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Mezzanine-Kapital als Finanzierungsalternative für mittelständische Unternehmen

Diploma Thesis, 2007, 71 Pages
Author: Diplom-Kaufmann (FH) Christoph Herberth
Subject: Economics / Business: Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2007
Pages: 71
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 43  Entries
Language: German
Archive No.: V71780
ISBN (E-book): 978-3-638-62339-1
ISBN (Book): 978-3-638-81986-2
File size: 578 KB

Abstract

1. Einleitende Worte 1.1 Problemstellung „Mittelständische Unternehmen, Kern und Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft, stehen in Zeiten zunehmender Globalisierung vor immer neuen Herausforderungen.“1 Als solche Herausforderung stellt sich die Finanzierungsproblematik der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dar, welche die Motivation ist sich mit dem Thema Mezzanine-Kapital zu beschäftigen. Auf Grund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage der letzten Jahre steht der Mittelstand hinsichtlich der Kapitalbeschaffung vor einer neuen schwierigen Aufgabe. Dies ist u. a. bedingt durch die schwache konjunkturelle Entwicklung und der gestiegenen Unternehmensinsolvenzen. Die bevorstehende Umsetzung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung für Banken (Basel II) könnte die Finanzierungsproblematik noch weiter verschärfen.2 In Folge dessen werden die Richtlinien zur Kreditvergabe und die Kreditkonditionen erheblich von der Bonität des Kreditnehmers beeinflusst. Diese wiederum wird entscheidend von der Eigenkapitalausstattung geprägt, welche bei den deutschen KMU im internationalen Vergleich deutlich zu gering ausfällt.3 Da die Unternehmen i. a. R. eine hohe Abhängigkeit von Fremdkapital (FK) aufweisen und ihnen der direkte Zugang zum Kapitalmarkt oft verwehrt bleibt, werden diese in erster Linie von den Basel II-Vorgaben betroffen sein. Um dem internationalen Konkurrenzdruck auch weiterhin standhalten zu können und auch künftig Finanzierungen zu angemessenen Konditionen zu erhalten, ist es für den deutschen Mittelstand wichtig seine Eigenkapitalquote zu stärken.4 Damit die Finanzierung dieser Unternehmen und letztlich auch deren Existenz weiterhin gewährleistet werden kann, besteht dringender Handlungsbedarf5. Somit stellt sich die Frage nach alternativen Finanzierungsformen zum klassischen Bankkredit.


Excerpt (computer-generated)

FOM Fachhochschule für Ökonomie & Management
München
Berufsbegleitender Studiengang

Mezzanine-Kapital als Finanzierungsalternative
für mittelständische Unternehmen

Diplomarbeit
zur Erlangung des Grades eines Diplom-Kaufmanns (FH)

vorgelegt von: Christoph Herberth
vorgelegt am: 22.02.2007

 

Inhaltsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis ... V
Abbildungsverzeichnis ... VIII

1. Einleitende Worte ... 1

1.1 Problemstellung ... 1
1.2 Aufbau der Arbeit ... 2

2. Grundlagen ... 3

2.1 Definition Mittelstand ... 3
2.1.1 Quantitative Einordnung ... 3
2.1.2 Qualitative Einordnung ... 4

2.2 Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Mittelstandes ... 5

3. Ausgangslage der Mittelstandsfinanzierung ... 5

3.1 Eigenkapitalquote mittelständischer Unternehmen ... 5
3.2 Insolvenzentwicklung der KMU ... 7
3.3 Basel II und die Auswirkungen auf den Mittelstand ... 8
3.4 Problematik der direkten Kapitalmarktfinanzierung für KMU ... 11
3.5 Zwischenfazit ... 13

4. Mezzanine Finanzierungsinstrumente ... 14

4.1 Begriff Mezzanine-Kapital ... 14

4.2 Merkmale von Mezzanine-Kapital ... 15

4.3 Mezzanine-Kapital im Vergleich zu Eigen- und Fremdkapital ... 16

4.4 Equity Mezzanine ... 17
4.4.1 Genussrechte ... 17
4.4.2 Atypisch stille Beteiligungen ... 18

4.5 Hybrid Mezzanine ... 20
4.5.1 Wandel- und Optionsanleihen ... 20
4.5.2 Going-Public-Anleihen ... 22

4.6 Debt Mezzanine ... 23
4.6.1 Typisch stille Beteiligungen ... 23
4.6.2 Nachrangdarlehen ... 24
4.6.3 Partiarische Darlehen ... 26
4.6.4 Verkäuferdarlehen ... 28
4.6.5 Schuldscheindarlehen ... 29
4.6.6 Hochzinsanleihen ... 30

4.7 Wesentliche Vor- und Nachteile von Mezzanine-Kapital ... 31
4.7.1 Vorteile ... 31
4.7.2 Nachteile ... 32

4.8 Anforderungen an das zu finanzierende Unternehmen ... 33

4.9 Covenants ... 34

4.10 Verwendungsmöglichkeiten von mezzaninen Mitteln ... 36

4.11 Aktuelle Problematik der Anerkennung von Mezzanine-Kapital als EK ... 38

4.12 Entwicklung des europäischen und deutschen Mezzanine-Marktes ... 41

5. Mezzanine-Finanzierung am Praxisbeispiel PREPS ... 42

5.1 Allgemeines zum Produkt ... 43
5.2 Voraussetzungen für die Teilnahme ... 44
5.3 Ablauf einer PREPS-Transaktion ... 45
5.4 Risikomanagement bei Rating Verschlechterung ... 49
5.5 Verwendungsmöglichkeiten ... 50
5.6 Bilanzierung ... 50
5.7 Erfolgsgeschichte ... 52
5.8 Vorteile im Überblick ... 53
5.9 PREPS-Transaktion am Fallbeispiel der Q-Sells AG ... 54

6. Fazit und Ausblick ... 56

Literaturverzeichnis ... X


1. Einleitende Worte

1.1 Problemstellung

„Mittelständische Unternehmen, Kern und Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft, stehen in Zeiten zunehmender Globalisierung vor immer neuen Herausforderungen.“1 Als solche Herausforderung stellt sich die Finanzierungsproblematik der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) dar, welche die Motivation ist sich mit dem Thema Mezzanine-Kapital zu beschäftigen.

