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Führungsethik als Handlungsmaxime für ethikbewusstes Personalmanagement

Autor: Verena Schabbach
Fach: Wirtschaft - Unternehmensethik, Wirtschaftsethik

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Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2006
Seiten: 21
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 29  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 199 KB
Archivnummer: V61732
ISBN (E-Book): 978-3-638-55128-1

Textauszug (computergeneriert)

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Hauptseminars zur Unternehmensführung III: "Personalpolitik und -führung"
Sommersemester 2006

Führungsethik als Handlungsmaxime für ethikbewusstes Personalmanagement

von: Verena Schabbach

 


Inhaltsverzeichnis

1 Die Bedeutung ethischer Fragestellungen im Wandel der Zeit 1

2 Entwicklung eines Führungsethik-Begriffs 2

2.1 Zum Begriff der Ethik 2
2.2 Zum Begriff der Personalführung 3
2.3 Zum Begriff der Führungsethik 4

3 Grundlagen einer angewandten Führungsethik 6

3.1 Grundvoraussetzungen der Führungsethik 6
3.2 Ableitung einer Führungsethik aus ethischen Grundpositionen 7
3.3 Zum Situationsbezug des ethischen Führungsverhaltens 8
3.4 Die Rolle von Persönlichkeitsmerkmalen der Führungsverantwortlichen 9

4 Ansätze zur praktischen Umsetzung von Führungsethik 10

4.1 Konstitution von Führungsgrundsätzen als Voraussetzung zur Realisierung ethischer Werte in Unternehmen 10
4.2 Allgemeine Vorgehensweisen zur Umsetzung von Führungsethik 12
4.3 Konkrete ethische Fragestellungen und Möglichkeiten ihrer Lösung 13
4.4 Konsequenzen einer erfolgreichen Umsetzung von Führungsethik 14

5 Abschließendes Fazit und Ausblick 14

Literaturverzeichnis 17
 

 


 

1 Die Bedeutung ethischer Fragestellungen im Wandel der Zeit

Seit geraumer Zeit finden Fragen zur Wirtschafts- und Unternehmensethik ein immer breiteres Echo in der betriebswirtschaftlichen Diskussion. Initialisiert durch eine sich verändernde Wirtschaftsdynamik drängt sich eine Vielzahl von Fragen auf, vor allem angesichts der Zunahme fragwürdiger Folgewirkungen wirtschaftlichen Handelns.1 Eine Rückbesinnung auf ethische Aspekte und die Entwicklung einer Führungsethik scheinen erforderlich, um eine ethische Orientierung der Personalführung zu ermöglichen und die Glaubwürdigkeit von Institutionen und deren Führungseliten wieder herzustellen. 2

Dass diese Fragestellungen jedoch keine komplett neuen sind, beweist die Tatsache, dass schon während der mehr als 2000 Jahre von den alten Griechen bis zu den Klassikern der modernen Politischen Ökonomie das Wirtschaften unter ethisch-praktischen Gesichtspunkten reflektiert wurde: Untersucht wurde die instrumentelle Rolle der Ökonomie für das gute Leben und das gerechte Zusammenleben der Menschen.3 Auch in der jüngeren Betriebswirtschaftslehre wurden ethische Fragen bereits aufgegriffen; so hat Nicklisch in den 20er Jahren des vergangenen Jahrhunderts den Menschen in den Mittelpunkt seiner betriebswirtschaftlichen Betrachtungen gestellt und eine ethischnormative Ausrichtung der Betriebswirtschaftslehre diskutiert, die aus gesellschaftlichen Normen ein Sollen für das Handeln innerhalb von Betriebswirtschaften postuliert.4 Die vorliegende Arbeit setzt sich mit der Entwicklung einer Führungsethik auseinander. Zunächst soll auf die begrifflichen Grundlagen eingegangen werden. Vor diesem Hintergrund werden theoretische Grundvoraussetzungen der Führungsethik betrachtet, bevor es zur Ableitung einer Führungsethik aus ethischen Grundpositionen kommt. Außerdem werden der Situationsbezug ethischen Führungsverhaltens sowie die Rolle von Persönlichkeitsmerkmalen der Führungsverantwortlichen beleuchtet. Im Weiteren werden Ansatzpunkte für eine praktische Umsetzung der Führungsethik sowie ihre Konsequenzen dargestellt. Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Darstellung und allgemeinen Handlungsempfehlungen.

