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Scholary Paper (Seminar), 2002, 30 Pages
Author: Nicolette Frech
Subject: Interpreting / Translating
Details
Institution/College: Saarland University (Institut für Angewandte Sprachwissenschaft inklusive Übersetzen und Dolmetschen (FR 4.6))
Tags: Textsorten, Fachtexte, Englisch
Year: 2002
Pages: 30
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-15353-9
File size: 244 KB
Ein Überblick über die existierenden Fachtextsorten im Englischen, mögliche Kategorisierung, Schwierigkeiten/besondere Kennzeichen von Fachtexten (insb. wissenschaftlichen Texten) im Englischen. Sehr dichte Arbeit - einzeiliger Zeilenabstand.
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Fachtextsorten des Englischen
von Nicolette Frech
Inhaltsverzeichnis
I Fachsprache 4
1. Definitionen 4
2. Entwicklung von Fachwissen und Fachsprache: 6
3. Gebrauch von special languages 7
II Fachtexte und Fachtextsorten 9
1. Definition 9
2. Klassifikation von Fachtexten 10
2.1. Klassifikation nach Rosemarie Gläser 10
2.2 Klassifikation nach Sager/Dungworth/McDonald 12
3. Linguistische Eigenschaften von Fachtexten 16
4. Lexikalische Besonderheiten von Fachtexten 17
5. Lexikogrammatikalische Eigenschaften von Fachtexten 18
6. Definitionen und Kriterien für die Analyse englischer Fachtextsorten 22
6.1. Definitionen 22
6.2. Kriterien 22
III Analyse und Vergleich zweier Fachtexte 23
1. Analyse des Lehrbuchtextes 24
2. Analyse des populärwissenschaftlichen Zeitschriftentextes 27
IV Bibliographie 30
Abstract - Diese Seminararbeit will aufzeigen, was Fachtexte sind, wie diese definiert werden, welche verschiedenen Fachtextsorten verschiedene Autoren definieren, und nach welchen Kriterien sie diese in Kategorien einteilen. Weiterhin werden einige Definitionen und Kriterien für die textuelle Analyse von Fachtextsorten gegeben, anhand derer dann zwei Fachtexte vergleichend analysiert werden.
I Fachsprache
1. Definitionen
1. Zunächst einmal muss geklärt werden, was Fachsprache überhaupt ist.
Zieht man dazu ein einsprachiges Wörterbuch zu Rate, findet man dort nur sehr unzulängliche Auskunft, zum Beispiel:
"Fachsprache: die mit Fachausdrücken eines Berufszweiges durchsetzte Sprache" oder
"Fachjargon: die in einem Fachgebiet übliche Sondersprache"
2. Zieht man ein zweisprachiges Wörterbuch zu Rate, findet man dort zwar eine englische Übersetzung des Begriffes (Fachsprache: technical terminology), dies ist aber nicht der gebräuchliche Fachausdruck, sondern man spricht meistens von language for special (oder specific) purposes. Damit wird dann auch klar, daß es nicht nur um die Lexik allein geht, wie die Definition nach Wahrig glauben macht, sondern daß noch viele andere sprachliche Phänomene eine Rolle spielen.
3. Mehr und genauere Informationen finden sich bei Quirk et al.
Die Autoren nennen 5 verschiedene Arten sprachlicher Variation, eine davon ist "variation according to field of discourse". Der Sender verfügt über mehrere solche Variationen, die Anzahl hängt ab von seiner Ausbildung, seinem Beruf, seinen Interessen und Hobbies. Je nach Situation und Zweck der Kommunikation sucht sich der Sender dann die jeweils passende Variation aus.
Erkennbar wird diese Variation dann vor allem an der spezifischen Lexik, aber auch an grammatikalischen Variationen:
vorwiegend Imperativ, wobei oft das Objekt weggelassen wird, weil es als selbstverständlich vorausgesetzt wird, z. B. in Kochrezepten und anderen Anleitungen
Bake (the cake) at 450° F oder
Open (the box at) this end
- häufige Verwendung des Passivs und
- häufige Nominalisierung (oft miteinander kombiniert), z. B. in technischen und wissenschaftlichen Kontexten
Rectification of this fault is achieved by insertion of a wedge
Nominalgruppe Verb im Passiv Nominalgruppe
anstatt
You can rectify this fault if you insert a wedge
Verb im Aktiv Verb im Aktiv
Die Anzahl der Sachgebiete ist unendlich, je nachdem wie genau und detailliert die Abhandlung sein soll, und jedes hat seine eigene linguistische Ausdrucksweise entwickelt.
4. Sager/Dungworth/McDonald favorisieren in ihrem Buch als Bezeichnung für Fachsprachen den Ausdruck special (subject) languages, den linguistisch zu erklären oder zu definieren sie jedoch als schwierig erachten. Sie konstatieren, daß der Glaube verbreitet ist, es gäbe keine Fachsprachen an sich, sondern nur Fachlexik, was in ihren Augen noch verstärkt wird durch Anmerkungen in Wörterbüchern wie z. B. (med.), (zool.) oder (biol.).
Auch stellen sie fest, daß allgemein mit special (subject) languages eher die Sprache von z. B. Physikern, Juristen oder Ingenieuren verbunden wird als die von Buchhaltern, Krankenschwestern oder Schachspielern, wobei diese letztgenannten durchaus auch ihre special language haben und auch gebrauchen.
Ein Problem, das sich dabei allerdings auftut, ist die Tatsache, daß jede menschliche Aktivität in eine bestimmte Kategorie eingeordnet werden kann, und die Sprache dementsprechend in ebenso viele special languages - aber wäre dann der Zusatz "special" nicht überflüssig? Und gäbe es dann noch eine general oder everyday language? Da feststeht, daß es diese gibt, ist dann die Frage, wo sich die Grenze oder der Übergang befindet, ob diese eindeutig bestimmbar ist oder ob Überschneidungen existieren.
Innerhalb der special languages unterscheiden Sager/Dungworth/McDonald noch zwischen special languages und subject languages, wobei sie beispielsweise Medizin als subject language kategorisieren, die Sprache von Journalisten oder der Verwaltung aber nicht.
[...]
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