Trainer-Spieler-Gespräche im Fußball. Analyse der Chancen und Risiken anhand verschiedener Kommunikationsmodelle


Hausarbeit, 2019

22 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

GLIEDERUNG

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

1. EINLEITUNG

2. THEORETISCHER TEIL
2.1 Die FünfAxiome nach Watzlawick
2.2 Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun
2.3 Themenzentrierte Interaktion

3. PRAKTISCHER TEIL
3.1 Einzelgespräch Trainer-Spieler
3.1.1 Anwendung des Modells derfünfAxiome
3.1.2 Anwendung des Kommunikationsquadrats
3.2 Ansprache vor dem Spiel
3.3 Anweisungen während des Spiels

4. CHANCEN, RISKEN UND VERBESSERUNGSVORSCHLÄGE
4.1 Risiken der Kommunikation
4.2 Chancen von guter Kommunikation
4.3 Verbesserungsvorschläge

5. ZUSAMMENFASSUNG/FAZIT

LITERATURVERZEICHNIS

ABBILDUNGSVERZEICHNIS

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Teufelskreis#/media/File:Teufelskreis_thun_ab- strakt.svg

Abbildung 2:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Link: https://wb-web.de/wissen/interaktion/Themenzentrierte-lnteraktion-TZI.html

1. EINLEITUNG

Das Thema der folgenden Arbeit lautet, Chancen und Risiken eines Trainer-Spieler Ge­sprächs. Die Kommunikation zwischen dem Trainer und seinen Spielern ist eine bedeu­tungsvolle Komponente damit die Beziehungen auf und neben dem Platz funktionieren können.

Dem Trainer sollte bewusst sein, wie er seine Mannschaft mit seinen Worten zu errei­chen hat, sodass die Mannschaft erfolgreich seinen Anweisungen, Vorschlägen oder seiner Kritik folgen kann. Manchen Trainern fällt es jedoch schwer mit der Mannschaft zu kommunizieren, was dazu führen kann, dass die Spieler die Anweisungen nicht genau verstehen können und somit schlechter spielen. Somit steigt die Unzufriedenheit des Trainers gegenüber der Mannschaft, da er seiner Meinung nach, taktische Anweisungen verständlich von sich geben konnte. Hierbei gilt es auch zu beachten, welche Alters­gruppe trainiert wird. In einer U19- oder U17-Mannschaft kann ein Trainer deutlich tiefer in die Taktik gehen, als bei einer E- oder F-Juniorenmannschaft, bei denen eher noch der Spaß am Fußball im Vordergrund steht. Generell gesehen ist die Art und Weise wie mit einem Kind gesprochen wird, eine andere, als wenn mit Jugendlichen kommuniziert wird.

Das Ziel dieser Arbeit ist es, Kommunikationsprobleme zwischen Trainer und Spieler zu erklären und soll auch anhand von Beispielen Verbesserungsvorschläge erläutern, um auftretende Schwierigkeiten, Missverständnisse oder auch Meinungsverschiedenheiten zu lösen.

Die Arbeit lässt sich in drei Abschnitte untergliedern; der erste theoretische Teil handelt über die drei ausgewählten Kommunikationsmodelle, welche auf die Beispiele angewen­det werden sollen. Bei den Modellen handelt es sich um die fünf Axiome von Paul Watz­lawick, das Kommunikationsquadrat nach Friedemann Schulz von Thun, sowie die The­menzentrierte Interaktion von Ruth Cohn. Diese Modelle werden im Detail untersucht und beschrieben. Darauffolgend werden im praktischen Teil folgende Situationen auf die Modelle der fünf Axiome und des Kommunikationsquadrates angewendet; die Anspra­che des Trainers vor einem Spiel, ein Einzelgespräch zwischen Spieler und Trainer und Anweisungen des Trainers an die Spieler auf dem Feld. Hierbei soll das Einzelgespräch detailliert beschrieben werden. Um den Hauptteil abzuschließen rücken die Chancen und Risiken der Trainer-Spieler Interaktion in den Fokus. Dieser Teil der Arbeit wird mit Verbesserungsvorschlägen beendet, bei dem die Themenzentrierte Interaktion von Ruth Cohn benutzt wird, um die Beziehung zwischen Trainer und Spieler, aber auch unter der Mannschaft selbst zu verbessern.

