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Modalpartikeln im Deutschen und ihre mögliche Wiedergabe im Italienischen

Hauptseminararbeit, 2004, 20 Seiten
Autor: Paola Trabucchi
Fach: Dolmetschen / Übersetzen

Details

Kategorie: Hauptseminararbeit
Jahr: 2004
Seiten: 20
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 6  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V63255
ISBN (E-Book): 978-3-638-56344-4

Dateigröße: 104 KB


Textauszug (computergeneriert)

Johannes – Gutenberg – Universität Mainz
Fachbereich 23 für angewandte Sprach – und Kulturwissenschaften, Germersheim

Hauptseminararbeit

Modalpartikeln im Deutschen und ihre mögliche 
Wiedergabe im Italienischen

Name der Veranstaltung: Sprachvergleich und Übersetzen:
Italienisch-Deutsch

Name der Verfasserin: 

Paola Trabucchi

Datum: 25.09.2004

 

 

Inhalt

Inhalt 2

1. Einleitung 3

2. Was sind Modalpartikeln? 3

3. Modalpartikeln als Funktionsklasse 4
3.1 Terminologie 4
3.2.1 Die morphologische Komponente 6
3.2.2 Die syntaktische Komponente 6
3.2.3 Die semantisch-pragmatische Komponente 6
3.2.4 Modalpartikeln und Intonation 7

4. Modalpartikeln im Italienischen 8
4.1 Die formale Zuordnung von Modalpartikeln im Italienischen 8
4.2 Die Wiedergabe von deutschen Modalpartikeln im Italienischen 8
4.2.1 doch 8
4.2.1.1 doch in Aufforderungen 8
4.2.1.2 doch in rhetorischen Fragen 9
4.2.1.3 doch in Aussagen 9
4.2.2 denn 9
4.2.2.1 denn in Fragen 9
4.2.3 eigentlich 9
4.2.3.1 eigentlich in Fragen 10
4.2.3.2 eigentlich in Aussagen 10
4.2.4 mal 10
4.2.4.1 mal in Aufforderungen 10
4.2.5 ja 11
4.2.5.1 ja in Aussagen 11
4.2.6 nur 11
4.2.6.1 nur in Aufforderungen 11
4.2.6.2 nur in rhetorischen Fragen 11
4.2.7 schon 12
4.2.7.1 schon in Aussagen 12
4.2.8 wohl 12
4.2.8.1 wohl in Fragen 12
4.2.9 aber 12
4.2.9.1 aber in Aussagen 12

5. Übersetzung von Modalpartikeln 12
5.1 doch 13
5.2 denn 14
5.3 eigentlich 15
5.4 mal 16
5.5 ja 16
5.6 nur 17
5.7 wohl 17

6. Conclusione 18

Bibliographie: 20

 

 

1. Einleitung

Ich möchte mich in der vorliegenden Arbeit mit Modalpartikeln auseinandersetzen, welche im Deutschen, besonders in der gesprochenen Sprache sehr häufig und wichtig sind und die beim Übersetzen in eine andere Sprache, möglicherweise zu Problemen führen können.

Zunächst möchte ich auf die Modalpartikeln als eine Funktionsklasse eingehen, es folgt die Terminologie, eine Definition, welche die morphologische, syntaktische und semantisch-pragmatische Ebene der Modalpartikeln beschreibt. Es folgt eine nähere Betrachtung von MPn und Intonation.

Es wird kurz über grundsätzliche Bedeutungsmöglichkeiten der MPn im Deutschen und ihre möglichen Wiedergabe im Italienischen berichtet und eigene Beispiele herangezogen ( aus der gesprochenen Sprache).

Anschließend möchte ich auf die Modalpartikeln als Übersetzungsproblem eingehen und dies dann anhand eines Textkorpus analysieren.

2. Was sind Modalpartikeln?

Modalpartikeln (MPn) werden von traditionellen Grammatiken unter dem allgemeinen Begriff Partikeln oft nur kurz als unflektierbare Wörter erwähnt, zu welchen auch Präpositionen, Konjunktionen, Adverbien, Exklamationen und Interjektionen gehören.

Eigentlich ist Modalpartikel eine Bezeichnung für Wörter, die folgende Eigenschaften teilen: Kürze, Unbetontheit (zumindest im Normalfall), Unflektierbarkeit, Bezug auf den ganzen Satz, Nicht-Erststellenfähigkeit, Kombinierbarkeit (aber nicht Koordinierbarkeit) mit anderen MPn, Beschränkung auf bestimmte Satztypen, Besitz von Homonymen in anderen Wortklassen, semantische Verschwommenheit, sie kommen häufiger in der gesprochenen als in der geschriebenen Sprache vor. Auf diese Eigenschaften werde ich im Folgenden noch näher eingehen.

Früher wurden die MPn als Füll- oder Flickwörter bezeichnet und ihre Verwendung nicht nur unterschätzt sondern es wurde sogar davon abgeraten, MPn in der Schriftsprache zu benutzen, da sie nicht der normativen Stilistik entsprachen. In der Umgangssprache waren MPn akzeptabel, da diese keine gehobene Sprache darstellte. Mittlerweile ist ihre Bedeutung (an)erkannt und es gibt zahlreiche Arbeiten und Artikel zu diesem Thema.

Man unterscheidet zwischen partikelarmen und partikelreichen Sprachen. Die deutsche Sprache ist reich an Partikeln; in den meisten Grammatiken werden folgende Modalpartikel zur Klasse der Modalpartikeln gezählt Kernbereich von 16 Wörtern ( aber, auch, bloß, denn, doch, eben, etwa, halt, ja, mal, man (regional), nicht, nur, schon, vielleicht und wohl ) sowie einen Randbereich von sechs Wörtern ( eh, eigentlich, einfach, erst, ruhig und überhaupt ).

3. Modalpartikeln als Funktionsklasse

3.1 Terminologie

Modalpartikeln werden auch als Abtönungspartikeln, Kontaktwörter oder Illukotive Indikatoren bezeichnet, und es gibt noch mehr Synonyme, die jedoch an dieser Stelle nicht alle erwähnt werden sollen. 

Harald Weydt bezeichnete in seiner Dissertation, welche maßgebend war für die Partikelforschung, die Modalpartikeln als Abtönungspartikeln, und dieser Begriff war auch lange Zeit weit verbreitet.

Ein Beispiel für die Abtönung eines Satzes durch eine Modalpartikel:

Nehmen wir folgende (überspitzte) Situation an: es ist Sonntagmorgen um 11°° Uhr, ich will backen, mir fehlt Zucker. Ich gehe zur Nachbarin, um welches zu erbitten. Ein Erwachsener sagt nun typischerweise: "Entschuldigung, Frau Müller, aber könnten Sie mir vielleicht ein bisschen Zucker leihen?"

Natürlich kann ich mich entschuldigen für die Störung und mein Klingeln an der Nachbartür. Aber Frau Müller hat ja bereits die Tür geöffnet, sie ist also offensichtlich bereit, mich anzuhören. Meine Entschuldigung soll sie offensichtlich geneigt machen für den Fall, dass sie zwar die Tür geöffnet hat, aber dennoch einigermaßen unwillig ist, mich anzuhören.

[....]


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