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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2004, 21 Pages
Author: Johannes Keil
Subject: Pedagogy - Job Education, Occupational Training, Further Education
Details
Tags: Alfred, Bäumler, Nationalsozialist
Year: 2004
Pages: 21
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 17 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-48685-9
File size: 197 KB
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Excerpt (computer-generated)
Alfred Bäumler – Ein Nationalsozialist?
von: Johannes Keil
Inhalt
1 Einleitung 3
2 Literaturbestand 3
3 Lebenslauf 5
4 Das philosophisch-pädagogische Werk Baeumlers während des Nationalsozialsimus 7
4.1 Der männerbündische, heroische Germanismus 8
4.2 Handlungstheorie und Symbolik 9
4.3 Bildung 12
5 Der Nationalsozialist Baeumler 14
6 Quintessenz 17
7 Literaturverzeichnis 21
7.1 Monographien 21
7.2 Internetquellen 21
1 Einleitung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit der Person Alfred Baeumler. Es soll dabei, analog zur Gliederung, um die Nachzeichnung seines Lebensweges, die Darstellung seines Werkes zur Zeit des Nationalsozialismus und seine Einstellung zu selbigem gehen. Aufgrund des Mangels an Literatur über Baeumler, sind vor allem drei Bücher für die Bearbeitung des Themas relevant geworden, die im Abschnitt Literaturbestand näher erläutert werden. Die Arbeit konzentriert sich abschnittsweise stark an diesen Werken, unternimmt jedoch einen ernsthaften Versuch, ein weitestgehend unabhängiges Bild Baeumlers zu entwerfen. Dieses Vorhaben ermöglicht eine der Monographien, Marianne Baeumlers „Thomas Mann und Alfred Baeumler“, welches Originaltexte von beiden Schriftstellern enthält.
Die Werke Baeumlers werden zur Meinungsfindung nicht mit herangezogen, da sie zum einen zum Zeitpunkt des Verfassens der Arbeit bis auf „Studien zur deutschen Geistesgeschichte“ nicht zu bekommen waren und zum anderen die oben genannten Bücher insgesamt eine inhaltlich umfangreich Zusammenfassung bieten. Wegen des begrenzten Umfanges dieser Arbeit kann es nicht Aufgabe sein, das Werk Baeumlers eingehend zu erforschen und zu beurteilen. Stattdessen sollen die wichtigsten Aussagen der Werke aus der NS-Zeit hier wiedergegeben und wenn möglich bewertet werden. Des weiteren ist es von besonderem Interesse zu schildern, welcher Gestalt Baeumlers Teilhaftigkeit am Nationalsozialismus war. Die Quintessenz soll zusammenfassend darstellen, welchen Charakters Baeumler gewesen ist und warum er sich mit den politisch Rechten eingelassen hat.
2 Literaturbestand
Zur Person Alfred Baeumlers ist keine explizite Literatur vorhanden. Werke, die sich mit ihm beschäftigen, behandeln ihn im Zusammenhang mit bestimmten Themengebieten und gehen dabei auf ihn ein. Hervorzuheben ist diesbezüglich Prof. Dr. Hermann Giesecke, der im Internet Dateien seiner Schriften zu Verfügung stellt, http://www.hermann-giesecke.de/. Sein Buch „Hitlers Pädagogen“ liefert einen interessanten Überblick über Baeumlers Leben und Schaffen. Zudem bewertet der Autor das Werk Baeumlers und versucht denselben in seiner Bedeutung für den Nationalsozialismus einzuschätzen. Des weiteren geht er auf Ernst Krieck und die allgemeine Theorie und Praxis nationalsozialistischer Erziehung ein. Zwei andere Bücher, in denen Baeumler eine bedeutende Rolle spielt, handeln von seiner Beziehung zu Thomas Mann, die vor allem nach einer Kritik Manns an Baeumler an Leben gewann. Hubert Brunträgers „Der Ironiker und der Ideologe“ ist ein Werk mit philosophischem Unterbau und beschäftigt sich eingehend mit dem Verhältnis der zwei Männer zueinander, beginnend mit der Reaktion Baeumlers auf Manns „Betrachtungen eines Unpolitischen“. Hernach folgt die Beschreibung der Rezeption Thomas Manns von Spengler, Hegel und Nietzsche sowie der Baeumlerschen Bachofen-Einleitung. Zudem wird Baeumlers Verhältnis zu Bachofen, seine Einleitung sowie deren Aufnahme und Interpretation dargestellt. Marianne Baeumler legte, in Zusammenarbeit mit Brunträger und Hermann Kurzke, ein nächstes Buch zum Thema Mann – Baeumler vor. In ihm wird konsequent der Verlauf der Reaktionen Baeumlers und Manns auf den jeweils anderen aufgezeigt, was auch Briefe der beiden über den anderen an Dritte mit einschließt. Der unschätzbare Vorteil dieser Monographie ist, dass sie Originaltexte enthält, was eine unverfälschte Beurteilung Baeumlers oder Manns bzw. deren Beziehung zu einander zulassen kann. Natürlich ist jede Beurteilung für sich subjektiv, man entgeht jedoch der Vorverurteilung durch andere Autoren. Nach der Lektüre dieser drei Bücher, wird augenscheinlich, dass Giesecke sich stark an den beiden letzten Werken orientiert hat. Zu konstatieren ist, dass er eine umfangreiche, jedoch unstrukturierte Zusammenfassung beider Werke gibt. Die Lektüre aller drei Monographien erlaubt jedoch einen umfassenden informativen Überblick über Baeumlers Schaffen und Leben.
Weitere andere Bücher, die zur Vertiefung ins Thema „Baeumler“ dienen sollten, müssen als unergiebig deklariert werden. Jedoch sind sie wertvolle Ansatzpunkte zur Einarbeitung in das Thema Erziehung und Nationalsozialismus. Das Werk von den Herausgebern Hans-Werner Kuhn, Peter Massing, Werner Skuhr, „Politische Bildung in Deutschland“ (Leverkusen 1993), war leider nicht zu bekommen. Es enthält jedoch einen geschichtlichen Überblick über die politische Bildung in Deutschland und sollte deswegen auch zu Baeumlers Wirken Aufschlussreiches enthalten. Auch diverse Internetseiten sind zur ersten Informationsfindung hilfreich, was Auskünfte zur Person Baeumler anbelangte, jedoch auch nicht wesentlich ausführlicher gewesen. Zuerst wäre die Seite Hermann Gieseckes noch einmal zu erwähnen, http://www.hermann- giesecke.de/, auf der umfangreiches Material zu bekommen ist. In weiteren anderen Quellen wird vor allem auf die Nietzsche-Rezeption und die nationalsozialistische Auslegung dessen durch Baeumler eingegangen. Zu nennen wären http://www.pointernet.pds.hu/kissendre/nietzsche/knowledge-06.html, http://www.virtusens.de/walther/wille.htm und http://kultur.orf.at/orfon/kultur/000724- 3888/3914txt_story.html. Eine eher fragwürdige Seite, die sich ebenfalls mit Nietzsche und Baeumler beschäftigt ist http://www.nd-b.com/oikrach/buch1.php. Dies ist augenscheinlich ein neonazistischer Internetauftritt, der ausführlich und sprachlich gegen alle Erwartung überhaupt nicht plump versucht, Nietzsches Aussagen für politisch rechte Gesinnung zu nutzen. Dabei muss erwähnt sein, dass sich der Autor auf „Also sprach Zarathustra“ bezieht, das Werk Nietzsches, welches wohl die meisten Missverständnisse in sich birgt.
[...]
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