2. THEORETISCHER TEIL

Im Folgenden werden die drei ausgewählten Kommunikationsmodelle detailliert unter­sucht. Es handelt sich hierbei um die fünf Axiome nach Paul Watzlawick, das Kommuni­kationsmodell von Friedemann Schulz von Thun und die Themenzentrierte Interaktion nach Ruth Cohn.

2.1 DIE FÜNF AXIOME NACH WATZLAWICK

Paul Watzlawick gehört zu den bedeutendsten Kommunikationswissenschaftlern. Er stellte fünf Grundregeln der menschlichen Kommunikation in Form von Axiomen auf.

Kurz zusammengefasst kann man die fünf Grundregeln folgendermaßen beschreiben:

1. Man kann nicht, nicht kommunizieren.
2. Es gibt eine Beziehungsebene, welche die Art des Inhalts beeinflusst.
3. Die Kommunikation besteht aus Aktion und Reaktion.
4. Es gibt digitale und analoge Arten zu kommunizieren.
5. Die Kommunikation kann symmetrisch oder komplementär sein.

Diesen fünf Axiomen wird ein bedeutsamer Einfluss nachgesagt, bezüglich der Erfor­schung und Anwendung im Bereich der Kommunikation. Diese Erkenntnisse werden heutzutage als Voraussetzung gesehen, um die Kommunikationsprozesse nachzuvoll­ziehen (vgl. Alter, 2015, S.5).

Das erste Axiom, besagt, dass man ohne Worte kommunizieren kann. Wie Paul Watz­lawick in seinem Werk „Menschliche Kommunikation“ (Watzlawick, Paul; Bavelas, Janet H.; Jackson, Don D., 2011) festhielt, nimmt ein Mensch an einem Kommunikationspro­zess auch ohne Worte teil. Der Empfänger muss für sich das Verhalten des Senders einschätzen und interpretieren. Bei einer ,,Face-to-Face-Situation“ wie Walter Simon (2010) beschreibt, kommt es, auch wenn die Gesprächspartner es nicht wollen, zu einer Kommunikation (S. 25). Mittels einfacher menschlicher Aktionen, wie schweigen gegen­über einer anderen Person oder ignorieren einer Person, verrät ein Gesprächsteilneh­mer seinen Unwillen, an der Kommunikation teilzunehmen (vgl. Haller, 2018, S.29).

Weitergehend befasst sich das zweite Axiom mit der Erkenntnis, dass es während eines Gespräches zwischen zwei Menschen eine Beziehungs- und Sachebene gibt. Die Kom­munikation wird vom Inhalt getragen, dabei ist es sehr wichtig die zwischenmenschliche Ebene nicht aus dem Fokus rücken zu lassen, da diese beeinflusst, wie die Personen auf die jeweiligen Aussagen reagieren und wie das Gespräch weiterläuft.

Wie auf www.paulwatzlawick.de zu lesen ist wird „durch Gestik, Minik [sic] und Tonfall des Sprechers [...] im Angesprochenen verschiedene Reaktionen ausgelöst (Die Axi­ome von Paul Watzlawick, o.D.). Diese Reaktionen sind die Bestätigung, Verwerfung und Entwertung der Aussage des anderen Sprechers (vgl. Die Axiome von Paul Watz­lawick, o.D.). Laut Watzlawick kommt es zu zwei verschiedenen Fällen bezüglich der Sach- und Inhaltsebene. Zum einem beschreibt er die Situation, wenn die Partner auf beiden Ebenen auf dergleichen Seite sind und keine Unstimmigkeiten herrschen. Zum anderen existiert der Fall, dass die Partner sich auf beiden Ebenen uneinig sind (vgl. Watzlawick et al. 2011, S. 94). Zudem beschreibt er verschiedene Formen der Uneinig­keit. Zum einem, wenn die Partner auf der Inhaltsebene keine Übereinstimmung finden, aber auf der Beziehungsebene sich einig sind. Weiter identifiziert er die Uneinigkeit auf der Inhaltsebene (vgl. Watzlawick et al., 2011, S.94). Näher untersucht meint Watzlawick damit, dass ,,bei[m] Wegfällen des Einverständnisses auf der Inhaltsstufe die Tragfähig­keit der Beziehung ernsthaft gefährdet sein dürfte“ (Watzlawick et al., 2011. S. 94). Dazu kann es auch zu einer Konfusion beider Seiten kommen, was dann meist auf der Inhalts­ebene gelöst werden soll oder durch eine Meinungsverschiedenheit, bei der mit Anschul­digungen hantiert wird (vgl. Watzlawick et al., 2011,S.94 f.).

