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Zielsetzungen in "Erziehung nach Auschwitz" von Theodor W. Adorno. Demokratiepädagogische, Kind zentrierte sowie bildungspolitische Konzeption

Ein Überblick

Title: Zielsetzungen in "Erziehung nach Auschwitz" von Theodor W. Adorno. Demokratiepädagogische, Kind zentrierte sowie bildungspolitische Konzeption

Term Paper , 2018 , 16 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Natascha Bosch (Author)

Philosophy - Philosophy of the 20th century
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Diese Hausarbeit erläutert, was Theodor W. Adorno in seiner Konzeption einer "Erziehung nach Auschwitz" vermittelt und untersucht seine Zielsetzung und auch Maßnahmen, welche zum Erfolg führen sollen.

Kaum ein Thema ist im Zuge verschiedenster Disziplinen der Geisteswissenschaften häufiger diskutiert worden als der Nationalsozialismus in Deutschland und Europa. Immer ging es darum zu verstehen, wie es in einer Gesellschaft, welche sich positiv als Zivilisation beschreibt, die sich nicht nur durch technischen, sondern vor allem auch moralischen Vorsprung als besonders und besser bezeichnet, zu so etwas wie der systematischen Ermordung von Millionen von Menschen, zu Auschwitz kommen konnte.

"Erziehung nach Auschwitz" ist als Essay in dem 1961 herausgekommenen Buch "Erziehung zur Mündigkeit" von Theodor W. Adorno erschienen. Intention und Ziel ist hier wie folgt beschrieben: „Das Auschwitz nicht noch einmal sei ist die allererste an Erziehung.“ Es handelt also von den Gründen, die so etwas wie den faschistischen Staat in einer scheinbar zivilisierten Gesellschaft ermöglichte und welche Möglichkeiten es gäbe, seien sie auch begrenzt, eine Wiederholung zu verhindern.

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Inhaltsverzeichnis

Einleitung:

1. Einige Gründe für den Faschismus und Auschwitz:

1.2. Gesellschaftliche und soziale Gründe:

2. Konzeption der Erziehung nach Auschwitz: Methodische Vorgehensweise:

3. Zielsetzung:

3.1. Demokratiepädagogische Zielsetzung:

3.2. Kind zentrierte Pädagogische Zielsetzung:

3.3. Bildungspoltische Zielsetzung:

4. Kritik:

5. Resúme:

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit Theodor W. Adornos Essay „Erziehung nach Auschwitz“ und analysiert dessen zentrale Forderung, eine Wiederholung des faschistischen Terrors durch eine Erziehung zur Mündigkeit zu verhindern. Dabei wird untersucht, welche gesellschaftlichen und sozialen Faktoren nach Adorno das Entstehen des Nationalsozialismus begünstigten und wie durch pädagogische Interventionen sowie ein geschärftes historisches Bewusstsein dem Prinzip von Auschwitz entgegengewirkt werden kann.

  • Analyse der gesellschaftlichen Ursachen für das Erstarken des Faschismus.
  • Untersuchung der Bedeutung der Erziehung in der frühen Kindheit.
  • Diskussion der demokratiepädagogischen und bildungspolitischen Ansätze Adornos.
  • Kritische Reflexion über die Möglichkeiten und Grenzen einer Erziehung nach Auschwitz.
  • Betrachtung der Rolle der Mündigkeit und Autonomie als zentraler Schutz gegen Barbarei.

Auszug aus dem Buch

1. Einige Gründe für den Faschismus und Auschwitz:

Das Grauen des Nationalsozialismus und seine wohl schlimmste Ausuferung Auschwitz, hat vielfältige Ursachen. Diese werden womöglich niemals alle erfasst werden können und es gibt auch nicht den einen Grund zur Erklärung, warum so etwas geschah. Es ist vielmehr von einem Ursachenbündel zu sprechen. Hier möchte ich einige Gründe aufführen, die für Adorno von besonderer Wichtigkeit waren.

1.2. Gesellschaftliche und soziale Gründe:

Um Adornos Konzept einer Erziehung nach Auschwitz verstehen zu können ist es zunächst wichtig, sich einige grundlegende Annahmen über die Gesellschaft und die von ihm identifizierten Gründe für den Faschismus und somit auch Auschwitz vor Augen zu fürhren. Die gesellschaftlichen Umstände und ihr Gewordensein sieht Adorno als bedeutend für Auschwitz und somit auch für die Zukunft an: „Ich möchte aber nachdrücklich betonen, dass die Wiederkehr oder Nichtwiederkehr des Faschismus im Entscheidenden keine psychologische, sondern eine gesellschaftliche Frage ist“.

