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Scholary Paper (Seminar), 2005, 61 Pages
Author: Melanie Zwadlo
Subject: Interpreting / Translating
Details
Institution/College: University of Applied Sciences Magdeburg
Tags: Hamlet, Vergleich, Theoretische, Probleme, Dolmetschens
Year: 2005
Pages: 61
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 21 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-50380-8
File size: 292 KB
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Excerpt (computer-generated)
Hamlet - Vergleich zweier literarischer Übersetzungen
von: Melanie Zwadlo
4. Semester, SS 2004
INHALTSVERZEICHNIS
Bibliographische Beschreibung und Referat
1. EINLEITUNG 1
2. ZIEL- UND AUFGABENSTELLUNG 2
3. MATERIALGRUNDLAGE 3
4. METHODOLOGISCHES VORGEHEN 4
5. THEORETISCHE AUSGANGSPOSITION 5
5.1 Das Übersetzen 5
5.2 Die Problematik des Übersetzens englischsprachiger Literatur 6
5.3 Die Problematik des Übersetzens szenischer Texte 7
5.4 Die Problematik des deutschen Shakespeare-Texts 7
5.5 Sprache in der Literatur 8
5.5.1 Die Sprache Shakespeares 11
5.5.1.1 Redeformen 12
5.5.1.2 Sprachstil 13
5.5.1.2.1 Sinnfiguren 13
5.5.1.2.2 Klangfiguren 13
5.6 Grundsätzliches zu Übersetzungsvergleichen 14
6. BESCHREIBUNG DES KLASSIFIZIERTEN MATERIALS 15
6.1 Bibliographische Daten William Shakespeares 15
6.2 Entstehungsgeschichte 17
6.3 Inhaltsangabe 18
6.4 Die Spezifika der Stoffgattung des Werks 19
6.4.1 Das Drama 19
6.4.2 Die Tragödie 19
6.5 Die Übersetzer und ihre Übersetzungsstrategien 20
6.6 Der Übersetzungsprozess 22
6.6.1 Kulturspezifische Übersetzungsprobleme 22
6.6.1.1 Anredeformen 22
6.6.1.2 Namen 26
6.6.1.3 Anspielungen 27
6.6.1.4 Fremdwörter 29
6.6.2 Sprachenpaarspezifische Übersetzungsprobleme 31
6.6.2.1 Metapher 31
6.6.2.2 Neologismus 33
6.6.2.3 Poetische Diktion 34
6.6.2.4 Reim und Metrum 35
6.6.2.5 Syntax 37
6.6.2.6 Typographie (Gestaltung des Schriftsatzes) 39
6.6.3 Strategiebedingte Modifikationen 41
6.6.3.1 Auslassungen 41
6.6.3.2 Hinzufügungen 42
6.6.4 Wortspiele zur Erzielung der künstlerischen Wirkung 43
6.6.5 Fehlübersetzungen 45
7. ZUSAMMENFASSUNG DER ERGEBNISSE DER ARBEIT 51
8. SCHLUSSFOLGERUNGEN UND OFFENE FRAGEN 53
9. LITERATURVERZEICHNIS 54
10. QUELLENVERZEICHNIS 56
11. THESEN 57
12. EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG 58
13. KURZER LEBENSLAUF 59
Bibliographische Beschreibung und Referat Unterschiedliche Übersetzungen von William Shakespeares Hamlet im Vergleich. Melanie Zwadlo, - 2004. - 62 S. Magdeburg, Fachhochschule, Fachbereich Fachkommunikation. Die vorliegende Arbeit unternimmt den Versuch, anhand eines Vergleichs des I. Akts zweier Übersetzungen die Wechselwirkung verschiedener Einflussgrößen im Übersetzungsprozess sowie ihre Auswirkungen auf die Gestaltung des Zieltextes aufzuzeigen und in die übersetzungskritische Bewertung mit einzubeziehen.
