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Das Elterngeld. Ein kultureller Erklärungsansatz

Title: Das Elterngeld. Ein kultureller Erklärungsansatz

Term Paper , 2012 , 19 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anonym (Author)

Social Studies (General)
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Ziel dieser Arbeit soll sein, der Frage nachzugehen, ob eine kulturelle Erklärung des Elterngelds tatsächlich möglich ist. Methodisch fußt sie auf der Analyse von Sekundärliteratur. Im nachfolgenden zweiten Kapitel werden Kultur allgemein sowie die Kultur des deutschen Wohlfahrtsstaats definiert. Kapitel 3 gibt einen kurzen Überblick über die deutsche Familienpolitik, während das Elterngeld in Kapitel 4 vorgestellt wird. Mögliche Erklärungsansätze werden im fünften Kapitel diskutiert. Ich schließe mit einem Fazit.

Das 2007 paradoxerweise von einer konservativen Ministerin eingeführte Elterngeld hat in der Wissenschaft zu einiger Verwunderung geführt, da es in Gender-Aspekten einem Paradigmenwechsel gleichkam. Ausgehend von der kulturellen Fundierung hätte eine solche Reform eigentlich nicht stattfinden dürfen. Eine mögliche Argumentation wäre, dass Politik eben doch „matters“ und sie die Reform als Antwort auf ökonomische Zwänge (Stichwort demographischer Wandel) durchsetzte. Andererseits könnte aber auch beim Elterngeld ein kultureller Erklärungsansatz verwendet werden, denn auch wenn der Idealtypus der klassischen Kernfamilie nach wie vor hohe Relevanz in Deutschland hat, so ist es in den letzten Jahrzehnten dennoch zu einer deutlichen Pluralisierung der Lebensformen gekommen. Gleiches gilt für die Erwerbsquote von Frauen mit Kindern. Die kulturellen Rahmenbedingungen hätten sich demnach geändert und so die Einführung des Elterngelds ermöglicht.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definition von Kultur

3 Familienpolitik in Deutschland: Vereinbarkeit von Familie und Beruf

4 Das Elterngeld

4.1 Schwedisches Modell

4.2 Deutsches Modell

5 Erklärungsansätze

5.1 Zusammenfassung bisheriger Ansätze

5.2 Kulturalistischer Ansatz

6 Schluss

7 Literatur

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern eine kulturelle Erklärung für die Einführung des Elterngelds in Deutschland im Jahr 2007 möglich ist, und analysiert dabei den Wandel von konservativen Familienleitbildern hin zu einer stärkeren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

  • Die Rolle von Kultur als eigenständiges Erklärungsmodell in der Wohlfahrtsstaatsforschung.
  • Historische Entwicklung und Traditionen der deutschen Familienpolitik.
  • Vergleich zwischen dem schwedischen Modell und dem deutschen Elterngeld-Modell.
  • Theoretische Ansätze zur Erklärung des Paradigmenwechsels in der Familienpolitik.
  • Die Bedeutung von Werten, Geschlechterrollen und gesellschaftlichem Wandel für politische Reformen.

Auszug aus dem Buch

2 Definition von Kultur

Betrachtet man die Literatur im Bereich der Wohlfahrtsstaatsforschung, so falle auf, dass „Kultur“ als eigenständiges Erklärungsmodell für unterschiedliche Ausgestaltungen von Wohlfahrtsstaaten „bestenfalls eine marginale Rolle zugebilligt wird“ (Ullrich 2003: 1). Dies mag unter anderem an der schwierigen Definition des Kulturbegriffs liegen, die teilweise selbst in einschlägigen Artikeln nur unzureichend vorgenommen wird (vgl. Béland 2009). Bevor also detaillierter auf das Für und Wider von kulturalistischen Erklärungsansätze eingegangen werden kann, ist eine nähere Betrachtung des Kulturbegriffs ratsam.

Insgesamt findet der Begriff eine sehr breite Verwendung, was die Problematik einer eindeutigen Definition abermals verdeutlicht. Der Ursprung liegt im lateinischen Wort „colere“, was übersetzt so viel wie „pflegen“ bedeutet. Auf den ersten Blick wird der Zusammenhang mit Kultur im heutigen Sprachgebrauch sicherlich nicht sofort klar, jedoch macht diese ursprüngliche Bedeutung bei näherer Betrachtung tatsächlich sogar außerordentlich viel Sinn!

