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Scholary Paper (Seminar), 2001, 27 Pages
Author: Gisela Walter
Subject: Nursing Science
Details
Institution/College: Ausbildungszentrum West (AZW Innsbruck)
Tags: burnout, arbeit, ausbrennen
Year: 2001
Pages: 27
Grade: sehr gut
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-13661-7
File size: 261 KB
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Excerpt (computer-generated)
Das Burnout-Syndrom
- die Rechnung für eine längere Zeit ohne innere Zustimmung
von Gisela Walter
Inhalt
Einleitung
Was bedeutet das Burn out?
Die Forschung
Der Verlauf
Die Stadien im Detail
Die Ursachen
Zusammenhang von Stress und Burnout
Emotionale Biochemie
Die kognitive Bewertung
Warum wird unterschiedlich bewertet?
Die Stressreaktion nach H. Seyle
Die Alarmphase
Die Resistenzphase
Die Erschöpfungsphase
Die Stresstypen
Wie hängen Stress und Krankheit zusammen?
Das Coping
Emotionale Biochemie
Wie steht die Biochemie mit dem Stress in Zusammenhang?
Literaturnachweis
EINLEITUNG
Was krank sein oder gesund sein bedeutet ist heute nicht nur eine medizinische Frage. Gesundheit wird definiert als ein Zusammenspiel von Stärke und Sicherheit, Schönheit, Lebenskraft, Glücksempfinden, Lebensqualität und Wohlempfinden, Genussfähigkeit, Leistungsfähigkeit und Motivation. Soziale und psychische Dimensionen des Gesundbleibens oder des Krankwerdens werden auch im Berufsalltag immer wichtiger.
Menschen, zu deren Beruf oder Berufung es gehört, mit anderen Menschen zu arbeiten, sind ständig Situationen ausgesetzt, die ein hohes Maß an Energie fordern. Hierzu zählt ein Beratungsgespräch über Versicherungen genauso wie das Gespräch zwischen Therapeut und Patient, das Anpreisen von Tomaten auf dem Wochenmarkt ebenso wie das Eingehen einer Pflegerin im Altenheim auf ihre Schutzbefohlenen oder das Zuhören und Beraten am Telefon, ob aus karitativen oder kommerziellen Gründen.
Wenn zwei Menschen ein Gespräch miteinander führen, fühlt sich danach fast immer einer der beiden stärker, der andere schwächer. Deshalb entwickeln Menschen im Unterbewusstsein Strategien, um unter allen Umständen als Sieger aus diesen Situationen hervorzugehen. Es ist dabei völlig gleichgültig um welches Thema es geht, wichtig ist, die Kontrolle zu behalten und möglichst viel Energie von seinem Gegenüber abzuzapfen um sich selbst damit zu stärken.
Burnout ist in aller Munde, aber deshalb noch lange keine Diagnose - noch nicht. Es ist aber sehr wohl ein beklagenswerter Zustand, der immer häufiger wird. Und der verhängnisvolle Konsequenzen für den Betroffenen und sein Umfeld hat: Beruf, Partnerschaft, Familie, Freundeskreis, nicht zuletzt für die Gesundheit.
Was bedeutet Burn Out?
Unter Burnout (engl.: to burn out = ausbrennen) verstand man ursprünglich die negativen Folgen der beruflichen (Über-) Beanspruchung mit gemütsmüßiger Erschöpfung, innerer Distanzierung und schließlich Leistungsabfall. Oder - wie es früher beschrieben wurde -, ein "Stresssyndrom der helfenden Berufe" bzw. auf einen kurzen Nenner gebracht: "Die Folgen von schlechten Bedingungen, unter denen viele gute Leute tätig sind".
Oder speziell auf Frauen gemünzt: "Burn -out ist ein Energieverschleiß, eine Erschöpfung aufgrund von Überforderungen, die von innen oder von außen- durch die Familie, Arbeit, Freunde, Liebhaber, Wertsysteme oder die Gesellschaft- kommen kann und einer Person Energie, Bewältigungsmechanismen und innere kraft raubt." [Freudenberger & North 1992]
Inzwischen handelt es sich um ein reichlich komplexes Beschwerde- bzw. Leidensbild, das zwar immer mehr Betroffene belastet, aber nur zögerlich Eingang in Wissenschaft und Lehre und damit in Beratung, Klinik und Praxis findet.
Zunächst "wer ausbrennt, muss einmal entflammt gewesen sein" [Aronson 1981]
Zur Frage "was kann zum Burnout führen?" besteht bisher kein einheitliches Meinungsbild.
Klar ist, dass das "ausbrennen nicht besser wird, wenn man es ignoriert" [Freudenberger 1992]
DIE FORSCHUNG
Die Forschergruppe um Pines in Kalifornien bezeichnet das Burnout als einen Zustand von physischer, emotionaler und geistiger Erschöpfung. Dabei fühlt sich der Betroffene innerlich leer, hilflos, emotional erschöpft und ohne Hoffnung. Es kommt dann zur negativen Einstellung- auch gegenüber sich selbst- im Ernstfall das Leben allgemein betreffend.
[...]
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