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Alter(n)sgerechtes Arbeiten bis zur Rente - Als Managementaufgabe

Masterarbeit, 2006, 186 Seiten
Autor: Master of Science in Public Health and Administration Franziska Bittner
Fach: Gesundheitswissenschaften

Details

Kategorie: Masterarbeit
Jahr: 2006
Seiten: 186
Note: 1,3
Literaturverzeichnis: ~ 88  Einträge
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V92110
ISBN (E-Book): 978-3-638-05737-0

Dateigröße: 876 KB

Zusammenfassung / Abstract

Unternehmen werden zukünftig überwiegend ältere Beschäftigte zur Verfügung stehen. Es stellt sich daher die Frage, wie das ökonomische Ziel der Wettbewerbsfähigkeit mit dem gesundheitswissenschaftlichen Ziel der Gesundheitsförderung bis zum Rentenalter verknüpft werden kann. Die unternehmerische Leistungsfähigkeit kann durch die Verfolgung von zwei grundlegenden Zielrichtungen gefördert werden. Zum einen durch die Förderung der Leistungsfähigkeit der Beschäftigten, zum anderen durch die Ermittlung und Befriedigung der Kundenbedürfnisse. Hierfür werden grundlegende Managementansätze wie das Qualitäts-, Arbeitsschutz-, Gesundheits- und Eingliederungsmanagement aufgeführt, die zur Förderung der unternehmerischen Leistungsfähigkeit beitragen. Diese Herangehensweisen werden durch das Age-Management erweitert. Die aufgeführten Managementbereiche bilden die Basis für ein integriertes Managementsystem, das den Schwerpunkt auf die Erhaltung der unternehmerischen Wirtschaftlichkeit und der alter(n)sgerechten Gestaltung der Arbeit und damit Gesundheitsförderung bis zum Rentenalter legt. Da bisher allerdings noch kein Gesundheitsmanagementsystem existiert, das die Aufgabenbereiche des Arbeitsschutzes, der Gesundheitsförderung, der Wiedereingliederung und vor allem der alter(n)sgerechten Gestaltung der Arbeitsbedingungen umfasst, gilt es in einem vorherigen Schritt aus den bisherigen Ausführungen ein integriertes „Gesundheits“-Management-System herzuleiten. Die Beschreibung der Managementsysteme orientiert sich dabei an den jeweiligen Zielen, Strukturen und Prozessen, um eine einheitliche Basis zu erhalten.


Textauszug (computergeneriert)

H o c h s c h u l e N e u b r a n d e n b u r g

Fachbereich Gesundheit und Pflege

Studiengang Gesundheitswissenschaften

ALTER(N)SGERECHTES ARBEITEN

BIS ZUR RENTE

- ALS MANAGEMENTAUFGABE -

M a s t e r - T h e s i s

zur

Erlangung des akademischen Grades

Master of Science and Administration

in Public Heath

Franziska Bittner

06.01.2006


,,Arbeitszeit ist Lebenszeit."

,,Gesundheit ist nicht alles. Aber ohne Gesundheit ist alles nichts."