2 Entwicklung eines Führungsethik-Begriffs

2.1 Zum Begriff der Ethik

Befasst man sich mit dem Konzept einer Führungsethik, muss zunächst die Frage beantwortet werden, was unter Ethik zu verstehen ist. Der Begriff „Ethik“ stammt ab vom griechischen „éthos“ und bedeutet soviel wie „Gewohnheit, Sitte, Brauch“. Ethik wird als philosophische Lehre vom moralisch richtigen und verantwortbaren Handeln verstanden und geht als philosophische Disziplin auf Aristoteles zurück.5

Der Begriff der Ethik ist von dem der Moral zu unterscheiden. Während die Moral den komplexen Bestand an jeweils faktisch geltenden Normen und Maximen einer Gesellschaft bezeichnet, die das Handeln der Akteure leiten oder leiten sollen, geht es der Ethik um das methodische Nachdenken über Moral.6 Ethik ist somit eine wissenschaftliche Theorie der Moral, die von der herrschenden Moral mehr oder weniger abweichen kann. Folglich gibt sie sich nicht mit dem „Sein“ der bestehenden Moralvorstellungen zufrieden, sondern fragt nach dem „Sein-Sollen“, nach den „richtigen“ Normen bzw. wie man sie finden kann.7 Ethik und Moral stehen sich damit ähnlich wie Theorie und Praxis gegenüber. Während ethisches Denken das Reflektieren über mögliche Handlungsnormen bezeichnet, umfasst moralisches Handeln das Befolgen dieser Normen.8

Die Wirtschafts- und Unternehmensethik – als Verknüpfung von Ethik und Ökonomie – thematisiert das Verhältnis von Moral und Gewinn in der Unternehmensführung und befasst sich mit der Frage, wie moralische Normen und Ideale unter den Bedingungen der modernen Wirtschaft und Gesellschaft von und in den Unternehmen umgesetzt werden können.9 Ethik und Ökonomie beziehen sich in der Wirtschaft also gemeinsam auf das vernunftgeleitete, verantwortungsvolle wirtschaftliche Handeln des Menschen. Beide Disziplinen verkörpern zwar eigenständige Erkenntnisgebiete; erst in ihrer Verflechtung bilden die Ethik und die Ökonomie aber eine geeignete Grundlage für die Entwicklung einer Unternehmens- und damit auch Führungsethik. Auf dieser Grundlage kann es gelingen, (ethisch) Menschengerechtes und (ökonomisch) Sachgemäßes im wirtschaftlichen Handeln miteinander in Einklang zu bringen.10

2.2 Zum Begriff der Personalführung

[...]


1 Vgl. Düwell et al. (2002), S. 291.

2 Vgl. Grunwald (1993), S. 337 sowie Steinmann (1990), S. 292.

3 Vgl. Düwell et al. (2002), S. 291.

4 Vgl. Kadel (1993), S. 306.

5 Vgl. Höffe (2002), S. 58f., Thomas (2004), S. 75, Kreikebaum (1996), S. 9 sowie Schmidt (1986), S. 38.

6 Vgl. Steinmann (1990), S. 291.

7 Vgl. Steinmann (1990), S. 291, Homann/Blome-Drees (1992), S. 16 sowie Kreikebaum (1996), S. 9.

8 Vgl. Kreikebaum (1996), S. 9f.

9 Vgl. Homann/Blome-Drees (1992), S. 14f. und S. 117 sowie Büscher (1995), S. 273.

10 Vgl. Krupinski (1993), S. 102f.

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