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Autor: Thomas van Laar
Fach: Pflegewissenschaften
Details
Tags: Arbeitsbelastung, Stress, Krankenpflege, Fachweiterbildung, Krankenpflege
Jahr: 2005
Seiten: 31
Note: sehr gut
Literaturverzeichnis: ~ 19 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 247 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-38612-8
ISBN (Buch): 978-3-638-65526-2
Zusammenfassung / Abstract
„Oh man, was bin ich heute wieder gestresst!“ Ist dies nicht ein Satz den wir alle schon mal in unserem Arbeitsalltag von uns gegeben haben, oder ihn zumindest von Kollegen gehört haben? Viele Pflegende fühlen sich in ihrem Arbeitsalltag über ein verträgliches Maß hinaus belastet. Oftmals entsteht das Gefühl, dass die Anforderungen steigen und die Bedingungen sich verschlechtern. Kommen dann noch akute Krisen oder private Probleme hinzu ist man schon auf dem besten Wege zur Überforderung bzw. sogar zum „ausbrennen“. In dieser Arbeit befasse ich mich mit der Thematik „Arbeitsbelastung und Stress in der psychiatrischen Krankenpflege“, weil es gerade in der Psychiatrie besonders belastende Situationen im pflegerischen Alltag gibt, die aus einem motivierten und engagierten Mitarbeiter, einen frustrierten und sich überfordert fühlenden Mitarbeiter machen, der schnell andere Kollegen mit seinem „Überforderungsgesülze“ mitreißt. Im nachfolgenden möchte ich zunächst einige Begriffe erklären, danach befasse ich mich mit den verschiedenen Arbeitsbelastungen der psychiatrischen Pflege, die Frage, was Stress eigentlich ist und wie viel gut und wie viel schlecht für jeden einzelnen ist, beantworte ich danach. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werde ich dann die Auswirkung der Belastungen auf unseren Körper, Geist und unser Verhalten beleuchten. Den Burn-Out als mögliche Folge anhaltender Überbelastung stelle ich im Anschluss vor und am Ende berichte ich über präventive Maßnahmen, damit es erst gar nicht zur Überlastung kommt. Wichtig ist es mir auch zu verdeutlichen, dass es kein einheitliches Lösungsschema oder die ultimative Prophylaxe gegen die Überforderung gibt. Aber es gibt Maßnahmen, die einem helfen mit einer höheren Arbeitsbelastung fertig zu werden. Stress lässt sich in unserem Leben nicht vermeiden. Das soll er auch gar nicht. Es kommt nur auf die richtige Dosierung und den Umgang an.
Textauszug (computergeneriert)
Arbeitsbelastung und Stress in der
psychiatrischen Krankenpflege
von: Thomas van Laar
Inhalt
Vorwort Seite 1
1. Definitionen Seite 2
2. Arbeitsbelastungen (Stressoren) Seite 3
2.1 Veränderte Rahmenbedingungen Seite 3
2.2 Erhöhte Anforderungen an den Pflegenden Seite 4
2.3 Beziehungsarbeit als wesentliche Kernaufgabe Seite 5
2.4 Bedrohungs- und Gewaltsituationen (Rollenkonflikte) Seite 6
2.5 Mangelnde Erfolgserlebnisse Seite 7
2.6 Störungen im Arbeitsablauf Seite 7
2.7 Interdisziplinäre Kooperation Seite 8
3. Stress Seite 9
3.1 Eu-Stress und Dis-Stress Seite 9
3.2 Wann ist Stress gesund und wann macht er krank? Seite 9
3.3 Stress Persönlichkeiten Seite 11
4. Auswirkungen des Stresses Seite 13
4.1 Normale Stressreaktion Seite 13
4.2 Allgemeines Adaptionssyndrom Seite 13
4.3 Ebenen der Auswirkung Seite 14
5. Burn-Out (eine mögliche Folge anhaltender Überlastung) Seite 15
5.1 Definition Seite 15
5.2 Burn-Out gefährdete Personen Seite 15
5.3 Hauptsymptome Seite 16
5.4 Phasen und Symptome Seite16
5.5 Ursachen Seite 19
6. Prävention Seite 21
6.1 Sozialer Rückhalt Seite 21
6.2 Kohärenzsinn Seite 21
6.3 Die Arbeitssituation Seite 22
6.4 Die betroffene Person selbst Seite 23
6.5 Nein sagen Seite 24
6.6 Die eigene Einstellung überprüfen Seite 24
6.7 Professionelle Distanz Seite 25
6.8 Selbstpflege Seite 25
6.9 Sport Seite 25
6.10 Ruhe und Entspannung Seite 26
Resümee Seite 27
Quellen Seite 28
Vorwort
„Oh man, was bin ich heute wieder gestresst!“ Ist dies nicht ein Satz den wir alle schon mal in unserem Arbeitsalltag von uns gegeben haben, oder ihn zumindest von Kollegen gehört haben? Viele Pflegende fühlen sich in ihrem Arbeitsalltag über ein verträgliches Maß hinaus belastet. Oftmals entsteht das Gefühl, dass die Anforderungen steigen und die Bedingungen sich verschlechtern. Kommen dann noch akute Krisen oder private Probleme hinzu ist man schon auf dem besten Wege zur Überforderung bzw. sogar zum „ausbrennen“.