-Schopenhauer-

1


Inhaltsverzeichnis

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

5

TABELLENVERZEICHNIS

8

1

EINLEITUNG

9

2

ZUKUNFTSNAHE DEMOGRAPHISCHE ENTWICKLUNGEN UND DIE DARAUS ERWACHSENDE

NOTWENDIGKEIT FÜR EIN UNTERNEHMERISCHES UMDENKEN

11

2.1

ALTERSSTRUKTUR _____________________________________________ 12

2.2

DEMOGRAPHISCHE AUSWIRKUNGEN AUF DIE ARBEITSWELT _______________ 15

2.2.1 ERWERBSPERSONENPOTENZIAL

16

2.2.2 ARBEITSLOSE

18

2.2.3 GESETZLICHE REGELUNGEN

22

2.2.4 ARBEITSKRÄFTENACHFRAGE

25

2.2.4.1

EINFLUSS DER BETRIEBSGRÖßE _________________________________ 25

2.2.4.2

BRANCHENSPEZIFISCHE ALTERSSTRUKTUREN _______________________ 26

2.2.4.3

PERSONALWIRTSCHAFTLICHE MAßNAHMEN FÜR ÄLTERE ________________ 28

2.2.4.4

FAZIT_____________________________________________________ 30

2.3

KRANKHEITSBEDINGTE FEHLZEITEN UND KRANKHEITSKOSTEN ÄLTERER _____ 31

2.4

FAZIT ______________________________________________________ 35

3

LEISTUNGSFÄHIGKEIT ÄLTERER BESCHÄFTIGTER

39

3.1

HUMAN RESSOURCES UND ARBEITSANFORDERUNGEN __________________ 42

3.2

BETRIEBLICHE SICHTWEISEN ÜBER DIE LEISTUNGSFÄHIGKEIT ÄLTERER______ 44

3.3

FAZIT ______________________________________________________ 46

4

GRUNDLEGENDE MANAGEMENTANSÄTZE ZUR FÖRDERUNG DER UNTERNEHMERISCHEN

LEISTUNGSFÄHIGKEIT

47

4.1

QUALITÄTSMANAGEMENT________________________________________ 56

4.1.1 AUFGABEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS

57

4.1.1.1

NORMATIVE UND STRATEGISCHE AUFGABEN DES QUALITÄTSMANAGEMENTS _ 57

4.1.1.2

OPERATIVE FÜHRUNGS- UND DURCHFÜHRUNGSAUFGABEN ______________ 57

2


4.1.1.2.1 Qualitätsplanung

59

4.1.1.2.2 Qualitätslenkung

60

4.1.1.2.3 Qualitätssicherung

63

4.1.1.2.4 Qualitätsverbesserung

64

4.1.2 QUALITÄTSBEZOGENE ORGANISATION

64

4.1.3 INTEGRIERTES QUALITÄTSMANAGEMENT

68

4.2

ARBEITSSCHUTZMANAGEMENT____________________________________ 71

4.2.1 STRUKTUR

74

4.2.2 PROZESSE

77

4.2.3 INTEGRIERTES ARBEITSSCHUTZMANAGEMENT

80

4.3

UMFASSENDES GESUNDHEITSMANAGEMENT _________________________ 81

4.3.1 BETRIEBLICHES GESUNDHEITSMANAGEMENT (BGM)

86

4.3.1.1

EVALUATIONSBASIERTE QUALITÄTSENTWICKLUNG ____________________ 92

4.3.1.2

EVALUATION VON GESUNDHEITSMAßNAHMEN UND -PROGRAMMEN_________ 94

4.3.1.3

EVALUATION DES GESUNDHEITSMANAGEMENTS ______________________ 99

4.3.1.4

ANFORDERUNGEN AN DAS BETRIEBLICHE GESUNDHEITSMANAGEMENT ____ 101

4.3.1.5

ZIELVEREINBARUNGEN ZUM GESUNDHEITSMANAGEMENT ______________ 103

