizität verloren geht, war sicherlich keine leichte Aufgabe, auf jeden Fall aber eine Herausforderung.
Textauszug (computergeneriert)
Johannes Gutenberg- Universität Mainz
Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft
in Germersheim
Referat/ Thema:
Die Übersetzung des Romans To Kill a Mockingbird von Harper Lee
Im Rahmen des Übersetzerseminars: “Literarische Übersetzung”
Eingereicht von: Helena Schneider
SS 2002
I. Einleitung
II. Hauptteil
II.1. Der Schreibstil der Autorin
II.1.1. Metaphern und Vergleiche
II.1.2. Personifizierungen und Symbole
II.2. Die Erzählperspektive
II.2.1. Malapropismus
II.2.2. Allusionen
II.3. Sprachvarietäten
II.3.1. Black English
II.3.2. Andere Soziolekte/ Umgangssprache
II.3.3. Kindersprache/ Slang
II.4. Anredeformen
II.5. Realia
II.6. Der Titel
III. Schlusswort
I. Einleitung
Das Thema meiner Hausarbeit im Rahmen des Übersetzerseminars “Literarische Übersetzung” ist die Übersetzung des Romans To Kill a Mockingbird von Harper Lee. Das Ziel dieser Arbeit bestand darin, die deutsche Übersetzung mit dem englischen Original zu vergleichen und auf ihre Angemessenheit zu überprüfen. Ich habe daher für meine Untersuchung den übersetzungskritischen Ansatz gewählt.
Bei der Analyse der ausgesuchten Textauszüge bin ich in zwei Schritten vorgegangen. Zunächst habe ich versucht, auf Besonderheiten des Romans und die sich daraus ergebenden Schwierigkeiten im Hinblick auf die Übersetzung aufmerksam zu machen. Anschließend habe ich die deutschen Lösungsvorschläge vor diesem Hintergrund analysiert und bewertet.
Zu den wichtigsten Aspekten, die bei der Übertragung des Buches in die Zielsprache zu beachten sind, habe ich den Schreibstil der Autorin ( Kapitel II.1. ), die Wiedergabe der Erzählperspektive ( Kapitel II.2. ) und die Verwendung von Sprachvarietäten ( Kapitel II.3. ) gezählt. Ebenso von Bedeutung schienen mir Anredeformen ( Kapitel II.4. ), Realia ( Kapitel II.5. ) und nicht zu vergessen der Titel ( Kapitel II.6. ).
Auf der Grundlage dieser einzelnen Kapitel habe ich darüber hinaus versucht, der Frage nachzugehen, wie die Übersetzerin mit der engen Einbettung des Romans an eine bestimmte Zeit und vor allem an eine bestimmte Kultur umgegangen ist. Denn sowohl die Thematik als auch die Atmosphäre sind untrennbar verbunden mit der amerikanischen Kultur, genauer gesagt der der Südstaaten. Dies durch eine Übersetzung für eine andere Kultur verständlich zu vermitteln, ohne dass an Authentizität verloren geht, war sicherlich keine leichte Aufgabe, auf jeden Fall aber eine Herausforderung.
II. Hauptteil
II.1. Der Schreibstil der Autorin
Harper Lees Schreibstil ist durch sehr unterschiedliche Merkmale gekennzeichnet. So ist einer der wichtigsten Einflüsse, der sich in ihrer Schreibweise bemerkbar macht, der sog. Realismus. Die Sprache in To Kill a Mockingbird ist klar und präzise, d.h. Menschen, Orte und Gegenstände werden detailliert und möglichst ”realistisch“ beschrieben. Die wohlorganisierte Struktur des Romans und die häufige Verwendung von Vokabular aus dem Bereich der Rechtswissenschaften verraten zudem den juristischen Hintergrund der Autorin. Darüber hinaus zeichnet sich Harper Lees Schreibstil aber vor allem durch den Gebrauch verschiedener Stilmittel aus. Dazu zählen in erster Linie Metaphern und Vergleiche, die ihrer Art und Weise zu schreiben eine gewisse Lebendigkeit verleihen. Personifizierungen und der Einsatz von Symbolen, die besonders im Hinblick auf die Handlung von großer Bedeutung sind, sowie Malapropismus und Allusionen ( s. Kapitel 2.2. ) tragen ebenso dazu bei. Im folgenden habe ich mich daher auf die erstgenannten Stilmittel konzentriert, da diese meiner Meinung nach den größeren Einfluss auf den charakteristischen Stil der Autorin haben.
II.1.1. Vergleiche und Metaphern
Der folgende Vergleich entstammt der Charakterisierung Calpurnias, der schwarzen Köchin und Hausangestellten der Familie Fink:
“ ... ; her hand was wide as a bed slat and twice as hard.“ ( Lee, 97, S. 6 ) Die deutsche Übersetzung lautet:
“Ihre Hand war so breit wie eine Bettlatte und doppelt so hart.“ ( Lee, 2000, S. 15 ) Hierbei handelt es sich um eine wörtliche Übersetzung des Vergleichs aus der Ausgangssprache. Die Übersetzerin hat denselben Gegenstand gewählt um Calpurnias Hand, die die Strenge der Hausangestellten verrät, zu beschreiben. Dadurch wird die sprachliche Originalität der Autorin gewahrt.
In einer der Gerichtszenen wird Atticus’ Vorgehensweise bei der Befragung eines Zeugen Durch folgende Metapher beschrieben:
„... it seemed to me that he’d gone frog sticking without a light”. ( S. 195 )
In der Übersetzung heißt es:
“... mir kam es vor, als sei er ohne Licht auf die Froschjagd gegangen.“ ( S. 285 ) Ähnlich wie bei der Übersetzung der Vergleiche wurde hier dasselbe Bild aus dem Englischen ins Deutsche übernommen, um den Eindruck, den die Erzählerin von Atticus Taktik bei der Befragung hat, wiederzugeben. Wieder ist die Strategie der Übersetzerin sinnvoll, denn auch der deutsche Leser kann sich vorstellen, dass jemand, der ohne Licht auf die Froschjagd geht, nur unzureichend für sein Vorhaben ausgerüstet ist. Der Eindruck, dass Atticus sich scheinbar nicht genügend vorbereitet hat, wird im Deutschen daher genauso deutlich. Darüber hinaus bleibt auch hier der charakteristische Stil der Autorin erhalten.
II.1.2. Personifizierungen und Symbole
[...]
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