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Hausarbeit, 2008, 48 Seiten
Autor: Diplom Pflegewirt FH Peter Ullmann
Fach: Pflegewissenschaften
Details
Tags: Beratung, Alltag, Pflege, Psychiatrie
Jahr: 2008
Seiten: 48
Literaturverzeichnis: ~ 40 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-06875-8
ISBN (Buch): 978-3-638-95575-1
Dateigröße: 334 KB
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Zusammenfassung / Abstract
Die Bedeutung von Beratung im Alltag der psychiatrischen Pflege steht vor allem in Verbindung mit erheblichen Gesprächsanteilen und Interaktion zwischen Pflegenden und Gepflegten. DaherBetroffenen. Es stellt sich beispielsweise die Frage, welche Lebensbereiche davon betroffenbetroffen sind und welchen Nutzen der Betroffene davon hat. Es wurde je eine Recherche in der Psych Pflege heute, Pubmed und Ovid durchgeführt. Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich. In Deutschland liegt gegenwärtig der Schwerpunkt auf der Durchführung von Psychoedukationsprogrammen, die sich überwiegend mit der Erkrankung beschäftigen. Psychoeduaktion wird dabei oft als Synonym für Beratung verwendet. In den USA und Australien existiert bereits die Rolle der Psychiatric Consultation-Liaison Nurse (PCLN). Hauptaugenmerk konzentriert sich auf die Erforschung der Funktion, Wirksamkeit, Praxismuster und Praxisgruppen.Ein weiteres Ziel ist esPraxisgruppen. Weiteres Ziel ist die Ausbildung zu optimieren, indem spezifische Ausbildungsinhalte in Master-Curriculums integriert werden. Es ist empfehlenswert, wenn in Deutschland die Entwicklung von pflegerischer Beratung vorangetrieben wird. Dabei nehmen Rollenbildung und Tätigkeitsprofil eine gewichtige Funktion ein. Die Integration in die erweiterte Pflegepraxis (ANP), statt separater Berufsrolle wie es auf CNS oder NP zutrifft, sollte angestrebt werden.
Textauszug (computergeneriert)
Fachhochschule Jena
Fachbereich Sozialwesen
Masterstudiengang Pflegewissenschaften / Pflegemanagement
Beratung im Alltag der psychiatrischen Pflege
Eine Literaturübersicht
Hausarbeit
Prüfungsleistung für das Modul SW 2.501
Dättlikon den 30.3.2008-03-16
Vorgelegt von
Peter Ullmann
Inhaltsverzeichnis
INHALTSVERZEICHNIS 2
1
EINLEITENDE GEDANKEN 4
2
BEGRIFFSBESTIMMUNG 6
2.1 PSYCHIATRISCHE PFLEGE UND PSYCHIATRIC NURSING 6
2.2 BERATUNG UND CONSULTATION 6
3
PLANUNG DER INFORMATIONSERHEBNUNG 7
3.1 SUCHSTRATEGIE DER RELEVANTEN DATEN 7
3.1.1
Die Kombination der Suchbegriffe 7
3.2 AUSWAHL DER DATENBANKEN UND SUCHMASCHINEN 8
3.3 EINGRENZUNG DER SUCHE 9
4
DURCHFÜHRUNG 11
4.1 RELEVANZPRÜFUNG I 11
4.2 RELEVANZPRÜFUNGE II 11
4.3 RELEVANZPRÜFUNG III 12
5
INFORMATIONSAUFBEREITUNG 12
6
EVALUATION DER ERGEBNISSE 13
6.1 QUANTITATIVE ASPEKTE 13
6.2 QUALITATIVE ASPEKTE 16
6.2.1
Darstellung der Gesamtergebnisse aus Psych Pflege heute 17
6.2.2
Darstellung der Einzelergebnisse aus Psych Pflege heute 19
6.2.3
Darstellung der Gesamtergebnisse aus Pubmed und Ovid 23
7
RESÜMEE 25
8
ANHANG 26
8.1 BEREINIGUNG DER DOPPELTREFFER VON OVID UND PUBMED ALPHABETISCH
SORTIERT NACH AUTOR 26
8.2 ERGEBNISSE I DER SUCHE IN PUBMED UNTER BESTIMMTEN KRITERIEN 36
8.3 ERGEBNISSE II DER SUCHE IN PUBMED UNTER BESTIMMTEN KRITERIEN 38
8.4 ERGEBNISSE DER SUCHE IN OVID UNTER BESTIMMTEN KRITERIEN 40
8.5 JOURNALS DER SUCHMASCHINEN PUBMED UND OVID IN DENEN TREFFER
ANGEZEIGT WORDEN 42
LITERATURVERZEICHNIS 43
2
Abstrakt
Die Bedeutung von Beratung im Alltag der psychiatrischen Pflege steht vor allem in
Verbindung mit erheblichen Gesprächsanteilen und Interaktion zwischen Pflegenden und
Gepflegten. Daher stellt sich beispielsweise die Frage, welche Lebensbereiche davon
betroffenbetroffen sind und welchen Nutzen der Betroffene davon hat.
