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Autor: Nicolas Breitfeld
Fach: Wirtschaft - Controlling
Details
Tags: Economic Value Added, EVA, Shareholder Value, Discounted Cash Flow, DCF, Unternehmensbewertung, wertorientierte Unternehmensführung, Investition, Kennzahlen
Jahr: 2001
Seiten: 29
Note: 1,7
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 271 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-12589-5
Textauszug (computergeneriert)
Economic Value Added – Begriff und Bedeutung
Hausarbeit
vorgelegt am 05.12.2001
an der
Berufsakademie Berlin
-Staatliche Studienakademie-
Bereich: Wirtschaft
Fachrichtung: Industrie
Studienjahrgang: 1999
Studienhalbjahr: 5. Semester
von: Nicolas Breitfeld
Inhaltsverzeichnis
ABBILDUNGSVERZEICHNIS ... III
TABELLENVERZEICHNIS ... III
ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS ... IV
1 Economic Value Added als Instrument wertorientierter Unternehmensführung ... 1
2 Ausgewählte Methoden der wertorientierten Unternehmensführung ... 2
2.1 Klassische Performancekennzahlen ... 2
2.2 Klassische Methoden der Unternehmensbewertung ... 4
2.2.1 Die Substanzwertmethode ... 4
2.2.2 Die Ertragswertmethode ... 4
2.3 Neuere Methoden der Unternehmensbewertung und Performance-Messung ... 5
2.3.1 Discounted Cash Flow ... 5
2.3.1.1 Grundlagen und Verbreitung ... 5
2.3.1.2 Erläuterung der Begriffe Cash Flow und Free Cash Flow ... 6
2.3.1.3 Berechnung des Weighted Average Cost of Capital-Ansatzes ... 7
2.3.1.4 Vergleich mit anderen Discounted Cash Flow-Ansätzen ... 8
2.3.1.5 Ergebnis und Kritik ... 9
2.3.2 Cash Flow Return on Investment ... 10
3 Economic Value Added ... 10
3.1 Entwicklung, Verbreitung und Anwendungsmöglichkeiten ... 10
3.2 Berechnung des Economic Value Added ... 12
3.2.1 Konversionen für die Berechnung des EVA ... 12
3.2.2 Berechnung der Größe NOPAT ... 13
3.2.3 Berechnung des investierten Kapitals ... 14
3.2.4 Berechnung des Kapitalkostensatzes ... 15
3.3 Ergebnis und Kritik ... 17
3.4 Market Value Added ... 18
4 Eignung von EVA und Vergleich mit DCF ... 19
LITERATURVERZEICHNIS ... V
INTERNETVERZEICHNIS ... VIII
EHRENWÖRTLICHE ERKLÄRUNG ... IX
ABBILDUNGSVERZEICHNIS
Abbildung 1: Buchhalterische versus ökonomische Rentabilität ... 3
Abbildung 2: Berechnung des Cash Flows und des Free Cash Flows ... 7
Abbildung 3: Bestimmungsschema des Shareholder Value ... 8
Abbildung 4: Verbindung von EVA und Shareholder Value ... 11
Abbildung 5: Ermittlung des Kapitalkostensatzes c* ... 17
Abbildung 6: Berechnung des Market Value Added ... 19
TABELLENVERZEICHNIS
Tabelle 1: Vergleich der verschiedenen Ansätze des Discounted Cash Flow-Verfahrens ... 9
Tabelle 2: Beispielhafte Berechnung der Ergebnisgröße NOPAT ... 14
Tabelle 3: Beispielhafte Berechnung der Ergebnisgröße Capital ... 15
1 Economic Value Added als Instrument wertorientierter Unternehmensführung
Shareholder Value ist ein Schlagwort, das nicht nur in den USA immer weitere Verbreitung findet, sondern auch in Deutschland in aller Munde ist. Es ist zu einem Lieblingswort der Manager größerer und kleinerer Unternehmen geworden. Doch was bedeutet es? Orientieren sich diese Manager auch an dieser Maxime oder verwenden sie die Worte nur, um dem aktuellen Trend zu folgen?
Shareholder Value bedeutet die Ausrichtung sämtlicher Entscheidungen im Unternehmen an den Auswirkungen auf den Marktwert des Unternehmens.1 Ein steigender Aktienkurs ist schon immer ein Ziel von börsennotierten Unternehmen, aber durch den Shareholder Value-Ansatz wird dieses Ziel zur obersten Handlungsmaxime. Sämtliche operativen und strategischen Entscheidungen werden am Einfluss auf den Shareholder Value gemessen. Denn nur auf diese Weise kann der Bestand des Unternehmens gesichert und die weitere Kapitalaufnahmefähigkeit optimiert werden. Einige Gründe für dieses neue Spitzenziel liegen in der stetig steigenden Anzahl von Fusionen und (feindlichen) Übernahmen, anspruchsvolleren Haltung der Aktionäre und transparenteren internationalen (Finanz-) Märkten.
