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Analyse eines Familienunternehmens - eine empirisch und theoretische Studie

Termpaper, 2002, 46 Pages
Author: Thomas Förster
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance

Details

Event: Schwerpunkt Teamentwicklung und Interaktionsmanagement
Institution/College: University of Augsburg (Betriebswirtschaftslehre)
Tags: Familienunternehmen, empirisch, studie
Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 46
Grade: 1,0
Language: German
Archive No.: V8932
ISBN (E-book): 978-3-638-15766-7

File size: 284 KB


Excerpt (computer-generated)

Analyse eines Familienunternehmens.
Eine empirisch und theoretische Studie

von Thomas Förster

Inhalt

1. Prolog : Begründung des Themas 1

2. Methodologie  2

3. Fallschilderung 3

3.1 Erstellung eines Organigramms 4
3.2 Erstellung eines Soziogramms 5

4. Das Familienunternehmen - Theoretische Grundlagen 6

4.1 Das Familienunternehmen - ein Definitionsversuch 7

4.2 Die Unternehmerfamilie 8

4.2.1 Die Familie im allgemeinen: Kernfamilie, 
Institutionelle Familie und Dynastische Familie 8

4.2.2 Familie und Unternehmen 10
4.2.3 Die Entwicklung der Unternehmerfamilie 12

4.2.3.1 Die junge Unternehmerfamilie 13
4.2.3.2 Der Nachwuchs wird flügge 15
4.2.3.3 Zusammenarbeit der Generationen 16
4.2.3.4 Wachwechsel 18

4.3 Eigentum und Unternehmensfamilie 20´

4.4 Führung und Unternehmerfamilie 22

4.4.1 Machtgrundlagen der Führung 22

4.4.2 Werte, Einstellungen, Erfahrungen 
und Erwartungen in bezug auf Führung 24

4.4.3 Führung im Familienunternehmen 25

4.4.3.1 Eigentümermanagement 26
4.4.3.2 Familienmanagement 28
4.4.3.3 Stadien der Führung 29

5. Durchführung problemzentrierter Interviews 31

5.1 Herr Ludwig I. (79), Gründer des Unternehmens 31
5.2 Herr Stefan I. (57), Senior-Chef 33
5.3 Herr Markus I. (32), Junior-Chef 35
5.4 Herr Thomas S. (28), Auszubildender 37

6. Auswertung 38

7. Fazit 41

8. Literatur 42

 

1. Prolog: Begründung des Themas

Einer empirischen Studie zufolge sind knapp 70% der deutschen Unternehmen, die 1995 einen Jahresumsatz von 2-100 Millionen DM erwirtschafteten Familienunternehmen, wobei 55% des gesamtdeutschen Umsatzes von Unternehmen mit mehr als 2 Millionen DM Jahresumsatz ebenfalls von Familienunternehmen erwirtschaftet wurden. Erstaunlich ist des weiteren die Tatsache, dass bei kleineren Unternehmen, also Unternehmen mit einem jährlichen Umsatz von bis zu 50 Millionen DM, Familienunternehmen einen höheren Umsatz pro Mitarbeiter erzielen konnten als Nicht-Familienunternehmen. Im Handwerk erwirtschafteten Familienunternehmen sogar 300% mehr Umsatz als Nicht-Familienunternehmen. Familienunternehmen sind demnach in Deutschland dominanter als man vermuten würde - sowie zahlreicher als Nicht-Familienunternehmen - und somit ein entscheidender Wirtschaftsfaktor. Freund et al beziffern den Anteil der Familienunternehmen an der Gesamtzahl aller deutschen Unternehmen sogar auf 84%.

Familienunternehmen haben also einen hohen Stellenwert für die Wirtschaft. Außerdem entdecken viele Großunternehmen in ihren Management- und Führungstheorien die Vorteile kleinerer Einheiten wieder für sich. Dezentrale Entscheidungsstrukturen, Delegation von Entscheidungen im Sinne der Förderung des Intrapreneurship und ein Minimum an Formalisierung sind Zielgrößen, die diskutiert werden. Familienunternehmen mit ihren spezifischen Führungserfahrungen haben gegenüber Nicht-Familienunternehmen einen klaren Vorteil, wenn es ihnen gelingt so professionell wie möglich zu werden ohne ihre Geschichte, ihre Kultur und ihre Erfahrungen mit dem Arbeiten in kleineren Einheiten aufzugeben.

