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Spiegelt sich die Risikogesellschaft in der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wider?

Scholary Paper (Seminar), 2006, 23 Pages
Author: Dunja Schwab
Subject: Sociology - Individual, Groups, Society

Details

Event: You’ll never walk alone – Soziologie und Fußball –
Institution/College: University of Flensburg (Soziologie)
Tags: Spiegelt, Risikogesellschaft, Fußball-Weltmeisterschaft, Deutschland, You’ll, Soziologie, Fußball
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2006
Pages: 23
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 31  Entries
Language: German
Archive No.: V61085
ISBN (E-book): 978-3-638-54613-3
ISBN (Book): 978-3-638-66782-1
File size: 206 KB

Abstract

In Anbetracht der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland möchte ich im folgenden der Frage nachgehen, ob sich unsere heutige Gesellschaftsstruktur, in der Soziologie Risikogesellschaft genannt, in dieser widerspiegelt und wenn ja, in welcher Form. Dazu werde ich zunächst erklären, was eine Risikogesellschaft ist, woher der Begriff kommt und wer ihn geprägt hat. In dieser Hausarbeit sollen sowohl Vor- als auch Nachteile der Theorie angesprochen werden. Danach wird ein historischer Überblick über den Wandel unserer Gesellschaftsstrukturen gegeben, um zu sehen, wie die Entwicklung zur Risikogesellschaft verlaufen ist. Daran schließt sich die Geschichte des Fußballs an. Bevor ich zu einer abschließenden Aussage komme, soll außerdem auf Nationalstolz, Medien und Individualität eingegangen werden. Zitate, sind entgegen der gängigen Kennzeichnung in Kursiv-Druck angegeben, um eine bessere Lesbarkeit und Einheitlichkeit zu erhalten. Auf die weibliche Form „-In“ ist in dieser Arbeit verzichtet worden, da diese im Zusammenhang mit der Hausarbeit nicht als unterstützend gesehen wird.


Excerpt (computer-generated)

Spiegelt sich die Risikogesellschaft in der Fußball-
Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wider?

von: Dunja Schwab

 


Inhaltsverzeichnis

1. Was bedeutet Risikogesellschaft? – (Definition nach Beck)  4

2. Welche Kritikpunkte gibt es bzgl. Becks Theorie?  6

3. Wie verlief die Entwicklung zur Risikogesellschaft?  8

4. Geschichte des Fußballs 10

5. Spiegelt sich die Risikogesellschaft in der Fußball-WM 2006 wider? 12

6. Ist Nationalstolz noch angebracht, obwohl wir eigentlich ein vereintes Europa sind? Individualität versus Nation 15

7. Wie bereiten Medien die Nationen und die WM auf?  17

8. Zusammenfassung 19

9. Literaturverzeichnis 21

10. Internetquellen  22

 


 

In Anbetracht der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland möchte ich im folgenden der Frage nachgehen, ob sich unsere heutige Gesellschaftsstruktur, in der Soziologie Risikogesellschaft genannt, in dieser widerspiegelt und wenn ja, in welcher Form.

Dazu werde ich zunächst erklären, was eine Risikogesellschaft ist, woher der Begriff kommt und wer ihn geprägt hat. In dieser Hausarbeit sollen sowohl Vor- als auch Nachteile der Theorie angesprochen werden. Danach wird ein historischer Überblick über den Wandel unserer Gesellschaftsstrukturen gegeben, um zu sehen, wie die Entwicklung zur Risikogesellschaft verlaufen ist. Daran schließt sich die Geschichte des Fußballs an.

Bevor ich zu einer abschließenden Aussage komme, soll außerdem auf Nationalstolz, Medien und Individualität eingegangen werden. Zitate, sind entgegen der gängigen Kennzeichnung in Kursiv-Druck angegeben, um eine bessere Lesbarkeit und Einheitlichkeit zu erhalten. Auf die weibliche Form „-In“ ist in dieser Arbeit verzichtet worden, da diese im Zusammenhang mit der Hausarbeit nicht als unterstützend gesehen wird.

