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Erklärt der Neorealismus den Ausbruch des Irakkrieges von 2003?

Title: Erklärt der Neorealismus den Ausbruch des Irakkrieges von 2003?

Term Paper , 2020 , 12 Pages , Grade: 2.0

Autor:in: Patrick Mooren (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Da Sicherheitsmaximierung der zentrale Aspekt des Neorealismus ist, soll diese Hausarbeit die Frage, ob der Neorealismus den Ausbruch des Irakkrieges von 2003 erklärt, beantworten. Dafür werden in Kapitel eins zunächst die Grundannahmen des Neorealismus sowie seine Entstehungsgeschichte erläutert. Zudem geht Kapitel eins noch auf die Frage ein, wie man mit Hilfe der neorealistischen Theorie Kriege erklären kann. Kapitel zwei beschäftigt sich dann mit dem Irakkrieg von 2003 (auch Dritter Golfkrieg genannt) und kontextualisiert dabei auch die Vorgeschichte und die Handlungsmotive der USA, um verständlich zu machen wie es überhaupt zu einem weiteren Golfkrieg kommen konnte. Außerdem wird der Kriegsverlauf noch kurz skizziert. Im letzten Teil der Arbeit wird dann noch einmal die Forschungsfrage aufgegriffen und die Theorie des Neorealismus nach Kenneth N. Waltz mit dem Irakkrieg von 2003 in Verbindung gebracht, dabei wird vor allem die Rolle der USA berücksichtigt.

Die Hauptwerke denen diese Arbeit zu Grunde liegt, sind zum einen "Theorien der Internationalen Beziehungen" von Xuewu Gu, da der Professor sehr genau auf die neorealistische Theorie eingeht und auch ihre Fähigkeit Kriege zu erklären, präzise darstellt. Zum anderen wird "Der neue Golfkrieg" von Herfried Münkler – hier geht der Autor sehr ausführlich auf die Vorgeschichte sowie den Verlauf des Dritten Golfkrieges ein und erläutert dabei auch die Sicherheitsbedrohung seitens der USA – als Werk benutzt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Neorealismus

2.1. Neorealismus und Kriege

3. Der Irakkrieg von 2003

3.1. Die Vorgeschichte des Irakkrieges von 2003

3.2. Kriegsgründe und Motive der USA

3.3. Kriegsverlauf kurz skizziert

4. Fazit: Anwendung des Neorealismus auf den Ausbruch des Irakkrieges von 2003

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit der neorealistischen Theorie nach Kenneth N. Waltz auf den Ausbruch des Irakkrieges im Jahr 2003, um zu analysieren, ob dieser Konflikt durch die systemtheoretischen Annahmen des Neorealismus erklärt werden kann.

  • Grundannahmen des Neorealismus
  • Strukturen des internationalen Systems (Anarchie, Sicherheit)
  • Vorgeschichte und sicherheitspolitische Motive der USA
  • Das Sicherheitsdilemma im Kontext des Irakkrieges
  • Machtstreben und sicherheitspolitische Maximierung

Auszug aus dem Buch

2. Neorealismus

Bei der Theorie des Neorealismus nach Kenneth N. Waltz3 handelt es sich um ein Paradigma der internationalen Beziehungen, welches versucht die Gründe und Gegebenheiten für Konflikte und Zusammenarbeit von Staaten im internationalen System zu erklären.4 Die Theorie geht auf den klassischen Realismus nach Morgenthau zurück, allerdings bildet im klassischen Realismus das Machtstreben des Menschen die anthropologische Grundlage. Der Neorealismus hingegen verwirft diese Grundannahme und fokussiert sich auf die Struktur des internationalen Systems. Grundvoraussetzung bleibt aber – genau wie im Realismus – die internationale Anarchie, also die Abwesenheit einer Weltregierungsinstanz, die auf internationaler Ebene zwischen Staaten vermitteln könnte.

Der Neorealismus setze sich im Zuge der Neorealismus-Institutionalismus-Debatte durch, wo sich beide Denschulen überwiegend mit der Frage, ob und inwieweit Staaten unter der Bedingung der Anarchie kooperationsfähig sind, befassten. Außerdem wurde noch die staatszentrische Sichtweise des Realismus diskutiert.5 Die Debatte endete mit einer Annäherung beider Seiten. Das wichtigste Element in Waltz Theorie ist das Ziel aller Staaten im System: Sicherheit6. Waltz selber sagte nämlich: „Survival is a prequisite to achive any goals that states may have, other than the goal of promoting their own disappearance as political entities.“ „The survial motive“, erklärt Waltz weiter „is taken as the ground of action in a world where the security of states is not assured“.7 Denn das Überleben, welches durch Sicherheit garantiert wird, kann nur durch Selbsthilfe gewonnen werden, da im internationalen System Sicherheit, aufgrund der Anarchie, nicht persé garantiert werden kann. Dadurch werden Staaten zu sogenannten „self-help-agents“8. Macht spielt dabei nur eine beiläufige Rolle und dient als Mittel zum Zweck, ergo um Sicherheit zu gewährleisten. Folglich hat sich die „grundlegende Zielsetzung der Staaten [in der neorealistischen Theorie] in der internationalen Politik von Machtvermehrung auf Sicherheitsgewährleistung [gewandelt]“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Fragestellung ein, ob der Neorealismus den Ausbruch des Irakkrieges von 2003 erklären kann, und skizziert das methodische Vorgehen sowie die herangezogene Literatur.

