Konfliktregionen: Indien - Pakistan close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2001
Seiten: 15
Note: 2,3
Literaturverzeichnis: ~ 11  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 150 KB
Archivnummer: V42452
ISBN (E-Book): 978-3-638-40477-8

Textauszug (computergeneriert)

Übung zur Vorlesung: Internationale Beziehungen

Hausarbeit zum 12.7.2001

Konfliktregionen: Indien - Pakistan

von

Katharina Silo

2001

 

Inhalt

1. Einleitung

2. Die Teilung „Britisch Indiens“
2.1 Vorgeschichte
2.2 Der Teilungsprozess

3. Konfliktpunkte und Gesprächsversuche zwischen Indien und Pakistan
3.1 Folgen der Teilung
3.2 Die Entwicklung der beiden Staaten
3.3 Kaschmir
3.4 Ostpakistan

4. Indien und Pakistan im internationalen System
4.1 Beziehungen zu USA und UdSSR bzw. Russland
4.2 Andere Staaten und Internationale Organisationen
4.3 Nuklearpolitik

5. Die gegenwärtige Situation

6. Zukunftsaussichten

Literaturverzeichnis 14

 

 

1. Einleitung

Der mittlerweile fast vierundfünfzig Jahre andauernde Konflikt zwischen Indien und Pakistan ist in letzter Zeit kaum in den Medien präsent. Obwohl beide Länder im Besitz nuklearer Waffen sind, scheint dieser Konflikt aus dem Interesse der Weltöffentlichkeit geraten zu sein. Daher ist es umso wichtiger die Ursachen und den Verlauf des Konflikts zu untersuchen und sich mit den Optionen der zukünftigen Beziehungen zwischen Indien und Pakistan auseinander zu setzen. Dies soll im folgenden geschehen.

2. Die Teilung „Britisch-Indiens“

2.1 Vorgeschichte

Als Mitte des 19.Jahrhunderts England begann den indischen Subkontinent zu kolonialisieren, hatten die Moslems, die seit den ersten Arabereinfällen 711immer in Indien präsent waren, die Macht in Indien inne1. Das Klima zwischen Hindus und Moslems war schon vor der englischen Kolonialherrschaft angespannt2.

Unter der britischen Herrschaft bestand Indien aus den Provinzen, die von den Engländern verwaltet und regiert wurden, und den 562 indischen Fürstentümern, die durch Verträge an die Kolonialmacht gebunden, ansonsten aber selbständig waren3. Im Westen Indiens, dem heutigen Pakistan und Kaschmir lebten hautsächlich Moslems, im heutigen Indien stellten die Hindus die Mehrheit, im Osten, dem heutigen Bangladesh gab es eine knappe Moslem- Majorität.

Mit dem Ende des 19.Jahrhunderts begann in Britisch-Indien die Phase der Nationalbewegung, der Wunsch nach Unabhängigkeit wurde laut. Im Zuge der Nationalbewegung gründeten sich 1885 der Indische Nationalkongress und als Opposition 1906 die Muslim- Liga4.

Beide forderten die Unabhängigkeit von England. Während der Indische Nationalkongress eine Indische Union anstrebte, war die Moslem-Liga zur Zusammenarbeit nicht bereit und forderte Garantien für die muslimische Minderheit5.

Erst im Laufe des zweiten Weltkriegs war England zu Gesprächen über die indische Unabhängigkeit bereit. Die Kolonialmacht sah sich dabei drei Interessengruppen mit inzwischen erweiterten Ansprüchen gegenüber6:

  1. Dem Indischen Nationalkongress, bis 1947 unter Führung Mahatma Gandhis, in dem Hindus und Moslems vertreten waren. Dieser forderte die Unabhängigkeit einer indischen Union von England.
  2. Die Moslem-Liga forderte die Unabhängigkeit von England und seit 1940 einen eigenen Staat: Pakistan.
  3. Die dritte Partei stellten die indischen Fürstentümer, deren Herrscher hauptsächlich die Bewahrung ihrer auch unter britischer Herrschaft vorhandenen Selbständigkeit forderten.

Mit dem Ende des zweiten Weltkrieges und dem Regierungswechsel in London 1945, änderte sich Englands Kolonialpolitik, man war nun bestrebt Indien so schnell wie möglich in die Unabhängigkeit zu entlassen7.

Nach ersten gescheiterten Gesprächen über die Zukunft Indiens und einer Fristsetzung, die zu verschärften Unruhen zwischen Hindus und Moslems führte, gab es eine weitere Erklärung der englischen Regierung durch Lord Mountbatten Anfang Juni 1947; diese beinhaltete die Option Indien zu teilen und stellte den Fürstentümern die Entscheidung über ihr Verbleiben im Prinzip frei. Es gibt Meinungen, die in dieser Entscheidung eine Hauptursache für die späteren Konflikte zwischen Indien und Pakistan sehen8
In Mountbattens Erklärung wurde die Übergabe der Herrschaftsgewalt für den 15. August 1947 festgesetzt9

[....]


1 Siehe W. Draguhn: Verlauf und Probleme der Entkolonialisierung Indiens, in: R. Kurzrock (Hrsg.): Asien im 20. Jahrhundert, Berlin 1972, S. 103-111, hier: S.106.

2 Vgl. H. Kinder, Werner Hilgemann: dtv-Atlas Weltgeschichte Von den Anfängen bis zur Gegenwart, München 2000, hier: S. 275

3 Siehe: Draguhn, ebda., S. 104-105.

4 Vgl. Kinder/Hilgemann, ebda., S. 367.

5 Vgl. Draguhn, a.a.O., S. 106.

6 Vgl. ebda. , S. 107.

7 Vgl. ebda., S. 104.

8 Siehe G. Buddruss: Der indische Subkontinent seit 1947, in: L. Bianco (Hrsg.), Fischer Weltgeschichte: Das moderne Asien, Frankfurt am Main 1969, S.183-206, hier: S. 184.

9 S. Draguhn, ebda., S. 108.

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/42452/