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Autor: Heike Wohlleben
Fach: Pflegewissenschaften
Details
Tags: Pflege, Erkrankung, Schlaganfall
Jahr: 2005
Seiten: 25
Note: keine Note, bestanden
Literaturverzeichnis: ~ 96 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 276 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-36664-9
Ein Expose unter dem Blickwickel ,,Pflege chronischer Erkrankungen, welches sich der Thematik Schlaganfall (Apoplex), deren Diagnostik, Symptome und Therapieformen befasst. Das Expose umfasst sowohl medizinische Daten wie auch pflegerelevante Aspekte. Vordergründig stehen pfleger.-therap.Pflegekonzepte(z.B. Bobath,Basale Stimulation).Des Weiteren werden pflegewissenschaftliche Studien benannt und vorgestellt.Literaturquellen: 27 angewendete u. 60 weiterführende Quellen.
Textauszug (computergeneriert)
Pflege chronischer Erkrankung - Schlaganfall
von: Heike Wohlleben
Inhaltsverzeichnis
Einführung 1
1 Krankheitsbild Schlaganfall 1
1.1 Definition Schlaganfall 2
1.2 Medizinische Aspekte und Symptome vom Schlaganfall 2
1.3 Anatomische und physiologische Ursachen vom Schlaganfall 3
1.4 Epidemiologische Aspekte des Schlaganfall 3
2 Routineuntersuchung bei der Aufnahme von Schlaganfallpatienten im Krankenhaus 4
2.1 Therapie des akuten Schlaganfall 4
3 Besonderheiten bei der Pflege von Schlaganfallpatienten 5
3.1 Zielsetzung für die professionelle Pflege 5
3.2 Theoretischer Rahmen für Pflegekonzepte von Schlaganfallpatienten 7
3.2.1 Pflege nach Bobath 7
3.2.2 Basale Stimulation 8
3.2.3 Kinästhetik 9
3.2.4 Fördernde Prozesspflege nach Monika Krohwinkel 10
3.3 Organisationsmodell Bezugspflege 10
3.4 Der Pflegeprozess – Handlungs- und Planungsinstrument 11
4 Pflegewissenschaftliche Studien im Kontext Schlaganfall 12
5 Recherche nach Zeugnissen/ Berichten/Erzählungen von betroffenen Menschen und pflegenden Angehörigen 14
Zusammenfassung 15
Literaturverzeichnis 16
Weiterführende Literatur 19
Einführung
Thema dieses Expose ist der Schlaganfall mit seinen Folgen für den Erwachsenen vom medizinischen und pflegerischen Blickwinkel aus betrachtet. Der Fokus wurde insbesondere auf die pflegerisch relevanten Aspekte gelegt, welche bei der Erkrankung von Bedeutung sind. Die Fachliteratur bedient sich neben dem Wort Schlaganfall weiterer medizinischer Termini wie beispielsweise: Apoplex, apoplektischer Insult und zerebraler Insult. In diesem Expose wird - mit Ausnahme von angewendeten Quellen - der Begriff Schlaganfall genutzt.
Schlaganfall: Eine Erkrankung welche wohl bei den meisten Menschen Angstgefühle auslöst. Jedes Jahr betrifft es in Deutschland Hunderttausende wie ,,Ein Blitz aus heiterem Himmel“. Die schlagartige auftretende Veränderung der Lebensumstände, das Herausreisen aus der gewohnten häuslichen Umgebung und die Aufnahme in die Klinik ist für die Betroffenen ein einschneidendes Erlebnis. Zwangsläufig aufkommende Gedanken, dass man plötzlich in völliger Hilflosig -und Abhängigkeit von anderen Menschen sein Leben bestreiten muss, sind kaum vermeidbar.
Nicht wie sooft unter der Bevölkerung angenommen trifft es Menschen einer bestimmten Altersgruppe. Zunehmend sind auch jüngere Menschen vom Schlaganfall betroffen. Der Verlust der sozialen Kontakte, die Isolation vom bekannten Umfeld, Arbeitsunfähigkeit verbunden mit fehlender finanzieller Absicherung usw. können bei den Betroffenen auch psycho-soziale Folgen in verschiedenen Ausmaßen haben.
Die Betrachtung der benannten Auswirkungen durch einen Schlaganfall (medizinisch, pflegerisch, psycho-sozial, familiär) sowie diagnostischen-therapeutischen Konzepten ist Gegenstand dieses Expose.
Die Pflege von Schlaganfallpatienten, deren Konzepte und Umsetzungen ist ein sehr komplexer Themenbereich, sodass in diesem Rahmen nicht jede Sichtweise in tief greifender Darstellung beleuchtet werden kann.