Mit der dritten Grundregel wird von einer Aktion und Reaktion während einer Unterhal­tung gesprochen. Bei jeder Kommunikation ist ein Anfangspunkt zu erkennen. Bei Streit­gesprächen kommt es jedoch zu dem Fall, das die Partner individuell den Anfangspunkt setzen und somit die Schuld und den Auslöser für den Streit auf den anderen geschoben wird (vgl. Haller, 2018, S. 30 f.). Es kommt zu einer subjektiven Auffassung, da jeder Gesprächspartner sein Verhalten als Reaktion auf den anderen Partner sieht (vgl. Die Axiome von Paul Watzlawick, o.D.). Dieses Verhalten kann auch in einem Modell veran­schaulicht werden und zwar dem Teufelskreismodell (Abb. 1).

Das vierte Axiom handelt über den Interpretationsraum, der vorherrscht, den man mit einerAussage trifft. Nach Watzlawick wird einem schon von klein auf beigebracht, dass Entschuldigungen nur mit dem Einsatz von Worten oft nicht glaubhaft übermittelt werden können (vgl. Watzlawick et al., 2011, S. 64). „Eine Geste odereine Miene sagt uns mehr darüber, wie ein anderer über uns denkt, als hundert Worte“ (Watzlawick et al., 2011, S. 64), ist der wichtigste Teil dieses Zitates, da hier der Unterschied zwischen digitaler und analoger Kommunikation beleuchtet wird. Gestik und Mimik können den Interpretations­spielraum schmälern und die Nachricht verständlicher an den Empfänger übermitteln. Bei einer digitalen Kommunikation wissen beide Partner was der Inhalt der Aussage ist, das heißt die Nachricht hat keinen Interpretationsspielraum und es ist eindeutig welchen Zweck die Aussage hatte. Im Gegenteil dazu lässt eine analoge Kommunikation einen Interpretationsspielraum zu.

Die Aussage ist entweder unklar gemacht worden oder es gibt eine mehrfache Bedeu­tung, die der Empfänger für sich dann entschlüsseln und interpretieren muss (vgl. Die Axiome von Paul Watzlawick, o.D.).

Abschließend wird noch der Beziehungsunterschied zwischen den Gesprächsteilneh­mern erklärt. Es gibt komplementäre und symmetrische Kommunikationen. Bei einer symmetrischen Kommunikation sind beider Partner auf einer Ebene und haben das glei­che Verhältnis während eines Gespräches (vgl. Simon, 2010, S. 30). Bei einer komple­mentären Unterhaltung ist ein Partner „superior“ und der andere „inferior“ (vgl. Die Axi­ome von Paul Watzlawick, o.D.). Das heißt ein Gesprächspartner ist dem anderen sozu­sagen in der Rangordnung übergestellt.

2.2 KOMMUNIKATIONSMODELL NACH SCHULZ VON THUN

Ein weiteres bedeutendes Kommunikationsmodell ist das Kommunikationsquadrat nach Friedemann Schulz. Die obere Darstellung beinhaltet den Sender, der mit vier Schnä­beln spricht, den Empfänger, der mit vier Ohren hört und die Nachricht, die vier verschie­dene Seiten vorweist.

Der Sachinhalt legt Wert darauf, wie die Eigenschaft des Ausgesprochenen ist. Es ist wichtig für den Empfänger zu wissen, ob die Aussage wahr/unwahr ist, ob sie relevant/ir- relevant ist oder falls sie hinlänglich/unzureichend ist. Öfters ist es das direkt Ausgespro­chene (explizite), was zur Sachlichkeit beiträgt. Trotzdem kann der Empfänger die Rele­vanz, Hinlänglichkeit und das Wahrheitskriterium hinterfragen und sogar die Nachricht relativieren, je nach Interpretation von jenem. Wichtig für den Sender ist es, die Inhalte verständlich und klar zu sprechen, damit der Empfänger keine falsche Interpretation un­terlaufen kann (vgl. Schulz von Thun, Ruppel, Stratmann, Kurth, 2017, S. 34 f.) und (vgl. das Kommunikationsquadrat, o.D.).

