Case Management - Ein Berufsfeld mit neuen Anforderungen an die professionelle P... close

Bitte warten

Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.

Case Management - Ein Berufsfeld mit neuen Anforderungen an die professionelle Pflege Eine qualitative Auswertung von Patientenbefragungen am HELIOS Kreiskrankenhaus Gotha/Ohrdruf im Hinblick auf die Implementierung pflegerischen Case Managements und daraus resultierender Anforderungsprofile

Autor: Heike Wohlleben
Fach: Pflegewissenschaften

Lesen Sie im E-Book



Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 157
Note: 2,0
Literaturverzeichnis: ~ 82  Einträge
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 734 KB
Archivnummer: V65179
ISBN (E-Book): 978-3-638-57814-1
Anmerkungen :
Case Manger als Berufsfeld für die Pflege zu einen, Pflegeprozess u.CM-Prozess im Kontext, Beispiele integrierter Konzepte.Def. von Managed Care,Care M. DM.Anforderungsprofile eines Case Manager anhand einer Literaturrecherche und durch ein Experteninterview dargestellt. Qualitative Interviews wurden mit Patienten im Krankenhaus durchgeführt, Ergebnissdarstellung und Empfehlung für die Einrichtung aufgezeigt. Für Experteninterview und qualit.Interview wurde der theoretische Rahmen aufgezeigt.

Textauszug (computergeneriert)

Fachhochschule Jena/Fachbereich Sozialwesen
Diplom-Fernstudiengang Pflege/Pflegemanagement

Diplomarbeit

Case Management - Ein Berufsfeld mit neuen Anforderungen an die professionelle Pflege
Eine qualitative Auswertung von Patientenbefragungen am HELIOS Kreiskrankenhaus Gotha/Ohrdruf
im Hinblick auf die Implementierung pflegerischen Case Managements und daraus resultierender Anforderungsprofile

vorgelegt von: Heike Wohlleben
vorgelegt im: November 2006

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

Abkürzungsverzeichnis

Einleitung ... 6

1 Entwicklung im deutschen Gesundheitswesen ... 8
1.1 Demographische Entwicklung der Bevölkerung ... 8
1.2 Ausblick auf die aktuelle Situation im deutschen Gesundheitswesen ... 12

2. Theoretischer Bezugsrahmen ... 11
2.1 Gesundheits- und sozialpolitische Entwicklung ... 11
2.2 Kooperation und Vernetzung im Gesundheitswesen ... 12
2.3 Gesetzliche Rahmenbedingungen von integrierter Versorgungsform ... 17
2.3.1 Case Management ... 15
2.3.2 Care Management ... 19
2.3.3 Managed Care ... 21
2.3.4 Pflegeüberleitung/ Entlassungsmanagement ... 23
2.3.5 Disease Management ... 26
2.3.6 Clinical Pathways – Behandlungspfade ... 28

3. Hintergrund und Problembeschreibung ... 29
3.1 Ableitung des Forschungsziels und der Forschungsfragen ... 30

4. Case Management als integrierte Versorgungsform ... 32
4.1 Definitionen und Klassifizierung von Case Management ... 32
4.2 Case Management als Prozessablauf ... 34
4.3 Rollen und Aufgaben des Case Managers ... 40
4.3.1 Case Manager als Kundenanwalt – Advocacy Function ... 41
4.3.2 Case Manager als Koordinationsmanager – Broker Function ... 42
4.3.3 Case Manager als Steuerungsmanager – Gatekeeper Function ... 42
4.4 Ausgewählte Modelle integrierter Versorgung und Case Management in der Pflege ... 44
4.4.1 Case Management in München-Neuperlach ... 44
4.4.2 Integrierte Versorgung: Ein Kooperationsvertrag zwischen der AOK Bayern und einigen Kliniken ... 47
4.4.3 PAGT- Modellprojekt ... 50

5. Die Pflege und ihre Aufgaben ... 51
5.1 Anforderungsprofile und Kompetenzen professionell Pflegender ... 54
5.2 Anforderungsprofile und Kompetenzen von Pflege-Case-Managern ... 56

