Die folgende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie sich die Anzahl von vegetarisch lebenden Menschen in Deutschland in den letzten 10 Jahren verändert hat. Der Fokus liegt auch auf dem Forschungsstand zum Vegetarismus in Deutschland. Laut einer Studie von Cordts et al. leben in Deutschland fast doppelt so viele Vegetarier wie noch vor 7 Jahren. Während im Jahr 2006 nur 1,6% der Befragten angaben sich vegetarisch zu ernähren stieg die Zahl im Jahr 2012 auf 3,7% an.
Ein Ernährungsreport von Klöckner (2019) zeigt, dass der Konsum von Fleisch und Wurst stets abnimmt. Während 2017 noch 34% der Bevölkerung täglich davon konsumierten, sind es heute nur noch weniger als ein Drittel, nämlich 28%. Konsequent auf Fleisch verzichten laut dieser Umfrage 6% der Befragten, unter den 14- bis 29-Jährigen lag die Zahl bei 11%.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Bedeutung und Definition des Vegetarismus
3 Motive für die vegetarische Lebensweise
4 Forschungsstand
5 Operationalisierung der Fragestellung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die quantitative Entwicklung vegetarisch lebender Menschen in Deutschland über einen Zeitraum von zehn Jahren und analysiert dabei die zugrunde liegenden Motive sowie empirische Erfassungsmethoden.
- Historische und inhaltliche Definition des Vegetarismus
- Klassifizierung verschiedener vegetarischer Ernährungsformen
- Motivanalyse für den Fleischverzicht (ethisch, gesundheitlich, ökologisch)
- Auswertung aktueller Studien zum Ernährungsverhalten in Deutschland
- Methodische Ansätze zur empirischen Erfassung des Vegetarismus
Auszug aus dem Buch
2 Bedeutung und Definition des Vegetarismus
Unter Vegetarismus versteht man in der Regel den Verzicht auf Fleisch und Fisch. Hierbei wird jedoch weiter unterteilt in den Lakto-Ovo-, Lakto- und Ovo-Vegetarier sowie den Veganer. Diese Arten werden anhand der verzehrten Lebensmittel unterschieden. Während Lakto-Ovo-Vegetarier auf Fleisch und Fisch verzichten, vermeiden Lakto-Vegetarier den Konsum von Fleisch, Fisch und Eiern. Der Ovo-Vegetarier verzichtet auf Fleisch, Fisch und Milch wo hingegen der Veganer alle vom Tier stammenden Lebensmittel, wie z.B. Fleisch, Fisch, Milch, Eier oder Honig aus seiner Ernährung verbannt. Der Ursprung des Begriffs „Vegetarismus“ zeigt jedoch, dass die vegetarische Ernährungsweise mehr umfasst als lediglich den Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. Der Vegetarismus wird nämlich als eine Art Lebensstilkonzept angesehen, welches eine lebendige und belebende Ernährungs- und Lebensweise verfolgt. Hierbei sind tierische Produkte, wie z.B. Milch und Eier durchaus erlaubt (vgl. Bollhöfer 2012: 9f).
Während vegetarische Gemeinschaften bereits in der Antike bekannt waren, tauchte der Fachausdruck „Vegetarismus“ hingegen erst relativ spät, nämlich um 1850 im Sprachgebrauch auf. Der Ausdruck „Vegetarier“ wird vom lateinischen vegetare (=beleben) bzw. vegetus (=frisch, lebendig, belebt) abgeleitet (vgl. Leitzmann 2007: 10).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Trend zur vegetarischen Ernährung anhand von statistischen Daten zur Abnahme des Fleischkonsums in Deutschland.
2 Bedeutung und Definition des Vegetarismus: Dieses Kapitel definiert die verschiedenen Ausprägungen des Vegetarismus und erläutert den etymologischen sowie den lebensstilorientierten Hintergrund des Begriffs.
3 Motive für die vegetarische Lebensweise: Hier werden gesundheitliche, ethische und ökologische Beweggründe für den Fleischverzicht sowie die Rolle des Body Mass Index analysiert.
4 Forschungsstand: Das Kapitel gibt einen Überblick über aktuelle Studien, insbesondere die DEGS1-Studie des Robert-Koch-Instituts, und zeigt die demografischen Unterschiede im vegetarischen Ernährungsverhalten auf.
5 Operationalisierung der Fragestellung: Es wird erörtert, wie der Vegetarismus empirisch über verschiedene Altersgruppen hinweg mittels Fragebögen und Dokumentenanalysen in verschiedenen Institutionen erfasst werden kann.
Schlüsselwörter
Vegetarismus, Fleischverzicht, Ernährungsreport, Lebensstilkonzept, Lakto-Ovo-Vegetarier, Veganismus, Gesundheitsrisiken, Tierwohl, DEGS1, empirische Datenerhebung, Fleischkonsum, Ernährungsweise, Konsumentenverhalten, Statistik, Prävention.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Zunahme vegetarischer Ernährungsweisen in Deutschland und untersucht die dahinterstehenden Motive sowie Möglichkeiten zur wissenschaftlichen Datenerhebung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören die begriffliche Definition des Vegetarismus, die Analyse von Beweggründen für den Fleischverzicht und die Darstellung aktueller wissenschaftlicher Datenlage.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, die Entwicklung der Anzahl vegetarisch lebender Menschen in Deutschland über die letzten zehn Jahre nachzuvollziehen und methodische Wege zur Erfassung dieser Gruppe zu identifizieren.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse vorhandener Studien und diskutiert Methoden wie Befragungen, Dokumentenanalysen und Interviews für eine empirische Untersuchung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die inhaltliche Definition, die Erläuterung der Motive, die kritische Betrachtung des Forschungsstands und die methodische Planung einer empirischen Erfassung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Vegetarismus, Ernährungsweise, Fleischkonsum, empirische Erfassung, Gesundheit, Ethik und Forschungsstand.
Welche Rolle spielt das Alter der Konsumenten bei der vegetarischen Ernährung?
Studien zeigen, dass besonders junge Erwachsene zwischen 18 und 29 Jahren einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Vegetariern aufweisen.
Warum ist eine Unterscheidung der vegetarischen Formen relevant?
Die Unterscheidung ist notwendig, da die Beweggründe und die Strenge des Verzichts – etwa zwischen Veganern und Lakto-Ovo-Vegetariern – stark variieren können.
- Citar trabajo
- Stefanie Dittner (Autor), 2019, Vegetarismus in Deutschland. Eine kurze Recherche zum Forschungsstand, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1002285