Bei der Beziehungsseite stehen vor allem non-verbale Kommunikationsmittel im Mittel­punkt. Mimik und Tonfall sind dabei als wichtige Mittel zu nennen. Unabhängig davon mit welcher Person eine Unterhaltung geführt wird, übersenden beide Partner mit ihren non-verbalen Aktionen Informationen darüber, wie ihre Beziehung untereinander ist. Während der Kommunikation wird ein Beziehungshinweis immer vorhanden sein. Unter anderem werden Beziehungssignale implizit gesendet, sozusagen ,, zwischen den Zei­len“ (Schulz von Thun, et al., 2017, S.36). Der Empfänger kann, einerseits sehr sensibel auf eine Äußerung reagieren und die Nachricht als persönlichen Angriff verstehen, aber auch anderseits positiv aufnehmen. Falls eine Beziehung schon Probleme mit sich bringt, dann ist eine Kommunikation meist störanfällig zwischen beiden Parteien. Im Ge­gensatz dazu wird, in einer funktionierenden Beziehung, nicht jede Aussage überbewer­tet und löst keine Unstimmigkeiten aus (vgl. Schulz von Thun, et al., 2017, S. 35-36) und (vgl. das Kommunikationsquadrat, o.D.).

„Immer, wenn ich etwas von mir gebe, gebe ich auch etwas von mir (kund, preis)!“ (vgl. Schulz von Thun, et al., 2017, S. 37). Ob die Person es beabsichtigt oder nicht, wird sie immer etwas von sich geben. Auch hier kann der Sender diese Nachricht implizit und explizit senden. Außerdem nutzen Personen die Selbstkundgabe zu ihrer Selbstdarstel­lung, die meist als gut gezeigt wird, sowie als eine Art sich authentisch zu zeigen. Auf der Seite des Empfängers muss dieser für sich selber entscheiden, wie er den Sender und seine Aussagen einschätzt (vgl. Schulz von Thun, et al., 2017, S. 37).

Letztlich wird die Appellseite des Senders, Empfängers und der Nachricht erklärt. Hier will der Sender mit seiner Aussage Einfluss nehmen auf den Empfänger. Für Führungs­kräfte ist diese Seite des Kommunikationsquadrats bedeutungsvoll, da sie diese Qualität besitzen müssen, um die Mitarbeiter zu motivieren und auch zu leiten. Gleichzeitig muss die Führungskraft auf Appelle seiner Mitarbeiter hören, denn wie Schulz von Thun (2017) schreibt sind „Die unerfüllten Wünsche von heute [...] die unerfüllten Wünsche von mor­gen“ (S. 41). Aus der Sicht des Empfängers wird dieser sich denken was er machen soll oderwie er sich verhalten soll (vgl. Schulz von Thun, et al., 2017, S.40 f.).

2.3 THEMENZENTRIERTE INTERAKTION

Die Themenzentrierte Interaktion (TZI) von Ruth Cohn konzentriert sich auf die Arbeit eines Gruppenleiters mit Gruppen (vgl. Schmidt, 2006, S. 262). Jede Interaktion einer Gruppe besteht aus drei Faktoren: das „Ich“, dass „Wir“ und das „Thema“. Das „Ich“ schließt die Person mit all seinen Eigenschaften und Werten ein. Das „Wir“ stellt die Gruppe dar, sowie die Gruppendynamik untereinander und die Beziehungen der Gruppenteilnehmer. Das „Thema“ oder auch „Es“ genannt, handelt von der Aufgabe, welche die Gruppe bewältigen will. Wichtig ist, dass diese drei Faktoren von einem Globe (Umfeld) umschlossen werden (Abb. 2). Dieses Umfeld beinhaltet „Zeit, Ort und deren historischen, sozialen und teleologischen Gegebenheiten“ (Cohn, 2016, S. 114). Somit entsteht eine Balance aus den drei Faktoren in diesem Umfeld. Normalerweise sind diese drei Faktoren in Gruppen nicht richtig ausbalanciert, deshalb muss der Gruppen­leiter einen Weg finden eine Dynamische Balance zu kreieren. Dies kann er umsetzen, indem er seine erlernten Fähigkeiten und seine Persönlichkeit treffend einsetzt, neben der Art und Weise wie er die Aufgabe angeht, um die Gruppe erfolgreich zu leiten. Die TZI bringt auch Regeln mit sich, die laut Cohn (2016) die „zwischenmenschliche^] Ver­bundenheit fördern sollen“ (S. 115). Es gibt sieben Regeln die Cohn als Hilfe aufstellt:

