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Diploma Thesis, 2006, 91 Pages
Author: Manuel Greune
Subject: Nursing Science
Details
Tags: Alterssuizid, Bundesrepublik, Deutschland, Gefährdungspotentiale, Möglichkeiten, Prävention
Year: 2006
Pages: 91
Grade: 2.0
Bibliography: ~ 99 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-59221-5
File size: 1189 KB
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Excerpt (computer-generated)
Evangelische Fachhochschule Darmstadt
Fachbereich: Pflege- und Gesundheitswissenschaften
Der Alterssuizid in der Bundesrepublik Deutschland - Gefährdungspotentiale und Möglichkeiten der Prävention
Manuel Greune
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ... 5
1 Etymologie ... 7
1.1 Der Suizid ... 7
1.2 Das Alter ... 9
2 Die demographische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland ... 10
3 Die Epidemiologie des Suizids ... 11
3.1 Häufigkeit des Suizids in Deutschland ... 11
3.2 Methodenprobleme bei der Erfassung des Alterssuizids ... 13
3.3 Suizidalität bei älteren Menschen ... 14
3.4 Entwicklung der altersspezifischen Suizidraten in Deutschland ... 15
3.5 Methoden der Selbstverletzung ... 16
4 Gefährdungspotenziale für den Alterssuizid ... 18
4.1 Körperliche Faktoren für den Alterssuizid ... 19
4.2 Psychische Faktoren für den Alterssuizid ... 21
4.2.1 Depressionen ... 22
4.2.2 Alkoholismus ... 26
4.2.3 Demenz ... 27
4.3 Soziale Faktoren für den Alterssuizid ... 30
4.3.1 Die Familiensituation ... 30
4.3.2 Zwischenmenschliche und soziale Faktoren ... 32
4.3.3 Das Ausscheiden aus dem Erwerbsleben ... 34
4.3.4 Soziale Isolation und Einsamkeit ... 36
5 Theorien zur Entstehung von suizidalem Verhalten 38
5.1 Der tiefenpsychologische Ansatz von Henseler 39
5.2 Der streßtheoretische Ansatz nach Erlemeier 41
5.3 Durkheims Denkmodell 43
6 Leitlinien für die Suizidprävention 45
7 Möglichkeiten der Suizidprävention 49
7.1 Primärprävention 52
7.2 Sekundärprävention 56
7.3 Tertiärprävention 62
8 Die Rolle der Pflege in der Prävention des Alterssuizids 65
9 Schlussbetrachtung 68
Abbildungsverzeichnis 72
Literaturverzeichnis 73
Anhang 83
Einleitung
In den meisten Industrieländern ist die steigende Lebenserwartung ein Ergebnis des demographischen Wandels. Ein Beleg für diesen Wandel ist, dass mittlerweile in Bezug auf die Altersverteilung der Bevölkerung, nicht mehr von einer Alterspyramide gesprochen wird. Vielmehr hält der Begriff „Alterspilz“ in unserem Sprachgebrauch mehr und mehr Einzug. Dieser demographische Wandel führt zu einem sich stark ausweitenden Lebensabschnitt nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben. Jene Lebensphase kann als Möglichkeit zur persönlichen Entfaltung gesehen werden, und viele Menschen erfüllen sich in dieser Zeit Wünsche, die während des aktiven Berufslebens nicht möglich waren. Sie reisen viel, gehen verstärkt ihren Hobbys nach oder widmen sich ihrer Familie. Konträr kann diese Phase jedoch auch durch alterstypische Lebensereignisse, wie Pflegebedürftigkeit oder den Verlust des Partners als „lebensunwerter Gewinn“1, betrachtet werden. Die Verlängerung der Lebensspanne ist eindeutig dem wissenschaftlichen Fortschritt von Medizin, Pharmakologie und Technik zuzuschreiben. Jedoch werden bei der Bewertung dieses zweifelhaften Erfolges die sozialen Ausmaße dieser Entwicklungen vernachlässigt.
Medizinische Erfolge zum Beispiel in der Transplantationstechnik von Organen oder in der Akutmedizin werden oftmals auf Kosten der Lebensqualität und Zufriedenheit alter Menschen erzielt.
