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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 17
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 8  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 288 KB
Archivnummer: V39255
ISBN (E-Book): 978-3-638-38077-5
ISBN (Buch): 978-3-638-76248-9

Zusammenfassung / Abstract

Als Taylor vor rund 120 Jahren das Scientific Management begründete, versprach sein System der wissenschaftlichen Betriebs-führung eine Revolution des Arbeitsmarktes. Es wurde von vielen Unternehmen sofort aufgenommen und erfolgreich umgesetzt, besonders in der Automobilindustrie durch Ford zu Beginn des 20. Jahrhunderts. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde jedoch zunehmend Kritik gegenüber dem Taylorismus laut, die deren mangelnde Flexibilität und Inhumanität kritisierte. Daraufhin wurden modernere betriebliche Rationalisierungsmethoden entwickelt, die sich vom Taylorismus absetzen wollten. In dieser Seminararbeit wird gezeigt, dass den hier vorgestellten modernen Methoden zur Betriebsführung eine komplette Eigenständigkeit, unabhängig von Taylor, nicht gelungen ist. Entweder modifizieren sie seine Vorgaben oder passen diese lediglich der aktuellen Situation im jeweiligen Industrieunternehmen an. Damit wird gezeigt, dass Taylors Scientific Management nach wie vor eine sehr große Rolle in bestimmten Unternehmen spielt und keineswegs obsolet geworden ist.

Textauszug (computergeneriert)

Johannes Gutenberg-Universität
Fachbereich 12 - Institut für Soziologie
Seminar: Geschlechterverhältnisse und Gesellschaftliche Rationalisierung
7. Semester

Der Einfluß des Taylorismus auf moderne Rationalisierungsmethoden

von: Christa Harlander

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  1

2. Definition und Ziel des Taylorismus 1

3. Fordismus 3

4. Probleme des Taylorismus 4

5. Human Relations 5

6. Humanisierung  6

7. Das Toyota-System 8

8. Lean Production 9

9. Flexibilisierung 9

10. Neo-Taylorisierung  11

11. Die Zukunft der Taylorisierung 13

12. Fazit 15

13. Quellenverzeichnis 17




1. Einleitung

Als Taylor vor rund 120 Jahren das Scientific Management begründete, versprach sein System der wissenschaftlichen Betriebs-führung eine Revolution des Arbeitsmarktes. Es wurde von vielen Unternehmen sofort aufgenommen und erfolgreich umgesetzt, besonders in der Automobilindustrie durch Ford zu Beginn des 20. Jahrhunderts. „Taylors Prinzipien waren grundlegend für die Entwicklung der modernen Betriebe und ihr Wachstum als technisch-finanzielle Produktionseinheiten mit durchgängigen Organisations-, Führungs- und Planungsstrukturen.“ (Mikl-Horke 2000, S. 226)
In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde jedoch zunehmend Kritik gegenüber dem Taylorismus laut, die deren mangelnde Flexibilität und Inhumanität kritisierte. Daraufhin wurden modernere betriebliche Rationalisierungsmethoden entwickelt, die sich vom Taylorismus absetzen wollten.
In dieser Seminararbeit wird gezeigt, dass den hier vorgestellten modernen Methoden zur Betriebsführung eine komplette Eigenständigkeit, unabhängig von Taylor, nicht gelungen ist. Entweder modifizieren sie seine Vorgaben oder passen diese lediglich der aktuellen Situation im jeweiligen Industrieunternehmen an. Damit wird gezeigt, dass Taylors Scientific Management nach wie vor eine sehr große Rolle in bestimmten Unternehmen spielt und keineswegs obsolet geworden ist.

