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Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Gesundheitschancen für Eltern und Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen

Title: Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Gesundheitschancen für Eltern und Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen

Research Paper (undergraduate) , 2020 , 22 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Steffi Gesser (Author)

Health - Miscellaneous
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Diese Arbeit handelt von der sozialen Ungleichheit und Gesundheit.

Die Verflechtung der Ungleichheit der Lebensbedingungen im Zusammenhang mit Gesundheit und Sterblichkeit nimmt stetig zu, obwohl Deutschland zu den reichsten Ländern mit einer sehr gut ausgebauten sozialen Sicherung und medizinischen Versorgung gehört. Dem sozialen Status, dem Einkommen und dem Bildungsniveau werden ein hoher Stellenwert zugeschrieben. Da viele Erkrankungen, Beschwerden und Risikofaktoren gerade bei Personen mit niedrigem sozialem Status besonders häufig auftreten, werden den vier Leitfragen von Lampert folgend, die im Anschluss näher erläuterten Thesen erstellt. Diese werden am Ende der Arbeit mit der Corona- Pandemie in Bezug gesetzt und diskutiert.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Thesen

1. Personen mit niedrigem sozialen Status belasten das Gesundheitssystem

2. Durch prekäre Arbeitsverhältnisse wird die Wirtschaft geschädigt

3. Arme Menschen sterben früher

4. Ein niedriges Bildungsniveau ist ein gravierender Faktor beim Auftreten von chronischen Krankheiten

5. Hoher Bildungsstand – Ein Garant für Gesundheit

6. Aufgeklärte Patienten werden schneller gesund

7. Gleiche Bildungschancen für alle entlasten das Gesundheitssystem

3. Diskussion der verwendeten Literatur in Bezug auf die Corona Pandemie 2020

5. Sozial ungleiche Gesundheitschancen für Eltern und Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen

6. Projekte und angewendete Good-Practice Kriterien

7. Diskussion der vorgestellten Projekte bzgl. Chancen und Grenzen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen sozioökonomischem Status, Bildung und gesundheitlicher Ungleichheit und analysiert, wie sich diese Disparitäten, insbesondere vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie, auf die Gesundheitschancen auswirken und welche präventiven Projekte hierbei unterstützen können.

  • Zusammenhang zwischen sozialem Status und Lebenserwartung/Gesundheit
  • Einfluss von Bildung auf das Auftreten chronischer Krankheiten
  • Soziale Ungleichheit unter den Bedingungen der COVID-19-Pandemie
  • Präventionsansätze und Good-Practice-Projekte (z. B. Baby-Führerschein, ADEBAR)
  • Bedeutung von Empowerment und Niederschwelligkeit in der Sozialarbeit

Auszug aus dem Buch

Baby-Führerschein

In Hamburg-Lokstedt befindet sich die Lenzsiedlung, in der im Vergleich zu anderen Hamburger Stadtteilen ein sehr hoher Anteil an Kindern und Jugendlichen lebt. So leben beispielsweise 30 % der unter18-Jährigen in der Lenzsiedlung. In Hamburg gesamt sind es ca. 16 %. Außerdem ist die Sozialstruktur mit einem überdurchschnittlich hohen Anteil an Migrant*innen gekennzeichnet. Um sozial benachteiligten Familien Unterstützung in Fragen rund um die Elternschaft und die Bedürfnisse von Säuglingen und Kleinkindern zu bieten, entstand das Projekt Baby-Führerschein im Jahr 2006. In diesem Kurs erhalten Eltern unter anderem Informationen zur Gesundheitsförderung, Ernährung und Stärkung der Eltern-Kind-Bindung. Die Eltern erlernen Regeln und Rituale, das Grenzen setzen oder falls nötig, wo sie weitere Hilfen und Unterstützung bekommen können. Das Projekt ist eine Kooperation der Stiftung „Das Rauhe Haus“ und dem „Verein Lenzsiedlung“. Träger des Projektes „Baby-Führerschein ist „Das Rauhe Haus“. Das Angebot ist aufgeteilt in einen Theorie- und einen Praxisteil und wird federführend von zwei Sozialpädagog*innen und einer Familienhebamme, die in das Netzwerk „Frühe Hilfen“ eingebunden ist, betreut. Der Fokus diese Projektes liegt auf Eltern und ihren Kindern bis zum Alter von zwei Jahren mit besonders hohem Unterstützungsbedarf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Hinführung zur Thematik der gesundheitlichen Ungleichheit unter Berücksichtigung der Auswirkungen der Corona-Pandemie.