Einsamkeitserleben und Isolation sind charakteristische Beweggründe des Alterssuizids, wie auch gewissermaßen bezeichnend für die Stellung dieser Thematik in der Öffentlichkeit. Alte Menschen und ihre Probleme nehmen, obgleich ihrer hohen Präsenz in der gesamten Bevölkerung, eine eher untergeordnete und mit negativen Attributen besetzte Rolle ein. Der Suizid im Alter bleibt scheinbar im Verborgenen und begegnet einer weit verbreiteten Ahnungslosigkeit in unserer Gesellschaft.
Ziel dieser Arbeit ist es, mit einem gesellschaftlichen Tabuthema zu brechen und sowohl Hintergründe, Bedingungsfaktoren und Motive als auch umfassende und praktikable Präventionsmöglichkeiten für den Alterssuizid aufzuzeigen.
Kapitel 1 führt den Leser in die wichtigsten Begriffe aus der Suizidologie und der Altersforschung ein. Kapitel 2 befasst sich mit der demographischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland. Es soll verdeutlicht werden, dass es sich bei der Suizidalität im Alter um ein Phänomen von wachsender Bedeutung im Blick auf die Bevölkerungsentwicklung handelt.
Das 3. Kapitel handelt von der Epidemiologie des Suizids in Deutschland im Allgemeinen, im weiteren Verlauf, von der Epidemiologie des Alterssuizids im Speziellen sowie den Methodenproblemen bei der Erfassung, der voraussichtlichen Entwicklung und der Methodik der Selbstverletzung.
Mit der Klärung eines Teiles der Forschungsfrage, die dieser Arbeit zugrunde liegt, befasst sich das darauf folgende Kapitel. „Wo liegen die Gefährdungspotentiale für den Alterssuizid?“. Hierzu werden körperliche, psychische und soziale Faktoren genauer untersucht. Nach der Beantwortung dieser Frage werden drei ausgewählte Theorien zur Entstehung von suizidalem Verhalten erläutert. Sie erklären welche Prozesse ablaufen, damit die zuvor genannten Gefährdungspotentiale, die vermutlich bei vielen Menschen in der Bevölkerung vorliegen, tatsächlich lebensbedrohlich wirken.
Mit dem 6. Kapitel, das sich mit den Leitlinien für die Suizidprävention beschäftigt, soll verdeutlicht werden, dass nicht jeder Suizid unter allen Umständen verhindert werden muss, sondern dass unter gewissen Voraussetzungen das Recht eines Menschen auf Selbstbestimmung akzeptiert werden sollte, auch wenn dies mit den persönlichen Vorstellungen des Helfers kollidiert.
Dem zweiten Teil der Forschungsfrage „Was sind die Möglichkeiten in der Prävention des Alterssuizids?“ wird in Kapitel 7 nachgegangen. Abschließend wird dem Leser gezeigt, welche Rolle der Pflege bei der Krisenintervention und Prävention des Alterssuizids bereits zukommt, beziehungsweise zukommen kann. Am Ende steht die Schlussbetrachtung des Verfassers, in der noch einmal die wichtigsten Erkenntnisse und Ergebnisse dieser Arbeit zusammengefasst werden.
Die in dieser Arbeit verwendete Literatur wurde zum einen auf klassische Art und Weise über die Universitätsbibliotheken in Darmstadt, Heidelberg und Münster zusammengestellt. Durch Querverweise in der bereits vorhandenen Literatur konnten weitere Quellen erschlossen werden. Zum anderen wurde eine Onlinerecherche in medizinischen Datenbanken wie Pubmed, Dimdi und Medline sowie die Zentrale Bibliothek für Medizin in Köln durchgeführt. Es wurden folgende Suchbegriffe verwendet: Suizid, Depression, alte Menschen, Alterssuizid, Alter, Selbstmord, Suizidprävention, Krisenintervention, Suizidgefahr, Suicide, Prevention, Elderly, Depression, Suicide attempts, Suicidal crisis.
Weitere Literatur wurde von Dr. Peter Klostermann vom Institut für Rechtsmedizin der Freien Universität Berlin und von Dr. Anja Ziervogel vom Nürnberger Bündnis gegen Depression zur Verfügung gestellt, denen ich an dieser Stelle für ihre Hilfe danken möchte.
[...]
1 de Vries, Bodo, 1996, S. 1.
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