4.3.1.6

STRUKTUREN UND PROZESSE DES GESUNDHEITSMANAGEMENTS ________ 104

4.3.2 BETRIEBLICHES EINGLIEDERUNGSMANAGEMENT (BEM)

107

4.3.2.1

ZIELE____________________________________________________ 108

4.3.2.2

STRUKTUREN______________________________________________ 108

4.3.2.3

PROZESSE________________________________________________ 109

5

,,AGE-MANAGEMENT" ­ ANSATZPUNKTE EINER ALTERNSGERECHTEN ARBEITS- UND

PERSONALPOLITIK

111

5.1

ARBEITSUMGEBUNG __________________________________________ 113

5.2

ARBEITSORGANISATION ________________________________________ 116

5.2.1 BEISPIEL FÜR EIN BESCHÄFTIGUNGSWIRKSAMES ARBEITSZEITMODELL FÜR ÄLTERE

BESCHÄFTIGTE

117

5.2.2 ARBEITSZEITORGANISATION / LEBENSARBEITSZEITGESTALTUNG

120

5.3

,,INTERGENERATIVE ARBEITSKULTUR" ALS BESTANDTEIL DER

UNTERNEHMENSKULTUR____________________________________________ 125

6

INTEGRIERTES ,,GESUNDHEITS"-MANAGEMENT-SYSTEM

127

3


6.1

SPEZIFISCHE ,,GESUNDHEITS"-STRUKTUREN_________________________ 131

6.2

,,GESUNDHEITS"-PROZESSE_____________________________________ 133

6.2.1 ANALYSE UND PLANUNG

135

6.2.2 DURCHFÜHRUNG UND EVALUATION

136

6.2.3 ,,GESUNDHEITS"-SICHERUNG UND -VERBESSERUNG

139

6.3

INTEGRIERTES ,,GESUNDHEITS"-MANAGEMENT _______________________ 140

7

INTEGRIERTES ,,GESUNDHEITS"- UND QUALITÄTSORIENTIERTES MANAGEMENTSYSTEM 142

7.1

IMS-ORGANISATION __________________________________________ 145

7.2

IMS-PROZESSE______________________________________________ 150

7.3

INTEGRIERTE ,,GESUNDHEITS"- UND QUALITÄTSORIENTIERTE MANAGEMENT-

SYSTEM ___________________________________________________ 153

8

FAZIT

155

LITERATURVERZEICHNIS

157

ANHANG

169

4


Abbildungsverzeichnis

ABBILDUNG 1

ENTWICKLUNG DER BEVÖLKERUNGSZAHL IN DEUTSCHLAND__________________ 12

ABBILDUNG 2

ALTERSQUOTIENTEN BEI VERSCHIEDENEN ALTERSABGRENZUNGEN ____________ 13

ABBILDUNG 3

ALTERSAUFBAU DER BEVÖLKERUNG IN DEUTSCHLAND IN DEN JAHREN 1910, 2000, 2050

IN PROZENT ______________________________________________________ 15

ABBILDUNG 4

ARBEITSLOSENQUOTEN VON 1990 BIS 2004 _____________________________ 19

ABBILDUNG 5

ANTEIL DER ÄLTEREN AN DER BELEGSCHAFT UND ANZAHL DER BETRIEBE NACH

BETRIEBSGRÖßE __________________________________________________ 26

ABBILDUNG 6

ANTEIL DER BETRIEBE MIT HOHEN UND NIEDRIGEN ANTEILEN ÄLTERER AN DER

BELEGSCHAFT, NACH BRANCHE _______________________________________ 27

ABBILDUNG 7

