Lebensläufe von Lehrern - Zwangsläufig Burnout? close

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Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2005
Seiten: 26
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 23  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 341 KB
Archivnummer: V61495
ISBN (E-Book): 978-3-638-54940-0
ISBN (Buch): 978-3-638-66808-8
Anmerkungen :
Die Arbeit beschäftigt sich mit unterschiedlichen Theorien zur Entwicklung von Burnout. Zu Grunde liegen Ihr die Theorien von Terhart und Huberman, sowie eine nicht-repräsentative Studie unter Studierenden zweier Pädagogik-Kurse der Universität Mainz bezüglich deren Berufserwartungen und Motivationen.

Zusammenfassung / Abstract

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einschätzungen angehender Lehrer bezüglich ihres späteren Arbeitsgebiets und referiert wissenschaftliche Untersuchungen, welche die Belastungen des Lehrberufs evaluieren. Nach den Theorien Hubermans und Terharts untersuche ich Abläufe typischer Lehrerbiographien, zu denen sich wiederum Studenten äußern. Eine der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit bei Pädagogen, das Burnout- Syndrom, werde ich anhand von Statistiken des Projekts „Lehrergesundheit Rheinland-Pfalz“ erklären, sowie Präventions- und Lösungsmöglichkeiten sammeln und auswerten.

Textauszug (computergeneriert)

Lebensläufe von Lehrern - Zwansläufig Burnout?

von: Mareike Hachemer

SS 2005, 5. Semester

 


INHALT

0 EINLEITUNG 1

1 STUDENTENEINSCHÄTZUNGEN

1.1 MOTIVATIONEN 2
1.2 ZIELE 3
1.3 SCHWIERIGKEITEN

2 SPEZIFISCHE SCHWIERIGKEITEN DES LEHRBERUFS 4

3 LEHRERLEBENSLÄUFE 7

4 BURNOUT 11

4.1 STADIEN DES BURNOUT 12

4.1.1 Begeisterung
4.1.2 Stagnation 13
4.1.3 Frustration
4.1.4 Apathie

4.2 VORBEUGUNG UND GEGENMAßNAHMEN

5 KOMMUNIKATION IM KOLLEGIUM: DER IST-ZUSTAND 16

6 ZUSAMMENARBEIT ALS STÜTZE: DER WUNSCH-ZUSTAND 18

7 RATSCHLÄGE FÜR DEN EINZELNEN LEHRER 19

8 SCHLUSSFOLGERUNG 20

9 BIBLIOGRAPHIE 22


 

 

0 EINLEITUNG

„Wer den Energiehahn ständig überdreht, der bleibt irgendwann einmal im „rasenden Stillstand“ stecken.“ (Untertitel im Trierischen Volksfreund vom 3.04.2001, S. 22). Eines Tages ausgebrannt zu sein, weil man einmal gebrannt hat für einen Beruf, den man aus Idealismus gewählt hat, ist eine schreckliche Vorstellung. Häufiger als es sich die meisten Studienanfänger vorstellen, schlagen Depressionskrankheiten, Alkoholismus, Burnout- Syndrom und innere Kündigung in deutschen Lehrerzimmern zu. In einer Studie des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV) aus dem Jahr 2003 geben 82,3% der Lehrer an, ihr Beruf belaste sie „stark“ bis „sehr stark“. Nur 0,1% der Befragten fühlt sich „nicht belastet“.

Dennoch halten viele Nicht-Lehrer die Schulpädagogik für ein entspanntes Arbeitsfeld, als „Halbtagsstelle mit voller Bezahlung“, die keine Vorbereitungszeit benötigt und mehr Ferien- als Arbeitstage beschert. Aus öffentlicher Sicht erscheint der Lehrberuf ideal für Menschen, die gerne Zeit mit ihrer Familie und ihrem Privatleben zubringen möchten, anstatt für den Beruf zu leben und Karriere zu machen. Eine Lehramtsstudentin berichtete bei der Recherche von ihrem ursprünglichen Wunsch Psychologie zu studieren, wovon ihre Familie ihr abriet. Sie mache sich unglücklich, sich einen so anstrengenden Beruf auszusuchen.

