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Die ersten Jakobuspilger aus Deutschland im 11. Jh. n. Chr.

Welche Ziele verfolgten Paulina von Paulinzella und Siegfried I. von Mainz mit ihren Wallfahrten nach Santiago de Compostela?

Title: Die ersten Jakobuspilger aus Deutschland im 11. Jh. n. Chr.

Term Paper , 2019 , 24 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Yannick Puhze (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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Die Ausarbeitung behandelt die Jakobuspilger Paulina von Paulinzella und Siegfried I. von Mainz. Karl der Große soll laut des vierten Buches des Codex Calixtinus nach Santiago de Compostela gepilgert sein und dort die heilige Pilgerstätte des Jakobus von den Sarazenen befreit haben. Jedoch erweist sich der Pseudo-Turpin als viertes Buch des Codex Calixtinus als eine Fälschung. Somit kann man darauf schließen, dass Karl der Große nie eine Wallfahrt nach Santiago de Compostela durchgeführt hat. Außerdem gibt es keine glaubwürdigen Quellen, die über eine Wallfahrt von Bretanaldo, Eberhard VI. von Nellenburg sowie des Mönches Ruthard berichten.

Die Ausarbeitung beginnt mit einer Entwicklung des lateinischen Begriffes ,,peregrinus‘‘ im Früh- und Hochmittelalter, in welchem auch prägnant auf den Codex Calixtinus eingegangen wird. Der mittlere Teil (Kapitel drei, vier sowie fünf) setzt sich aus der Quellenkritik von Sigebotonis Vita Paulinae, Mariani Scotti Chronicon und Lamperti Annales sowie der beiden Wallfahrten der Hauptcharaktere Paulina von Paulinzella sowie Siegfried I. von Mainz zusammen. In der Schlussbetrachtung wird die Forschungsfrage ,,Welche Ziele verfolgten Paulina von Paulinzella und Siegfried I. von Mainz mit ihren Wallfahrten nach Santiago de Compostela und welche Nachwirkungen hatte das Pilgern auf Ihre persönliche Entwicklung?‘‘ beantwortet. Es wird des Weiteren versucht, gewisse Beziehungsverhältnisse zwischen dem Chronisten Sigebotos zu Paulina von Paulinzella und den Chronisten Lampert von Hersfeld sowie Marianus Scottus zu Siegfried I. aufzubauen. Daraus entstehen weitere Erkenntnisse zum Quellenwert für die beiden berichteten Wallfahrten von Paulina von Paulinzella und Siegfried I. von Mainz.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Begriff ,,peregrinus'' im Früh- und Hochmittelalter

3. Quellenkritik

3.1 Sigebotonis Vita Paulinae (MGH SS, Bd. 30,2)

3.2 Lamperti Annales (MGH Script. rer. Germ., Bd. 38)

3.3 Mariani Scotti Chronicon (MGH SS, Bd. 5)

4. Die Wallfahrt der Paulina von Paulinzella

5. Die Wallfahrt des Siegfried I. von Mainz

6. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Beweggründe und Entwicklungen der Jakobuspilger Paulina von Paulinzella und Siegfried I. von Mainz im 11. Jahrhundert. Im Zentrum steht die Forschungsfrage, welche persönlichen Ziele die Akteure mit ihren Wallfahrten nach Santiago de Compostela verfolgten und welche Auswirkungen diese Reisen auf ihre individuelle Lebensführung und Selbstwahrnehmung hatten.

  • Bedeutungswandel des Begriffs „peregrinus“ im Mittelalter
  • Kritische Analyse zeitgenössischer Quellen (Vita Paulinae, Annales, Chronicon)
  • Soziologische und religiöse Motivationen mittelalterlicher Adliger
  • Der Einfluss von Wallfahrten auf die persönliche Identitätsfindung
  • Vergleich der Pilgerbiografien von Paulina von Paulinzella und Siegfried I. von Mainz

Auszug aus dem Buch

4. Die Wallfahrt der Paulina von Paulinzella

,,Sed ne laborem peregrinationis huius citius terminasse videretur, dimisso patre et matre eorumque comitatu, cum marito versus Hispaniam ad sanctum Iacobum iter cum paucis arripuit et gratiam, quam Romae, etiam hic apostolica interventione quesivit.''

Aus diesem Ausschnitt der Vita Paulinae, welche von dem Mönchen Sigeboto zwischen 1133-1163 verfasst wurde, kann man entnehmen, dass Paulina mit ihren Eltern sowie ihrem Ehemann nach Santiago de Compostela reiste. Paulina wurde laut der Vita Paulinae angeblich in den siebziger Jahren des 11. Jahrhunderts in Thüringen geboren. Der Onkel von Paulina, Erzbischof Werner von Merseburg, legte den Grundstein für die religiöse Ausrichtung von Paulina, welcher eine andauernde Gegnerschaft zum Kaiser pflegte sowie eine Reformpolitik gegen die kaiserlich aufgelegten Reformen während des Investiturstreites ausübte. Paulina wird bereits in den frühen Jahren ihres Lebens mit den Idealen des Adels vertraut gemacht, als sie zwei Mal zwangsverheiratet wird, denn ihr Vater namens Moricho entstammt aus dem Hirsauer Adelsgeschlecht. Paulina wurde nach ihrer Geburt automatisch zu einem Mitglied des Hirsauer Adels und sie erhielt durch ihren Vater einen Besitz von einigen Herrschaftsbefugnissen, die dem Adel im Normalfall verwehrt blieben. Dies wurde dadurch bereitgestellt, da ihr Vater als Truchsess Kaiser Heinrichs IV. das erbliche Königsrecht erhalten hatte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung stellt die Fragestellung zur Pilgerschaft von Paulina von Paulinzella und Siegfried I. von Mainz vor und erläutert die quellenbasierte Vorgehensweise.

