Fallstudie zum UK Healthcare System close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.



Details

Veranstaltung: Health systems - an international comparison
Institution/Hochschule: Universität Witten/Herdecke (Fakultät der Wirtschaftswissenschaften)
Tags: Fallstudie, Healthcare, System, Health
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 26
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 14  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 240 KB
Archivnummer: V60822
ISBN (E-Book): 978-3-638-54402-3
ISBN (Buch): 978-3-638-72493-7

Zusammenfassung / Abstract

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick zu verschaffen über das Gesundheitssystem der UK; schlussendlich soll eine Bewertung des Systems möglich sein. Hierzu fungiert als Referenzpunkt das uns bekannte deutsche Modell. In die Bewertung sind neben den systeminternen Aspekten auch die Interdependenzen des Gesundheitssystems mit anderen Systemen, wie beispielsweise dem Arbeitsmarkt, eingeflossen. Diese vergleichende Analyse ist dreigeteilt: Nach einem einleitenden Überblick über das britischen Systems (Teil A), der sinnvollerweise auch eine hinreichend detaillierte Betrachtung der Historie integriert sowie die Konstruktionselemente von Gesundheitssystemen strukturiert darstellt, wird in Teil B auf Basis dieser Informationen ein Stärken- Schwächen-Profil erstellt. Drittens und abschließend wird in Teil C ein Vergleich – ebenfalls den Informationen des Vergleichs der Konstruktionselemente folgend - zum deutschen Gesundheitssystem durchgeführt. Um zuverlässige und aktuelle Daten zu gewährleisten, beziehen sich die Informationen zu UK meist direkt auf Quellen des National Health Service (NHS) oder den National Statistics (NS). Analog ist das Zahlenmaterial zum deutschen System maßgeblich aus Quellen des statistischen Bundesamtes und des Gesundheitsministeriums entnommen. Anderweitige Bezüge sind gesondert gekennzeichnet. Die jüngsten zuverlässigen Daten sind aus 2001 erhältlich, was den regelmäßigen Bezug auf eben dieses Jahr erklärt. Im Prinzip ist die medizinische Versorgung im Vereinigten Königreich (UK), also England, Wales, Schottland und Nordirland, sehr ähnlich organisiert. Im Folgenden wird - sofern nicht anders vermerkt - beispielhaft die Situation in England dargestellt.

Textauszug (computergeneriert)

Private Universität Witten/Herdecke
Health Systems – An international comparison (VWL)
Lehrstuhl für Evolutionsökonomik und Institutionentheorie
7. Fachsemester

Fallstudie zum UK Healtcare System

von: Florian Jansen

 


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG 1

A. DAS UK-GESUNDHEITSSYSTEM IM ÜBERBLICK 2

1. Eckdaten UK und historische Entwicklung des Gesundheitssystems 2

1.1 Typisierung von Gesundheitssystemen 2
1.2 Kontext 2
1.3 Historie 2

2. Konstruktionselemente des britischen Gesundheitssystems 5

2.1 Kataloge der Risiken & Leistungen 5
2.2 Personelle Reichweite 6
2.3 Organisation 6
2.4 Leistungen 8
2.5 Versorgung 9
2.6 Finanzierung 10

B. STÄRKEN-SCHWÄCHEN-ANALYSE 12

1. Zielsetzung 12
2. Stärken 12
3. Schwächen 13

C. LÄNDERVERGLEICH UK vs. DEUTSCHLAND 15

1. Vergleich der Konstruktionselemente 15

1.1 Risiken und Gefährdungstatbestände 15
1.2 Personelle Reichweite 15
1.3 Organisation 16
1.4 Leistungen 16
1.5 Versorgung 16
1.6 Finanzierung 17

2. Vergleich der Stärken und Schwächen 18

2.1 Nachteile des UK-Gesundheitssystems 18
2.2 Vorteile des UK-Gesundheitssystems 18

FAZIT 20

AUSBLICK 21

Anhang 22

Literaturverzeichnis 23
 



 

EINLEITUNG

Ein internationaler Vergleich von Gesundheitssystemen ist sinnvoll, sofern eine gemeinsame Basis eine gewisse Vergleichbarkeit rechtfertigt. Aus deutscher Perspektive scheint es also durchaus hilfreich, das Gesundheitssystem einer hinsichtlich der makroökonomischen Größen durchaus vergleichbaren Industrienation wie den United Kingdom (UK), und mit ähnlich weit reichenden historischen Wurzeln in der staatlich organisierten Gesundheitsversorgung, in den Vergleich mit einzubeziehen. Zudem können sowohl das deutsche als auch das britische System jeweils als Pioniere ihres Modell-Typs betrachtet werden.1

Ziel dieser Arbeit ist es nun, einen Überblick zu verschaffen über das Gesundheitssystem der UK; schlussendlich soll eine Bewertung des Systems möglich sein. Hierzu fungiert als Referenzpunkt das uns bekannte deutsche Modell. In die Bewertung sind neben den systeminternen Aspekten auch die Interdependenzen des Gesundheitssystems mit anderen Systemen, wie beispielsweise dem Arbeitsmarkt, eingeflossen. Diese vergleichende Analyse ist dreigeteilt: Nach einem einleitenden Überblick über das britischen Systems (Teil A), der sinnvollerweise auch eine hinreichend detaillierte Betrachtung der Historie integriert sowie die Konstruktionselemente2 von Gesundheitssystemen strukturiert darstellt, wird in Teil B auf Basis dieser Informationen ein Stärken- Schwächen-Profil erstellt. Drittens und abschließend wird in Teil C ein Vergleich – ebenfalls den Informationen des Vergleichs der Konstruktionselemente folgend - zum deutschen Gesundheitssystem durchgeführt.