Auf Grund der schwierigen gesamtwirtschaftlichen Lage der letzten Jahre steht der Mittelstand hinsichtlich der Kapitalbeschaffung vor einer neuen schwierigen Aufgabe. Dies ist u. a. bedingt durch die schwache konjunkturelle Entwicklung und der gestiegenen Unternehmensinsolvenzen. Die bevorstehende Umsetzung der Baseler Eigenkapitalvereinbarung für Banken (Basel II) könnte die Finanzierungsproblematik noch weiter verschärfen.2 In Folge dessen werden die Richtlinien zur Kreditvergabe und die Kreditkonditionen erheblich von der Bonität des Kreditnehmers beeinflusst. Diese wiederum wird entscheidend von der Eigenkapitalausstattung geprägt, welche bei den deutschen KMU im internationalen Vergleich deutlich zu gering ausfällt.3 Da die Unternehmen i. a. R. eine hohe Abhängigkeit von Fremdkapital (FK) aufweisen und ihnen der direkte Zugang zum Kapitalmarkt oft verwehrt bleibt, werden diese in erster Linie von den Basel II-Vorgaben betroffen sein. Um dem internationalen Konkurrenzdruck auch weiterhin standhalten zu können und auch künftig Finanzierungen zu angemessenen Konditionen zu erhalten, ist es für den deutschen Mittelstand wichtig seine Eigenkapitalquote zu stärken.4

Damit die Finanzierung dieser Unternehmen und letztlich auch deren Existenz weiterhin gewährleistet werden kann, besteht dringender Handlungsbedarf5. Somit stellt sich die Frage nach alternativen Finanzierungsformen zum klassischen Bankkredit.


1.2 Aufbau der Arbeit

Mit dieser Arbeit sollen die mezzaninen Finanzierungsinstrumente vorgestellt werden und an Hand der Vor- und Nachteile untersucht werden, ob sie als Alternativen für die KMU dienen können.

Dazu wird zunächst auf die Definition des Mittelstandes, sowie deren Bedeutung für die Volkswirtschaft eingegangen. Anschließend wird die aktuelle Finanzierungssituation der KMU dargestellt, sowie das daraus resultierende Kapitalbeschaffungsproblem.

Auf diesen Grundlagen aufbauend werden die einzelnen mezzaninen Finanzierungsinstrumente im Detail beleuchtet und deren Vorteile sowie Verwendungsmöglichkeiten untersucht. Anschließend werden die aktuellen Probleme im Umgang mit Mezzanine-Kapital zusammengefasst und die Entwicklung des Mezzanine-Marktes begutachtet.

Um zu sehen, wie sich eine solche Mezzanine-Finanzierung in die Praxis umsetzen lässt, wird daraufhin auf eine neue Form der Mittelstandsfinanzierung eingegangen. Hierzu wird das von der HypoVereinsbank AG angebotene Produkt „PREPS“ vorgestellt, welches den kreditnehmenden Unternehmen den indirekten Zugang zum Kapitalmarkt ermöglicht. Dabei wird zusätzlich auf Voraussetzungen, Verwendungsmöglichkeiten und Bilanzierung eingegangen, bevor die Vorteile von PREPS zusammengefasst werden und die Umsetzung an einem konkreten Beispiel dargestellt wird.

Im letzten Kapitel werden die Ergebnisse gesammelt und bewertet, ob die mezzaninen Instrumente eine Lösung für die KMU sein können. Abschließend werden die bevorstehenden Entwicklungen dargelegt und einen Ausblick in die Zukunft gegeben.


2. Grundlagen

2.1. Definition Mittelstand

Vorab ist festzuhalten, dass die verwendeten Begriffe „mittelständische Unternehmen“, „Mittelstand“ und „KMU in dieser Arbeit als Synonyme anzusehen sind.

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Finanzierungsinstrumenten speziell für mittelständische Unternehmen. Daher ist es wichtig diesen Begriff zunächst abzugrenzen, was anhand einer quantitativen und qualitativen Einordnung geschieht.

[ ... ]


1 Bundesverband Deutscher Banken: Mittelstandsfinanzierung – Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen und Banken, Berlin, Februar 2005, S. 3

2 Vgl. Kurz S., Mezzanine Finanzierungsinstrumente für mittelständische Unternehmen, 2006, S. 1

3 Vgl. Bundesverband Deutscher Banken: Mittelstandsfinanzierung – Partnerschaftliche Zusammenarbeit von Unternehmen und Banken, Berlin, Februar 2005, S. 3

4 Vgl. Werner H., Mezzanine Kapital, 2004, S. 11

5 Vgl. Kurz S., Mezzanine Finanzierungsinstrumente für mittelständische Unternehmen, 2006, S. 1


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