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Interpretation und Analyse des Bildes "Die Teufelsaustreibung des Heiligen Ignatius von Loyola" von Paul Peter Rubens

Titel: Interpretation und Analyse des Bildes "Die Teufelsaustreibung des Heiligen Ignatius von Loyola"  von Paul Peter Rubens

Seminararbeit , 2015 , 26 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anna Maria Heinisch (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Gemälde "Die Teufelsaustreibung des Heiligen Ignatius von Loyola" oder auch "Die Wunder des Heiligen Ignatius von Loyola" von Paul Peter Rubens, entstanden 1616/1617 als Altarbild für die Jesuitenkirche in Antwerpen. Seit 1776 befindet es sich im Kunsthistorischen Museum in Wien. Thema des Bildes ist die Darstellung des Heiligen Ignatius bei der Ausführung verschiedener Wunder, darunter auch zwei Teufelsaustreibungen.

Zu Beginn wird eine allgemeine Beschreibung des Bildes erfolgen, in der die verschiedenen Szenarien, die dargestellt werden, erläutert werden. Danach folgt ein Abschnitt über den Auftrag, der zu diesem außergewöhnlichen Gemälde geführt hat, sowie die Besonderheit, die Rubens in dieser Zeit entwickelte. Dabei soll ein Blick auf die Ölskizzen geworfen und ein Unterschied zwischen den Ölskizzen und dem Original herausgearbeitet werden. Im dritten Punkt soll kurz die Geschichte der Jesuiten in Antwerpen aufgegriffen werden und die Neuheiten ihrer Kirche, an der Rubens nicht ganz unbeteiligt war. Im Folgenden soll dann das Gemälde analysiert werden. Dabei wird das Augenmerk auf die Gestaltung des Ignatius und seiner Wunder gelegt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Beschreibung des Gemäldes

3. Der Auftrag und seine Besonderheiten

3.1. Die Ölskizzen

3.2. Ölskizze und Gemälde im Vergleich

4. Die Jesuiten in Antwerpen

5. Die Deutung von „Die Wunder des Heiligen Ignatius von Loyola“

6. Franz Xaver vs. Ignatius

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Altarbild „Die Teufelsaustreibung des Heiligen Ignatius von Loyola“ von Peter Paul Rubens unter Berücksichtigung seiner Entstehungsgeschichte, künstlerischen Gestaltung und ikonographischen Bedeutung im Kontext der Gegenreformation.

  • Analyse der malerischen Komposition und der zentralen Figurenzeichnung.
  • Untersuchung des künstlerischen Prozesses von der Ölskizze zum fertigen Altarbild.
  • Einordnung des Werkes in die religiöse und kulturelle Situation der Jesuiten in Antwerpen.
  • Vergleichende Gegenüberstellung zum zeitgleich entstandenen Gemälde des Franz Xaver.
  • Erörterung der Funktion des Bildes als Medium der religiösen Propaganda und Glaubensvermittlung.

Auszug aus dem Buch

3.1. Die Ölskizzen

Eines der wertvollsten Dokumente, die Rubens hinterlassen hat, sind seine Ölskizzen. Seine eigenhändigen Entwurfsskizzen, ausgeführt in Ölfarbe auf kleinen Eichenholztafeln, übertreffen seine großformatigen Gemälde, wenn es darum geht, Rubens in seiner Werkstatt zu begegnen. Gerade der Großauftrag des Jesuitenordens bringt das Medium der Ölskizze in den Vordergrund, um Rubens kreative Malprozesse nachverfolgen zu können. Sie zeigen die erste Form- und Farbvorstellung zu den gegebenen Themen bis hin zur Ausführung und Ausarbeitung auf den Großleinwänden. In den Augen seiner Auftraggeber war die eigentliche künstlerische Leistung die Ideenfindung. So war es nicht der Sinn eines Werkes ein „Original“ zu sein, sondern vielmehr musste seine Idee originell sein; somit stand die „inventio“ viel stärker im Vordergrund. Dieses künstlerische Dokument, in dem sich die „inventio“ darstellte, waren bei Rubens seine Ölskizzen.

Für die Aufträge seiner italienischen Hochaltäre gibt es noch reichlich Zeichnungsmaterial von Rubens; dies änderte sich bei dem Großauftrag für den Jesuitenorden. Bei diesem Auftrag beschäftigte sich Rubens nicht mehr mit Zeichnungen, sondern er fing sofort mit der Ölskizze an, dies jedoch in zwei Schritten. Zuerst entwarf Rubens ein „en grisaille“, also einen Tonwert der Grundierungsfarbe, der meist in einem Braungrauton war. Danach folgte die Ölskizze mit der Farbkombination, wie sie dann auf dem Bild zu sehen sein sollte. Diese Art der Ölskizze erfüllte für Rubens zwei Funktionen: Sie war eine farbige Entwurfsskizze, die er seinen Werkstattmitarbeitern übergab, die dann die Kompositionen auf die Originalformate übertrugen. Außerdem dienten sie als „modelli“, die er seinen Arbeitgebern zur Approbation vorlegen musste.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Gemäldes von Paul Peter Rubens sowie Definition der Forschungsfragen zur Entstehung, Komposition und inhaltlichen Bedeutung.

