Jungen und Mädchen im Grundschulsport close

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Details

Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 23
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 14  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 173 KB
Archivnummer: V60210
ISBN (E-Book): 978-3-638-53945-6
ISBN (Buch): 978-3-638-76662-3

Zusammenfassung / Abstract

In Deutschland begann in den 60er Jahren eine Reform des Bildungswesens, da man erkannte, dass ein Bildungsnotstand herrschte. Die technische Entwicklung forderte nicht nur eine Anhebung des Bildungsniveaus, sondern auch qualifizierte Ausbildungen für Frauen und die Integration der Frauen in den Arbeitsprozess (www.wissen.de). Die Koedukation wurde nach einer fast einhundertjährigen Debatte, in der die Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder oft hinter den Interessen der Erwachsenen stand, in den 60er Jahren bindend und fächerübergreifend in den westlichen Bundesländern eingeführt (Voss, 2002, S. 61). Lange galt diese Maßnahme nur als strukturelle Veränderung zur Gleichstellung der Mädchen im Bildungssystem und nicht als pädagogisches Konzept, das das Schulwesen qualitativ verbessern sollte. Auch in den 70er und 80er Jahren wurde durch einen noch immer unreflektierten koedukativen Unterricht die Förderung einer allseitigen Entwicklung von Mädchen und Jungen verhindert und die Geschlechterrollen wurden verstärkt (Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, 2001, S. 5). Durch die feministische Frauen- und Geschlechterforschung, die die Benachteiligung der Mädchen durch koedukativen Unterricht ohne pädagogisches Konzept betonte, wurde die Auseinandersetzung mit der Koedukation vor ca. 20 Jahren wieder aufgenommen (Wolters, 2002, S. 31). Seit vielen Jahren wird der koedukative Unterricht intensiv diskutiert, kritisch überprüft und qualitativ weiterentwickelt. Die reflexive Koedukation ist seit 1995 unverzichtbar, um das gleichberechtigte Miteinander von Mädchen und Jungen im Sportunterricht und die Entwicklung beider Geschlechter in ihren Spiel-, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten zu fördern. (Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, 2001, S. 5)

Textauszug (computergeneriert)

Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Institut für Sportwissenschaft, Hauptseminar: Sportdidaktik
Wintersemester 2004/2005, 2. Fachsemester

Jungen und Mädchen im Grundschulsport

von: Sabrina Kläs

 


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen

3 Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen

3.1 Geschlechtsspezifische Unterschiede
3.2 Ursachen geschlechtsspezifischer Unterschiede

4 Lehrerinnen und Lehrer

4.1 Verunsicherung von Lehrkräften
4.2 Schwierigkeiten für die Praxis

5 Geschlechtssensibler Sportunterricht

5.1 Ziele der reflexiven Koedukation
5.2 Konsequenzen für die Schulpraxis

6 Praktische Beispiele

6.1 Ballsportarten
6.2 Kampfsportarten
6.3 Tanzen

7 Zusammenfassung

Literaturverzeichnis

 


 

1 Einleitung

In Deutschland begann in den 60er Jahren eine Reform des Bildungswesens, da man erkannte, dass ein Bildungsnotstand herrschte. Die technische Entwicklung forderte nicht nur eine Anhebung des Bildungsniveaus, sondern auch qualifizierte Ausbildungen für Frauen und die Integration der Frauen in den Arbeitsprozess (www.wissen.de). Die Koedukation wurde nach einer fast einhundertjährigen Debatte, in der die Entfaltungsmöglichkeiten der Kinder oft hinter den Interessen der Erwachsenen stand, in den 60er Jahren bindend und fächerübergreifend in den westlichen Bundesländern eingeführt (Voss, 2002, S. 61). Lange galt diese Maßnahme nur als strukturelle Veränderung zur Gleichstellung der Mädchen im Bildungssystem und nicht als pädagogisches Konzept, das das Schulwesen qualitativ verbessern sollte. Auch in den 70er und 80er Jahren wurde durch einen noch immer unreflektierten koedukativen Unterricht die Förderung einer allseitigen Entwicklung von Mädchen und Jungen verhindert und die Geschlechterrollen wurden verstärkt (Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, 2001, S. 5).

Durch die feministische Frauen- und Geschlechterforschung, die die Benachteiligung der Mädchen durch koedukativen Unterricht ohne pädagogisches Konzept betonte, wurde die Auseinandersetzung mit der Koedukation vor ca. 20 Jahren wieder aufgenommen (Wolters, 2002, S. 31). Seit vielen Jahren wird der koedukative Unterricht intensiv diskutiert, kritisch überprüft und qualitativ weiterentwickelt. Die reflexive Koedukation ist seit 1995 unverzichtbar, um das gleichberechtigte Miteinander von Mädchen und Jungen im Sportunterricht und die Entwicklung beider Geschlechter in ihren Spiel-, Sport- und Bewegungsmöglichkeiten zu fördern. (Landesinstitut für Schule und Weiterbildung, 2001, S. 5)

2 Definitionen

Koinstruktion:

Koinstruktion ist das „gemeinsame Nebeneinander von Mädchen und Jungen im Unterricht“ (Voss, 2002, S. 62). Koinstruktion ist die „organisatorische Zusammenlegung von Jungen und Mädchen im Sport“; ein „unreflektiertes gemeinsames Unterrichten von Jungen und Mädchen, ohne Berücksichtigung dessen, dass Jungen und Mädchen unterschiedliche Vorerfahrungen in Sport haben“ (www.uni-bielefeld.de).

Koedukation:

„(Koedukativer Sportunterricht ist…) ein Unterricht, in dem Jungen und Mädchen als gleichberechtigt und gleichgestellt gelten und lernen sollen, selbständig und selbstbestimmt sportlich zu handeln.“ (Kugelmann, 1980, 10, zit. nach Bertrams, 2004, S. 203).

Sportunterricht:

Sportunterricht ist das Angebot der Schule an alle Schülerinnen und Schüler, sich zu bewegen und sportlich zu betätigen. Sportunterricht als schulische Veranstaltung hat darüber hinaus aber auch einen pädagogischen Auftrag. Er soll zum Beispiel den Lernenden die Kultur von Bewegung, Spiel und Sport nahe bringen, sie zur Teilnahme an und Mitgestaltung von außerschulischen Sportangeboten befähigen und motivieren, zur körperlichen Ertüchtigung beitragen und zur gesunden Lebensführung anregen. Er soll aber auch die Persönlichkeitsentwicklung der Heranwachsenden durch das Medium des „Sich-Bewegens“ fördern. (Kugelmann, 2002, S. 11)

3 Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen

3.1 Geschlechtsspezifische Unterschiede

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