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Termpaper, 2004, 16 Pages
Author: Andrea Töllich
Subject: Pedagogy - Job Education, Occupational Training, Further Education
Details
Tags: Unternehmerbeteiligung, School-to-Work, Projekt, Portland, Anregungen, Steigerung, Praxisnähe, Berufsbildung, Deutschland
Year: 2004
Pages: 16
Grade: 2,3
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-46410-9
File size: 185 KB
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Excerpt (computer-generated)
Ludwig-Maximilians-Universität München
Angefertigt im Rahmen des Proseminars
„Europäische Bildungssysteme“
Wintersemester 2004
Die Unternehmerbeteiligung am School-to-Work Projekt in
Portland – Anregungen zur Steigerung der Praxisnähe
in der Berufsbildung in Deutschland?
von: Andrea Töllich
Inhaltsverzeichnis
1 Die Notwendigkeit des verstärkten Einsatzes von Praxiselementen 1
2 Die Relevanz von Praxiserfahrung 1
3 Historischer Hintergrund und Zielsetzung von School-To-Work 2
4 Portland als spezielles Beispiel 3
5 Ist-Zustand in Deutschland 7
6 Transferansätze für Deutschland 9
7 Fazit 12
8 Literaturverzeichnis 13
1 Die Notwendigkeit des verstärkten Einsatzes von Praxiselementen
Nicht nur den Universitäten wird heutzutage mangelnder Praxisbezug vorgeworfen. Auch wenn immer mehr Lehrende versuchen ihren Unterricht handlungsorientiert zu gestalten und ihren Schülern die nötigen Kernkompetenzen zu vermitteln, treffen doch viele Jugendliche und junge Erwachsene eher unvermittelt auf die sich an die Schulzeit anschließende Arbeitswelt. Es stellt sich nun die Frage, welchen konkreten Wert Praxisbezug und Praxiserfahrung an deutschen Schulen hat und wie sich gegebenenfalls beides verbessert im dualen System, aber auch dem allgemeinen Schulsystem umsetzen lässt. Einen möglichen Ansatzpunkt für Ideen in eben dieser Richtung bietet ein vor einigen Jahren in den USA gestartetes Unterfangen, das sogenannte School-To-Work-Projekt. Im Folgenden sollen nun die in diesem Projekt entwickelten Ansätze sowie die in Deutschland praktizierten Modelle kurz beschrieben und im Anschluss kritisch untersucht werden. Auf eine Darstellung des allgemeinen Schulsystems der USA soll dabei auf Grund des doch begrenzten Umfangs der Arbeit bewusst verzichtet werden. Jedoch insbesondere die Übertragbarkeit von zuvor als interessant befundenen Ansätze auf das deutsche duale System soll hierauf im Fokus stehen.
2 Die Relevanz von Praxiserfahrung
Jank/Meyer sprechen auf der einen Seite von Theoriewissen und auf der anderen Seite von Praxiswissen. „Es geht nicht darum, beide Wissensformen ‚zur Deckung‘ zu bringen, sondern sie in ein Spannungsverhältnis zu bringen, um dadurch die Theoriefragen praxisbezogener und reicher, das Praxiswissen tiefer und selbstkritischer zu machen.“ (Jank, Meyer, 2002, S.150)
Beschrieben sollte hier insbesondere die Lehrerbildung werden, doch lassen sich leicht Analogien auch für die Bildung von Schülern finden. Schüler kann die Sammlung von Praxiswissen auf ähnliche Weise in die Lage versetzen, das Wissen, dass sie sich in der Schule aneignen kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls Modifikationen ihres Verhaltens vorzunehmen. „Die bereits seit Anfang der 80er Jahre zu beobachtende Konjunktur handlungstheoretischer Lernkonzepte und entsprechender Vermittlungsmethoden (...) ist ein Hinweis darauf, daß mit schulischen Unterrichtsmodellen für eine moderne Arbeitsorganisation erforderliche Kompetenzen kaum vermittelt werden können.“ (Euler, Sloane, 1997, S. 307) Inwieweit das gewonnene Praxiswissen in der späteren Arbeitswelt angewendet werden kann liegt daran, inwiefern es eben zur eventuell später ausgeführten Tätigkeit zählt. Doch auch bei nur geringer Deckungsgleichheit könnte das Erfahrbarmachen von Praxiswissen dem Schüler eine gewisse Art von Sicherheit auch in späteren von ihm als unbekannt einzuschätzenden neuen Situationen in der Arbeitswelt geben. Es wird also gewissermaßen die Fähigkeit geschult mit neuen Situationen im Bereich des Arbeitsbereichs umzugehen, indem der Schüler schon zuvor auf eine ähnlich gelagerte Situation stößt. Es soll nun beschrieben werden wie die Notwendigkeit Schüler auf das Berufsleben vorzubereiten im Rahmen des School-To-Work-Projekts umgesetzt wurde.
3 Historischer Hintergrund und Zielsetzung von School-To-Work
Der ehemalige Präsident Bill Clinton unterschrieb am 04. Mai 1994 den School-To-Work Opportunities Act. Dieser sollte für Schüler in den Vereinigten Staaten verbesserte Möglichkeiten liefern, den Übergang von der Schule in den Arbeitsbereich zu bewerkstelligen. Anlass hierfür gab die zu diesem Zeitpunkt als katastrophal einzuschätzende Lage auf dem Arbeitsmarkt in vielen amerikanischen Gebieten, wie sie sich besonders Jugendlichen darstellte. Steigende Zahlen von arbeitslosen Jugendlichen verdeutlichten den Verantwortlichen, dass es großen Handlungsbedarf auf diesem Sektor gab. „School-to-Work is an umbrella term for many activities, experiences and opportunities that prepare students for the world of work.“ (School-To-Work Outreach Projekt, 1998) So wurden im ganzen Land zahlreiche Projekte initiiert. Folgende Ziele bildeten hierbei den Rahmen:
- Steigerung der Kernkompetenzen bei Schülern
- Bessere Berücksichtigung der aktuellen Anforderungen von Unternehmen, Schulen, Schülern und Gemeinden
- Bessere Verdienstmöglichkeiten für Schüler
- Bessere Karrierechancen für Schüler
Man kann damit School-To-Work aus verschiedenen Blickwinkeln sehen:
- „System: The School-to-Work Opportunities Act (STWOA) of 1994 describes an educational system that provides career awareness, career exploration and career preparation.(...)
- Educational Reform: School-to-Work is a movement supported by the School-to-Work Opportunities Act of 1994, Federal legislation of both the Department of Education and the Department of Labor. It is part of a broader, national movement for educational reform.(...)
- Partnerships: School-to-Work is a collaborative effort amongst schools, employers and the community. These partnerships are essential to providing a variety of work and school opportunities, up-to-date resources and hands-on experiences. „ (School-To-Work Outreach Projekt, 1998)
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