Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Der Umgang mit Empfindungen von Kindern im Krankenhaus - Ein Modell zur Erfassun... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Der Umgang mit Empfindungen von Kindern im Krankenhaus - Ein Modell zur Erfassung kindlicher Bedürfnisse

Diploma Thesis, 2007, 177 Pages
Author: Alexander Weber
Subject: Nursing / Foster Care Management / Social Services

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2007
Pages: 177
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 70  Entries
Language: German
Archive No.: V76547
ISBN (E-book): 978-3-638-74282-5
ISBN (Book): 978-3-638-74304-4
File size: 1175 KB
Notes :
Auszug aus dem Gutachten zu dieser Diplomarbeit: Die wissenschaftliche Leistung von Herrn Weber liegt insbesondere in der Exploration des Feldes, der fundierten Durchführung der teilnehmenden Beobachtung und den ergänzenden Interviews, bei der er aufgrund ihrer sozialen Kompetenz viele wertvolle Hinweise für die Pflegepraxis extrahieren konnte, in der akribisch durchgeführten Auswertung der teilnehmenden Beobachtung und der Interviews und den daraus gewonnenen aussagekräftigen Ergebnissen. Es ist ihm eindrücklich gelungen, die Datenmenge zu klaren, nachvollziehbaren Aussagen mit pflegepraktischer Relevanz vor einem theoretischen Hintergrund zusammenzuführen. Zusammenfassend möchte ich festhalten, dass Herr Weber seine Diplomarbeit auf vorbildliche Art inhaltlich und formal gestaltet hat. Das methodische Vorgehen sowie die Darstellung der Ergebnisse sind klar, konzise und übersichtlich konzipiert, die Ziel- und Fragestellung sowie die Schlussbemerkungen und Empfehlungen hätten ausführlicher und differenzierter aufbereitet werden können. Die Forschungsmethoden werden fundiert und präzise umgesetzt und eignen sich außerordentlich, die wissenschaftliche Frage der Arbeit gewinnbringend zu beantworten...


Abstract

Seit Januar 2000 sind Leistungserbringer des Gesundheitssektors dazu verpflichtet, Qualitätssicherung zu betreiben. Kern dieser Bemühungen sind Aufrechter-haltung von Pflegequalität und Vermeidung von Fehlern (Vgl. Perschke-Hartmann 2001, S. 42). Im Rahmen des internen Pflegemanagementsystems bitten Qualitätsmanager beispielsweise Patienten Stellung zu nehmen, wie sie ihren stationären Aufenthalt bewerten. Ergebnisse dieser Zufriedenheitsabfragen, in der Regel per Fragebogen erfasst, verschaffen einen Blick von außen auf die angebotenen stationären Leistungen. Darüber hinaus, können sie Einfluss auf die Gestaltung von Handbüchern nehmen und sind Bestandteil von Zertifizierungsverfahren mit denen sich das Unternehmen nach außen präsentiert (Vgl. Keitel, P. 2002, S. 39). Daher etabliert sich mehr und mehr der Einsatz von Fragebögen in Krankenhäusern. Ergebnisse aus diesen Patientenbefragungen können für eine Einrichtung sehr wichtig sein, so sie Mängel aufzeigen, die es zu beseitigen gilt. Dies setzt aber voraus, dass solche Befragungen auch hilfreiche Daten liefern. Oft sind aber PatientInnen nicht in der Lage, ihren Krankenhausaufenthalt objektiv zu bewer-ten. Ob die aktuell durchgeführten Befragungen diesen Anforderungen entsprechen, ist nicht hinreichend geklärt: Systematisch angelegte Patientenbefragungen, quantitativen oder qualitativen Ursprungs, gibt es in Deutschland erst seit den 1990er Jahren (Vgl. Hinz, A. 2006, S. 179). Daher existieren über Nutzen und Effektivität kaum theoretischen Untersuchungen (Vgl. Aust, B. 1994, zitiert in Hinz). Unter der Annahme, dass Qualitätssicherung grundsätzlich sinnvoll ist, und PatientInnen einen Nutzen aus dieser ziehen, stellt der Autor sich die Frage, wie sie auf Kinderstationen sinnvoll betrieben werden kann. Mithilfe von teilnehmender Beobachtung und fokussiertem Interview wird nach einer Möglichkeit gesucht, Aspekte des Krankenhausalltages zu erfassen, die zum einen verbesserungswürdig sind und zum anderen für die Zielgruppe stationär aufgenommener Kinder relevant sind.