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den theoretischen Rahmen des Wohlfahrtsstaats dar und führt die Forschungsfrage ein, ob eine kulturelle Erklärung für die Einführung des Elterngelds in Deutschland möglich ist.

2 Definition von Kultur: Dieses Kapitel erörtert die Komplexität des Kulturbegriffs und dessen Bedeutung für die Wohlfahrtsstaatsforschung.

3 Familienpolitik in Deutschland: Vereinbarkeit von Familie und Beruf: Es wird ein Überblick über die historische Entwicklung und die Akteure der deutschen Familienpolitik gegeben, mit Fokus auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

4 Das Elterngeld: Hier wird das Elterngeld als Einkommensersatzleistung vorgestellt, wobei ein Vergleich zum schwedischen Modell gezogen wird.

5 Erklärungsansätze: Das Kapitel diskutiert bestehende Erklärungsmodelle zur Reform des Elterngelds und ergänzt diese um einen kulturalistischen Ansatz.

6 Schluss: Der Schluss fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt die Erklärungskraft kultureller Faktoren für den Paradigmenwechsel in der Familienpolitik.

7 Literatur: Verzeichnis der in der Arbeit verwendeten Quellen und Referenzen.

Schlüsselwörter

Elterngeld, Familienpolitik, Wohlfahrtsstaat, Kultur, Geschlechterrollen, Normalarbeitsverhältnis, Wohlfahrtskultur, Paradigmenwechsel, Vereinbarkeit, Sozialpolitik, Wertesystem, Demographischer Wandel, Fachkräftemangel, Väterbeteiligung, Säkularisierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Einführung des Elterngelds in Deutschland im Jahr 2007 und hinterfragt, ob kulturelle Faktoren und ein gesellschaftlicher Wertewandel diesen politischen Paradigmenwechsel erklären können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die deutsche Familienpolitik, die Definition des Kulturbegriffs in der Sozialwissenschaft sowie die vergleichende Wohlfahrtsstaatsforschung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, zu prüfen, ob der „welfare arrangement approach“ und kulturelle Analysen ein besseres Verständnis für die Entstehung des Elterngelds bieten als rein ökonomische oder institutionelle Erklärungsmodelle.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert methodisch auf einer fundierten Analyse von Sekundärliteratur zu den Themen Wohlfahrtsstaat, Familienpolitik und Kulturtheorie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition von Kultur, einen geschichtlichen Abriss der Familienpolitik, die Vorstellung des Elterngelds sowie die Diskussion verschiedener Erklärungsansätze für dessen Einführung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlüsselwörter sind Elterngeld, Familienpolitik, Wohlfahrtsstaat, Kultur, Geschlechterrollen und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Warum wird das schwedische Modell in der Arbeit erwähnt?

Das schwedische Modell dient als Vergleichsbeispiel, da es oft als Musterbeispiel für eine erfolgreiche Familienpolitik mit hoher Frauenerwerbsquote gilt und als Vorbild für die deutsche Konzeption diskutiert wurde.

Welche Rolle spielte Ursula von der Leyen bei der Einführung des Elterngelds?

Ihr wird als Familienministerin eine hohe Glaubwürdigkeit zugeschrieben, die es ihr ermöglichte, trotz ihrer konservativen Parteizugehörigkeit eine familienpolitische Reform durchzusetzen, die traditionelle Rollenbilder in Frage stellte.

Wie verändert sich laut Autorin das Verständnis von Familien in Deutschland?

Die Autorin stellt eine Pluralisierung und Diversifizierung der Lebensformen fest, wobei jedoch weiterhin ein Großteil der Kinder bei verheirateten Eltern aufwächst.

Wird die Einführung des Elterngelds als Erfolg gewertet?

Ja, das Echo in der Literatur wird als überwiegend positiv bewertet, insbesondere aufgrund der unerwartet hohen Väterbeteiligung, wenngleich das Elterngeld allein das Problem der Kinderbetreuungsplätze nicht lösen kann.

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Details

Title
Das Elterngeld. Ein kultureller Erklärungsansatz
College
University of Bremen
Grade
1,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2012
Pages
19
Catalog Number
V1002106
ISBN (eBook)
9783346377586
ISBN (Book)
9783346377593
Language
German
Tags
elterngeld erklärungsansatz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2012, Das Elterngeld. Ein kultureller Erklärungsansatz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1002106
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