2. Thesen: Detaillierte Darstellung von Thesen zum Zusammenhang zwischen sozialem Status, Arbeitsverhältnissen, Bildung und gesundheitlichen Risiken.

3. Diskussion der verwendeten Literatur in Bezug auf die Corona Pandemie 2020: Analyse der sozioökonomischen Belastungen vulnerabler Gruppen während der Pandemie.

5. Sozial ungleiche Gesundheitschancen für Eltern und Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen: Einführung in die Problematik der gesundheitlichen Ungleichheit bei Familien und Vorstellung des Kooperationsverbundes.

6. Projekte und angewendete Good-Practice Kriterien: Detaillierte Vorstellung von Interventionsprojekten wie dem "Baby-Führerschein" oder "ADEBAR" unter Anwendung der Good-Practice-Kriterien.

7. Diskussion der vorgestellten Projekte bzgl. Chancen und Grenzen: Kritische Reflexion der Stärken und Herausforderungen der vorgestellten Präventionsprojekte.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Gesundheit, Bildungsniveau, Sozioökonomischer Status, COVID-19, Prävention, Empowerment, Niederschwelligkeit, Frühe Hilfen, Familienhebammen, Gesundheitsförderung, Prekäre Arbeitsverhältnisse, Sozialraumorientierung, Partizipation, Chronische Krankheiten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den gesundheitlichen Ungleichheiten in der Gesellschaft und untersucht, wie sozialer Status, Einkommen und Bildung die Gesundheit von Menschen beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den Schwerpunkten gehören der Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit, die Bedeutung von Bildung für die Gesundheitskompetenz sowie die Situation benachteiligter Familien in Krisenzeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass gesundheitliche Chancengleichheit in einer demokratischen Gesellschaft ein wesentliches Gut ist, und Wege zur Verbesserung durch präventive Projekte darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine Literaturanalyse durchgeführt, ergänzt durch die Analyse von spezifischen sozialraumorientierten Projekten und Good-Practice-Ansätzen der Sozialarbeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Aufstellung von Thesen zur gesundheitlichen Ungleichheit sowie die Diskussion und Analyse konkreter Projekte wie dem „Baby-Führerschein“ oder „ADEBAR“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie soziale Ungleichheit, Empowerment, Niederschwelligkeit, Prävention und Gesundheitsförderung charakterisiert.

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie laut der Autorin auf sozial Benachteiligte aus?

Die Pandemie verschärft bestehende Ungleichheiten, da Menschen mit niedrigem Status häufiger in systemrelevanten, aber schlecht bezahlten Berufen arbeiten und unter beengten Wohnverhältnissen leiden, was das Infektionsrisiko und psychische Belastungen erhöht.

Warum spielt das Konzept der "Niederschwelligkeit" in den Projekten eine so große Rolle?

Da sozial benachteiligte Gruppen oft Vorurteile gegenüber Helfersystemen haben und sich eher nicht von sich aus an Beratungsstellen wenden, müssen Projekte direkt in der Lebenswelt der Zielgruppe ansetzen und ohne große bürokratische Hürden zugänglich sein.

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Details

Title
Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Gesundheitschancen für Eltern und Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen
College
University of Applied Sciences Darmstadt  (Soziale Arbeit)
Course
Ungleiche Gesundheitschancen zu Zeiten CPVID-19
Grade
1,3
Author
Steffi Gesser (Author)
Publication Year
2020
Pages
22
Catalog Number
V1000656
ISBN (eBook)
9783346393807
ISBN (Book)
9783346393814
Language
German
Tags
COVID Ungleiche Gesundheitschancen Projektanalyse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Steffi Gesser (Author), 2020, Soziale Ungleichheit und Gesundheit. Gesundheitschancen für Eltern und Kinder aus schwierigen sozioökonomischen Verhältnissen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000656
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