Um zuverlässige und aktuelle Daten zu gewährleisten, beziehen sich die Informationen zu UK meist direkt auf Quellen des National Health Service (NHS) oder den National Statistics (NS). Analog ist das Zahlenmaterial zum deutschen System maßgeblich aus Quellen des statistischen Bundesamtes und des Gesundheitsministeriums entnommen. Anderweitige Bezüge sind gesondert gekennzeichnet. Die jüngsten zuverlässigen Daten sind aus 2001 erhältlich, was den regelmäßigen Bezug auf eben dieses Jahr erklärt. Im Prinzip ist die medizinische Versorgung im Vereinigten Königreich (UK)3, also England, Wales, Schottland und Nordirland, sehr ähnlich organisiert.4 Im Folgenden wird - sofern nicht anders vermerkt - beispielhaft die Situation in England dargestellt.

A. DAS UK-GESUNDHEITSSYSTEM IM ÜBERBLICK

1. Eckdaten UK und historische Entwicklung des Gesundheitssystems

1.1 Typisierung von Gesundheitssystemen

Um das britische Gesundheitssystem beschreiben zu können, ist zunächst ein Überblick über die gängige Typisierung von Gesundheitssystemen notwendig:

Abb_1: Typisierung von Gesundheitssystemen5 [Abbildung in der Downloaddatei vorhanden]

* Staatliche Bereitstellung bedeutet, dass die Leistungserbringer wie Ärzte und Apotheker sowie medizinische Hilfsberufe in einem Beschäftigungsverhältnis mit Arbeitgebern der öffentlichen Hand stehen. In UK ist ein sog. Beveridge-Modell implementiert: Die Finanzierung erfolgt maßgeblich über Steuern, die Leistungserbringung ist staatlich organisiert. Das deutsche System hingegen ist als Musterbeispiel für ein Bismarck-Modell zu betrachten. Als prominentestes Markt-Modell ist das Gesundheitssystem der USA zu sehen, wenngleich es keine reine Marktlösung darstellt. Insgesamt ist anzumerken, dass jedes System eigentlich eine Mischform darstellt, in der eines der generischen Modelle dominiert.6

1.2 Gesundheitswesen im Kontext der Sozialversicherung

Das Gesundheitssystem ist in UK ein Teil des dreigliedrigen Sozialversicherungssystems: Es gibt zum einen die Allgemeine Sozialversicherung, welche neben Renten-, Unfall- und Arbeitslosenversicherung auch die Geldleistungen des Gesundheitssystems zuständig organisiert. Ferner gibt es das Sozialhilfegesetz, das sich um Leistungen für Bedürftige kümmert. Der dritte Strang der Sozialversicherung schließlich, der NHS, ist als eigentliches Gesundheitssystem zu betrachten. Der NHS kommt für ca. 90% der gesamten Gesundheitsausgaben auf und ist für alle Bürger kostenlos zugänglich.

1.3 Historie

Vor Gründung des NHS im Jahr 1948 gab es keine Sicherstellung der Grundversorgung. Zwar wurden Arbeiter mit Einkommen unterhalb best. Einkommensgrenzen kostenlos von Ärzten versorgt, nicht aber galt dies den Ehefrauen, Kindern oder Arbeitern mit Einkommen (leicht) oberhalb dieser Grenze. Krankenhäuser mussten i.d.R. selbst bezahlt werden, in wenigen Fällen wurde erstattet. Die wenigen „Voluntary Hospitals“7 (z.B. Marsden, Royal Free Hospital), also Kliniken mit kostenloser Behandlungsmöglichkeit, hatten eine hohe Nachfrage. Viele ärmere Leute waren auf den Goodwill der Ärzte angewiesen oder auf „Eigentherapie“. Am 5. Juli 1948 wurde der NHS gegründet, mit der Maßgabe die Gesundheitsversorgung für alle Bewohner sicherzustellen, unabhängig von ihrer Zahlungsfähigkeit. Die Finanzierung sollte durch den Steuerzahler erbracht werden, das Management durch das Department of Health, welches auch die Verantwortung zur Bereitstellung von Gesundheitsleistungen über den NHS innehatte. Seit der Gründung vollzogen sich jedoch große Änderungen organisatorischer Art, zuletzt die des sog. „NHS Plan: A Plan for Investment. A Plan for Reform“ im Jahre 2000, dessen Umsetzung bis ins letzte Jahr andauerte.

[...]


1 Zu Deutschland vgl. Stolpe, M., Institut für Weltwirtschaft Kiel (Hrsg.), (Internationale Gesundheitsökonomie 2003):S. 8, zu UK vgl. ebenda, S. 62.

2 Nach Schäfer, D. (Konstruktionselemente 1983).

3 UK steht für “United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland” und umfasst auf der Insel Großbritannien die Landesteile England, Wales und Schottland sowie Nordirland auf der Insel Irland.

4 Vgl. hierzu Beske, F.; T. Drabinski, U. Golbach (Vergleich 2005a), S. 195.

5 Vgl. dazu Kern, A. O., Kupsch, S. D. (Internationale Vergleiche 2006), S. 8.

6 Vgl. ebenda, S. 9ff.

7 Hier wurden bedürftige Bürger auf Kosten des Staates bereits kostenlos versorgt.

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/60822/