1 Krankheitsbild Schlaganfall
Menschen, die einen Schlaganfall erleiden sind nicht innerhalb kurzer Zeit genesen. Der überwiegende Teil der Betroffenen muss von der Ersttherapie bis zur Rehabilitation einen monatelangen Genesungsprozess akzeptieren.
Die medizinische und pflegerische Fachliteratur sowie die Quellen des Internet geben vielseitiges Fachwissen und Aufklärung zur Thematik Schlaganfall.
Insbesondere bei der Suche nach Daten zu epidemiologischen Aspekten aber auch zur Diagnostik und Therapie erhält man, in oben genannten Quellen, mitunter unter-schiedliche Daten.
Ein Beispiel dafür ist, dass die Angaben bezüglich der Neuerkrankungen von Schlaganfallbetroffenen pro Jahr in Deutschland von 200.000 bis 350.000 schwanken.
1.1 Definition Schlaganfall
Definition Schlaganfall:
,,Schlaganfall“ ist eine akute Erkrankung auf dem Boden eines pathologischen Prozesses der Blutgefäße im Zentralnervensystem (Gefäßruptur oder -verschluss bzw. einengung) oder durch Veränderung der Fließeigenschaften des Blutes mit einer Vielzahl klinischer Manifestationsformen und hieraus resultierenden differentialdia-gnostischen und differentialtherapeutischen Anforderungen“(vgl. HART-MANN/HEISS, 2001, S.217).
1.2 Medizinische Aspekte und Symptome vom Schlaganfall
Ein Schlaganfall entsteht durch abrupte fokale Störungen von Hirnfunktionen als Folge vaskulärer krankhafter Veränderungen. Als Ursache identifiziert man etwa in 80% eine Durchblutungsminderung (Ischämie), in 15% eine intrazerebrale Blutung (vgl.http://www.sanderbusch.de/neurologie/schlaganfall.html).
In circa 5 % der Fälle ist eine Subarachnoidalblutung die Ursache für einen Schlag-anfall (vgl. SIMON, 1999, S.115).
Der Hirninfarkt wird in vier Stadien eingeteilt:
Stadium I : Asymtomatische Stenose.
Stadium II: TIA (transitorischeischämische Attacke) und PRIND (prolongiertes
reversibles neurologisches Defizit).
Stadium III: Progressive Stroke (progredienter Infarkt).
Stadium IV: Complette Stroke (kompletter Hirninfarkt).
(vgl. CONZELMANN/MANZ, 2003, S.33).
Die Symptome des Schlaganfalls können vielfältig sein:
Motorische Störungen kommen bei circa 80-90 % aller Schlaganfälle vor.
Unterschiedliche Grade von Verwirrtheit sind vielfach anzutreffen. Sie müssen dann insbesondere gegenüber einer Aphasie (Sprachstörung) differenziert werden. Psychische Veränderungen vor allem als Depression oder Angststörungen sind nach einem Schlaganfall häufig feststellbar.
Weitere mögliche Symptome:
- plötzlich einsetzende, einseitige Lähmungen (Paresen - Halbseitenlähmungen), diese werden in Schweregrade unterteilt (Grad 0 bis Grad 5),
- Fazialisparese, Sprachschwierigkeiten, Sehstörungen,
- Sehen von Doppelbildern oder verschwommenes Sehen,
- Drehschwindel mit Gangunsicherheit, Übelkeit,
- Erbrechen, Verwirrtheit, heftige Kopfschmerzen
(vgl.http://www.sanderbusch.de/neurologie/schlaganfall.html).
1.3 Anatomische und physiologische Ursachen vom Schlaganfall
Der Hirninfarkt als Folge von Mangeldurchblutung (Ischämie – 80% der Schlaganfälle) des Gehirns kann verschiedenste Ursachen haben. Zwei Ursachen, die Thrombose und die Embolie werden näher erläutert.
- Thrombose:
Hier verschließt sich ein dem Gehirn zuführendes Blutgefäß durch einen Thrombus. Diese Verschlüsse bilden sich in den meisten Fällen an bereits erkrankten Gefäßen, welche durch Ablagerung von Fetten und Kalk (Ateriosklerose) an Gefäßwänden verändert sind (vgl. MOHN, 2002, S. 8f.).
- Embolie:
Ursache der Embolie sind Blutgerinnsel, welche sich am Herzen oder großen zum Gehirn führenden Gefäßen bilden. Teile solcher Blutgerinnsel können sich lösen und durch den Blutstrom in das Gehirn gelangen und dort wichtige Blutgefäße verschließen (vgl. MOHN, 2002, S. 8f.).
1.4 Epidemiologische Aspekte vom Schlaganfall
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