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Other, 2008, 23 Pages
Author: Carolin Srocke
Subject: Nursing Science
Details
Institution/College: University of Applied Sciences and Arts Hanover
Tags: Portfolio, Thema, Chronisch, Kranke, Gesundheitliche, Versorgung, Betreuung, Kranker
Year: 2008
Pages: 23
Grade: 1,3
Bibliography: ~ 5 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-04589-6
File size: 189 KB
Diese Arbeit ist ein Portfolio, d.h. es stellt drei verschiedene Kompetenzbereiche mittels Belegstücken dar, die jeweils kommentiert sind.
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Abstract
Chronische Krankheiten nehmen schon jetzt einen sehr großen Anteil der Erkrankungen in den Industrieländern ein und werden in der Zukunft ein stets wichtigeres Handlungsfeld für die Angehörigen der Pflegeberufe darstellen. Gegenwärtig gibt es viel Wissen was die Krankheitsbilder selbst angeht, jedoch fehlen immer noch genügend spezifische Beratungsangebote für chronisch kranke Patienten und ihre Angehörigen, sowie Möglichkeiten und Unterstützungsangebote zur Krankheits-bewältigung. Ich habe mich in diesem Portfolio mit allen Belegstücken dem Thema Schreiben gewidmet. Das Beschäftigen mit Literatur, das Skizzieren einer Krankheitsverlaufskurve auf der Basis eines autobiographischen Berichts und das Beschreiben eigener Krankheitserfahrungen sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie man das Lesen und Schreiben als Form der Krankheitsbewältigung nutzen kann. Dabei soll ein Lehrtext zeigen, wie Bibliotherapie chronisch kranken Patienten helfen kann, ihre aktuelle Situation besser verstehen und bewältigen zu können. Wilhelm Thom, dessen Krankheitsverlaufskurve nach Strauss und Corbin dargestellt wird, zeigt, wie er als querschnittsgelähmter Patient durch das Niederschreiben seiner eigenen Krankheits-erfahrungen seine Erlebnisse Revue passieren lässt und dadurch beginnen kann, seine Behinderung zu akzeptieren. Die Darstellung meiner eigenen Gedanken zum Krankheitsverständnis lassen einen Blick auf meine Erfahrungen, die ich persönlich und in meinem sozialen Umfeld gemacht habe, werfen.
Excerpt (computer-generated)
Portfolio
im Modul
Gesundheitliche Versorgung und pflegerische Betreuung chronisch Kranker
des Studiengangs Bachelor of Arts (Nursing)
an der Fachhochschule Hannover
Fakultät V Abteilung Pflege und Gesundheit
vorgelegt im Wintersemester 2007/ 08
von
Carolin Srocke
4. Semester
Abgabetermin: 28.03.2008
2
Einleitung
Chronische Krankheiten nehmen schon jetzt einen sehr großen Anteil der Erkrankungen
in den Industrieländern ein und werden in der Zukunft ein stets wichtigeres
Handlungsfeld für die Angehörigen der Pflegeberufe darstellen. Gegenwärtig gibt es
viel Wissen was die Krankheitsbilder selbst angeht, jedoch fehlen immer noch
genügend spezifische Beratungsangebote für chronisch kranke Patienten und ihre
Angehörigen, sowie Möglichkeiten und Unterstützungsangebote zur Krankheits-
bewältigung. Ich habe mich in diesem Portfolio mit allen Belegstücken dem Thema
Schreiben gewidmet. Das Beschäftigen mit Literatur, das Skizzieren einer Krankheits-
verlaufskurve auf der Basis eines autobiographischen Berichts und das Beschreiben
eigener Krankheitserfahrungen sollen Möglichkeiten aufzeigen, wie man das Lesen und
Schreiben als Form der Krankheitsbewältigung nutzen kann. Dabei soll ein Lehrtext
zeigen, wie Bibliotherapie chronisch kranken Patienten helfen kann, ihre aktuelle
Situation besser verstehen und bewältigen zu können. Wilhelm Thom, dessen
Krankheitsverlaufskurve nach Strauss und Corbin dargestellt wird, zeigt, wie er als
querschnittsgelähmter Patient durch das Niederschreiben seiner eigenen Krankheits-
erfahrungen seine Erlebnisse Revue passieren lässt und dadurch beginnen kann, seine
Behinderung zu akzeptieren. Die Darstellung meiner eigenen Gedanken zum Krank-
heitsverständnis lassen einen Blick auf meine Erfahrungen, die ich persönlich und in
meinem sozialen Umfeld gemacht habe, werfen.
3
Kommentierung zum Belegstück der fachlichen Kompetenz
Als Belegstück für die fachliche Kompetenz wurde ein Lehrtext zum Thema
Bibliotherapie gewählt. Diese Auswahl wurde deshalb getroffen, da Bibliotherapie als
pflegerische Interventionsform meiner Meinung nach einen wichtigen Schritt für
chronisch kranke Patienten darstellen kann, um zur Krankheitsbewältigung beizutragen.
Vor allem kann dabei der chronisch Kranke selbst seine Krankheitsbewältigung aktiv
mitgestalten. Da er durch die Beschäftigung mit Literatur auf bestimmte Sachverhalte
hingewiesen werden kann oder ihm bestimmte Situationen verdeutlicht werden können,
können im Nachhinein vom chronisch Kranken selbst neue Lösungswege oder Denk-
weisen in Angriff genommen werden. Das heißt, Bibliotherapie kann Hilfe zur Selbst-
hilfe leisten.