Es wurde je eine Recherche in der Psych Pflege heute, Pubmed und Ovid durchgeführt.
Die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich. In Deutschland liegt gegenwärtig der
Schwerpunkt auf der Durchführung von Psychoedukationsprogrammen, die sich
überwiegend mit der Erkrankung beschäftigen. Psychoeduaktion wird dabei oft als
Synonym für Beratung verwendet. In den USA und Australien existiert bereits die Rolle
der Psychiatric Consultation-Liaison Nurse (PCLN). Hauptaugenmerk konzentriert sich
auf die Erforschung der Funktion, Wirksamkeit, Praxismuster und Praxisgruppen.Ein
weiteres Ziel ist es die Ausbildung zu optimieren, indem spezifische Ausbildungsinhalte
in Master-Curriculums integriert werden.
Es ist empfehlenswert, wenn in Deutschland die Entwicklung von pflegerischer Beratung
vorangetrieben wird. Dabei nehmen Rollenbildung und Tätigkeitsprofil eine gewichtige
Funktion ein. Die Integration in die erweiterte Pflegepraxis (ANP), statt separater
Berufsrolle wie es auf CNS oder NP zutrifft, sollte angestrebt werden.
3
1 Einleitende Gedanken
Thema
Die Bedeutung von Beratung im Alltag psychiatrischer Pflege.
Beratung findet überall dort statt, wo persönliches Wissen an seine Grenzen stößt und sich
der Ratsuchende auf der Reise nach Erklärungen und Lösungen befindet. Im alltäglichen
Leben wendet sich die Studentin an die Studienberatung, die Käuferin an die Fach
Verkäuferin für die Kaufberatung oder die Kundin an die Friseurin für die
Kundenberatung. In diesem Zusammenhang stellen Beratungen, Entscheidungshilfen dar.
Sie beruhen jedoch oftmals auf Unternehmensstrategien, die mit dem Ziel verbunden sind,
den Gewinn zu steigern.
In alltagsfernen Situationen, in denen plötzliche und unerwartete oder langandauernde
Belastungen auftreten, spielen Information, Erleben und Handlungsalternativen eine
wichtige Rolle. Gesellschaftliche Faktoren wie der demographische Wandel,
medizinischer Fortschritt, Veränderungen in den Familienstrukturen und knapper
werdende ökonomische Ressourcen schaffenebenfalls Veränderungen mit Auswirkungen
auf Bürgerin, Familien und Gemeinden. Hinzu kommt, ein hochkomplexes Gesundheits-
und Sozialsystem, indem sich fast ausschließlich die Expertinnen auskennen.
Vor diesem Hintergrund wächst vor allem die Bedeutung von Beratung bei chronischen
Erkrankungen und Beratung gesundheitsförderlichem Verhalten. Brandenburg, H. (2002)
schreibt: ,,
Der Aspekt der Pflegeprävention, Gesundheitsvorsorge und Beratung wird
wichtiger werden - gerade um Pflegebedürftigkeit möglichst weit hinauszuschieben oder
ganz zu vermeiden.
" In der Delphi Studie von Görres, S. (2004) wurde Beratung /
Information eine hohe Priorität von den Expertinnen für die Entwicklung neuer
Handlungsfelder für zukünftige Dienstleistungen in der Pflege, eingeräumt. Dazu wird
erläutert, dass: ,,
Beratung als Bestandteil beruflicher Handlungskompetenz Pflegender,
wird sich einerseits auf der Mikroebene an PatientInnen, KlientInnen, BewohnerInnen
und Angehörige direkt richten
.
Andererseits wird die Beratung von Organisationen und
Institutionen auf der Makroebene an Bedeutung zunehmen
."
Borron und White (2005) verweisen darauf, dass Beratung zu den essentiellen
Kernkompetenzen aller Advanced Practice Rollen, gehört. Die Studien von Williams und
Valdivieso′s (1994), Lindeke et al. (1997) und Lincoln (2000) beschäftigen sich unter
anderen mit der Gewichtung der Rollen Beratung, direkter Pflege, Bildung, Forschung
4
und Administration bei Clinical Nurse Spezialist (CNS) und Nurse practitioners (NP).
Auch hier wird deutlich, dass die Beraterrolle, insbesondere bei CNSs einen hohen
Stellenwert einnimmt und bei den NPs immerhin an dritter Stelle gewichtet wurde.
Beratung findet in Interaktionen von mindestens zwei Personen statt. In der
psychiatrischen Pflege beträgt der Anteil an Gesprächen nach Whittington et al. (2002)
4,98 % (soziale Gespräche) und nach Ullmann (2005) 31,9 % der Gesamtarbeitszeit.
Damit liegt er weit abgeschlagen noch vor den Tätigkeiten, wie beispielsweise Sicherheit,
Medikamente und Aktivitäten.
Die nachfolgende Recherche beschäftigt sich mit den Fragen:
1. In welchen Lebensbereichen findet in der psychiatrischen Pflege Beratung statt?
2. Welche Effekte können durch Beratung in der psychiatrischen Pflege erzielt
werden?