2. Der Begriff ,,peregrinus'' im Früh- und Hochmittelalter: Dieses Kapitel definiert den historischen Bedeutungswandel des Begriffs ,,peregrinus'' vom Fremden hin zum religiös motivierten Pilger.

3. Quellenkritik: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung und Einordnung der drei zentralen Quellen: Vita Paulinae, Annales des Lampert von Hersfeld und die Chronik des Marianus Scottus.

4. Die Wallfahrt der Paulina von Paulinzella: Analyse des Lebenswegs der Paulina von Paulinzella, ihrer adligen Herkunft und der tiefgreifenden Transformation ihrer Lebensziele durch die Pilgererfahrung.

5. Die Wallfahrt des Siegfried I. von Mainz: Untersuchung der Pilgerreise von Erzbischof Siegfried I., seiner Motivationen sowie der Diskrepanz zwischen seinen Ambitionen und den politischen Zwängen seines Amtes.

6. Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Gegenüberstellung der beiden Pilgerbiografien und deren individueller Reifeprozesse durch das Pilgern.

Schlüsselwörter

Jakobuspilger, Paulina von Paulinzella, Siegfried I. von Mainz, Santiago de Compostela, Peregrinus, Mittelalter, Quellenkritik, Vita Paulinae, Lampert von Hersfeld, Marianus Scottus, Pilgerreise, Investiturstreit, Askese, Adel, Klostergründung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Lebensgeschichten und Pilgerreisen zweier bedeutender Akteure des 11. Jahrhunderts, Paulina von Paulinzella und Erzbischof Siegfried I. von Mainz, im Kontext der mittelalterlichen Jakobuspilgerschaft.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Die zentralen Themen umfassen die religiöse Motivation im Hochmittelalter, das adlige Leben unter kirchlichen Reformeinflüssen, die methodische Quellenkritik und die individuelle Identitätsfindung durch das Pilgern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu klären, welche spezifischen Ziele Paulina und Siegfried mit ihren Wallfahrten verfolgten und wie diese Reisen ihre persönliche Entwicklung und ihr weiteres Leben beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Quellenkritik. Dabei werden die biographischen Angaben der zeitgenössischen Chroniken (Sigeboto, Lampert von Hersfeld, Marianus Scottus) analysiert und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung des Begriffs ,,peregrinus'', eine detaillierte Quellenkritik der herangezogenen Manuskripte sowie eine spezifische Auswertung der Pilgerreisen der beiden Hauptcharaktere.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Jakobuspilger, Quellenkritik, Askese, Investiturstreit und die Identität als Pilger charakterisiert.

Wie unterscheidet sich die Motivation der beiden Pilger?

Während bei Paulina der Wunsch nach Abkehr von adligen Idealen und ein Streben nach Askese im Vordergrund steht, zeigt sich bei Siegfried I. eine stärkere Konfliktlinie zwischen seinen politischen Verpflichtungen als Erzbischof und dem persönlichen Wunsch nach einem klösterlichen Leben.

Welchen Stellenwert nimmt die Vita Paulinae ein?

Die Vita Paulinae dient als zentrale Quelle zur Rekonstruktion des Lebens der Paulina von Paulinzella und wird im Text sowohl auf ihren historiographischen Wert als auch auf die Absichten des Verfassers Sigeboto hin geprüft.

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Details

Title
Die ersten Jakobuspilger aus Deutschland im 11. Jh. n. Chr.
Subtitle
Welche Ziele verfolgten Paulina von Paulinzella und Siegfried I. von Mainz mit ihren Wallfahrten nach Santiago de Compostela?
College
University of Paderborn  (Historisches Institut > Mittelalterliche Geschichte > Mittelalterliche Geschichte II)
Course
Peregrinus sum – Mittelalterliche Jakobuspilgerschaft von Westfalen bis Santiago de Compostela
Grade
1,7
Author
Yannick Puhze (Author)
Publication Year
2019
Pages
24
Catalog Number
V1000697
ISBN (eBook)
9783346375957
ISBN (Book)
9783346375964
Language
German
Tags
Jakobuspilger aus Deutschland Paulina von Paulinzella Siegfried I. von Mainz Erste Jakobuspilger aus Deutschland Peregrinus sum Mittelalter Jakobuspilgerschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Yannick Puhze (Author), 2019, Die ersten Jakobuspilger aus Deutschland im 11. Jh. n. Chr., Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1000697
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