Dazu wurden Modifikationen der Zieltexte im Verhältnis zum Ausgangstext auf ihre Ursachen zurückgeführt. Für die Untersuchung wurden zwei veröffentlichte Übersetzungen von William Shakespeares Tragödie Hamlet ausgewählt. Die in den Übersetzungen enthaltenen Veränderungen und Fehlleistungen wurden mit Blick auf verschiedene Einflussgrößen qualitativ und quantitativ verglichen und ausgewertet. Aus den Ergebnissen der Analyse wurden Schlussfolgerungen für die Anforderungen an das Übersetzen gezogen.
1. EINLEITUNG
Bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein hat Hamlet hauptsächlich fasziniert. „Mit rund 4000 Zeilen, von denen 40 Prozent auf die Titelgestalt entfallen, ist Hamlet Shakespeares längstes Drama. Zugleich ist es das problematischste. Es hat zahllose Deutungen erfahren und fordert noch immer zu neuen Interpretationsversuchen heraus.“ (Kindlers 1995, S. 298) Für dieses Drama trifft in erhöhtem Maße zu, dass jeder einzelne und jede Epoche in der Interpretation Shakespeares zugleich das eigene Portrait mitentwirft. „Der Zuschauer ist darüber hinaus vom Dramatiker zum `Mehrwissenden` gemacht, er kann Gesichtspunkte wahrnehmen“ und sieht das Stück in Dimensionen (Klose 1969, 1990, S. 132). Dies gilt verstärkt für den Leser, denn der Zuschnitt des Dramas macht es recht schwer, alle Gesichtspunkte und Dimensionen unter dem Eindruck einer Aufführung zu bewahren oder gar durchzusetzen.
Wie andere populäre Dramatiker der Zeit schrieb Shakespeare direkt für die Bühne, nicht für ein Lesepublikum. Der Theaterbetrieb war hektisch, es musste rasch gearbeitet werden, größere oder kleinere Widersprüche und Unklarheiten wurden nicht so ernst genommen und vom Publikum (im Gegensatz zum gründlichen Leser späterer Jahrhunderte) wohl nicht einmal bemerkt. Shakespeare ist, was man im Roman einen `verlässlichen` Erzähler nennen würde. Er hat (ebenso wie alle anderen Eigenschaften des Textes) diese Grundanlage des Stücks bestimmt, kaum in der Erwartung, dass sie unterlaufen oder umgangen werde, sondern, dass sie als Leitlinie diene. Hamlet ist „ein extremer Fall einer generellen Tendenz traditioneller Tragödienkritik, die Gestalt des tragischen Helden überzubetonen und zu isoliert zu betrachten“ (Klose 1969,1990, S.132). Hamlet ist ein Schlüsseltext der modernen abendländischen Kultur. Das Besondere an Hamlet ist, dass er Generationen von Theaterzuschauern, vor allem aber von Lesern, den Eindruck einer beispiellosen Nähe, Gleichgestimmtheit und Seelenverwandtschaft vermittelte; dass er mehr als irgendeine andere literarische Figur zum Spiegel seiner Betrachter wurde. „Hamlet, dieses Sprachkonstrukt und Gebilde aus `words, words, words`, lockt mit einem schier unwiderstehlichen Identifikationsversprechen: Erkenne dich in mir und erkenne damit, was Menschsein heißt.“ (Höfele 2000, S. 239)
2. ZIEL- UND AUFGABENSTELLUNG DER ARBEIT
Die Ziel- und Aufgabenstellung der Arbeit besteht darin, die verschiedenen Übersetzungsstrategien und Übersetzungslösungen der künstlerischen Literatur von August Wilhelm von Schlegel und Frank Günther in den vorliegenden Ausgaben von William Shakespeares Hamlet innerhalb des I. Akts in Bezug auf verschiedene Einflussgrößen im Übersetzungsprozess zu vergleichen, zu untersuchen und auszuwerten.