Excerpt (computer-generated)

Evangelische Fachhochschule Berlin
Fachhochschule für Sozialarbeit und Sozialpädagogik
Körperschaft des öffentlichen Rechts
Studiengang Pflege/Pflegemanagement

Umgang mit Empfindungen von Kindern im Krankenhaus
- Ein Modell zur Erfassung kindlicher Bedürfnisse -

Diplomarbeit
zur Erlangung des Grades eines Diplompflegewirtes (FH)

vorgelegt von: Alexander Weber
vorgelegt am: 08. Juni 2007

 

Inhaltsverzeichnis

1. Konzeption der Arbeit

1.1. Problemstellung ... 6

1.2. Zielstellung ... 7

1.3. Wissenschaftliche Fragenstellungen ... 7

1.4. Untersuchungsdesign
1.4.1. Vorbereitung zur Forschungsphase ... 8
1.4.2. Instrumente der Datenerhebung ... 9
1.4.3. Die offene teilnehmende Beobachtung ... 9
1.4.4. Das fokussierte Interview ... 10
1.4.5. Untersuchungspopulation und Stichprobenauswahl ... 11
1.4.6. Durchführung der Untersuchung ... 12
1.4.7. Grenzen der Untersuchung ... 13
1.4.8. Das Auswertungsverfahren nach Mayring ... 13
1.4.9. Ergebnisse der Untersuchung ... 15

1.5. Recherche und Bewertung der Literatur ... 15

1.6. Aufbau der Arbeit ... 17

2. Theoretischer Rahmen

2.1. Der Begriff der Zufriedenheit und gängige Abfragemethoden ... 18

2.2. Reaktionen von PatientInnen auf Zufriedenheitsabfragen ... 19

2.3. Der Begriff der Empfindung ... 20

2.4. Kindliche Bedürfnisse ... 21
2.4.1. Bedürfnis nach Sicherheit ... 23
2.4.2. Bedürfnis nach Zugehörigkeit und Liebe ... 27
2.4.2.1. Zuwendung durch Erwachsene ... 28
2.4.2.2. Stabilität ... 28
2.4.2.3. elterliche Fürsorge ... 28
2.4.3. Bedürfnis nach Wertschätzung ... 29
2.4.4. Bedürfnis nach Selbstverwirklichung ... 29
2.4.5. Bewegung ... 29

2.5. Umgang mit kindlichen Bedürfnissen
2.5.1. Kommunikation im Umgang mit Bedürfnissen ... 31
2.5.2. Geschichtlicher Rückblick ... 32
2.5.3. Das Verständnis von Sorge und Pflege nach P. Benner ... 33