6. Untersuchungsmethoden, Planung und Durchführung ... 60
6.1 Methodische Überlegungen ... 61
6.2 Auswahl und Beschreibung der Erhebungsmethode des Experteninterview ... 64
6.2.1 Methodische Überlegungen ... 63
6.2.2 Auswahl und Beschreibung der Expertenwahl ... 64
6.2.3 Planung und Durchführung des Experteninterview ... 65
6.3 Vorbereitung, Verlauf und Durchführung der Interviews ... 65
6.3.1 Methodische Überlegungen ... 65
6.3.1.1 Interviewleitfaden ... 66
6.3.1.2 Organisatorische Vorbereitungen ... 67
6.3.1.3 Akquirierung von Patienten ... 67
6.4. Pretest und Auswahl sowie Beschreibung der Stichprobe ... 68
6.5 Durchführung der stationären Interviews ... 69
6.6. Vorbereitung der telefonischen Interviews ... 70
6.6.1 Durchführung der telefonischen Interviews ... 71
6.7 Verfahren zur Auswertung des Datenmaterials ... 71

7. HELIOS Kreiskrankenhaus Gotha/Ohrdruf als Untersuchungsfeld ... 72
7.1 Demographische Entwicklung des Kreis Gotha ... 72
7.2 HELIOS Kreiskrankenhauses Gotha/Ohrdruf – ,,im Überblick“ ... 74
7.3 3. Pflegetag im HELIOS Kreiskrankenhaus Gotha/Ohrdruf: Integrierte Versorgung ... 79

8. Ergebnisse der Untersuchungen ... 79
8.1 Ergebnisse aus dem Experteninterview ... 79
8.2 Ergebnisse aus den Interviews mit den stationären Patienten ... 81
8.3. Ergebnisse aus den telefonischen Nachinterviews mit den Patienten ... 88
8.4 Zusammenfassung der Ergebnisse ... 93

9. Allgemeine Gütekriterien der Forschung ... 96
9.1 Kritik an der qualitativen Forschung ... 97
9.2 Rechtliche und ethische Überlegungen zur Untersuchung ... 97
9.3 Zusammenfassende kritische Betrachtung der Untersuchung ... 99

10. Empfehlungen für die Praxis an der untersuchten Einrichtung ... 100

Zusammenfassung ... 102

Literaturverzeichnis ... 105

Abbildungsverzeichnis ... 113
Tabellenverzeichnis ... 114
Anhangsverzeichnis ... 116

 

Einleitung

Das deutsche Gesundheitssystem befindet sich in einem ständig anhaltenden Veränderungsprozess. Die bisherigen Reformen orientierten sich mehr an der Wirtschaftlichkeit als an der Orientierung des Versorgungsbedarfes der Bevölkerung. Folglich werden die Interessen der Patienten oftmals weniger berücksichtigt oder aus den Augen verloren. Ein wesentliches Problem im deutschen Gesundheitswesen ist die mangelnde Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Sektoren1. Oft müssen Patienten an Schnittstellen zwischen stationärer und ambulanter Behandlung die Koordination selbst in die Hand nehmen und die richtigen Ansprechpartner finden um eine - für sich - optimale Weiterversorgung zu erreichen.

Die Qualität der Betreuung während und nach der stationären Versorgung hinsichtlich des Unterstützungs- und Koordinierungsbedarfes der Patienten2 ist in erheblichem Maße abhängig von den Informationen, welche bereits im Vorfeld und während des stationären Aufenthaltes an die Patienten und deren Angehörige sowie an die weiter versorgenden Einrichtungen gegeben werden.

Der Wandel im Gesundheitssystem macht es erforderlich, eine durch umfassende, sektorenübergreifende und ressourcenorientierte Maßnahmen verbesserte Leistung zu erbringen. Die Notwendigkeit der geplanten Koordination von Leistungen für Patienten mit einem erhöhten Unterstützungs- und Pflegebedarf, welche aus stationären Einrichtungen in den ambulanten Bereich entlassen werden, wird gegenwärtig stark thematisiert. Vor dem Hintergrund der zwingenden Kostenersparnis im Gesundheitswesen und sich wandelnder gesellschaftlicher Rahmenbedingungen erlangt diese Thematik zunehmend an Bedeutung.

Die notwendigen Lösungsansätze zur Vermeidung der gegenwärtig vielfach bestehenden Defizite, insbesondere zwischen den beiden Sektoren - stationärer und ambulanter - Betreuung zu finden, wird eine Hauptaufgabe unserer Gesellschaft in den nächsten Jahren sein. Die unterschiedlichsten Ansätze lassen sich sowohl in der Literatur als auch in regionalen Modellprojekten finden. Die verschiedenen Konzepte können zur Verhinderung der beschriebenen Defizite eingesetzt werden.

