Aufgabenformate - Wie können Aufgaben das Lernen und die Sebstständigkeit bei Sc... close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Aufgabenformate - Wie können Aufgaben das Lernen und die Sebstständigkeit bei Schülern fördern

Autoren: Andrea Finke, Anonym, Rüdiger Höhl
Fach: Wirtschaft - Didaktik, Wirtschaftspädagogik

Lesen Sie im E-Book



Details

Veranstaltung: Schulbücher, Lernumgebungen, Lernfelder
Institution/Hochschule: Universität Kassel (Wirtschaftsdidaktik)
Tags: Aufgabenformate, Aufgaben, Lernen, Sebstständigkeit, Schülern, Schulbücher, Lernumgebungen, Lernfelder
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 31
Note: unbenotet
Literaturverzeichnis: ~ 3  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 296 KB
Archivnummer: V40385
ISBN (E-Book): 978-3-638-38908-2

Textauszug (computergeneriert)

Aufgabenformate - Wie können Aufgaben das Lernen und die
Sebstständigkeit bei Schülern fördern

von: Andrea Rottorf

 


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG 2

2 DIE LERNAUFGABE 3

2.1 Der Begriff Lernaufgabe und ihre Bedeutung im Unterricht 3
2.2 Wichtige Unterscheidungsmerkmale von Aufgaben 4
2.3 Aufgabenformate mit unterschiedlichen Wirklichkeitsbezügen 6

3 EINE BEISPIELAUFGABE 10

3.1 Erstellung dieser Aufgabe 10
3.2 Durchführung der Aufgabe 12
3.3 Auswertung des Fragebogens 14
3.4 Auswertung der Arbeitszettel 15

4 SCHÜLER MIT AUFGABEN ODER PROBLEMSTELLUNGEN ERREICHEN 19

4.1 Bezug zur Wirklichkeit 19
4.2 Aufgaben schaffen Konzentration und brauchen Zuversicht 21
4.3 „Bildungsaufgaben“ konstruieren 22
4.4 Die heutige Aufgabenkultur unter der Lupe 23
4.5 Der Lehrer – Einzelkämpfer oder Mitglied eines Teams? 25
4.6 Die Begleitung des Lernenden während des Lösungsprozesses 25
4.7 Anforderungen an das Umfeld, um Schüler zu erreichen 26
4.8 Das Erfassen von Aufgabentexten 26
4.9 Was aber hat der Schüler nun davon? 27

5 ZUSAMMENFASSUNG 28

LITERATURVERZEICHNIS 30



 

1 Einleitung

Im Rahmen des Wirtschaftsdidaktikseminars „Schulbücher, Lernumgebungen und Leitfelder“ befassten wir uns intensiv mit verschiedenen Aufgabenformaten, welche in Schulunterrichten eingesetzt werden. Wir möchten uns nun zusammenfassend in dieser Ausarbeitung mit der Frage auseinandersetzen, welche Kriterien Aufgaben erfüllen sollten, damit sie das Lernen und die Selbständigkeit der Schüler1 fördern Man kann Lernaufgaben nach verschiedenen didaktischen Merkmalen untersuchen und sie unterschiedlichen Aufgabenformaten zuordnen. Wir möchten zunächst die Bedeutung von Aufgaben im Unterricht, einige wichtige Unterscheidungsmerkmale und drei unterschiedliche Aufgabenformate theoretisch vorstellen und gegeneinander abwägen. Besonders bei der Unterscheidung der Aufgabenformate lehnen wir uns an die Literatur der Versuchsinformationen des Modellversuchs ProAkzent2 an.

Weiterhin haben wir drei Aufgaben konzipiert, die den gleichen Sachverhalt beinhalten, aber unterschiedlichen Aufgabenformaten zuzuordnen sind. Diese Aufgaben, die sich insbesondere im Grad der Offenheit unterscheiden, möchten wir in dieser Hausarbeit vorstellen. Wir haben die Aufgaben im Seminar mit den Seminarteilnehmern in Gruppen durchgeführt und werden die ausgewerteten Ergebnisse darstellen. Abschließend behandeln wir nochmals intensiv eine für uns zentrale Frage, wie Lernaufgaben ausgestaltet sein müssen, damit sie die Schüler erreichen. Bei dieser Auseinandersetzung orientieren wir uns vorwiegend an einem Text aus dem Friedrich Jahresheft 2003 „Aufgaben; Lernen fördern – Selbstständigkeit entwickeln“.