1. Man soll in einer Gruppe immer sich so verhalten, wie man selber behandelt wer­den will.
2. Jeder Teilnehmer entscheidet für sich selbst, wann sie sprechen wollen oder nicht, beziehungsweise welche Aussagen sie tätigen und welche nicht.
3. Keine Person wird während sie redet unterbrochen und es wird nicht dazwischen gesprochen.
4. Falls jemand abgelenkt während eines Gesprächs ist, dann soll diese Person sich von der Gruppe temporär entfernen, da es die Gruppe und das Individuum nicht voranbringt.
5. Die Gesprächsteilnehmer sollen in derlch-Form von sich sprechen.
6. Es ist besser eine eigene Aussage zu treffen als anderen eine Frage zu stellen (man sollte dann zu seinerAussage auch stehen).
7. Man soll auf die Körpersprache von anderen und sich selbst achten (vgl. Cohn, 2016, S. 112-117).

Weiterhin werden Störungen als willkommen angesehen, da sie Möglichkeit zur Prob­lemlösung stellen aus denen etwas gelernt werden kann, sei es positiv oder negativ (vgl. Simon, 2010, S. 96).

3. PRAKTISCHER TEIL

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Ansprache des Trainers, das Einzelgespräch und die Anweisungen während des Spiels sind drei Möglichkeiten, bei denen Trainer und Spieler kommunizieren können. Im Folgenden Abschnitt wird das Einzelgespräch als Praxisbeispiel verwendet. Das Bei­spiel bezieht sich hierbei auf eigene Erfahrungen als Jugendtrainer, d.h. die Spieler sind im Kindesalter und zwar zwischen neun und elf Jahren einzuordnen. An diesem Beispiel werden die Kommunikationsmodelle von Watzlawick und Schulz von Thun angewendet. Die weiteren Situationen, die Ansprache vor dem Spiel und die Anweisungen während der Partei, werden vereinfacht dargestellt.

3.1 EINZELGESPRÄCH TRAINER - SPIELER

Einzelgespräche sind für den Trainer eine Möglichkeit mit dem Spieler persönlich zu reden. Solche Gespräche sollten optimaler Weise zur Vorbereitung, gegen Saisonmitte und zum Abschluss der Saison gehalten werden. Wichtig sind zudem auch die kurzen Gespräche, die ein Trainer auch mal spontan führen kann. Beispielsweise gibt es Vor­fälle, bei denen die Spieler im privaten Leben Probleme haben und deshalb seltener zum Training erscheinen oder im Spiel und Training offensichtlich abgelenkt sind. Hier kommt auch die pädagogische Funktion eines Trainers zum Handeln, der, manchmal auf Anra­ten der Eltern, mit dem Spieler ein persönliches Gespräch führen soll. Folgendes Bei­spiel handelt von einem Gespräch zur Saisonmitte.

[...]

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten

Details

Titel
Trainer-Spieler-Gespräche im Fußball. Analyse der Chancen und Risiken anhand verschiedener Kommunikationsmodelle
Hochschule
Hochschule für angewandtes Management GmbH
Note
1,7
Autor
Jahr
2019
Seiten
22
Katalognummer
V1001555
ISBN (eBook)
9783346375131
ISBN (Buch)
9783346375148
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Trainergespräch, Spieler, Fußball Spielergespräch, Kommunikation, Präsentation, Fünf Axiome, von Thun, Schulz von Thun, Watzlawick, TZI, Themenzentrierte Interaktion
Arbeit zitieren
Angelo Petrone (Autor), 2019, Trainer-Spieler-Gespräche im Fußball. Analyse der Chancen und Risiken anhand verschiedener Kommunikationsmodelle, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1001555

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