2. Definition und Ziel des Taylorismus

Der Taylorismus beziehungsweise die ‚wissenschaftliche Betriebsführung’ (Scientific Management) geht zurück auf den US-Amerikaner Frederick Winslow Taylor (1856-1915). Sein Ziel war es, die Produktivität der menschlichen Arbeit mit einer wissenschaftlichen Herangehensweise zu steigern: „Voraussetzungen dafür sind die Trennung von Kopf- und Handarbeit, Enteignung und systematische Sammlung der Fertigkeiten und des Wissens der Arbeiter, Verselbständigung der Dispositions- und Kontrollfunktionen und methodische Formen der Arbeitsanalyse.“ (Kocyba/Schumm 2002, S. 42)
Die Leistung der Arbeiter sollte durch die systematische Kontrolle von Seiten des Managements optimiert werden. Taylors Erfahrung nach hatten die Arbeiter Techniken der Leistungszurückhaltung, d.h. sie arbeiteten weniger als sie konnten, aber gerade soviel wie notwendig war. Dies wollte er zum Vorteil des Managements, aber auch der Arbeiter, unterdrücken. Wenn man ihnen genau vorschreiben würde, wie sie ihre Arbeit durchzuführen hätten, könnten sie seiner Ansicht nach viel mehr leisten. Nach seiner Anweisung übernahm das Management die Analyse und Planung des Arbeitsprozesses, um den besten Weg der Arbeitsbewältigung zu entwickeln. Die Arbeiter hatten infolgedessen keine geistige Arbeit zu erledigen und waren im Endeffekt nur das ausführende Organ für die Vorgaben des Managements. Sie verrichteten jeweils nur einen kleinen Arbeitsschritt (Arbeitsteilung), um möglichst schnell und produktiv zu sein. Um ihre Leistung zu steigern, setzte Taylor das Leistungslohnsystem als Motivationsfaktor ein, d.h. je mehr die Arbeiter leisteten, desto höher wurden sie entlohnt. Wurden die Betriebe größer, integrierte man weitere Abteilungen wie Verwaltungen und Büros um die Arbeitsteilung möglichst effektiv zu gestalten.

„Die wichtigsten Zielsetzungen Taylors sind die systematisierende Beobachtung, Messung sowie eine auf Optimierung des Leistungsergebnisses (vor allem im Hinblick auf Steigerungen der Mengenleistung) bezogene Normierung und Standardisierung von Arbeitskraft, Arbeitsorganisation und Technik und schließlich der Aufbau eines der unmittelbaren Produktion vorgelagerten Bereichs der Arbeitsplanung und Arbeitsvorbereitung.“ (Beckenbach 1991, S. 17) Taylor war damit der Begründer einer technisch-naturwissenschaftlich ausgerichteten Arbeitswissenschaft. Da sich sein Modell als sehr erfolgreich erwies, wurde es in den folgenden Jahrzehnten in zahlreichen amerikanischen Betrieben und zunehmend auch in Übersee übernommen. Der Taylorismus als Form der Unternehmensführung wurde etabliert: „Das grundlegende Verständnis von Arbeit wurde aber in allen großen Organisationen ein am tayloristisch-fordistischen Modell orientiertes – und das auch über den Produktionsbereich hinaus für die Industrieverwaltung und die in ihr beschäftigten Angestellten wie auch in Dienstleistung- und Verwaltungsorganisationen.“ (Mikl-Horke 2000, S. 79)

Rationalisierung, also Leistungssteigerung und Kostenreduktion, war eines der Hauptziele des Taylorismus. Erst durch das Scientific Management begannen Unternehmen die Rationalisierung der menschlichen Arbeit systematisch zu betreiben. Durch wissenschaftliche Vorgaben und Zeitpläne entwickelte Taylor dieses Konzept: „Betriebliche Rationalisierung [ist] der kontinuierliche Versuch, die Produktion durch technische und organisatorische Mittel effektiver zu gestalten …“ (Kocyba/Schumm 2002, S. 36) Unter dem Begriff der Rationalisierung kann man alle Maßnahmen fassen, die auf die Erhöhung der Rentabilität des Unternehmens abzielen.

3. Fordismus

[...]

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