Ein Lehrtext wurde deshalb verwendet, weil ich der Meinung bin, dass man Biblio-
therapie nur am Patienten anwenden sollte, wenn man über die nötigen (theoretischen
und praktischen) Grundlagen verfügt. Im anderen Fall könnte man sonst sogar Schäden
am Patienten verursachen, wenn man z. B. mit der Wahl der falschen Literatur Traumen
wieder hervorbringt und diese aber nicht mit dem Patienten aufarbeiten kann, da man
nicht über die notwendige Kompetenz verfügt. Um solche Fehler zu vermeiden, wurde
dieser Lehrtext verfasst. Dabei muss jedoch erläutert werden, dass dieser nur eine
Grundlage zum Wissen über Bibliotherapie darstellt und die praktische Anwendung erst
nach tiefergreifender Auseinandersetzung mit dem Thema stattfinden sollte. Der
Lehrtext kann beispielsweise verwendet werden für die Ausbildung zur Gesundheits-
und KrankenpflegerIn oder zur AltenpflegerIn oder als Einführungstext für eine
Fortbildung zu diesem Thema.
Für mich persönlich hat Bibliotherapie als Bewältigungshilfe bei chronischer Krankheit
zum Wissenserwerb beigetragen, also meine fachliche Kompetenz erweitert. Weiterhin
sehe ich darin viel Potential für die Anwendung in der Praxis, um Patienten neuen Mut
zu geben und vor allem den Patienten dabei Hilfestellung leisten zu können
unaussprechliches zur Sprache kommen zu lassen und formulieren zu können. Um
Bibliotherapie erfolgreich anwenden zu können werde ich noch weitere Literatur
hinzuziehen, um mich noch mehr mit dem Thema vertraut zu machen.
4
Kommentierung zum Belegstück der methodischen Kompetenz
Das Belegstück der methodischen Kompetenz stellt eine Krankheitsverlaufskurve nach
dem Modell von Corbin und Strauss dar. Wilhelm Thom, dessen Krankheitsverlaufs-
kurve abgebildet ist, hat durch einen Autounfall eine Querschnittslähmung ab dem
siebten Halswirbel erlitten und schildert gemeinsam mit seiner Ehefrau Elfriede in
einem autobiographischen Bericht sein Erleben in den ersten drei Jahren nach dem
Unfall.
Dieser Bericht ,,Rückkehr ins Leben" dient als Grundlage für den Entwurf der
Krankheitsverlaufskurve. Vorab wird eine kurze Inhaltsangabe des Berichts einen
Überblick über das Geschehen in den drei Jahren vermitteln.
Dieses Belegstück wurde deshalb hier eingefügt, weil Herr Thom mit dem Schreiben
seines Berichts und die dadurch notwendigen Erinnerungen an die schwierige
Anfangszeit seiner Erkrankung, eine riesiges Stück weit für sich Krankheitsbewältigung
geleistet hat. Das Niederschreiben seiner negativen, sowie positiven Erlebnisse im
Verlauf der drei Jahre wurde für ihn zum einen als Beschäftigung und neue Aufgabe
gewählt, jedoch entdeckte er durch das Schreiben auch die Möglichkeit, auf diese Weise
das Geschehene zu verarbeiten und mit der Veröffentlichung auch anderen Betroffenen
Unterstützung zu geben und Hoffnungen zu wecken.
Ich möchte mit diesem Belegstück meine Fähigkeit darstellen, den Transfer von Theorie
zur Praxis, d. h. mit dem Entwurf der Krankheitsverlaufskurve eines chronisch kranken
Patienten nach dem Modell von Corbin und Strauss, herstellen zu können.
5
Kommentierung zum Belegstück der personalen Kompetenz
Das Belegstück für die personale Kompetenz stellt mein persönliches Krankheits-
verständnis dar. Ich möchte damit aufzeigen, wie ich Krankheit in meiner Kindheit und
im Jugendalter erlebt habe und wie ich sie jetzt erlebe. Außerdem berichte ich über
mein eigenes Krankheitserleben und den Verlauf meiner chronischen Erkrankung. Weil
ich selbst Neurodermitis Patientin bin konnte ich gut den Bezug zum Modulthema
herstellen. Zusätzlich möchte ich aufzeigen, wie sich mein persönliches Denken über
Krankheit geändert hat. Dazu führten unter anderem Faktoren der persönlichen
Entwicklung, sowie meine Erkrankung selbst. Dabei habe ich festgestellt, dass ich sehr
viel über die Erziehung und das Krankheitserleben meiner Eltern mit auf meinen
Lebensweg bekommen habe. Gleichzeitig habe ich aber gelernt im Laufe der Jahre
meine eigenen Ansichten über Krankheit zu entwickeln, wobei dazu auch die
Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenpflegerin erheblich beigetragen hat. Beim
Verfassen des Belegstückes habe ich bemerkt, das ich seit diesem Modul sehr viel mehr
über mich und mein Krankheitserleben reflektiere und das ich öfter versuche, mich in
die Lage von Patienten zu versetzen, um etwas über ihr Krankheitsverständnis zu
erfahren. Dies hat mir schon oft geholfen, ein vertrauliches Verhältnis zum Patienten
aufbauen zu können und ihn in seinen Verhaltensweisen besser zu verstehen. Meine
personale Kompetenz hat sich demnach in Bezug auf meine Eigenreflexion und die
Reflexion des Verhaltens der Patienten erweitert.
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