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Scholary Paper (Seminar), 2005, 10 Pages
Author: Martina Hoffeins
Subject: Psychology - General
Details
Institution/College: University of Potsdam (Institut für Psychologie)
Tags: Burnout, Syndrom, Lehrern, Stress, Stressbewältigung
Year: 2005
Pages: 10
Grade: 2,0
Bibliography: ~ 11 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-85837-3
File size: 72 KB
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Abstract
Diese Arbeit beschäftigt sich vorwiegend mit dem Burnout Syndrom am Beispiel des Pädagogen. Dabei wird zu Beginn eine grundlegende Definition von Burnout gegeben und auf die Symptomatik dieses Krankheitsbildes eingegangen. Am Beispiel des Lehrers werden im Folgenden die verschiedenen Stresstypen erläutert und die Frage behandelt, warum der Pädagoge so anfällig für Burnout ist. Dabei geht es auch um die Selbstwahrnehmung des Pädagogen bzw. die Fremdwahrnehmung durch Andere. Im Zentrum der Schlussbetrachtung liegen Prävention und Vorschläge zur Verbesserung der allgemeinen Situation, dabei geht es vor allem um die Schule als Verantwortungsgemeinschaft und um die Selbstverantwortung des Lehrers seiner Gesundheit gegenüber.
Excerpt (computer-generated)
Universität Potsdam
Institut für Psychologie
Seminar: Stress und Stressbewältigung
WS 2004/2005
(Hausarbeit für einen Seminarschein)
Das Burnout Syndrom bei Lehrern
Tag der Abgabe: 31. April 2005
von
Martina Hoffeins
Inhalt
1 Einleitung 2
2 Burnout Definition und Symptomatik 3
3 Burnout am Beispiel des Pädagogen 4
3 Zusammenfassung 8
4 Literatur 9
1 Einleitung
Der Lehrerberuf wird von der Presse oftmals als Höllenjob bezeichnet1. Tatsächlich belegen Statistiken immer klarer, dass Lehrer häufiger dienstunfähig sind und an diversen Krankheiten, wie Tinnitus, Angstzuständen, Depressionen und Burnout leiden2.
Diese Arbeit beschäftigt sich vorwiegend mit dem Burnout Syndrom am Beispiel des Pädagogen. Dabei wird zu Beginn eine grundlegende Definition von Burnout gegeben und auf die Symptomatik dieses Krankheitsbildes eingegangen. Am Beispiel des Lehrers werden im Folgenden die verschiedenen Stresstypen erläutert und die Frage behandelt, warum der Pädagoge so anfällig für Burnout ist. Dabei geht es auch um die Selbstwahrnehmung des Pädagogen bzw. die Fremdwahrnehmung durch Andere. Im Zentrum der Schlussbetrachtung liegen Prävention und Vorschläge zur Verbesserung der allgemeinen Situation, dabei geht es vor allem um die Schule als Verantwortungsgemeinschaft und um die Selbstverantwortung des Lehrers seiner Gesundheit gegenüber.
2 Burnout Definition und Symptomatik
Burnout ist ein Zustand der Erschöpfung, bei dem „das Gleichgewicht zwischen den Anforderungen und der verfügbaren Energie einer Person gestört ist und die Energiereserven erschöpft sind“3. Wolfgang Hagemann unterscheidet die Symptomatik des Burnouts in die drei Bereiche Körper, Geist und Seele (siehe Grafik4).
Anhand der Grafik erkennt man deutlich, dass die Symptome sehr vielfältig sind. Man fühlt sich unwohl, auf einer emotionalen, geistigen und körperlichen Ebene. Das Aubrennen kommt nicht von heute auf morgen, sondern ist ein schleichender Prozeß, der in seiner Entstehungsphase aufgehalten werden kann.
Wenn aber ein Burnout-Syndrom erst aufgetreten ist, muss dieses auch psychotherapeutisch und medizinisch behandelt werden, das heißt das durch eine Krankschreibung dann keine Besserung mehr zu erwarten ist.
3 Burnout am Beispiel des Pädagogen
Hagemann betrachtet Burnout als eine „Beziehungskrankheit“5. Er geht davon aus, dass die vielfältige Beziehungsarbeit, die der Pädagoge leisten muss, einen hohen Stressfaktor darstellt, mit dem er nicht immer umgehen kann. Diese Beziehungsarbeit bezieht sich vorwiegend auf den Umgang mit Problemschülern und Eltern. Gerade sehr junge, hoch motivierte Lehrer haben Schwierigkeiten auf Problemschüler richtig zu reagieren und sich nicht entmutigen zu lassen. In Bezug auf die Eltern gibt es zwei Tendenzen, die von Lehrern als Belastung wahrgenommen werden, zum einen die übereifrigen Eltern und zum anderen die gleichgültigen Eltern6.
[....]
1 Vgl. Der Stern titelte am 17. Mai 2004 zu diesem Thema: „Höllenjob auf Lebenszeit“ und auch Hagemann verweist in der Einleitung seines Buches „Burnout bei Lehrern“ auf diesen Vergleich.
2 Vgl. „Andreas Weber (...) kam zu dem Resultat, dass 52 Prozent der dienstunfähig ausscheidenden Lehrkräfte mit psychischen oder psychosomatischen Leiden zu tun haben.“ Martin Müller-Bialon in "Frankfurter Rundschau", 19.11.2002. Des weiteren gibt Hagemann (2003) an, dass 2002 80-90% der Lehrer einen Arzt konsultierten.
3 Demerouti, Evangelia: Burnout. Eine Folge konkreter Arbeitsbedingungen bei Dienstleistungs- und Produktionstätigkeiten. Frankfurt/Main (u.a.); Peter Lang: 1999. 1.
4 Vgl Hagemann, Wolfgang: Burnout bei Lehrern. Ursachen Hilfen Therapien. München; Beck: 2003.251f.
5 Hagemann, Wolfgang: Burnout bei Lehrern. S. 11.
6 Meidinger, Hermann; Enders, Christine: Burnout-Seminare für Lehrer. S. 9.
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