In dieser Arbeit befasse ich mich mit der Thematik „Arbeitsbelastung und Stress in der psychiatrischen Krankenpflege“, weil es gerade in der Psychiatrie besonders belastende Situationen im pflegerischen Alltag gibt, die aus einem motivierten und engagierten Mitarbeiter, einen frustrierten und sich überfordert fühlenden Mitarbeiter machen, der schnell andere Kollegen mit seinem „Überforderungsgesülze“ mitreißt.
Im nachfolgenden möchte ich zunächst einige Begriffe erklären, danach befasse ich mich mit den verschiedenen Arbeitsbelastungen der psychiatrischen Pflege, die Frage, was Stress eigentlich ist und wie viel gut und wie viel schlecht für jeden einzelnen ist, beantworte ich danach. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werde ich dann die Auswirkung der Belastungen auf unseren Körper, Geist und unser Verhalten beleuchten. Den Burn-Out als mögliche Folge anhaltender Überbelastung stelle ich im Anschluss vor und am Ende berichte ich über präventive Maßnahmen, damit es erst gar nicht zur Überlastung kommt.
Wichtig ist es mir auch zu verdeutlichen, dass es kein einheitliches Lösungsschema oder die ultimative Prophylaxe gegen die Überforderung gibt. Aber es gibt Maßnahmen, die einem helfen mit einer höheren Arbeitsbelastung fertig zu werden. Stress lässt sich in unserem Leben nicht vermeiden. Das soll er auch gar nicht. Es kommt nur auf die richtige Dosierung und den Umgang an.
1. Definitionen
Um ein besseres Verständnis für die folgenden Texte zu ermöglichen, erkläre ich nun einige Begriffe auf die sich diese Arbeit bezieht.
Stress und Stressoren
Der Begriff „Stress“ stammt von dem ungarisch-kanadischen Mediziner Hans Selye. Er hat als erster dieses Phänomen wissenschaftlich untersucht und beschrieben. Gemeint hat er damit, einen Zustand außergewöhnlich starker körperlicher, seelischer oder geistiger Anforderungen, der sich in der Regel nur durch den Einsatz aller verfügbaren Kräfte beheben lässt. (vgl. B. Denken, Einf. in Stressbewältigungstechnicken, unveröffentlicht) Für das Phänomen Stress gibt es mehrere Definitionen, eine an die ich mich hier orientieren möchte stammt von Zimbardo, sie besagt:
„Stress ist ein Muster spezifischer und unspezifischer Reaktionen eines Organismus auf Reizereignisse, die sein Gleichgewicht stören und seine Fähigkeit zur Bewältigung strapazieren oder überschreiten.
Diese Reizereignisse umfassen eine ganze Bandbreite externer und interner Bedingungen, die allesamt als „Stressoren“ bezeichnet werden. Ein Stressor ist ein Reizereignis, dass vom Organismus eine adaptive Reaktion verlangt. Die Stressreaktion ist zusammengesetzt aus einer vielfältigen Kombination von Reaktionen auf unterschiedlichen Ebenen, einschließlich physiologischer, verhaltensbezogener, emotionaler und kognitiver Veränderungen.“ (Zimbardo P., Psychologie 5. Auflage, 1992)
Stressreaktion
„(…) Muster spezifischer und unspezifischer Reaktionen eines Organismus auf Reizereignisse, die sein Gleichgewicht stören und seine Fähigkeiten zur Bewältigung strapazieren oder überschreiten.“
(Zimbardo P, 1999, S. 370)
Überbelastung (Belastungsstörung)
„Reaktionen auf belastende Lebensereignisse, die nach Art und Ausmaß deutlich über das nach allgemeiner Lebenserfahrung zu Erwartende hinaus gehen. Dabei werden in der Regel die affektive Situation, die Leistungsfähigkeit und die sozialen Beziehungen beeinträchtigt.“ (Möller, Laux, Deister, Psychiatrie und Psychotherapie, 2. Auflage, 2001)
2. Arbeitsbelastungen (Stressoren)
Unter Belastungen im Arbeitsprozess werden zunächst einmal alle von außen auf den Organismus einwirkenden Faktoren verstanden. Vielfach erhalten diese Belastungen den Charakter einer Stresssituation. Die psychiatrische Pflege muss zu den Bereichen gezählt werden, welche zahlreichen Belastungen ausgesetzt ist. Die häufige Begegnung der Pflegenden mit Not und Leid, Ekel und Scham, Bedrohungs- und Gewaltsituationen, Rollenkonflikten, psychischen Störungen und Bedürftigkeit sowie dem Tod, im Zusammenhang mit dem jeweiligen Arbeitsfeld, sind nur die Belastungen die direkt mit den Patienten zu tun haben. Hinzu kommen noch Probleme mit anderen Berufsgruppen, mangelnde Anerkennung, belastende Arbeitszeiten, demotivierende Hierarchien und sich wiederholende Störungen in den Arbeitsabläufen.
Dies alles sind Stressoren, denen wir mal mehr und mal weniger ausgesetzt sind, die häufigsten und schwerwiegendsten Belastungen sind nach einer Befragung von J. Dondalski (Diplom-Pflegewirt, Fachkr.-pfl. für Psychiatrie) an verschiedene Pflegende, folgende:
- Veränderung der Rahmenbedingungen
- Erhöhte Anforderungen an den Pflegenden
- Beziehungspflege als wesentliche Kernaufgabe
- Bedrohungs- und Gewaltsituationen (Rollenkonflikte)
- Mangelnde Erfolgserlebnisse
- Störungen im Arbeitsablauf
- Interdisziplinäre Kooperation
2.1 Veränderung der Rahmenbedingungen
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