2.6. Fazit zum theoretischen Rahmen ... 35

3. Darstellung der Beobachtungen

3.1. Die Beobachtungen dargestellt nach den Lebensaktivitäten von N. Roper ... 36

3.2. Darstellung der Beobachtungen
3.2.1. Lebensaktivität „Für eine sichere Umgebung sorgen“
3.2.1.1. Angst vor pflegerischen/ärztlichen Maßnahmen ... 36
3.2.1.2. Angst vor Schmerz ... 39
3.2.1.3. Fazit ... 39
3.2.1.4. Alterstypische kindliche Ängste ... 41
3.2.1.5. Fazit ... 42
3.2.2. Lebensaktivität „Sich beschäftigen, spielen und lernen“
3.2.2.1. Das Spielzimmer ... 43
3.2.2.2. Fazit ... 44
3.2.2.3. Spielen mit anderen Kindern ... 45
3.2.2.4. Fazit ... 47
3.2.2.5. Sich beschäftigen ... 47
3.2.2.6. Fazit ... 49
3.2.2.7. Sich bewegen ... 49
3.2.2.8. Fazit ... 52
3.2.2.9. Lernen ... 53
3.2.2.10. Fazit ... 53
3.2.3. Lebensaktivität „Schlafen“
3.2.3.1. Die Unterbringung von Kindern mit Eltern ... 53
3.2.3.2. Fazit ... 54
3.2.3.3. Mitaufnahme von Eltern ... 55
3.2.3.4. Fazit ... 55
3.2.3.5. Schlafqualität ... 56
3.2.3.6. Fazit ... 58
3.2.4. Lebensaktivität „Kommunizieren“
3.2.4.1. Kommunikation im Umgang mit Bedürfnissen ... 59
3.2.4.2. Fazit ... 63

3.3. Zusammenfassende Beurteilung der Beobachtungen
3.3.1. Erfassen von Empfindungen ... 64
3.3.2. Umgang mit kindlichen Bedürfnissen ... 64

4. Empfehlungen ... 65

5. Schlussbemerkungen und Ausblick ... 67

6. Thesen zur Diplomarbeit ... 67

7. Literaturverzeichnis

7.1. Bücher ... 69
7.2. Zeitschriften ... 71
7.3. Graue Literatur ... 72
7.4. Internet ... 72

8. Anhang ... 74

 

„Bei allem, was man mit einem Kind tut, soll man wissen,
warum man es tut!“
Anna Freud


1. Konzeption der Arbeit

1.1. Problemstellung

Seit Januar 2000 sind Leistungserbringer des Gesundheitssektors dazu verpflichtet, Qualitätssicherung zu betreiben.1 Kern dieser Bemühungen sind Aufrechterhaltung von Pflegequalität und Vermeidung von Fehlern (Vgl. Perschke- Hartmann 2001, S. 42). Im Rahmen des internen Pflegemanagementsystems bitten Qualitätsmanager beispielsweise Patienten Stellung zu nehmen, wie sie ihren stationären Aufenthalt bewerten. Ergebnisse dieser Zufriedenheitsabfragen, in der Regel per Fragebogen erfasst, verschaffen einen Blick von außen auf die angebotenen stationären Leistungen. Darüber hinaus, können sie Einfluss auf die Gestaltung von Handbüchern nehmen und sind Bestandteil von Zertifizierungsverfahren mit denen sich das Unternehmen nach außen präsentiert (Vgl. Keitel, P. 2002, S. 39). Daher etabliert sich mehr und mehr der Einsatz von Fragebögen in Krankenhäusern.

Ergebnisse aus diesen Patientenbefragungen können für eine Einrichtung sehr wichtig sein, so sie Mängel aufzeigen, die es zu beseitigen gilt. Dies setzt aber voraus, dass solche Befragungen auch hilfreiche Daten liefern. Oft sind aber PatientInnen nicht in der Lage, ihren Krankenhausaufenthalt objektiv zu bewerten. Ob die aktuell durchgeführten Befragungen diesen Anforderungen entsprechen, ist nicht hinreichend geklärt: Systematisch angelegte Patientenbefragungen, quantitativen oder qualitativen2 Ursprungs, gibt es in Deutschland erst seit den 1990er Jahren (Vgl. Hinz, A. 2006, S. 179). Daher existieren über Nutzen und Effektivität kaum theoretischen Untersuchungen (Vgl. Aust, B. 1994, zitiert in Hinz).

