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Termpaper, 2006, 16 Pages
Author: Dipl.-Ing. Klaus Wewer
Subject: Pedagogy - Job Education, Occupational Training, Further Education
Details
Institution/College: University of Osnabrück
Tags: Analyse, Lehrer-Schüler-Verhaltens, Basis, Kommunikationstheorie, Friedemann, Schulz, Thun, Kommunikation, Interaktion, Lehr-, Lernprozessen
Year: 2006
Pages: 16
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 2 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-59956-6
ISBN (Book): 978-3-638-79952-2
File size: 118 KB
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Abstract
Auch im Bereich der berufsbildenden Schulen sind Kommunikationsstörungen zwischen Lehrern und Schülern häufig zu beobachten. Diese Arbeit beschäftigt sich damit, wie mit Hilfe der Kommunikationstheorie von Friedemann Schulz von Thun diese Störungen behoben werden können. Folgende Fragestellungen sollen im Einzelnen erörtert werden: Wie lassen sich Kommunikationsprobleme an berufsbildenden Schulen, durch die es zu einer Behinderung in der Wissens- und Kompetenzvermittlung kommt, mithilfe der Kommunikationswissenschaft vermeiden? Welches Wissen von Kommunikationstheorien sollten vor allen Dingen Lehrer aufweisen können, damit sie den richtigen Umgang mit ihren Schülern pflegen und so die berufliche Entwicklung dieser fördern können? Ist es nicht auch sinnvoll, dass die Schüler theoretische Kenntnisse über den Ablauf von Kommunikation besitzen, um in schwierigen Situationen zwischen Lehrern und Schülern, aber auch untereinander, richtig reagieren zu können? Lässt sich das Modell von Friedemann Schulz von Thun sinnvoll für den Unterricht an einer berufsbildenden Schule umsetzen?
Excerpt (computer-generated)
Universität Osnabrück, 08.08.2006
Seminar: Kommunikation und Interaktion in beruflichen Lehr- Lernprozessen
SoSe 06, 2. Semester
Analyse eines Lehrer-Schüler-Verhaltens auf Basis der
Kommunikationstheorie von Friedemann Schulz von Thun
von: Klaus Wewer
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 2
2. Was ist Kommunikation? 3
3. Die Kommunikationstheorie nach Schulz von Thun 4
3.1 Die Senderseite 5
3.1.1 Die vier Seiten einer Nachricht 5
3.1.1.1 Der Sachinhalt 5
3.1.1.2 Die Selbstoffenbarung 5
3.1.1.3 Die Beziehung 6
3.1.1.4 Der Appell 6
3.1.2 Explizite und implizite Botschaften 7
3.1.3 Kongruente und inkongruente Nachrichten 7
3.2 Die Empfängerseite 8
3.2.1 Mit vier Ohren empfangen 8
3.2.1.1 Das Sach-Ohr 8
3.2.1.2 Das Selbstoffenbarungs-Ohr 9
3.2.1.3 Das Beziehungs-Ohr 9
3.2.1.4 Das Appell-Ohr 9
3.2.2 Die konstruierte Nachricht des Empfängers 10
4. Fallbeispiel 11
5. Analyse des Beispiels mit der Theorie von Schulz von Thun 12
6. Resümee 14
7. Literaturverzeichnis 15
1. Einleitung
Während des Seminars „Kommunikation und Interaktion in beruflichen Lehr- Lernprozessen“ haben wir uns eingehend mit Kommunikationsstörungen und deren Folgen sowie der Analyse der Probleme mit Hilfe von verschiedenen Kommunikationsmodellen beschäftigt. Angeregt durch die diversen Beispiele und die dadurch hervorgerufenen Erinnerungen an mein Schulpraktikum an einer berufsbildenden Schule im Februar dieses Jahres sowie an meine eigene Zeit als Berufsschüler und den dadurch wieder belebten Ereignissen habe ich mich deshalb entschlossen, ein Fallbeispiel aus dem Bereich der Lehrer-Schüler-Kommunikation zu erörtern und dieses mit der Theorie von Friedemann Schulz von Thun zu analysieren, um so zu einer möglichen Lösung der Kommunikationsstörung zu gelangen.
