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Autor: Dipl. Pflegewirt (FH) Thomas Lücht
Fach: Pflegewissenschaften
Details
Institution/Hochschule: Fachhochschule Osnabrück (Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften)
Tags: Stress, Reaktionen, Körpers, Soziologische, Problemanalysen, Pflege
Jahr: 2006
Seiten: 21
Note: 2
Literaturverzeichnis: ~ 18 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 230 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-55771-9
Nicht nur die Manager o. Politiker leiden unter negativem Stress, dem sogenannten Distress. Die positiven Auswirkungen von Stress (Eustress) werden jedoch meist nicht weiter thematisiert. Doch wie ist Stress im ursprünglichen Sinne zu sehen und wie wirkt sich Stress auf vier verschiedenen Ebenen aus? Welche Reaktionen treten in unserem Körper auf, wenn wir Stress ausgesetzt sind? Welche Krankheiten werden durch Stress verursacht? Diese Fragen werden in der Arbeit näher erläutert!
Zusammenfassung / Abstract
Über Stress wird heute allgemein geklagt. Nicht nur die Manager oder Politiker leiden unter negativem Stress, dem sogenannten Distress. Die positiven Auswirkungen von Stress (Eustress) werden jedoch meist nicht weiter thematisiert. Doch wie ist Stress im ursprünglichen Sinne zu sehen und wie wirkt sich Stress auf vier verschiedenen Ebenen aus? Welche Reaktionen treten in unserem Körper auf, wenn wie Stress ausgesetzt sind? Welche Krankheiten werden durch Stress verursacht? Stress ist und bleibt ein wichtiges Thema in der heutigen Zeit und ist gerade in der Krankheitsentstehung von großer Bedeutung. Nur wenn wir wissen wie unser Körper auf langandauernden Stress reagiert, können wir die Bedeutung rechtzeitig erkennen und Interventionen einleiten. Die Gesundheitspolitik sollte auch aus ökonomischer Sicht sehr daran interessiert sein, die Stressbelastungen der Bevölkerung einzudämmen und effektive Strategien zu fördern. Alle Krankenkassen haben bereits ausführliches und zum Teil wissenschaftliches Informationsmaterial für die Versicherten und bieten Kurse zur Bewältigung
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule Osnabrück
Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften
-Pflegewissenschaft-
Stress und die Reaktionen des Körpers
Thomas Lücht
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 3
1 Terminologie ... 3
1.1 Was ist Stress? ... 3
1.2 Was sind Stressoren? ... 5
2 Geschichtlicher Rückblick ... 6
3 Der Stressablauf im ursprünglichen Sinn ... 7
3.1 Orientierung ... 7
3.2 Aktivierung ... 7
3.3 Anpassung ... 8
3.4 Erholung ... 8
3.5 Überforderung ... 8
3.6 Erschöpfung ... 8
4 Ablauf der Stressreaktion auf den vier Ebenen ... 9
4.1 Kognitive Reaktionen ... 9
4.2 Emotionale Reaktionen ... 10
4.3 Vegetativ hormonelle Reaktionen ... 11
4.4 Muskuläre Reaktionen ... 12
5 Häufige belastende Ereignisse ... 14
6 Stress und Krankheit ... 15
6.1 Wahrnehmung der Bedrohung ... 15
6.2 Fehler beim allgemeinen Adaptionssyndrom ... 16
6.3 Erschöpfung durch kontinuierliche Adaption ... 16
7 Fazit ... 18
Literaturverzeichnis ... 19
Thesenpapier ... 20
Einleitung
Über Stress wird heute allgemein geklagt. Nicht nur die Manager oder Politiker leiden unter negativem Stress, dem sogenannten Distress. Die positiven Auswirkungen von Stress (Eustress) werden jedoch meist nicht weiter thematisiert.
In dieser schriftlichen Ausarbeitung zum Referatsthema „Stress und die Reaktionen des Körpers“ geht es im Einstieg um die Auseinandersetzung mit den Begriffen „Stress“ und „Stressoren“. Danach erfolgt ein kurzer geschichtlicher Einblick in Bezug auf die Stressforschung.
Doch wie ist Stress im ursprünglichen Sinne zu sehen und wie wirkt sich Stress auf vier verschiedenen Ebenen aus? Welche Reaktionen treten in unserem Körper auf, wenn wie Stress ausgesetzt sind? Welche Krankheiten werden durch Stress verursacht? Diese Fragen werden im zweiten Teil der Arbeit näher erläutert und bilden den Schwerpunkt.
1 Terminologie
Es gibt keine einheitliche Definition für den Begriff Stress. Stress ist immer sehr individuell zu betrachten und sollte flexibel gehandhabt werden. Auch der Begriff Stressoren wird in der Literatur unterschiedlich beschrieben. Einige Definitionen sollen hier aufgeführt und diskutiert werden.
1.1 Was ist Stress?
Stress ist ein Muster spezifischer und unspezifischer Reaktionen eines Organismus auf Reizereignisse, die sein Gleichgewicht stören und seine Fähigkeiten zur Bewältigung strapazieren oder überschreiten. Diese Reizereignisse umfassen eine ganze Bandbreite externer und interner Bedingungen, die allesamt als Stressoren bezeichnet werden. (Zimbardo, 1995, S. 575)
Vom Ursprung her kommt der Begriff Stress aus dem angelsächsischen Sprachraum. Er wurde in der Materialprüfung/ Werkstoffverarbeitung verwendet und erläuterte die Anspannung und Verzerrung von Metallen oder Glas.
In der Medizin und Psychologie hat der ungarisch- kanadische Mediziner Hans Selye im Jahre 1950 Stress wie folgt beschrieben:
Die Belastungen, Anstrengungen und Ärgernisse, denen ein Lebewesen täglich durch viele Umwelteinflüsse ausgesetzt ist. Es handelt sich um Anspannungen und Anpassungszwänge, die einen aus dem persönlichen Gleichgewicht bringen können und bei denen man seelisch und körperlich unter Druck steht". ( Selye, a.a.O.) Stress ist lebensnotwendig sagt Stressforscher Selye an einer anderen Stelle. Es ist ein Lebensausdruck, denn jedes Erlebte löst Spannungen aus. Das gilt sowohl für negative wie für positive Ereignisse. Stress ist an die Erlebnisfähigkeit des Menschen gebunden, hängt also auch davon ab, ob er ein Ereignis als positiv oder als negativ empfindet und wertet. (Juchli, 1997, S.430)
An einer anderen Stelle wird Stress wie folgt definiert:
Stress bezieht sich also auf das Verständnis der Person, dass ihre normalen Funktionen bedroht sieht. Damit ist jedoch nicht die Einsicht der Person gemeint, ein Problem nicht effizient genug gelöst zu haben- eine Implikation, die den meisten Stress-Management zu Grunde liegt... (Brenner, 1997, S. 86)
Des weiteren wird der chronische Stress unterschieden und wie folgendermaßen definiert:
Chronischer Stress wird definiert als Erregungszustand, der andauert, während die Anforderungen von der Person als größer als die verfügbaren inneren und äußeren Ressourcen zur Bewältigung wahrgenommen werden. (Powell & Eagleston, 1983, a.a.O)
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