2. Beschreibung des Gemäldes: Detaillierte visuelle Analyse der zentralen Figuren, der räumlichen Anordnung und der ikonographischen Elemente auf dem Altarbild.

3. Der Auftrag und seine Besonderheiten: Erörterung der Hintergründe des Auftrags durch den Jesuitenorden und Analyse von Rubens' Arbeitsweise durch den Einsatz von Ölskizzen.

3.1. Die Ölskizzen: Fokus auf die spezifische Funktion der Ölskizze als kreatives Medium und Entwurfsgrundlage für die Werkstattmitarbeiter sowie die Auftraggeber.

3.2. Ölskizze und Gemälde im Vergleich: Herausarbeitung der wesentlichen Veränderungen in Farbigkeit, Figurendetaillierung und Komposition vom Entwurf bis zur endgültigen Fassung.

4. Die Jesuiten in Antwerpen: Historischer Überblick über die Präsenz und Bedeutung des Jesuitenordens in Antwerpen sowie den Bau ihrer Ordenskirche.

5. Die Deutung von „Die Wunder des Heiligen Ignatius von Loyola“: Interpretation der theologischen und spirituellen Inhalte sowie der Wirkungsweise des Bildes im Kontext der Gegenreformation.

6. Franz Xaver vs. Ignatius: Vergleich zwischen den beiden Altarbildern hinsichtlich ihrer Funktion als Propagandamedien und ihrer unterschiedlichen kompositorischen Ansätze.

Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Ausgangsfragen und Reflexion über Rubens' Rolle als produktiver Künstler im Dienst der Kirche.

Schlüsselwörter

Peter Paul Rubens, Ignatius von Loyola, Jesuiten, Gegenreformation, Altarbild, Ölskizze, Ikonographie, Barock, Malerei, Franz Xaver, Exorzismus, religiöse Propaganda, Kunstgeschichte, Antwerpener Jesuitenkirche, Heiligenverehrung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Interpretation des Altarbildes „Die Teufelsaustreibung des Heiligen Ignatius von Loyola“ von Peter Paul Rubens.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die Entstehungsgeschichte des Bildes im Kontext der Gegenreformation, die künstlerische Technik der Ölskizzen und die ikonographische Deutung der dargestellten religiösen Wunder.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, Rubens' Herangehensweise an diesen Großauftrag zu verstehen und zu analysieren, wie er spirituelle Inhalte in eine visuelle Sprache übersetzte, die den Betrachter zur religiösen Anteilnahme bewegen sollte.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit nutzt kunsthistorische Methoden wie die visuelle Bildbeschreibung, den Vergleich zwischen Ölskizze und Endgemälde sowie die historische Einordnung in den Kontext der Jesuiten in Antwerpen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Bildbeschreibung, die Erläuterung des Auftrags, eine technische Analyse der Ölskizzen, die historische Einordnung der Jesuitenkirche sowie eine vergleichende Analyse zwischen dem Ignatius- und dem Franz-Xaver-Gemälde.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Rubens, Ignatius von Loyola, Jesuiten, Gegenreformation, Ölskizze und Ikonographie.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „inventio“ und „Original“ für Rubens eine Rolle?

Für Rubens und seine Auftraggeber war nicht die eigenhändige Ausführung jedes Details entscheidend, sondern die originelle Idee („inventio“), die in der Ölskizze festgehalten und anschließend von Werkstattmitarbeitern umgesetzt wurde.

Inwiefern unterscheidet sich das Ignatius-Bild vom Bild des Franz Xaver?

Während das Ignatius-Bild den Heiligen als Exorzisten im Rahmen ritueller Handlungen zeigt, inszeniert das Bild des Franz Xaver den Heiligen als Wundertäter in einer exotischen, außereuropäischen Umgebung.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Interpretation und Analyse des Bildes "Die Teufelsaustreibung des Heiligen Ignatius von Loyola" von Paul Peter Rubens
Hochschule
Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn  (Institut für Germanistik, Vergleichende Literatur- und Kulturwissenschaft, Komparatistik)
Veranstaltung
„Peter Paul Rubens“ im Modul: „Aufbaumodul Kunstgeschichte der Neuzeit“
Note
1,0
Autor
Anna Maria Heinisch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
26
Katalognummer
V1000200
ISBN (eBook)
9783346397911
ISBN (Buch)
9783346397928
Sprache
Deutsch
Schlagworte
interpretation analyse bildes teufelsaustreibung heiligen ignatius loyola paul peter rubens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Maria Heinisch (Autor:in), 2015, Interpretation und Analyse des Bildes "Die Teufelsaustreibung des Heiligen Ignatius von Loyola" von Paul Peter Rubens, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000200
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Leseprobe aus  26  Seiten
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