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Autor: Anonym
Fach: Statistik
Details
Institution/Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Sozialwissenschaften)
Tags: Ermitteln, Determinanten, Variablen, Hilfe, Verfahrens, Regression, Fernsehkonsum, Statistik
Jahr: 2006
Seiten: 29
Note: 1,7
Literaturverzeichnis: ~ 8 Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 421 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-57715-1
Die Hausarbeit basiert auf dem Allbus 2004 und dem Statistikprogramm Stata. Inkl. 10 Seiten Anhang.
Textauszug (computergeneriert)
Humboldt-Universität zu Berlin
Philosophische Fakultät III
Institut für Sozialwissenschaften
WS 2005/2006
Proseminar Statistik I
Hausarbeit I
Ermitteln Sie die wichtigsten Determinanten der folgenden Variablen
mit Hilfe des Verfahrens der linearen Regression: Fernsehkonsum (v41, v42)
BA Sozialwissenschaften
1. Semester
Berlin, 4. April 2006
1. Einleitung 02
2. Theoretischer Hintergrund
2.1 Aufstellung der Hypothesen und deren theoretischer Hintergrund 02
3. Mathematischer Hintergrund
3.1. Grundsätzliche Idee der linearen Regression 05
3.2. Interpretationsmöglichkeiten 05
3.3. Schätzung der Koeffizienten 05
3.4. Signifikanztests 06
3.5. Interpretation der Daten bei STATA 06
3.6. Modellgüte 07
3.7. Voraussetzungsprüfung 07
4. Auswertung
4.1. Datenbasis 08
4.2. Modell I 10
4.3. Modell II 11
4.4. Modell III 12
4.5. Modell IV 13
4.5.1. Interaktionseffekt 16
4.5.2. Multikollinearität 16
4.5.3. Heteroskedastizität 16
5. Fazit 17
6. Literatur 18
7. Anhang a-j
1. Einleitung
Zentrales Anliegen dieser Hausarbeit ist es, zum Thema Fernsehkonsum Hypothesen aufzustellen, die unabhängige Variablen aufzeigen, welche die Dauer des Fernsehkonsums beeinflussen. Anhand der Allgemeinen Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS 2004) werden die Hypothesen empirisch überprüft und gegebenenfalls revidiert. Hierzu werden drei Modelle mit mehreren unabhängigen Variablen berechnet, die die abhängige Variable „Dauer des Fernsehkonsums“ erklären sollen. Abschließend werden die einzelnen Modelle anhand der theoretischen Konzeption der linearen Regression hinsichtlich ihrer Erklärungskraft interpretiert.
2. Theoretischer Hintergrund
2.1. Aufstellung der Hypothesen und deren theoretischer Hintergrund
Das Modell I enthält die standarddemographischen Variablen: Alter, Geschlecht, Ost/West- Herkunft, Anzahl der im Haushalt lebenden Personen, Gesamtbildung, Gesamtbildung der Eltern der Befragten, Schichtzugehörigkeit und Berufstätigkeit.
Hypothese 1:
Je älter die Befragten sind, desto mehr steigt die Dauer ihres Fernsehkonsums. Es ist anzunehmen, dass die Fernsehdauer mit zunehmendem Alter unregelmäßig steigt. Laut Studien ist z.B. erwiesen, dass ein drastischer Anstieg ab den 50er Lebensjahren erfolgt (Die Welt 2004). Dieser unregelmäßige Anstieg der Fernsehdauer kann zum Beispiel durch mehr Freizeit bedingt sein, da die Erwerbstätigkeit mit zunehmendem Alter abnimmt.
Hypothese 2:
Das Geschlecht hat keinen Einfluss auf die Dauer des Fernsehkonsums, da nicht anzunehmen ist, dass die Variable Geschlecht allein mit dem Fernsehkonsum korreliert (vgl. Leber 1988, S. 297).
Hypothese 3:
Befragte aus dem Osten konsumieren mehr Fernsehen als Befragte im Westen. Laut Studien (DIE ZEIT, 24.06.2004, Nr. 27) kann angenommen werden, dass Menschen im Osten durchschnittlich mehr Fernsehen sehen als Befragte im Westen. Dies kann möglicherweise daran liegen, dass die Lebensphase der Erwerbsarbeit kürzer und die Eingebundenheit in die Familie geringer als im Westen sind. Hinzu kommt die deutlich höhere Arbeitslosenquote im Osten, die zu mehr Fernsehkonsum beiträgt.
Hypothese 4:
Je mehr Menschen in einem Haushalt zusammen leben, desto geringer ist die Fernsehdauer des Einzelnen.
Hierbei wird vermutet, dass die Haushaltsgröße Einfluss auf den Fernsehkonsum hat. Der Familienstand spielt insoweit eine Rolle, als die damit verbundenen Freizeit- bzw. Ablenkungsmöglichkeiten größer sind.
Hypothese 5:
Je höher der Bildungsgrad (gesamte Bildungsjahre) der Befragten, desto geringer ist die Dauer ihres Fernsehkonsums.
Hierbei ist zu vermuten, dass ein höherer Bildungsgrad und damit die Möglichkeit, einer umfangreicheren und qualifizierteren Arbeit nachzugehen, die Dauer des Fernsehkonsums verringert. Darüber hinaus kann vermutet werden, dass die Art und Weise der Mediennutzung allgemein vom Bildungsgrad abhängig ist und dadurch Einfluss auf die Fernsehdauer nimmt.
Hypothese 6:
Je höher die Gesamtbildung (Bildungsjahre) der Eltern, desto geringer ist der Fernsehkonsum der Befragten.
Für diese Hypothese kann die Sozialisationstheorie herangezogen werden, da Art und Weise der Mediennutzung an die Kinder im Rahmen der Primärsozialisation weitergegeben werden. Eltern mit höherem Bildungsgrad verfügen in der Regel über andere Möglichkeiten der Freizeitgestaltung für ihre Kinder und können dadurch den Umgang mit dem Medium Fernsehen anders beeinflussen als Eltern mit geringerem Bildungsgrad (Zimmermann 2003: 85).
Hypothese 7:
Je höher die Schicht der Befragten, desto weniger wird Fernsehen konsumiert. Anzunehmen ist, wie auch bei Hypothese 3, dass die Zugehörigkeit zur Mittel- und Oberschicht (höherer Bildungsgrad u. höheres Einkommen als in der Unterschicht) Einfluss auf die Dauer des Fernsehkonsums nimmt.
Hypothese 8:
Die Befragten, die arbeitslos sind, haben einen höheren Fernsehkonsum als Berufstätige.
Es wird angenommen, dass Arbeitslosigkeit zu mehr Fernsehkonsum führt, da neben der frei verfügbaren Zeit auch das Gefühl von sozialer Isolation zunimmt und dies evtl. dazu führen kann, dass das Medium Fernsehen als Kompensation dient (vgl. Wolfgang [2005]).
Im Modell II werden die unabhängigen Variablen durch Fernsehinteressen der Befragten erweitert.
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