2 Die Lernaufgabe

2.1 Der Begriff Lernaufgabe und ihre Bedeutung im Unterricht

Die Lernaufgabe ist ein wichtiges didaktisches Instrument in der Unterrichtsführung. Es existiert jedoch keine allgemeingültige Definition einer Lernaufgabe. Die Bezeichnung „Lernaufgabe“, besagt im Wesentlichen lediglich, dass etwas gelernt werden soll. Ziel einer Lernaufgabe ist demnach, dass die Lernenden Qualifikationen erwerben. Das Lernen mit Lernaufgaben findet überwiegend dadurch statt, dass die Lernenden das zur Ausführung der Aufgabe notwendige Fachwissen selbständig erarbeiten. Eine Aufgabe soll das Ziel verfolgen, dass Schüler ein gehaltvolles und auf Alltagssituationen anwendbares Wissen erwerben. Dies wird besonders begünstigt, indem die Schüler ihre Lernhandlungen möglichst selbständig und kooperativ vornehmen. Zu diesen Lernhandlungen zählen unter anderem „das Entdecken und Präzisieren von Problemstellungen, die Modellierung problemangemessener Zusammenhänge, die Recherche und Analyse von Daten, das Generieren und Erproben von Lösungsideen, der Vergleich verschiedener Lösungswege und Ergebnisse“3. Damit Schüler selbsttätig arbeiten, muss sich der Lehrende nicht nur zurücknehmen und überflüssige vorbereitende Unterweisungen unterlassen, sondern er muss den Schülern besonders kognitiv anregende Anlässe bzw. Problemstellungen zur Verfügung stellen. Diese Problemstellungen kann man als Lernaufgaben bezeichnen.

2.2 Wichtige Unterscheidungsmerkmale von Aufgaben

Aufgaben werden auf sehr unterschiedliche Art und Weise gestaltet und im Unterricht eingesetzt. Man kann Lernaufgaben nach vielen didaktischen Merkmalen unterscheiden und kategorisieren. Im Folgenden sollen einige wichtige Unterscheidungskriterien von Aufgaben vorgestellt werden, wobei die meisten Merkmale stark miteinander vernetzt sind. Bei der Auswahl der vorgestellten Kriterien orientieren wir uns an den Merkmalen von Lernaufgaben, die in den Informationen des Modellversuches ProAkzent als interessant beschrieben werden und an den Unterscheidungsmerkmalen, welche wir in dem Seminar „Einführung in die Wirtschaftsdidaktik“ im SS 03 erarbeitet haben. Ein wichtiges Merkmal einer Aufgabe ist der Grad der Offenheit der Aufgabenstellung. Eine offene Aufgabe kann im Wesentlichen dadurch charakterisiert werden, dass die Fragestellung offen ist und die Lösung nicht eindeutig (die Anzahl der Lösungsmöglichkeiten kann auch als ein eigenständiges Kriterium betrachtet werden). Dem Schüler steht daher bei diesen Aufgaben ein enormer Freiraum bei der Bearbeitung der Aufgabe zur Verfügung. Demgegenüber steht die geschlossene Aufgabe, deren Lösung in der Regel eindeutig ist und deren Fragestellung sehr konkret formuliert wird. Der Freiraum der Schüler bei der Bearbeitung solcher Aufgaben ist demnach äußerst gering. In enger Verbindung zu dem Merkmal Offenheit steht das Kriterium Grad der Selbststeuerung. Der Lehrende kann die Schüler bei der Bearbeitung von Aufgaben stark lenken (hohe Fremdsteuerung) oder ihnen viele Freiräume zugestehen und die Eigenverantwortung und Selbstständigkeit der Schüler fördern (hohe Selbststeuerung). In den meisten Fällen wird eine geschlossene Aufgabe eher durch den Lehrer gesteuert, eine offene hingegen impliziert eine hohe Selbststeuerung der Schüler.

[...]


1 Um die Lesbarkeit dieser Arbeit zu erhalten, verwenden wir im Folgenden die männliche Form, wenn von Schülern, Lehrern etc. gesprochen wird es sind jedoch stets Männer und Frauen gemeint.

2 Dieser Modellversuch erprobt den Weg, in Schulen arbeitsfähige Teams aus Junglehrern zu bilden, die organisatorisch abgesichert für den Unterricht in ihren Klassen gemeinsam Unterrichte und Lernumwelten entwickeln, durchführen und reflektieren. Wirtschaftsdidaktik: Schulbücher, Lernumgebungen, Lernfelder

3 Modellversuch ProAkzent; Modellversuchsinformation Nr.1: Lernaufgaben - Konstruktion, Implementierung und Reflexion, S. 2

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/40385/