Damit werden 2 Ziele verfolgt. Die Praxis auf Konzepte, Erfahrungsberichte oder
ähnliches zu untersuchen und Studien herauszufinden, die Beratungskonzepte
psychiatrischer Pflege auf ihren Nutzen hin untersuchen. Interessant ist ebenfalls, ob sich
Beratungsangebote auf Pflegephänomene oder medizinische Diagnosen konzentrieren.
Auf der Grundlage der vorliegenden Ergebnisse der Literaturrecherche, ist die
Entwicklung oder Nutzung eines Beratungsangebotes für die psychiatrische Pflege
möglich.
Die Verwendung von weiblicher und männlicher Schreibform wird bei beiden
Geschlechtern gleichbedeutend verwendet.
5
2 Begriffsbestimmung
Die verwendeten Begrifflichkeiten sind
(1) Psychiatrie,
(2) Pflege und
(3) Beratung.
Die eindeutige Klärung der Begriffe, erscheint im Zusammenhang einer Vielzahl
unterschiedlicher existierender Definitionen als nicht möglich. Gleichzeitig entstehen
immer mehr Neologismen, die zu noch mehr Verwirrung beitragen. Es werden Aussagen
zu den Begriffen dargestellt, die derzeit diskutiert werden.
2.1 Psychiatrische Pflege und Psychiatric Nursing
·
2.2 Beratung und Consultation
Beratung im Zusammenhang mit Pflege wird oftmals als Patienten- bzw.
Familienberatung, Patientenschulung oder Patientenedukation bezeichnet.
Peplau (1995) versteht unter Beratung,insofern dass es
,,...darum [geht], dem Patienten zu
helfen, dasjenige zu erinnern und voll zu verstehen, was ihm in einer gegebenen Situation
widerfährt, damit diese Erfahrung nicht von anderen Lebenserfahrungen dissoziiert,
sondern vielmehr in dieselbe integriert werden kann.
" In ihrem psychodynamischen
Interaktionsmodell weißt sie auf die große Bedeutung der Beraterrolle hin und integriert
sie als wesentlichen Bestandteil.
Zegelin-Abt und Huneke (1999) beschreiben: ,,
Als Kernpunkt einer Definition von
Beratung werden allgemein die Freiwilligkeit der Beziehung, die Hilfsbedürftigkeit des
Klienten bei gleichzeitiger Professionalität des Beraters und die zeitliche Begrenzung der
Beratungsbeziehung festgehalten.
"
Piazza (2001) unterlässt es eine einzige Beratungsdefinition zu nennen. Hingegen
versucht sie durch die Umschreibung sich dem Themenbereich zu nähern.
Nach Sauter et al. (2004) versuchen, Gemeinsamkeiten von Beratung zusammenzufassen
in:
·
,,...eine Orientierungs-, Planungs- und Entscheidungshilfe ist.
·
...aufklärend ist.
·
...Problemeinsichten fördert.
6
·
...Bewältigungskompetenzen sowie Selbstbewusstsein und Eigenverantwortung der
KlientInnen fördert
.".
3 Planung der Informationserhebnung
Unter Verwendung speziell festgelegter Suchstrategien innerhalb ausgewählter
Datenbanken unter Berücksichtigung des zeitlichen Kontexts erfolgt die Durchführung
der Recherche während eines begrenzten Zeitraumes. Veröffentlichungen, die vor oder
nach der definierten Zeitspanne erfolgen, sind nicht berücksichtigt. Infolge werden die
Ergebnisse auf ein bearbeitbares Optimum verdichtet. Sind die Treffer zu gering wird das
Zeitfenster erweitert, sind sie zu groß wird es verkleinert. Sollten sich die bearbeitbaren
Treffer als nicht ausreichend erweisen, wird ebenfalls der Zeitraum der Suche erweitert.
3.1 Suchstrategie der relevanten Daten
Die Suchstrategien verfolgen Zwei Ziele:
(1) Gegenstandsbereich von Beratung
a. Lebensbereiche in denen psychiatrische Pflegeberatung stattfindet.
(2) Forschung
a. Studien die, sich mit Auswirkungen von psychiatrischer Pflegeberatung
beschäftigen?
zu identifizieren.
Existiert Beratung in der psychiatrischen Pflege? Wenn JA,JA, werden Angaben über den
Gegenstandsbereich der Beratung gemacht? Wenn NEIN,NEIN, gibt es Aussagen, warum
in der psychiatrischen Pflege nicht beraten wird?
Wenn Gegenstandsbereiche identifiziert werden konnten, wurden Studien die sich mit der
Wirksamkeit der Beratung in den Lebensbereichen beschäftigt, durchgeführt? Wenn
JA,JA, welche Effekte konnten nachgewiesen werden?
3.1.1 Die Kombination der Suchbegriffe
Die Suchstrategien werden mit englischen und deutschen Wortkombinationen
durchgeführt. Die Verbindung der einzelnen Wörter erfolgt durch den booleschen
Operanten ,,
and
". Wildcards werden angewendet, um unterschiedliche Schreibweisen
einzuschließen.
Es werden die Kombinationen von 3 Wörtern für die Recherche gewählt:
deutschsprachig
(1) pflege*
and
berat*
and
psychiatr*
7
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