2. Neorealismus: Das Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Neorealismus nach Kenneth N. Waltz, insbesondere das Konzept der Anarchie und das Streben der Staaten nach Sicherheit.

2.1. Neorealismus und Kriege: Hier wird dargelegt, wie das Sicherheitsdilemma und das Streben nach relativer Machtpositionen im neorealistischen Verständnis zu zwischenstaatlichen Konflikten führen können.

3. Der Irakkrieg von 2003: Dieses Kapitel bildet den empirischen Teil und untersucht den zeitlichen Kontext sowie die politische Ausgangslage vor dem Krieg.

3.1. Die Vorgeschichte des Irakkrieges von 2003: Es wird die geopolitische Rolle der USA in der Golfregion seit den 1970er Jahren und die Entwicklung ihrer Interessen bis zum Beginn der 2000er Jahre beschrieben.

3.2. Kriegsgründe und Motive der USA: Dieses Kapitel analysiert die Argumentation der USA unter George W. Bush, insbesondere die Verknüpfung von Terrorismusbekämpfung und der Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen.

3.3. Kriegsverlauf kurz skizziert: Hier wird der militärische Verlauf des Dritten Golfkrieges von der Koalition unter Führung der USA kurz zusammengefasst.

4. Fazit: Anwendung des Neorealismus auf den Ausbruch des Irakkrieges von 2003: Das Fazit führt die Theorie und die empirischen Befunde zusammen und bewertet die Erklärungsleistung des Neorealismus für den untersuchten Konflikt.

Schlüsselwörter

Neorealismus, Irakkrieg 2003, Internationale Beziehungen, Sicherheit, Anarchie, Selbsthilfe, Sicherheitsdilemma, Kenneth N. Waltz, US-Außenpolitik, Machtressourcen, Staatenwelt, Geopolitik, Terrorismus, Massenvernichtungswaffen, Nationale Sicherheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht den Irakkrieg von 2003 aus der Perspektive der neorealistischen Theorie der Internationalen Beziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit fokussiert sich auf das Sicherheitsstreben von Staaten, die Struktur des internationalen Systems (Anarchie) und die außenpolitische Motivation der USA.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist zu prüfen, ob der Neorealismus nach Kenneth N. Waltz als Erklärungsmodell für den Ausbruch des Irakkrieges 2003 dienen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoriegeleitete Fallstudie, die eine Theorie auf ein spezifisches historisches Ereignis anwendet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in den Neorealismus und eine historische Analyse der Vorgeschichte, der Motive und des Verlaufs des Irakkrieges.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Neorealismus, Sicherheitsdilemma, Anarchie, US-Außenpolitik und nationale Sicherheit definiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle der Anarchie im Irakkrieg?

Die Anarchie im internationalen System wird als zentraler struktureller Faktor angesehen, der Staaten zur Selbsthilfe zwingt und somit das sicherheitspolitische Handeln der USA maßgeblich beeinflusst hat.

Warum wird im Fazit das Sicherheitsdilemma betont?

Das Sicherheitsdilemma wird als Mechanismus identifiziert, der durch das Wettrüsten und die Machtdemonstrationen beider Seiten zu einer gegenseitigen Unsicherheit führte, die den Konflikt forcierte.

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Details

Title
Erklärt der Neorealismus den Ausbruch des Irakkrieges von 2003?
College
University of Bonn  (Institut für politische Wissenschaft und Soziologie)
Course
Proseminar: Realismus in den internationalen Beziehungen
Grade
2.0
Author
Patrick Mooren (Author)
Publication Year
2020
Pages
12
Catalog Number
V1001471
ISBN (eBook)
9783346375803
ISBN (Book)
9783346375810
Language
German
Tags
Neorealismus Irakkrieg von 2003
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patrick Mooren (Author), 2020, Erklärt der Neorealismus den Ausbruch des Irakkrieges von 2003?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1001471
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