ANTEIL DER BETRIEBE MIT PERSONALWIRTSCHAFTLICHEN MAßNAHMEN SPEZIELL FÜR

ÄLTERE NACH BETRIEBSGRÖßE UND ANTEIL ÄLTERER AN DER BELEGSCHAFT ______ 30

ABBILDUNG 8

KRANKENSTAND NACH ALTER UND STELLUNG IM BERUF, AOK-MITGLIEDER 2001__ 33

ABBILDUNG 9

AU-TAGE NACH ALTER UND KRANKHEITSARTEN, AOK-MITGLIEDER (2001) ______ 34

ABBILDUNG 10

KRANKHEITSKOSTEN PRO KOPF NACH GESCHLECHT UND ALTER (2002)_________ 35

ABBILDUNG 11

DIE HETEROCHONE BIOSOZIALE DYNAMIK DES MENSCHLICHEN ALTERNS_________ 40

ABBILDUNG 12 BEZIEHUNG ZWISCHEN MENSCHLICHEN RESSOURCEN UND ARBEITSANFORDERUNG

(ILMARINEN, 1999) _________________________________________________ 43

ABBILDUNG 13 WICHTIGKEIT EINZELNER EIGENSCHAFTEN / LEISTUNGSPARAMETER FÜR DIE

ARBEITSPLÄTZE IN BETRIEBEN 2002 ____________________________________ 45

ABBILDUNG 14 LEISTUNGSPARAMETER ÄLTERER UND JÜNGERER IM URTEIL

PERSONALVERANTWORTLICHER _______________________________________ 46

ABBILDUNG 15

DAS ST. GALLER MANAGEMENT-KONZEPT ______________________________ 50

ABBILDUNG 16

ADDITION ABGESTIMMTER TEILFÜHRUNGSSYSTEME ________________________ 53

ABBILDUNG 17

INTEGRATION VON TEILSYSTEMEN ____________________________________ 55

ABBILDUNG 18

DER QUALITÄTSKREIS _____________________________________________ 58

ABBILDUNG 19

GLIEDERUNG DER OPERATIVEN AUFGABEN NACH DEM DEMING-KREIS __________ 58

ABBILDUNG 20

RELATIVE DIFFERENZIERUNG (IN ANLEHNUNG AN: TEBOUL, S. 1991) ___________ 60

ABBILDUNG 21

REGELKREIS ____________________________________________________ 61

ABBILDUNG 22

QUALITÄTSREGELKARTE ___________________________________________ 62

ABBILDUNG 23

ORGANISATORISCHE EINGLIEDERUNG DER QUALITÄTSSTELLE ________________ 68

ABBILDUNG 24

KONZEPT INTEGRIERTES QUALITÄTSMANAGEMENT ________________________ 70

5


ABBILDUNG 25

WECHSEL VON GROßEN SPRÜNGEN UND KLEINEN SCHRITTEN ________________ 71

ABBILDUNG 26

FUNKTIONSWEISE EINES ARBEITSSCHUTZ-MANAGEMENTSYSTEMS (AMS) _______ 77

ABBILDUNG 27

STRUKTUR EINES PROZESSORIENTIERTEN AMS __________________________ 80

ABBILDUNG 28

ARBEITSSICHERHEIT IM ST. GALLER MANAGEMENT-KONZEPT ________________ 81

ABBILDUNG 29 STRUKTURMODELL EINES UMFASSENDEN BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENTS

_____________________________________________________________ 84

ABBILDUNG 30

VARIANTE FÜR EIN FRÜHWARNSYSTEM _________________________________ 85

ABBILDUNG 31

WIRKUNGSBEREICHE DES BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENTS ________ 86