Angesichts der Notwendigkeit neuer Konzepte werden in dieser Arbeit im theoretischen Teil verschiedene Ansätze integrierter Versorgungsformen (Case Management3, Entlassungsmanagement, Managed Care, Care Management, Disease Management) dargestellt. Anhand von praxisbezogenen Modellen wird aufgezeigt, wie effizient der Einsatz integrierter Versorgung für alle am Prozess Beteiligten ist und wie dieser dazu beitragen kann, die derzeitigen Strukturen zu optimieren.

Des Weiteren soll das Case Management Konzept den professionell Pflegenden4 näher gebracht und als neues Berufsfeld vorgestellt werden - mit seinen Möglichkeiten und Grenzen. Ein Teil des theoretischen Rahmens dieser Arbeit geht auf die notwendigen Anforderungsprofile von Case Managern in der Pflege ein und wird durch ein Experteninterview abgerundet. Die Beantwortung der ersten Forschungsfrage, welche Anforderungsprofile Pflege-Case-Manager benötigen, um Patienten im Rahmen eines pflegerischen Case Management fallweise zu betreuen, ist ein Teilziel dieser Arbeit.

Im Rahmen der zweiten Forschungsfrage sollen die Erfahrungen stationär betreuter Patienten hinsichtlich der Beratung und Koordination während ihres Klinikaufenthaltes untersucht werden. Weiterer Gegenstand der Untersuchung ist festzustellen, wie die Patienten die Weitergabe von Informationen über bestehende Hilfsund Versorgungsangebote erleben. Anhand der Ergebnisse von Interviews mit Patienten soll der Versuch unternommen werden, die Implementierung eines pflegerischen Case Managements als Lösungsansatz zur Optimierung des Ressourceneinsatzes sowie zur Minimierung bestehender Defizite aufzuzeigen.
 

1 Entwicklung im deutschen Gesundheitswesen

1.1 Demographische Entwicklung der Bevölkerung

„Der Altersaufbau der Bevölkerung, die Zahl der Geburten sowie der Sterbefälle stehen in einer engen Wechselbeziehung zueinander. Zur Veranschaulichung des Altersaufbaus der Bevölkerung verwendet man in der Statistik eine graphische Darstellungsform, die als Alterspyramide bekannt ist und die zu Beginn des 20. Jahrhunderts die klassische Pyramidenform aufwies. Bevölkerungsstatistiken belegen die so genannte dreifach alternde Gesellschaft. Dieses Synonym bezieht sich auf das Verhältnis von immer mehr alten Menschen – die noch immer etwas älter werden – zu den weniger werdenden Jüngeren. Seit Jahrzehnten sinkt die Geburtenrate in Deutschland. Zurzeit bekommt – statistisch gesehen - jede Frau in Deutschland 1,4 Kinder. Der Fortschritt im Gesundheitswesen und die daraus resultierende verbesserte Gesundheitsversorgung der Bevölkerung tragen dazu bei, dass die Menschen in Deutschland länger leben. Diese Entwicklung macht es notwendig, dass sich die Gesundheits- und Sozialpolitik auf die veränderte Situation einer älter werdenden Gesellschaft einstellt“ (GITTLER-HEBESTREIT et al., 2004, S.27).

[...]


1 Der Begriff Sektoren bezieht sich auf den stationären und ambulanten Bereich, sowie weitere Einrichtungen (z.B. Rehabilitationskliniken), welche für die Versorgung von Patienten verantwortlich sind.

2 Im Interesse des Leseflusses wird in dieser Arbeit die männliche Form stellvertretend für beide Geschlechter gewählt. Case Management- Ein Berufsfeld mit neuen Anforderungen an die professionelle Pflege

3 Case Management – dt.: Fallorganisation

4 Als Pflegende werden in dieser Arbeit alle an der Durchführung des Pflegeprozesses beteiligten Fachkräfte (Krankenschwester/-pfleger, Altenpfleger, Krankenpflegehelfer/-innen) verstanden. Case Management- Ein Berufsfeld mit neuen Anforderungen an die professionelle Pflege

Kommentare

Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:

http://www.grin.com/e-book/65179/