Die Fragen, die sich für mich bei der Problemstellung ergeben haben, lauten: Wie lassen sich Kommunikationsprobleme an berufsbildenden Schulen, durch die es zu einer Behinderung in der Wissens- und Kompetenzvermittlung kommt, mithilfe der Kommunikationswissenschaft vermeiden? Welches Wissen von Kommunikationstheorien sollten vor allen Dingen Lehrer aufweisen können, damit sie den richtigen Umgang mit ihren Schülern pflegen und so die berufliche Entwicklung dieser fördern können? Ist es nicht auch sinnvoll, dass die Schüler theoretische Kenntnisse über den Ablauf von Kommunikation besitzen, um in schwierigen Situationen zwischen Lehrern und Schülern, aber auch untereinander, richtig reagieren zu können? Lässt sich das Modell von Friedemann Schulz von Thun sinnvoll für den Unterricht an einer berufsbildenden Schule umsetzen?
Zur Klärung dieser Fragen werde ich im folgenden Kapitel darstellen, was Kommunikation eigentlich bedeutet und beinhaltet. In Kapitel 3 werde ich das Theoriemodell von Friedemann Schulz von Thun skizzieren, in dem darauf folgenden Kapitel möchte ich mein Fallbeispiel einer Kommunikationsstörung vorstellen, welches ich mir aus verschiedenen Begebenheiten während meines Schulpraktikums und meiner eigenen Berufsschulzeit zusammengesetzt habe. In Kapitel 5 werde ich dann das Theoriemodell von Schulz von Thun an meinem Fallbeispiel anwenden um aufzuzeigen, wo während des Lehrer-Schüler-Gespräches Fehler gemacht wurden und wie diese hätten vermieden werden können. Im abschließenden Resümee möchte ich die Ergebnisse noch einmal aufgreifen und aufzeigen, ob sich meine anfänglichen Fragestellungen geklärt haben.
2. Was ist Kommunikation?
Bei der Frage, was Kommunikation ist, glaubt man schnell zu wissen, worum es dabei geht. Doch ganz so einfach ist es nicht. Eine Kommunikation besteht grundsätzlich aus mehreren Teilen. Der Begriff Kommunikation leitet sich vom lateinischen Wort „communicare“ ab, was übersetzt „etwas gemeinsam machen“, oder „einander miteilen“ bedeutet.
Der Brockhaus definiert Kommunikation als:
» Austausch, Verständigung, der Prozeß [sic] der Übermittlung und Vermittlung von Information durch Ausdruck und Wahrnehmung (Transaktion) von Zeichen aller Art, systematisch einzuordnen auf einer biophys. Ebene (körperl. Berührungen und Affekte wie Lachen und Weinen), einer motor. (Körperhaltung, Mimik, Gestik), einer lautl. (Geräusch und Sprache) und einer technischen Ebene (Medien). Bestimmte kommunikative Fähigkeiten, z. B. auf der biophys. Zeichenebene, sind angeboren, andere werden erlernt. Sie sind nicht nur lebens- und sozialgeschichtl. Veränderungen unterworfen, sondern auch kulturell unterschiedlich. Intrapersonale K.-Vorgänge (in ein und derselben Person) sind Denken und Fühlen. Interpersonale K., auch Interaktion genannt, geschieht in ihrer einfachsten Form zw. zwei Personen …«
Nach Meyers Konversationslexikon gibt es drei Hauptformen der Kommunikation: 1. intrapersonal als Austausch innerhalb eines Individuums; 2. interpersonal als Austausch zwischen wenigstens 2 Individuen; 3. mediengebunden als Austausch zwischen einer Gruppe von Kommunikatoren (z. B. Journalisten) und der Gruppe von Rezipienten (z. B. Zeitungsleser). Eine Kommunikation verläuft über mindestens drei Stationen: Verschlüsselung (Enkodierung), Übermittlung (Signalisierung) und Entschlüsselung (Dekodierung, Interpretation).
Nach Watzlawick ist es unmöglich, nicht zu kommunizieren.1 Jeder Mensch sendet laufend Signale aus, und sei es nur durch Gestik, Mimik oder Körperhaltung, auch diese Signale haben einen kommunikativen Charakter.
3. Die Kommunikationstheorie nach Schulz von Thun
[...]
1 Vgl. Watzlawick, Paul, Beavin, Janet H., Jackson, Don D., Menschliche Kommunikation. Formen, Störungen, Paradoxien., Bern Göttingen Toronto Seattle 2000, 50.
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