Ein grundlegende und problematische Figur stellt die Aufklärung und die aus ihr entsprungene Zivilisation dar. So ist die Aufklärung kein qualitativer Bruch in der Menschheitsgeschichte, sondern die Menschheitsgeschichte ist vielmehr seit jeher geprägt von dem Wunsch die Natur zu beherrschen. Diese Beherrschung über die äußere und innere Natur wird durch das Aporie Vernunft noch radikaler, da es sich nun auch in in den Köpfen eingeschrieben hat. Es handelt sich also um ein dialektisches Verhältnis nach dem jede Errungenschaft ambivalent ist und in der Aufklärung, die die Menschen frei machen sollte schon Beherrschung impliziert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Es wird die zentrale Relevanz des Nationalsozialismus in der Geisteswissenschaft dargelegt und Adornos berühmte Forderung nach einer Erziehung, die ein zweites Auschwitz verhindert, als Ziel der Arbeit eingeführt.

1. Einige Gründe für den Faschismus und Auschwitz: Die Arbeit beleuchtet die komplexen, gesellschaftlichen und sozialen Ursachen, die den Aufstieg des Faschismus aus Adornos Perspektive ermöglicht haben.

2. Konzeption der Erziehung nach Auschwitz: Methodische Vorgehensweise: Dieses Kapitel erläutert die methodische Konzentration auf das Subjekt und die Notwendigkeit, durch kritische Reflexion und Bewusstmachung gegen eine Wiederholung von Barbarei zu wirken.

3. Zielsetzung: Es werden die demokratiepädagogischen, kindzentrierten und bildungspolitischen Säulen vorgestellt, die Adornos Erziehungsideal zur Mündigkeit fundieren.

4. Kritik: Die Arbeit setzt sich kritisch mit der möglichen Instrumentalisierung von Erziehungsprogrammen sowie mit dem totalitären Moment der Aufklärung in Adornos Theorie auseinander.

5. Resúme: Abschließend wird der bleibende Einfluss von Adornos Thesen gewürdigt und die Relevanz für aktuelle pädagogische Ansätze, etwa in der Gedenkstättenpädagogik, hervorgehoben.

Schlüsselwörter

Erziehung nach Auschwitz, Theodor W. Adorno, Mündigkeit, Faschismus, Aufklärung, Gesellschaftsanalyse, Demokratiepädagogik, Autoritätsglauben, Erziehung, Kindheit, Autonomie, Subjekt, Kritische Theorie, Barbarei, Erinnerungskultur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit Theodor W. Adornos pädagogischer Konzeption „Erziehung nach Auschwitz“ und der damit verbundenen Notwendigkeit, die gesellschaftlichen Voraussetzungen, die den Nationalsozialismus ermöglichten, durch Reflexion und Erziehung zu überwinden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis von Erziehung und Gesellschaft, die Analyse autoritärer Strukturen, die Bedeutung frühkindlicher Prägung sowie das Ideal der Mündigkeit in der Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Adornos Forderung – „Das Auschwitz nicht noch einmal sei“ – als bildungstheoretischen Auftrag zu verstehen und aufzuzeigen, wie durch eine Erziehung zum kritischen Denken die Wiederkehr faschistischer Tendenzen verhindert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Autorin nutzt eine literaturgestützte Analyse und arbeitet die zentralen Begriffe und Konzepte aus Adornos Essay sowie aus der Kritischen Theorie heraus, um diese kritisch zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die gesellschaftlichen Ursachen für Auschwitz, Adornos methodisches Vorgehen zur Wendung auf das Subjekt sowie verschiedene Zielsetzungen, darunter demokratiepädagogische und bildungspolitische Ansätze.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Erziehung nach Auschwitz, Mündigkeit, Aufklärung, Kritische Theorie, Faschismus und Autonomie.

Warum betont Adorno die Rolle der Erziehung in der frühen Kindheit so stark?

Adorno ist der Ansicht, dass die Wurzeln für autoritätsgläubiges Verhalten oft in der frühen Kindheit liegen; daher müsse durch Wärme und Empathie ein Klima geschaffen werden, das der Entstehung von Kälte und Gewaltbereitschaft entgegenwirkt.

Wie bewertet die Arbeit die Kritik an Adornos Konzept?

Die Arbeit reflektiert kritisch, dass Adornos Forderung selbst in Gefahr geraten kann, instrumentalisiert zu werden, und dass auch pädagogische Interventionen in einem gesellschaftlichen Herrschaftszusammenhang ambivalent bleiben.

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Details

Title
Zielsetzungen in "Erziehung nach Auschwitz" von Theodor W. Adorno. Demokratiepädagogische, Kind zentrierte sowie bildungspolitische Konzeption
Subtitle
Ein Überblick
College
Martin Luther University  (Institut für Pädagogik)
Grade
1,3
Author
Natascha Bosch (Author)
Publication Year
2018
Pages
16
Catalog Number
V1000097
ISBN (eBook)
9783346388797
ISBN (Book)
9783346388803
Language
German
Tags
Erziehung Soziologie Frankfurter Schule kritische Theorie Theodor W. Adorno
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Bosch (Author), 2018, Zielsetzungen in "Erziehung nach Auschwitz" von Theodor W. Adorno. Demokratiepädagogische, Kind zentrierte sowie bildungspolitische Konzeption, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000097
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