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einschätzungen angehender Lehrer bezüglich ihres späteren Arbeitsgebiets und referiert wissenschaftliche Untersuchungen, welche die Belastungen des Lehrberufs evaluieren. Nach den Theorien Hubermans und Terharts untersuche ich Abläufe typischer Lehrerbiographien, zu denen sich wiederum Studenten äußern. Eine der häufigsten Ursachen für Berufsunfähigkeit bei Pädagogen, das Burnout- Syndrom, werde ich anhand von Statistiken des Projekts „Lehrergesundheit Rheinland-Pfalz“ erklären, sowie Präventions- und Lösungsmöglichkeiten sammeln und auswerten.

1 STUDENTENEINSCHÄTZUNGEN

In einer nicht-repräsentativen, nicht-geheimen Umfrage im Plenum zweier Universitätskurse unter Lehramtsstudenten aller Semester wurden den Seminarteilnehmern Fragen zur eigenen beruflichen Zukunft gestellt. Hierbei unterscheidet die Umfrage zwischen Motivationen, Zielen und den befürchteten Schwierigkeiten. Der erste befragte Kurs bestand aus 22 Studenten des Mittelseminars „Schulische Sozialisation“. Die Kursleiterin war bei der Befragung nicht anwesend. Zwei Tage später wurden 67 Kommilitonen des Kurses „Schulqualität, Schulentwicklung“ in Anwesenheit ihrer Kursleiterin befragt.

1.1 MOTIVATIONEN

Die Studenten des unbetreuten Sozialisationsseminars nannten zuerst Motivationen die aus dem Anliegen entstanden, etwas anders oder besser zu machen als die eigenen Vorbilder. Das Bedürfnis ein besserer Lehrer zu werden, als es die eigenen Lehrer waren, diente vielen als Ansporn. Die Studenten berichteten von negativen Erfahrungen mit unmotivierten, inkonsequenten oder inkompetenten Lehrern, von denen sie in ihrer Schulzeit unterrichtet wurden. Diese schlechten Erfahrungen animierten sie nach eigener Aussage dazu, bessere Ansprechpartner und Experten im eigenen Fach zu werden. Auch ein „Verbessern des Unterrichts“ im Allgemeinen wurde von einigen erwähnt.

Das „Interesse am eigenen Fach“ wurde als wichtige Motivation aufgezählt. Ein großer Teil der Studierenden bestätigte, dass vor allem ihr „Fach“ sie begeistere und dass das „Lehren der jeweiligen Wissenschaft“ eine gute Möglichkeit sei, ein ausführliches Studium mit „sicherer Perspektive“ wahrzunehmen. Andere Studenten betonten die Wichtigkeit der „Kinder- und Jugendarbeit“, die in ihrer Berufswahl eine große Rolle gespielt habe. „Ein sicherer Job“ und die „Vereinbarkeit mit Familie“ war für männliche wie weibliche Befragte gleichermaßen Motivation für den Lehrberuf. Auch andere auf die eigene Person bezogene Gründe wie „halbflexible Arbeitszeit“ durch freie Zeiteinteilung in der Unterrichtsvorbereitung und Korrekturphase, sowie die Erwartung einer „guten Bezahlung“ wurden als Motivationsfaktoren genannt.

Im zweiten befragten Kurs stand der „Spaß an der Arbeit mit Kindern“ an vorderster Stelle. Einer der Befragten betonte, er wolle „mit Jugendlichen diskutieren“, das fände er besonders spannend. Viel Zustimmung bekam auch die Wortmeldung eines Studenten, der erklärte, der Lehrberuf sei „der Beruf, der einem Schüler am nächsten liegt“, da es der Beruf ist, mit dem man als Schüler am meisten zu tun habe. „Idealismus“ gaben einige Studenten als Motivation an, Lehren sei eine „sinnvolle Arbeit“. Argumente wie „viel Urlaub haben“, „Vereinbarkeit mit der eigenen Familienplanung“; „Sicherheit“ und der „angestrebte Beamtenstatus“ gab dieser Kurs erst nach Anregung der Kursleiterin („Und was ist mit Punkten wie „Sicherheit“?) zu Protokoll.

1.2 ZIELE

[...]

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