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Presentation (Elaboration), 2006, 20 Pages
Author: Katharina Plottke
Subject: Pedagogy - School System, Educational and School Politics
Details
Institution/College: University of Wuppertal
Tags: Durchlässigkeit“, Durchlässigkeit, Mauthe, Rössner, Schulsystem, Schulstruktur, Bildungsverläufe, Spiegel, Studien
Year: 2006
Pages: 20
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 2 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-83640-1
File size: 789 KB
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Abstract
Meinem Referat lag der Text „Schulstruktur und Durchlässigkeit“ von Mauthe und Rössner aus dem Jahr 1998 zugrunde. Der Text beschäftigte sich mit der quantitativen Entwicklung und der Mobilität zwischen den Bildungsgängen im gegliederten Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland. Da das deutsche gegliederte Schulsystem im internationalen Vergleich eher eine Ausnahme ist, ist auch die Durchlässigkeit ein spezifisches Problem dieses Systems. Anhand der Analyse der Daten aus der Schulstatistik sollten folgende Fragestellun-gen beantwortet werden: 1) Wie hoch ist das Ausmaß der Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen? 2) Welche Veränderungen in Art und Umfang der Durchlässigkeit lassen sich im Beobachtungszeitraum 1980 (BW 1981) bis 1995 identifizieren? 3) Wie steht es um die Chance, nach Abschluss der Sek. I den Bildungsweg in einer gymnasialen Oberstufe fortsetzen zu können? In unserem gegliederten Schulsystem soll die Wahl der weiterführenden Schulart nach der Grundschule oder Orientierungsstufe durch Leistung, Befähigung und Eignung geschehen. Dies ist jedoch sehr schwierig zu realisieren. Übergangsentscheidungen sind mit Unabsehbarkeiten verbunden, so dass gesellschaftlich auch die Revidierbarkeit der Schullaufbahnentscheidungen unumstritten ist und eine Weiterqualifizierung möglich sein muss.
Excerpt (computer-generated)
Bergische Universität Wuppertal, Fachbereich G
Proseminar: Schulstruktur und Bildungsverläufe im Spiegel wissenschaftlicher Studien
Sommersemester 2006, 5. Semester
„Schulstruktur und Durchlässigkeit“ -
Durchlässigkeit nach Mauthe und Rössner im Schulsystem der BRD
von
Katharina Plottke
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Durchlässigkeit 4
2.1 Durchlässigkeit und Schulwahlverhalten 4
2.2 Ausmaß der Durchlässigkeit 8
2.3 Art und Umfang der Durchlässigkeit 10
2.4 Zusammenhanganalysen 11
2.5 Der Weg in die gymnasiale Oberstufe 15
3. Abschlussreflexion 18
4. Literaturverzeichnis 19
5. Abbildungsverzeichnis 20
1. Einleitung
Meinem Referat lag der Text „Schulstruktur und Durchlässigkeit“ von Mauthe und Rössner aus dem Jahr 1998 zugrunde. Der Text beschäftigte sich mit der quantitativen Entwicklung und der Mobilität zwischen den Bildungsgängen im gegliederten Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland. Da das deutsche gegliederte Schulsystem im internationalen Vergleich eher eine Ausnahme ist, ist auch die Durchlässigkeit ein spezifisches Problem dieses Systems. Anhand der Analyse der Daten aus der Schulstatistik sollten folgende Fragestellungen beantwortet werden:
1) Wie hoch ist das Ausmaß der Durchlässigkeit zwischen den Bildungsgängen?
2) Welche Veränderungen in Art und Umfang der Durchlässigkeit lassen sich im Beobachtungszeitraum 1980 (BW 1981) bis 1995 identifizieren?
3) Wie steht es um die Chance, nach Abschluss der Sek. I den Bildungsweg in einer gymnasialen Oberstufe fortsetzen zu können?