Unter der Annahme, dass Qualitätssicherung grundsätzlich sinnvoll ist, und PatientInnen einen Nutzen aus dieser ziehen, stellt der Autor sich die Frage, wie sie auf Kinderstationen sinnvoll betrieben werden kann.

Mithilfe von teilnehmender Beobachtung und fokussiertem Interview wird nach einer Möglichkeit gesucht, Aspekte des Krankenhausalltages zu erfassen, die zum einen verbesserungswürdig sind und zum anderen für die Zielgruppe stationär aufgenommener Kinder relevant sind.

Qualitätssicherung dient aber nicht nur der Erfüllung von Sozialgesetzen und marktwirtschaftlichen Anforderungen: Besonders Kinder befinden sich im physischen wie psychischen Wachstumsprozess und sind daher körperlich wie emotional wesentlich verwundbarer als Erwachsene und sollten durch gute Behandlung, physisch wie psychisch, einen besonderen Schutz während ihres stationären Aufenthaltes genießen.

Aufgrund dieser kindlichen Verwundbarkeit sollte ein Krankenhaus prüfen, ob Zufriedenheitsabfragen, die in der Regel kurz vor Ende oder nach der Entlassung realisiert werden, das geeignete Mittel sind, um adäquat und zeitnah auf Bedürfnisse und Empfindungen stationär aufgenommener Kinder eingehen zu können. Zur Erfüllung von Zertifizierungsstandards mögen sie sinnvoll sein, zeigen aber nur im Nachhinein verbesserungswürdige Aspekte auf.


1.2. Zielstellung

Ziel dieser Diplomarbeit ist die Entwicklung eines Modells, in dem Erfassung und Umgang mit kindlichen Empfindungen zeitnah und adäquat erfolgen.

Unterziel

  • Überprüfung, ob Kinderkrankenschwestern3 die für dieses Modell geeigneten Beobachterinnen sind.

Annahmen

  • Viele Kinder sind nicht in der Lage, ihren im Krankenhaus erlebten Empfindungen im Nachhinein sprachlich oder schriftlich Ausdruck zu verleihen.
  • Kindliche Empfindungen müssen zeitnah erfasst werden.
  • Kindliche Empfindungen beziehen sich nicht nur auf Pflege und Behandlung.
  • Kindliche Empfindungen können von geschultem Personal erkannt werden.
  • Eine Beobachtung verhilft zu Erkenntnissen, die in einem Fragebogen im Vorfeld nicht bedacht werden können.
  • Der Erkenntnisgewinn erfassbarer Empfindungen wird umso größer, je länger die Kinder stationär aufgenommen sind.


1.3. Wissenschaftliche Fragestellungen

  1. Welche Parameter drücken kindliche Empfindungen aus?
  2. Wie können diese Parameter methodisch erfasst werden?
  3. Wie geht das Pflegepersonal mit kindlichen Empfindungen um?
  4. Wie sollte das Pflegepersonal mit kindlichen Empfindungen umgehen?


1.4. Untersuchungsdesign

1.4.1. Vorbereitung der Forschungsphase

Im Vorfeld der anstehenden Forschungsphase beschäftigte den Verfasser die Frage, ob und in welcher Form in deutschen Kinderkrankenhäusern das Befinden stationär aufgenommener Kinder ermittelt wird. Daher befragte er telefonisch Mitarbeiter aus 30 deutschen Kinderkrankenhäusern, die für das Qualitätsmanagement zuständig waren.

[...]


1 Vgl. § 135a Sozialgesetzbuch V.

2 In diesem Zusammenhang: quantitativ: Fragebogen; qualitativ: Interview.

3 Da ein Vielfaches mehr an Kinderkrankenschwestern als –pfleger auf Kinderstationen tätig ist, wird im Folgenden der Begriff „Kinderkrankenschwester“ genutzt.


Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/76547/der-umgang-mit-empfindungen-von-kindern-im-krankenhaus-ein-modell-zur
please wait Please wait