ABBILDUNG 32

NUTZEN-DIMENSIONEN UND ZIELPARAMETER FÜR BGM ____________________ 90

ABBILDUNG 33

EUROPÄISCHES QUALITÄTSMODELL FÜR BGF ____________________________ 91

ABBILDUNG 34

DAS KONZEPT DER EVALUATIONSBASIERTEN QUALITÄTSENTWICKLUNG _________ 94

ABBILDUNG 35

EVALUATION 1. UND 2. ORDNUNG_____________________________________ 99

ABBILDUNG 36

ZEITLICHE ERWARTUNGSHORIZONTE _________________________________ 103

ABBILDUNG 37

KERNPROZESSE DES LERNBASIERTEN GESUNDHEITSMANAGEMENTS __________ 106

ABBILDUNG 38

KONZEPT DER ARBEITSFÄHIGKEIT____________________________________ 112

ABBILDUNG 39 VOLUMENNEUTRALES, DEGRESSIVES ARBEITSZEITMODELL MIT

UNTERBRECHUNGSVARIANTE ________________________________________ 117

ABBILDUNG 40

WACHSENDER BEDARF AN VERKÜRZUNG DER TAGESARBEITSZEIT ____________ 119

ABBILDUNG 41 PROTOTYP FÜR BESCHÄFTIGUNGSWIRKSAME ARBEITSZEITMODELLE NACH HUSEMANN ET

AL. (2002) ______________________________________________________ 120

ABBILDUNG 42

MODELL EINES PROZESSORIENTIERTEN GESUNDHEITSMANAGEMENTSYSTEMS ___ 132

ABBILDUNG 43 EINHEITLICHER, KONTINUIERLICHER LERNPROZESS FÜR DIE AUFGABENBEREICHE

GESUNDHEITSFÖRDERUNG, EINGLIEDERUNG UND ARBEITSSCHUTZ _____________ 134

ABBILDUNG 44 DARSTELLUNG DES WAI ALLER ARBEITNEHMERINNEN UND ARBEITNEHMER EINES

UNTERNEHMENS X ________________________________________________ 137

ABBILDUNG 45 AUSZUG AUS DEM PROFILVERGLEICH DES EQUAL INDIGO TEILPROJEKTES

,,ALTERNSGERECHTE ARBEITSPLÄTZE" DER IKK SCHLESWIG-HOLSTEIN__________ 138

ABBILDUNG 46

REGELKREIS IM GESUNDHEITSMANAGEMENT____________________________ 139

ABBILDUNG 47

INTEGRIERTES GESUNDHEITSMANAGEMENT ____________________________ 142

ABBILDUNG 48

INTEGRATION ,,GESUNDHEITS"- UND QUALITÄTSORIENTIERTER MANAGEMENTSYSTEME

____________________________________________________________ 143

ABBILDUNG 49

ORGANISATIONSSTRUKTUR ________________________________________ 148

6


ABBILDUNG 50

AUFBAUORGANISATION EINES ,,GESUNDHEITS"- UND QUALITÄTSORIENTIERTEN IMS 150

ABBILDUNG 51 KONTINUIERLICHER LERNPROZESS DES ,,GESUNDHEITS"- UND QUALITÄTSORIENTIERTEN

IMS-ARBEITSKREISES _____________________________________________ 151

ABBILDUNG 52

INTEGRIERTES ,,GESUNDHEITS"- UND QUALITÄTSORIENTIERTES MANAGEMENT____ 154

7


Tabellenverzeichnis

TABELLE 1

BEVÖLKERUNG NACH AUSGEWÄHLTEN ALTERSGRUPPEN _______________________ 14

TABELLE 2

ERWERBSPERSONENPOTENZIAL 2000 BIS 2005 _____________________________ 17

TABELLE 3

ERWERBSBEVÖLKERUNG, ERWERBSPERSONEN, ERWERBSTÄTIGE 2003____________ 18

TABELLE 4

PERSONALWIRTSCHAFTLICHE MAßNAHMEN FÜR ÄLTERE NACH BETRIEBSGRÖßE, ANGABEN

IN PROZENT _______________________________________________________ 29

TABELLE 5

EIGENSCHAFTEN ÄLTERER _____________________________________________ 41

TABELLE 6

EXTREMPOSITIONEN DER QUALITÄTSSTRUKTUREN ___________________________ 66

TABELLE 7

AUFGABEN DES ASM-SYSTEMKOORDINATORS ______________________________ 75

TABELLE 8

AUFGABENBEREICHE DER ORGANISATIONSEINHEIT ,,ARBEITSSCHUTZ" _____________ 76

TABELLE 9

AUFGABENTEILUNG ZWISCHEN BGF UND AUG ______________________________ 87

TABELLE 10 EVALUATION GESUNDHEITSBEZOGENER INTERVENTIONEN ______________________ 93

TABELLE 11 DIE FÜNF STUFEN DER EMPIRISCHEN EVIDENZ ______________________________ 96

TABELLE 12 ZIELVEREINBARUNGEN ZUM BETRIEBLICHEN GESUNDHEITSMANAGEMENT __________ 104

TABELLE 13 VON ÄLTEREN KÖNNEN AUFGABEN SCHWERER ERBRACHT WERDEN ...____________ 114

TABELLE 14 VON ÄLTEREN KÖNNEN AUFGABEN LEICHTER ERBRACHT WERDEN, ... ____________ 114

TABELLE 15 ERGONOMISCHE RISIKOFAKTOREN ______________________________________ 116

TABELLE 16 FORMEN DER ARBEITSZEITORGANISATION_________________________________ 121

TABELLE 17 QUALIFIZIERUNG ÄLTERER ARBEITNEHMER (VETTER) _______________________ 125

TABELLE 18 MINDESTANFORDERUNGEN AN EIN INTEGRIERTES ,,GESUNDHEITS"-MANAGEMENT-SYSTEM

_______________________________________________________________ 128

TABELLE 19 VERGLEICH ZWISCHEN DER DIN EN ISO 9001:2000 MIT DEM ARBEITSSCHUTZ- UND

,,GESUNDHEITS"-MANAGEMENT ________________________________________ 144

TABELLE 20 VERGLEICH ,,GESUNDHEITS"-MANAGEMENT UND QUALITÄTSMANAGEMENT _________ 146

8


1 Einleitung

,,Die Organisation für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (OECD) hat