Aus diesem Grund habe ich das Thema Analyse eines Familienunternehmens - eine theoretisch-empirische Studie gewählt und drei Personen aus der Unternehmerfamilie und einen familienfremden Mitarbeiter des Familienunternehmens Impero befragt, um das "Innenleben" des Unternehmens ein wenig zu beleuchten. Dabei bin ich auf die Punkte Familie, Eigentum und Führung im Unternehmen eingegangen und habe zudem versucht darauf zu achten, welche Probleme und Schwierigkeiten die Familie, das Unternehmen und die Mitarbeiter mit dem Generationswechsel hatten. Hierbei ist besonders interessant, dass sich der dritte Wechsel bereits ankündigt und Konfliktpotential entstanden ist, das ich behutsam aufdecken wollte.

2. Methodologie

Das in dieser Studie verwendete Untersuchungsdesign ist die Einzelfallanalyse. Ich begriff den Menschen als Individuum direkt als Forschungsgrundlage, um so tiefergehende Einsichten in das Gegenstandsfeld des Familienunternehmens Impero zu erhalten. Ich interviewte alle Personen jeweils einzeln und versuchte dabei ihre jeweiligen Werte, Einstellungen, Erwartungen und Erfahrungen in Bezug auf das Familienunternehmen herauszustellen. Ich strukturierte meine Erkenntnisse und verband sie mit den theoretischen Erkenntnissen. Ich achtete auch auf die Beziehungen, Sympathien, Antipathien untereinander. Mich interessierte das Führungsverhalten, seine Einschätzung und Beurteilung der Geführten sowie der Führer. Ich wollte nachteilige Probleme und Vorteile ent- decken.

Ich benutzte das Verfahren des problemzentrierten Interviews , sowie jenes der teilnehmenden Beobachtung bei der Datenerhebung. Mit der Technik der teilnehmenden Beobachtung, als Standardmethode der Feldforschung, konnte ich größtmögliche Nähe zum Forschungsgegenstand erreichen. Ich machte mir dementsprechend Notizen über Nonverbales Verhalten, Gestik und Mimik, sowie über sonstige Auffälligkeiten im Interview. Ich versuchte Einstellungen und latente Wünsche, Hoffnungen sowie Ängste aufzuspüren und aufzudecken. Die teilstandardisierte Technik des problemzentrierten Interviews erfolgte mit Hilfe eines Leitfadens, der situationsspezifisch von mir modifiziert wurde, um die Befragten ihre Ansichten und Erfahrungen ungehemmt artikulieren zu lassen und sie so zu freien Erzählungen zu animieren. Es gab also keine Antwortalternativen und keine Fokussierung auf eine starre Interview-Linie, sondern ich strebte größtmögliche Offenheit an, ohne die Befragten willentlich zu beeinflussen. Allerdings musste ich alle Personen im Unternehmen interviewen und nicht bei ihnen zu Hause. Dies hat die offene und ungezwungene Artikulation sicherlich nicht gefördert, da Mitarbeiter sowie Führungskräfte darauf bedacht waren sich nur von der besten Seite zu zeigen. Ein Vorteil war jedoch, dass ich die Personen persönlich kannte, da ich in dem Familienunternehmen gearbeitet hatte und eine Vertrauensbasis bereits geschaffen war. Ich habe versucht das Bild, das ich unweigerlich von dem Familienunternehmen im Kopf hatte nicht zu verfestigen, indem ich gezielt nach Argumenten gesucht habe, die meinem Vor-Urteil entsprachen. Mein Ziel war die Situation jeweils aus der Sicht der Interviewten zu schildern und dabei möglichst objektiv zu bleiben.

Als Auswertungsverfahren benutzte ich die qualitative Inhaltsanalyse . Ich fasste die Interviews zusammen und straffte sie auf das Notwendige. Das Festhalten des Interview-Verlaufs und -Ergebnisses stand im Vordergrund. Ich ordnete nach einem von mir erstellten Kategoriensystem, um eine schlüssige Gliederung zu erhalten. Im Anschluss daran verglich ich die Ergebnisse mit der theoretischen Basis und zog ein Fazit.

3. Fallschilderung

[...]


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