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Die Anwendung des hypothetico-deductive reasonings und des pattern recognition in der logopädischen Diagnostik

Hausarbeit, 2006, 16 Seiten
Autor: B.Sc. Sina Schmidt
Fach: Medizin

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 16
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V55997
ISBN (E-Book): 978-3-638-50806-3

Dateigröße: 170 KB


Textauszug (computergeneriert)

HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst
Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen
Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
4. Semester

Die Anwendung des hypothetico-deductive reasonings und
des pattern recognition in der logopädischen Diagnostik

von: Sina Schmidt

 


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung  3

2. Was umfasst der Begriff „Clinical reasoning“?  3

3. hypothetico-deductive reasoning  4

3.1 Fallbeispiel: Stimmpatientin  5
3.2 Hypothesenbildung aufgrund logopädischer und ärtzlicher Befundung  6

3.2.1 Anamnese  6
3.2.2 Phoniatrische Diagnostik  7
3.2.3 Logopädische Diagnostik  8

3.3 Deduktion  9
3.4 Schematische Darstellung des hypothetico-deductive reasonings zur Diagnosefindung  10

4. pattern recognition  11

4.1 Fallbeispiel: Aphasiepatient  12

4.1.1 Erste Stufe des pattern recognition: Beobachtung  12
4.1.2 Zweite Stufe: Merkmalsidentifizierung und – reduktion  13
4.1.3 Dritte Stufe: Zusammenhänge erkennen  13
4.1.4 Vierte Stufe: Klassifikation  14

5. Fazit  15

 

 


1. Einleitung

Clinical Reasoning lässt sich für den Bereich Logopädie in folgende Formen unterteilen:

1. hypothetico-deductive reasoning
2. pattern recognition
3. predictive/conditional reasoning
4. collaborative reasoning
5. ethical/pragmatic reasoning
6. narrative reasoning

Im Folgenden werden bewusst die englischen Begriffe verwenden, da eine eins zu eins Übersetzung ins Deutsche ohne einen Bedeutungsverlust nur eingeschränkt möglich ist. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt in der Beschreibung des hypothetico-deductive reasonings und des pattern recognition, sowie deren Anwendbarkeit in der logopädischen Diagnostik. Zur Verdeutlichung der Anwendbarkeit der genannten Formen wird jeweils ein Fallbeispiel dienen.

2. Was umfasst der Begriff „Clinical Reasoning“?

Um einen Einstieg in die Thematik des „Clinical Reasonigs“ zu ermöglichen, folgt zunächst eine inhaltliche Beschreibung des Begriffs. Die Inhalte wurden vom 4. Semester (WS 05/06) der Fachhochschule Hildesheim zusammengestellt:

Clinical Reasoning ist ein Mittel zur Selbstreflektion. Es stellt eine Möglichkeit dar, therapeutisches Handeln (in Diagnostik, Therapie, Beratung und Prävention) transparent zu machen, zu beschreiben, zu hinterfragen, zu verbalisieren und Veränderungen theoriegestützt zu begründen. Clinical Reasoning dient zudem der Bewusstmachung von Entscheidungsprozessen, da es Denkprozesse beschreibt, die zur Ziel- bzw. Entscheidungsfindung beitragen. Bei der Anwendung der einzelnen Formen findet ein Nachdenken/Reflektieren über den Patienten, seine Störung, das Umfeld, Therapiestrukturen, Ziele, Handlungsweisen, Theorien und sich selbst als Therapeut statt. Es ist der Weg zu einem reflektierenden Therapeuten, der dadurch nicht nur die Objektivierung seines Handelns unterstützt, sondern auch zum Qualitätsmanagement beiträgt. Letztendlich stellt „Clinical reasoning“ einen Leitfaden des therapeutischen Agierens dar.

3. Hypothetico-deductive reasoning

Die Definition der beiden Begriffe hypothetisch und deduktiv sowie deren Zusammenhang soll zur Vereinfachung des Verständnisses der oben genannten Reasoningform dienen. „Als eine Hypothese (altgriechisch: (hypóthesis) - die Unterstellung, Voraussetzung, Grundlage) bezeichnet man in der Wissenschaft eine vorläufig durch Beobachtungen oder Überlegungen begründete Annahme oder Vermutung, die zur Erklärung bestimmter Phänomene dient, jedoch noch nicht an der Erfahrung oder im Experiment so eingehend überprüfbar ist, dass sie zur Formulierung einer Theorie ausreichen würde. Eine Hypothese, die sich im Experiment oder an Erfahrungen bewährt hat ("verifizierte" Hypothese) bzw. die durch logische Folgerungen basierend auf gültigen Prämissen schlüssig bewiesen werden kann, kann zur Theorie oder zum Bestandteil einer Theorie werden. Eine widerlegte Hypothese muss verworfen, modifiziert oder ersetzt werden.“ (Wikipedia, 2006) „Die Deduktion (v. lat.: deducere = herabführen) oder deduktive Methode ist in der Philosophie und der Logik eine Schlussfolgerungsweise vom Allgemeinen auf das Besondere […]. Genauer gesagt werden mithilfe der Deduktion spezielle Einzelerkenntnisse aus allgemeinen Theorien gewonnen. Sie bezeichnet die Gesamtheit der Regeln und Verfahren, mit deren Hilfe es möglich ist, aus gegebenen Prämissen auf rein logischem Wege, d.h. auf extensionaler Grundlage, Schlussfolgerungen abzuleiten.“ (Wikipedia, 2006)

Das hypothetico-deductive reasoning umfasst somit die Aufstellung von Hypothesen (z.B. über ein Störungsbild) auf der Basis klinischer Daten. Es beinhaltet den top-down Prozess, indem es vom Allgemeinen (z.B. Störungsbild „Aphasie“) zum Besonderen (auf den Einzelnen bezogen, z.B. Wernicke-Aphasie mit besonders starker Ausprägung eines semantischen Jargons) verläuft.

[...]


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