2. Durchlässigkeit
Unter Durchlässigkeit versteht man den Wechsel innerhalb des gegliederten Schulsystems. In den folgenden Kapiteln sollen verschiedene Varianten und Dimensionen von Durchlässigkeit dargestellt werden, sowie die dazu beitragenden Einflussfaktoren.
2.1 Durchlässigkeit und Schulwahlverhalten
In unserem gegliederten Schulsystem soll die Wahl der weiterführenden Schulart nach der Grundschule oder Orientierungsstufe durch Leistung, Befähigung und Eignung geschehen. Dies ist jedoch sehr schwierig zu realisieren. Übergangsentscheidungen sind mit Unabsehbarkeiten verbunden, so dass gesellschaftlich auch die Revidierbarkeit der Schullaufbahnentscheidungen unumstritten ist und eine Weiterqualifizierung möglich sein muss. Der Forderung, Bildungswege sollten durchlässig sein, wird somit zugestimmt.1
Durchlässigkeit benennt den „Wechsel des schulischen Anspruchsniveaus im Verlauf der Sekundarstufe I sowie […] den Übergang in weiterqualifizierende Bildungsgänge der allgemeinbildenden und berufsbildenden Sekundarstufe II“2. Dabei sind verschiedene Interpretationsvarianten möglich: Eine hohe Zahl von Wechslern kann als Indikator für die Offenheit des gegliederten Schulsystems, wie auch als Beleg für Fehleranfälligkeit der Frühauslese interpretiert werden, während eine geringe Zahl die Prognosequalität der Grundschulgutachten nachweisen kann, aber auch die Undurchlässigkeit der Bildungsgänge bezeichnet.3
Bei der Analyse von statistischen Daten in Bezug auf die Richtung der Durchlässigkeit und das Verhältnis von Auf- und Abstufungen, muss der Wandel des Schulwahlverhaltens berücksichtigt werden, da Eltern ihre Kinder immer häufiger auf höher qualifiziertere Bildungsgänge schicken. Durchlässigkeit wird nicht mehr nur als pädagogische Maßnahme zur besseren Anpassung der Eignung bzw. Fähigkeit des Individuums an den Anspruch des Bildungsganges gesehen, sondern auch als Ausleseinstrumente zur Durchgangsselektivität. Der begrenzte Einfluss der Schulen bei Übergangsentscheidungen in die weiterführende Schulart wird so zeitversetzt und fast unanfechtbar. Durch diese Form von Auslese wird die Leistungshomogenität gewährleistet. Durchlässigkeit kann auch als Ausgleich dienen, der eine gewisse Schüleranzahl sichert. Aus älteren Studien geht hervor, dass aufgrund der demographischen Entwicklung, einem starken Schülerzahlrückgang vor allem in den achtziger Jahren, Gymnasien und Realschulen auch Schüler/innen aufnahmen, die für diesen Bildungsgang weniger geeignet schienen. In diesem Zeitraum ging sowohl die Anzahl der Abstufungen als auch die der Wiederholer zurück. In den neunziger Jahren dagegen nahmen die Schülerzahlen in den weiterführenden Schulen wieder deutlich zu. Doch auch die Zahlen der Abwärtswechsler, die vor Ablauf der Sekundarstufe I in eine weniger anspruchsvolle Schulart wechseln, erhöhten sich. Bei der Analyse statistischer Daten dürfen Einzelschicksale nicht außer Acht gelassen werden. Die Verantwortung für tragische Bildungskarrieren liegt nicht nur bei den betroffenen Schülern/innen oder den ehrgeizigen Eltern, sondern sie ist auch Konsequenz der vorherrschenden Schulstruktur.4
[...]
1 Vgl. Mauthe/Rössner 1998, S. 87
2 Ebd., S. 88
3 Vgl. Cortina 2003, S. 127; Mauthe/Rössner 1998, S. 88
4 Vgl. Mauthe/Rössner 1998, S. 89-94
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