Deutschland aufgefordert, die Beschäftigungschancen für ältere Menschen zu verbes-

sern." [47, S.11] Mit diesem Satz leitete der Zeitungsverlag DIE WELT am 23. November

2005 den Artikel ,,OECD: Deutsche müssen länger arbeiten" ein und macht damit auf ein

Thema aufmerksam, das in der Gegenwart scheinbar unterschätzt, in der Zukunft aller-

dings von erheblicher volks- und betriebswirtschaftlicher Bedeutung sein wird. Das Thema

lautet ,,Arbeitschancen und -fähigkeit bis zum Rentenalter", das aktuell mit vielen Proble-

men behaftet ist. Nur zwei von fünf Menschen (40 Prozent) zwischen 55 und 64 Jahren

sind in Deutschland erwerbstätig. In Großbritannien und den USA liegt der Anteil ver-

gleichsweise bei 3:5 (60 Prozent), in Schweden sogar bei 70 Prozent [47, S.11]. Unter

Berücksichtigung eines erheblichen Anstiegs des Erwerbspersonenanteils der über 40-

Jährigen bis 2010 und einem daraus erwachsenen Anteil von 33 Prozent der Erwerbstäti-

gen ab 50 Jahren ab 2020 geben die geringen Erwerbstätigenquoten Älterer Anlass zur

Sorge [6, S.3]. Die OECD warnt daher vor einer Abnahme der Erwerbsbevölkerung, ei-

nem geringeren Wirtschaftswachstum und einer Verschlechterung der öffentlichen Finan-

zen in Deutschland, wenn sich an der Beschäftigungssituation für Ältere nichts ändert [47,

S.11].

Es besteht dringender Handlungsbedarf! Das bedeutet zum einen, dass sich alle Unter-

nehmen über ihre Pflichten und Rechte bewusst sein sollten, um alle Vorteile auszu-

schöpfen (z.B. Prämierung im Falle eines Eingliederungsmanagements, das über die ge-

setzlichen Mindestvorgaben hinausgeht). Zum anderen sollten insbesondere Klein- und

Kleinstunternehmen befähigt werden, diesen Vorgaben auch nachkommen zu können.

Eine Lösung könnte beispielsweise in einem externen Netzwerk für Arbeit, Qualität und

Gesundheit bestehen, welches die Unternehmen bei der Betreibung eines Arbeitsschutz-,

Wiedereingliederungs-, alternsgerechten Gesundheits- wie auch Qualitätsmanagements

unterstützt. Da derzeitig alle vier Managementbereiche losgelöst voneinander bestehen,

ist es gerade für viele Klein- und Kleinstbetriebe nahezu unmöglich von diesem Wissen

Gebrauch zu machen. Es bietet sich daher an, die Managementformen zu integrieren,

Überschneidungen und damit Mehrarbeit zu beseitigen und optimal aufeinander abzu-

stimmen. Ein derartiges integriertes ,,gesundheits"- und qualitätsorientiertes Management

kann dann sowohl von Mittel- und Großunternehmen betriebsintern, als auch bei Klein-

und Kleinstunternehmen betriebsextern ein- und umgesetzt werden. Das Ziel besteht dar-

in, Unternehmen unabhängig von ihrer Betriebsgröße zu befähigen und ihre wirtschaftli-

che Existenz zu sichern. In Anbetracht der (zukünftig) zunehmenden Alterung der Er-

werbsbevölkerung erweist es sich als unabdingbar, die Beschäftigten bis zum Erreichen

9



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