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Harry Potter auf Deutsch und Französisch - Ein Übersetzungsvergleich close

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Harry Potter auf Deutsch und Französisch - Ein Übersetzungsvergleich

Diploma Thesis, 2005, 68 Pages
Author: Kim Bauler
Subject: Interpreting / Translating

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2005
Pages: 68
Grade: 1,7
Bibliography: ~ 32  Entries
Language: German
Archive No.: V44978
ISBN (E-book): 978-3-638-42467-7
ISBN (Book): 978-3-640-15709-9
File size: 382 KB

Abstract

Die vorliegende Diplomarbeit analysiert und vergleicht die deutsche und die französische Übersetzung von Harry Potter. Als Grundlage dient das englische Original. Was die Beispiele angeht, so basiert die Arbeit allerdings nur auf den ersten zwei Bänden, Harry Potter and the Philosopher’s Stone (dt. Harry Potter und der Stein der Weisen, fr. Harry Potter à l’école des sorciers) und Harry Potter and the Chamber of Secrets (dt. Harry Potter und die Kammer des Schreckens, fr. Harry Potter et la chambre des secrets). In einem ersten Teil wird das Phänomen Harry Potter kurz erläutert und eine kurze Biographie der Autorin sowie der beiden Übersetzer gegeben. Im nächsten Teil wird dann der Ausgangstext unter verschiedenen Aspekten analysiert und im darauffolgenden Teil dann die Übersetzungen und die verschiedenen Übersetzungsschwierigkeiten sowie die verschiedenen Realia. Im letzten Teil werden verschiedene Arten von Übersetzungslösungen vorgestellt. Jeder Teil enthält vergleichende Beispiele und zudem wird stellenweise ein Bezug zur Übersetzungstheorie der Kinder- und Jugendliteratur hergestellt.


Excerpt (computer-generated)

Diplomarbeit

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaft
in Germersheim

Harry Potter auf Deutsch und Französisch – ein Übersetzungsvergleich

 von Kim Bauler

2005

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  ... 3

2. Das Phänomen Harry Potter  ... 4

2.1. J.K. Rowling  ... 4

2.2. Die Übersetzer  ... 5

3. Ausgangstextanalyse  ... 7

3.1. Textexterne Faktoren  ... 7

3.2. Textinterne Faktoren  ... 8

3.3. Textsorte und Texttyp  ... 9

4. Übersetzungen  ... 11

4.1. Übersetzungsschwierigkeiten ...  11
4.1.1. Idiomatische Redewendungen ...  12
4.1.2. Wortspiele  ... 14
4.1.3. Lieder und Gedichte ...  18
4.1.4. Zaubersprüche ...  24
4.1.5. Andere Übersetzungsschwierigkeiten ...  26

4.2. Realia  ... 28
4.2.1. Methoden der Realiaübersetzung ...  28
4.2.2. Kindliche Rezeptionsfähigkeit ...  29
4.2.3. Eigennamen  ... 31
4.2.4. Kulturspezifische Gerichte  ... 38
4.2.5. Andere kulturspezifische Realia  ... 41
4.2.6. Fantasieweltbezogene Realia  ... 43

4.3. Stilebene  ... 48
4.3.1. Sprachgebrauch der einzelnen Figuren  ... 49
4.3.2. Anredeformen  ... 52

4.4. Verschiedene Übersetzungslösungen  ... 55
4.4.1. Steigerung / Übertreibung ...  55
4.4.2. Abschwächung ...  56
4.4.3. Substitution  ... 56
4.4.4. Weglassen und Hinzufügen ...  58
4.4.5. Umstellung  ... 59
4.4.6. Eigenbau  ... 60
4.4.7. Übersetzungsfehler ...  61

5. Schlussbetrachtungen ...  63

Literaturverzeichnis ... 64

 

1. Einleitung

Die vorliegende Diplomarbeit analysiert und vergleicht die deutsche und die französische Übersetzung von Harry Potter. Als Grundlage dient das englische Original. Was die Beispiele angeht, so basiert die Arbeit allerdings nur auf den ersten zwei Bänden, Harry Potter and the Philosopher’s Stone (dt. Harry Potter und der Stein der Weisen, fr. Harry Potter à l’école des sorciers) und Harry Potter and the Chamber of Secrets (dt. Harry Potter und die Kammer des Schreckens, fr. Harry Potter et la chambre des secrets).
In einem ersten Teil wird das Phänomen Harry Potter kurz erläutert und eine kurze Biographie der Autorin sowie der beiden Übersetzer gegeben.
Im nächsten Teil wird dann der Ausgangstext unter verschiedenen Aspekten analysiert und im darauf folgenden Teil dann die Übersetzungen und die verschiedenen Übersetzungsschwierigkeiten sowie die verschiedenen Realia.
Im letzten Teil werden verschiedene Arten von Übersetzungslösungen vorgestellt.
Jeder Teil enthält vergleichende Beispiele und zudem wird stellenweise ein Bezug zur Übersetzungstheorie der Kinder- und Jugendliteratur hergestellt.

