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Was kann die Schultheorie von der Schulgeschichte lernen? Untersuchung dieser Frage am Beispiel der Entwicklung des höheren und niederen Schulwesens in Preussen/Deutschland seit dem 19. Jahrhundert

Autor: Daniela Kapp
Fach: Pädagogik - Geschichte der Päd.

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Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2001
Seiten: 14
Note: 1,1
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 191 KB
Archivnummer: V3928
ISBN (E-Book): 978-3-638-12438-6
ISBN (Buch): 978-3-638-74598-7

Zusammenfassung / Abstract

Betrachtet man die Zeitspanne, in der sich die Schule als Regelinstanz für den gesamten Nachwuchs herausgebildet hat - das 19. Jahrhundert -, so wird das Implikationsverhältnis von Schule und Gesellschaft deutlich. Es war die Zeit, in der sich eine Agrargesellschaft innerhalb einiger Jahrzehnte in eine verstädterte Industriegesellschaft verwandelte und neue soziale Klassen - das Industrieproletariat und die Bourgeoisie - entstanden, wobei eine restaurative Bildungspolitik die Oberhand gewann, die eine "naturgemässe Ungleichheit der Standeserziehung" (v. Beckedorff) zugrundelegte. Es wird sich zeigen, wie wenig Entwicklung und Struktur des Bildungswesens aus sich selbst oder allein aus einer staatlichen Initiative abgeleitet werden können. Im folgenden soll der Einfluss deutlich gemacht werden, den gesellschaftliche Faktoren auf das System der öffentlichen Bildungseinrichtungen ausgeübt haben. Dabei wäre es irreführend, den Ausbau des modernen Bildungswesens als einen gleichmässigen, zwangsläufig fortschreitenden Prozess zu verstehen. Es soll die schulpolitische Entwicklung für das 19. Jahrhundert dargelegt werden, wobei das Augenmerk darauf gerichtet ist, allgemeine Rahmenbedingungen der Schulentwicklung aus schultheoretischer Sicht auszumachen. 1. Einleitung 2. Die Entwicklung des Schulwesens in Preussen 2.1. Die Durchsetzung der allgemeinen Schulpflicht 2.2. Das niedere Schulwesen 2.3. Das höhere Schulwesen 3. Das Implikationsverhältnis von Schule und Gesellschaft 4. Schultheoretische Erkenntnisse 5. Fazit Literaturverzeichnis

Textauszug (computergeneriert)

 

Was kann die Schultheorie von der Schulgeschichte lernen?
Untersuchen Sie diese Frage am Beispiel der Entwicklung
 des höheren und niederen Schulwesens in Preussen/Deutschland
seit dem 19. Jahrhundert!

 

1. Einleitung

2. Die Entwicklung des Schulwesens in Preussen
2.1. Die Durchsetzung der allgemeinen Schulpflicht
2.2. Das niedere Schulwesen
2.3. Das höhere Schulwesen

3. Das Implikationsverhältnis von Schule und Gesellschaft

4. Schultheoretische Erkenntnisse

5. Fazit


1. Einleitung

Betrachtet man die Zeitspanne, in der sich die Schule als Regelinstanz für den gesamten Nachwuchs herausgebildet hat - das 19. Jahrhundert -, so wird das Implikationsverhältnis von Schule und Gesellschaft deutlich. Es war die Zeit, in der sich eine Agrargesellschaft innerhalb einiger Jahrzehnte in eine verstädterte Industriegesellschaft verwandelte und neue soziale Klassen - das Industrieproletariat und die Bourgeoisie - entstanden, wobei eine restaurative Bildungspolitik die Oberhand gewann, die eine "naturgemässe Ungleichheit der Standeserziehung" (v. Beckedorff) zugrundelegte.
Es wird sich zeigen, wie wenig Entwicklung und Struktur des Bildungswesens aus sich selbst oder allein aus einer staatlichen Initiative abgeleitet werden können. Im folgenden soll der Einfluss deutlich gemacht werden, den gesellschaftliche Faktoren auf das System der öffentlichen Bildungseinrichtungen ausgeübt haben. Dabei wäre es irreführend, den Ausbau des modernen Bildungswesens als einen gleichmässigen, zwangsläufig fortschreitenden Prozess zu verstehen.

Es soll die schulpolitische Entwicklung für das 19. Jahrhundert dargelegt werden, wobei das Augenmerk darauf gerichtet ist, allgemeine Rahmenbedingungen der Schulentwicklung aus schultheoretischer Sicht auszumachen.

 

2. Die Entwicklung des Schulwesens in Preussen

2.1. Die Durchsetzung der allgemeinen Schulpflicht

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