Förderung benachteiligter Jugendlicher

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Details
Autor: Torsten Strecke
Fach: Pädagogik - Berufserziehung, Berufsbildung, Weiterbildung
Institution/Hochschule: Fachhochschule Münster
Jahr: 2005
Seiten: 24
Note: 1.3
Literaturverzeichnis: ~ 17 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 368 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-54146-6
Textauszug (computergeneriert)
FH Münster, Sommersemester 2005
Aufbaumodul Fachdidaktik der Beruflichen Fachrichtungen
Seminar FD2-02: Sozialpädagogische Handlungsfelder im Berufskolleg
Studiengang: Kooperative Lehramtsausbildung für die Sekundarstufe II
Förderung benachteiligter Jugendlicher
von: Torsten Strecke
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Definitionen 3
3. Stellenwert der Benachteiligtenförderung 5
3.1 Zahlen und Fakten 5
3.2 Von der Entstehung bis heute 5
3.3 Duales Ausbildungssystem 9
4. Maßnahmenkatalog 9
4.1 Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahmen (BvB) 9
4.2 Berufsausbildungsvorbereitung (BAV) nach dem Berufsbildungsgesetz 12
4.3 Sonderprogramm zur Einstiegsqualifizierung Jugendlicher (EQJ) 13
4.4 Berufsausbildung in ausserbetrieblichen Einrichtungen (BaE) 14
4.5 Ausbildungsbegleitende Hilfen (abH) 16
5. Gegenwärtige Probleme und Lösungsansätze 17
5.1 Heterogenität der beteiligten Institutionen, Programme und Personen 17
5.2 Lehrerdenken 18
5.3 Konzepte für benachteiligte Jugendliche 19
6. Fazit 19
7. Anhang 21
8. Bibliographie 23
1. Einleitung
Die Förderung benachteiligter Jugendlicher stellt eine Herausforderung für viele Instanzen in der Bundesrepublik Deutschland dar. Diese These soll im weiteren Verlauf gestützt werden. Zu Beginn muss die Frage geklärt werden, aus welchem Grund sich überhaupt Benachteiligtenförderung rechtfertigt. Es ist offensichtlich, dass Jugendliche mit guten schulischen und sozialen Voraussetzungen besser auf Veränderungen des Arbeitsmarktes reagieren können. Anders sieht es bei benachteiligten Jugend lichen aus, die insbesondere an den Schwellen bzw. Statuspassagen „Schule – Ausbildung“ und „Ausbildung – Beschäftigung“ mit Problemen konfrontiert sind.
Hinzu kommt, dass traditionelle Berufsbiographien (Schulabschluss – Ausbildung – Einstellung im Ausbildungsbetrieb bis zur Rente) heute nicht mehr allgegenwärtig sind. Das erfordert eine gesteigerte Flexibilität und Qualifizierung von jungen Menschen, um Wissen in der hoch spezialisierten Arbeitswelt anwenden zu können. Auch benachteiligte Jugendliche haben einen Anspruch darauf, für die neuen Anforderungen gewappnet zu sein. Dadurch rechtfertigt sich die Benachteiligtenförderung, um die Leitmaxime „Ausbildung für alle“ zu erfüllen. 1 „Ziel der Benachteiligtenförderung […] muss sein, aus dem schwächeren Bewerber eine für die Wirtschaft attraktive Fachkraft zu machen.“2 Im Folgenden wird versucht, den Begriff der „Benachteiligtenförderung“ genauer zu erläutern, verschiedene Maßnahmen vorzustellen und auf vorhandene Probleme sowie deren Lösungsansätze hinzuweisen.
2. Definitionen
Die Auseinandersetzung mit „Benachteiligtenförderung“ setzt eine Begriffsklärung voraus, wer zu den benachteiligten (jugendlichen) Personen zählt und in welche Dimensionen Benachteiligung unterteilt werden kann. Die Gruppe der benachteiligten Jugendlichen lässt sich folgendermaßen differenzieren: 3
· Lernbeeinträchtigte/ sozial beeinträchtigte Jugendliche,
· Verhaltensauffällige Jugendliche,
· Lernbehinderte Jugendliche.
Die Übergänge von Benachteiligungen hin zu Behinderungen sind dabei fließend und nicht eindeutig bestimmbar. Die Bundesagentur für Arbeit gliedert die kategorialen Ausprägungen von benachteiligten Gruppen analog, und zwar in:1
· Auszubildende ohne Hauptschulabschluss oder vergleichbaren Abschluss nach der allgemeinen Schulpflicht,
· Sonderschul-Abgänger,
· andere Jugendliche, wenn der psychologische Dienst des Arbeitsamtes schwerwiegende Bildungsdefizite feststellt.
Grundsätzlich wirken sich Benachteiligungen entwicklungshemmend auf die Persönlichkeit aus und werden insbesondere im schulischen Bereich sichtbar:2
· im Lernbereich, durch Lernschwäche und Lernbeeinträchtigung (kurzfristige Lernstörung), Teilleistungsschwäche (mittelfristige kognitive Beeinträchtigung), Lernbehinderungen (dauerhaft),
· im Verhaltensbereich, durch Verhaltensstörungen und -auffälligkeiten in den Dimensionen Sozialverhalten (z.B. Aggressivität, Provokationen, Kontaktstörungen) und Persönlichkeit (z.B. psychische Labilität, Angst und Schuldgefühle, Alkohol- oder Drogenmissbrauch, mangelndes Selbstbewusstsein, Selbstmordgefahr). Das verdeutlicht die Rolle der Schulen – im Vordergrund stehen dabei die berufsbildenden Schulen –, denn zu einem ihrer Aufgabenbereiche zählt die Integration benachteiligter Jugendlicher.
Einige Gründe, warum Benachteiligungen stattfinden könne n, liegen in:3
· äußeren Rahmenbedingungen, d.h. fehlende Ausbildungsbetriebe (insbesondere Ostdeutschland), zurückgehender Ausbildungswille, steigende Qualifikationsordnungen sowie Konkurrenz aufgrund geburtenstarker Jahrgänge,
· individuellen Voraussetzungen, und zwar familiär- (Vorbildung der Eltern, Problemdichte in der Familie), schulisch- (Entwertung des Hauptschulabschlusses,
Nichterreichung eines Schulabschlusses) sowie geschlechtlich- und herkunftsbedingt. Eine Definition, die sich nunmehr für den Begriff „Benachteiligtenförderung“ eignet, ist die nach Niemeyer: Vielfältige Maßnahmen zur Förderung des Übergangs von der Schule in die Ausbildung.
3. Stellenwert der Benachteiligtenförderung
3.1 Zahlen und Fakten
[...]
1 vgl. BMBF 2002, S. 15ff
2 Schulz 2003, S. 31
3 vgl. BMBF 2002, S.27
1 vgl. Schulz 2003, S. 35
2 vgl. BMBF 2002, S.26ff
3 vgl BMBF 2002, S.18ff
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