Es werden Modifikationen der Zieltexte im Verhältnis zum Ausgangstext ermittelt und in Erscheinungen und Kategorien gegliedert. Der Schwerpunkt der Untersuchung soll auf der Ermittlung der abweichenden Erscheinungsformen und der Ableitung der Einflussgrößen liegen. Ebenfalls wird die Wirkung der Modifikationen in den Zieltexten auf die zielsprachigen Rezipienten aufgezeigt. Die Untersuchung erfolgt anhand der Tragödie Hamlet (1600) von William Shakespeare und den deutschen Übersetzungen von August Wilhelm von Schlegel und Frank Günther. Folgende aufscheinende Fragen stehen im Mittelpunkt:
1. Welche Einflussgrößen sind im literarischen Übersetzungsprozess möglich?
2. Welche Modifikationen des Zieltextes sind im Vergleich zum Ausgangstext erkennbar und worin liegen die Ursachen für die Abweichungen?
3. Welche Einflussgrößen können daraus abgeleitet werden?
4. Wie beeinflussen die Modifikationen den Informationsgehalt der Übersetzungen?
5. Wie wirken sich die Modifikationen auf den zielsprachigen Rezipienten aus?
3. MATERIALGRUNDLAGE
Die Materialgrundlage der Arbeit stellt der Originaltext von William Shakespeares Tragödie Hamlet in der zweisprachigen Ausgabe des Deutschen Taschenbuch Verlags, 1995 – 5. Auflage 2003 -, dar. Die erste Übersetzung, die der Arbeit zugrunde gelegt wurde, bildet die 1995 vom Deutschen Taschenbuch Verlag veröffentlichte zweisprachige Taschenbuch- Gesamtausgabe von Frank Günther, der sich damit ein großes Lesepublikum sichert. Die zweite untersuchte Übersetzung basiert auf der von August Wilhelm von Schlegel in der letzten zu seinen Lebzeiten veröffentlichen Fassung, die 1843/44 erschien. Er benutzte Malones Ausgabe The Plays of William Shakespeare (Bd. 7, 1786), sah aber auch einige andere nach.
4. METHODOLOGISCHES VORGEHEN
In der vorliegenden Untersuchung wurden zunächst die beiden Übersetzungen parallel gelesen, im Hinblick auf Textmodifikationen mit der Originalausgabe verglichen und die auffälligen Unterschiede notiert und analysiert. Durch den Vergleich sollen abweichende Erscheinungen in den Kategorien Kulturspezifische und Sprachenpaarspezifische Übersetzungsprobleme, Strategiebedingte Modifikationen, Wortspiele zur Erzielung künstlerischer Wirkung und Fehlübersetzungen festgestellt werden. Im Anschluss daran werden in der theoretischen Ausgangsposition mögliche Einflussfaktoren im Prozess der literarischen Übersetzung dargestellt. Daran schließt sich der Hauptteil der Arbeit an. Der erste Teil ist ausführlich dem Autor und seinem Werk gewidmet. Im zweiten Teil werden die Übersetzer vorgestellt und es wird versucht, Schlüsse auf die angewandte Übersetzungsstrategie des jeweiligen Übersetzers zu ziehen.
Im anschließenden dritten Teil wurde daraus versucht, Einflussgrößen im literarischen Übersetzungsprozess abzuleiten, zu beschreiben und diese in Bezug auf ihre Ursachen und Wirkung auf die Zieltext-Rezipienten ausführlich zu diskutieren. Die Ergebnisse der Untersuchung werden in qualitativer und quantitativer Hinsicht ausgewertet. Dabei werden die unterschiedlichen Übersetzungsstrategien (ausgangstextorientiert, zieltextorientiert) berücksichtigt. Aus den Ergebnissen der Analyse werden Schlussfolgerungen für die Anforderungen an das literarische Übersetzen gezogen.
5. THEORETISCHE AUSGANGSPOSITION
5.1 Das Übersetzen
[...]
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