1. Was bedeutet Risikogesellschaft? – (Definition nach Beck)

Kurz und knapp kann Risikogesellschaft inhaltlich mit dem Spruch Jeder ist seines Glückes Schmied - aber nicht jeder Schmied hat Glück beschrieben werden. Becks Hauptaussage in seinem Buch Risikogesellschaft ist der Individualisierungsprozess, der in unserer Gesellschaft stattfindet und bedeutet, dass jeder einzelne mehr und mehr für sich und sein Schicksal eigenverantwortlich ist. Damit einhergehend lösen sich traditionelle Strukturen auf, verändern sich und werden durch neue ersetzt, indem sich Menschen u.a. aus traditionellen Formen der Familienverbände lösen.

Durch die zur Verfügung stehenden Transportmittel ist man geographisch und sozial mobiler, so dass sich man sich ein ganz neues Umfeld erschließen kann. Man kann dadurch z.B. einen Arbeitsplatz außerhalb der Heimat annehmen kann, aufgrund von erhöhter Freizeit kann man verreisen und dabei neue Freunde kennenlernen oder Beziehungen auf Entfernung führen. Diesbzgl. fließen eine Menge eigener Erfahrungen in Becks Arbeit ein, denn zu dem Zeitpunkt der Veröffentlichung des Buches führt er eine Fernliebe zur Soziologiekollegin Elisabeth Gernsheim (inzwischen BECKGERNSHEIM).( Der Familiensektor, www.single-generation.de ) Als Folge der veränderten Tätigkeiten sowie der Arbeitszeiten schauen sich die Menschen nach neuen Formen der Freizeitgestaltung um, sehen ihre Familie seltener und soziale Kontakte lockern sich.

Bildung ist allen zugänglich, woraufhin es zu Niveauverschiebungen bezüglich Bildung und Arbeit kommt. Man wird nicht mehr in eine bestimmte Schicht hineingeboren, sondern kann sich in verschiedene Schichten frei bewegen, da sie durchlässig sind. Damit wird die Konkurrenzsituation nicht nur auf dem freien Arbeitsmarkt, sondern auch innerhalb der Familie zwischen den Geschlechtern ausgeweitet. In Grosstädten sind Bekanntschaften oft oberflächlicher als in traditionelleren Gefügen und auf dem Lande, was zur Folge hat, das es zum Wegschmelzen von Klassenidentitäten und dem daraus resultierenden Traditionsverlust kommt. Er stellt außerdem fest, dass gleichzeitig das Phänomen existiert, dass das vermehrte Auftreten von Risiken Gleichgültigkeit hervorruft. Ulrich Beck sagt bzgl. Risikogesellschaft folgendes: "Individualisierung bedeutet Marktabhängigkeit in allen Dimensionen der Lebensführung. (...). (Ulrich Beck "Risikogesellschaft", 1986, S.212ff.)

2. Welche Kritikpunkte gibt es bzgl. Becks Theorie?

Positiv anzumerken ist dieser Theorie, dass jeder einzelne in der Risikogesellschaft die Chance bekommt, sich von Traditionen zu lösen, sein Leben individuell gestalten kann und keinen traditionellen Konventionen untergeordnet ist sowie etwas Neues versuchen kann, d.h. nicht so zu werden wie die Eltern. Man kann seinem Leben mehr Weitblick geben, indem man z.B. individuellere Aufstiegschancen auf dem Arbeitsmarkt wahrnimmt und mobiler ist, um z.B. andere Kulturen kennenzulernen. Bildung ist allen zugänglich, was einerseits zur Folge haben kann, dass sich die Traditionen auflösen, andererseits das der Auflösungsprozess dadurch erst in Gang gesetzt wurde. Frauen bekommen dadurch gleiche Ausbildungschancen geboten, doch ist damit keine Aussage getroffen, ob und wie es ihnen möglich ist, diese zu nutzen. Diese Gesellschaftsbewegungen sind generationsübergreifend, womit auch hier eine Auflösung der Traditionen zu sehen ist.

[...]


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