2. Das Phänomen Harry Potter

„Er wird berühmt werden – eine Legende -, es würde mich nicht wundern, wenn der heutige Tag in Zukunft Harry-Potter-Tag heißt – ganze Bücher wird man über Harry schreiben – jedes Kind in unserer Welt wird seinen Namen kennen!“1 , Obwohl Minerva McGonagall hier von der Zauberwelt redet, beschreiben diese Worte ganz genau, was wirklich passiert ist, nur in unserer Welt – der Muggelwelt. Harry Potter ist berühmt geworden, ein literarischer Erfolg sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Die mittlerweile erschienenen fünf Bände (Band 6 erscheint in der Originalausgabe am 16. Juli diesen Jahres und auf Deutsch am 1. Oktober) haben die ersten Plätze der Bestsellerlisten in etwa zweihundert Ländern belegt, wurden in über sechzig Sprachen übersetzt und weltweit über 270 Millionen mal verkauft. Unter den zahlreichen Literaturpreisen sind sogar der British Book Awards: Children’s Book of the Year und der British Book Awards: Author of the Year.
Aber was ist das Erfolgsrezept von Harry Potter? Man nehme einen Waisenjungen, der bei seinen bösen Verwandten aufwächst, füge etwas Magie und eine Prise Gefühle hinzu, vermische das Ganze mit Abenteuern und Spannung und bestreue es vor dem Servieren mit etwas Humor: schon hat man Harry Potter, den zauberhaften Welterfolg, der seit fast acht Jahren alle in seinen Bann zieht. Doch wer hat diesen Zaubertrick vollbracht, wer hat die Kinder der „Fernseh- und Play-Station-Generation“ wieder zum Lesen, oder wohl eher Bücherverschlingen gebracht? Die gute Fee trägt den Namen Joanne Kathleen Rowling.

2.1. J.K. Rowling2

Im Jahre 1965 wird Joanne Kathleen Rowling in Chipping Sodbury in der Nähe von Bristol geboren. Nach einigen Jahren in und bei Bristol, zieht die Familie aufs Land. Ab dem Jahre 1983 studiert J.K. Rowling an der Universität Exeter Französisch und Altphilologie. Nach ihrem Abschluss zieht sie zuerst nach London und dann nach Manchester. Zu der Zeit fängt sie an zu schreiben und die Idee zu Harry Potter soll ihr im Zug nach Manchester gekommen sein. Im Jahre 1991 zieht sie dann nach Portugal um Englisch zu unterrichten, etwas, was sie während eines Auslandsaufenthalts im Laufe ihres Studiums schon in Paris ausprobiert hatte. Ein Jahr später heiratet sie einen portugiesischen Journalisten und sie bekommen eine Tochter namens Jessica. Nach ihrer Scheidung zieht sie zurück nach England, genauer gesagt nach Schottland, wo sie von Sozialhilfe leben muss, aber große Anstrengungen unternimmt, um ihr Buch fertig zu schreiben. Als sie Harry Potter and the Philosopher’s Stone endlich fertig hat, dauert es noch ein Jahr bis ein Verlag – der Bloomsbury Verlag – interessiert ist und es dann schließlich im Jahre 1997 veröffentlicht. Zu der Zeit arbeitet sie halbtags als Lehrerin, doch dann gibt sie den Beruf auf, um sich ausschließlich dem Schreiben zu widmen und es folgen in einjährigen Abständen Harry Potter and the Chamber of Secrets, Harry Potter and the Prisoner of Azkaban und Harry Potter and the Goblet of Fire. Anfang 2002 heiratet sie ein zweites Mal und bringt ein Jahr später ihr zweites Kind David auf die Welt. Im Jahre 2003 kommt dann auch ihr fünftes Buch Harry Potter and the Order of the Phoenix auf den Markt. J.K. Rowling zählt heute zu den reichsten Menschen Großbritanniens und zu den erfolgreichsten Autoren der Welt.

2.2. Die Übersetzer

Klaus Fritz (46), der deutsche Übersetzer wurde in Tübingen geboren und lebt heute in Berlin. Er hat Philosophie und Sozialwissenschaften studiert und arbeitet als freiberuflicher Übersetzer. Vor Harry Potter hat er hauptsächlich Sachbücher übersetzt. Nach einer Probeübersetzung des ersten Kapitels, eine Chance, die seine Agentin ihm verschafft hat, wird er mit der Übersetzung der Harry-Potter-Reihe beauftragt. In einem Interview erzählt er, dass er durch den enormen Zeitdruck unter dem er steht (2 bis 3 Monate pro Band à 700 bis 800 Seiten), die Bücher vor dem Übersetzen nicht durchlesen kann, das aber auch nicht will, weil er so die Geschichte während des Übersetzens selbst lesen und sich dann auf das Ende freuen kann.3

Jean-François Ménard (57), der französische Übersetzer, hat Philosophie studiert und danach als Regieassistent gearbeitet. Er hat selbst mehrere Kinderbücher geschrieben, aber auch übersetzt. Auch er redet in Interviews von einem enormen Zeitdruck, der dadurch entsteht, dass die Übersetzer der Harry-Potter- Bücher das Original aus Sicherheitsgründen, d.h. aus Angst vor unerlaubter Veröffentlichung im Internet, erst an dessen Erscheinungsdatum in Großbritannien erhalten.4

[...]


1 Rowling, J.K. Harry Potter und der Stein der Weisen. Aus dem Englischen übersetzt von Klaus Fritz. Hamburg: Carlsen, 1998. S. 19. Nachfolgend zitiert als: Rowling/Fritz, Stein

2 Martin, Till (Hrsg.). Viel Zauber um Harry. Die Welt der Joanne K. Rowling. Hamburg: Carlsen, 2001. und
http://www.harrypotter.gallimard-jeunesse.fr/Pages/Rowling/GabaritInRowlin.html

3 http://www.feschenbach.de/web/forum/rezensionen/potter/uebers.php3

4 http://www.livres-a-gogo.be/bio/bimenard.htm und Delcroix, Olivier: “L’art de traduire sans trahir”, in Le Figaro no. 17510, Ausgabe vom 27. November 2000


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