In Deutschland verwendet man meistens den Begriff wertorientierte Unternehmensführung, wobei die Ausrichtung am Shareholder Value den Grundbaustein dieses Konzeptes darstellt. Hierbei werden neuere Bewertungsmethoden eingesetzt, an die der Anspruch gestellt wird, Performancemessung, Unternehmensbewertung, Kommunikationsinstrument und Vergütungsgrundlage zu sein.2
STEWART entwickelte im Rahmen seiner Beratungstätigkeit vor gut zehn Jahren das Konzept des Economic Value Added (EVA), das alle diese Anforderungen erfüllen soll. Die alleinige Ausrichtung an der Kennzahl EVA soll die Grundlage sein für optimale Handlungsentscheidungen und eine erfolgreiche Führung des Unternehmens.3
Im weiteren Verlauf dieser Arbeit werden zuerst einige ältere und neuere Verfahren für eine wertorientierte Unternehmensführung vorgestellt. Dazu gehören Methoden zur Unternehmensbewertung, zur Performancemessung und Kombinationen. Anschließend wird ausführlich auf den Economic Value Added eingegangen und an kurzen Rechenbeispielen erläutert. Ziel ist es, den Economic Value Added verständlich darzustellen, seine Bedeutung anhand seiner tatsächlichen und möglichen Verbreitung aufzuzeigen, und einen Vergleich mit den aufgezeigten Alternativen möglich zu machen.
2 Ausgewählte Methoden der wertorientierten Unternehmensführung
2.1 Klassische Performancekennzahlen
Es existieren verschiedenste Arten von Möglichkeiten zu messen, ob ein Unternehmen erfolgreich wirtschaftet. Um diesen Umstand quantifizieren zu können, werden sogenannte Kennzahlen betrachtet.4 Die meisten Kennzahlen werden aus dem Jahresabschluss abgeleitet. Sie sind entweder direkt ablesbar, wie z.B. der Umsatz und der Jahresüberschuss oder lassen sich durch einfache Rechenschritte ermitteln, wie z.B. die Umsatzrendite und das Umsatzwachstum oder das Verhältnis von Eigenkapital zu Fremdkapital. Aufbauend auf einzelnen Kennzahlen lassen sich sogenannte Kennzahlensysteme entwickeln, die Beziehungen der einzelnen Kennzahlen untereinander darstellen und meistens in einer Spitzenkennzahl münden. Das wahrscheinlich bekannteste Kennzahlensystem ist das DuPont System of Financial Control. Es wurde schon Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelt und verwendet den Return on Investment (RoI) als Spitzenkennzahl.5 Dieses System wurde aus dem Gedanken heraus entwickelt, dass nicht der Gewinn das beste Maß zur Quantifizierung des Unternehmenserfolges ist. Stattdessen wird das Ergebnis pro eingesetzter Kapitaleinheit betrachtet, dessen Maximierung Ziel des Unternehmens sein sollte.
In der Fachliteratur werden aber die jahresabschlussbasierenden Kennzahlen immer stärker kritisiert.6 Dasselbe gilt für Kennzahlensysteme, die auf den Kennzahlen des Jahresabschlusses aufbauen, wie z.B. dem Return on Investment (RoI).7 Kritikpunkte sind z.B. die mangelnde Korrelation zur Wertentwicklung des Unternehmens am Kapitalmarkt, Bewertungsspielräume bei der Erstellung des Jahresabschlusses, starke Vergangenheitsorientierung und viele mehr.8
Eine häufig von den Vertretern des Shareholder Value geäußerte Kritik ist der Unterschied zwischen buchhalterischer Sichtweise und der Sichtweise des Aktionärs. Damit ist gemeint, dass der Gewinn des Jahresabschlusses meistens nicht mit den Renditeerwartungen der Aktionäre übereinstimmt. Die buchhalterische Eigenkapitalrendite (RoE) entspricht nicht der von den Kapitalgebern geforderten Mindestverzinsung (RoE = kEK).9 Unternehmen müssen Gewinne erwirtschaften, die über den (Eigen-) Kapitalkosten liegen.10
[...]
1 Vgl. Baum, Heinz-Georg et al. (1999), S. 261 f.
2 Vgl. Eidel, Ulrike / Küting, Karlheinz (1999), S. 829.
3 Vgl. Stewart, Bennett (1991), S. 175.
4 Vgl. Reichmann, Thomas (1995), S. 18 ff.
5 Vgl. Bausch, Andreas / Kaufmann, Lutz (2000), S. 122.
6 Vgl. Rappaport, Alfred (1995), S. 20.
7 Vgl. Raster, Max (1995), S. 35.
8 Vgl. Baum, Heinz-Georg et al. (1999), S. 268 ff.
9 Vgl. Röttger, Bernhard (1994), S.16 f.
10 Vgl. Hostettler, Stephan (2000), S. 40 f.
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