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Toleranzbegriff im Verhältnis der Religionsgemeinschaften am Werk Lessings "Nathan der Weise"

Título: Toleranzbegriff im Verhältnis der Religionsgemeinschaften am Werk Lessings "Nathan der Weise"

Trabajo Escrito , 2021 , 19 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Gerrit Schrage (Autor)

Filología alemana - Literatura alemana moderna
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Die Hausarbeit befasst sich mit der Frage, inwiefern Lessings Toleranzbegriff im Drama "Nathan der Weise" das Verhältnis der Religionsgemeinschaften neu definiert und damit ein friedliches und sogar wertschätzendes Zusammenleben der Religionen als Selbstverständlichkeit ansieht.

Zunächst wird dies durch eine Darstellung des historischen Kontextes der Aufklärung dargestellt. Darauf wird die Sichtweise Lessings zum Toleranzbegriff herausgearbeitet und in Beziehung mit anderen typischen Vertretern der Aufklärung gesetzt, um ein Grundverständnis des Toleranzbegriffes von Lessing zu schaffen sowie diesen von anderen Auffassungen von Toleranz zur Zeit der Aufklärung abzugrenzen. Darauf folgt dann eine intensive Auseinandersetzung mit Lessings dramatischen Gedicht Nathan der Weise, indem die Hauptcharaktere auf ihr intolerantes beziehungsweise tolerantes Verhalten im Gedicht näher untersucht werden und die daraus resultierenden Erkenntnisse in Bezug zur Forschungsliteratur gesetzt werden.

Somit lässt sich eine klare Aussage zu Lessings Toleranzgedanken in Beziehung zu den einzelnen Charakteren und deren Sichtweise auf die drei Religionen, also das Christentum, Judentum und den Islam, herausstellen. Die Resultate werden im Fazit nochmals vertieft dargestellt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Historischer Kontext und die Epoche der Aufklärung

3. Die Bedeutung des Toleranzbegriffs bei Lessing

4. Nathan der Weise als Erziehungsdrama

4.1 Der tolerante und weise Nathan

4.2 Der Tempelherr – Größte Veränderung im Toleranzdenken

4.3 Der intolerante Patriarch

4.4 Saladin und die erzieherische Ringparabel

4.5 Recha und die drei Religionen – Judentum, Christentum, Islam

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwiefern Gotthold Ephraim Lessings dramatisches Gedicht „Nathan der Weise“ das Verhältnis zwischen den Weltreligionen neu definiert und ein tolerantes sowie wertschätzendes Miteinander postuliert. Dabei wird Lessings Verständnis von Toleranz vor dem historischen Hintergrund der Aufklärung analysiert und an den zentralen Charakteren des Werkes auf seine Wirksamkeit und praktische Anwendung hin überprüft.

  • Lessings Toleranzverständnis im Kontext der Aufklärung
  • Die Funktion von „Nathan der Weise“ als Erziehungsdrama
  • Analyse der Charaktere Nathan, Tempelherr, Patriarch, Saladin und Recha
  • Die Bedeutung und erzählerische Funktion der Ringparabel
  • Humanistische Ideale und ihre Aktualität in der modernen Gesellschaft

Auszug aus dem Buch

4.4 Saladin und die erzieherische Ringparabel

Auch Saladin durchläuft einen Entwicklungsprozess im Drama. Dies wird in besonderer Weise in der Ringparabel sichtbar, die laut Karl Eibl das Kernstück des Dramas bildet. Der Dialog zwischen Saladin und Nathan beginnt, als Saladin Nathan zunächst auf Anregung seiner Schwester Sittah in seinen Palast lockt. Saladins Ziel ist es, Nathan durch eine Äußerung moralisch sowie intellektuell zu unterwerfen und ihn so zwingen, Saladin Geld zu leihen. Stuart Atkins ergänzt dazu, dass diese Dialogszene nur eine von vielen Prüfungen sei, die Nathan im Laufe des Dramas durchlebe. Klar findet sich dies ins Saladins Worten: „Ich heische deinen Unterricht in ganz / Was anderm; ganz was anderm. – Da du nun / So weise bist: so sage mir doch einmal / – Was für ein Glaube, was für ein Gesetz / Hat dir am meisten eingeleuchtet?“

Bereits mit diesen Aussagen regt Saladin Nathan zum Nachdenken an. Daraufhin folgt Saladins eigentliche Befragung nach Nathans Sichtweise, welche denn die richtige und wahre Religion sei. Dies zeigen die nachfolgenden Worte: „– Von diesen drey / Religionen kann doch eine nur / Die wahre seyn. [...] Bleibt er aus Einsicht, Gründen, Wahl des Bessern.“ Im Anschluss an diese Frage verlässt Saladin den Raum und gibt Nathan etwas Bedenkzeit, indem er ins Nebenzimmer zu Sittah verschwindet. Nathan entschließt sich Saladins Frage in Form einer Geschichte zu beantworten und beginnt dem Sultan Saladin zu erzählen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verknüpft aktuelle gesellschaftliche Konflikte mit der zeitlosen Relevanz von Lessings Toleranzgedanken.

2. Historischer Kontext und die Epoche der Aufklärung: Dieses Kapitel erläutert die Grundzüge der Aufklärung, den Rationalismus sowie die Bedeutung von Vernunft und Sensualismus für das Zeitalter.

3. Die Bedeutung des Toleranzbegriffs bei Lessing: Hier werden zeitgenössische Definitionen von Toleranz analysiert und Lessings spezifisches Verständnis, das über bloße Duldung hinausgeht, herausgearbeitet.

4. Nathan der Weise als Erziehungsdrama: Dieses Kapitel untersucht die pädagogische Struktur des Werkes und die Entwicklung der einzelnen Charaktere innerhalb des Aufklärungsprozesses.

4.1 Der tolerante und weise Nathan: Nathan wird als Idealfigur vorgestellt, die durch Gelassenheit und Weisheit die Charaktere um sich herum positiv beeinflusst.

4.2 Der Tempelherr – Größte Veränderung im Toleranzdenken: Es wird die Wandlung des Tempelherrn von einer intoleranten Haltung hin zu einer toleranten Weltsicht aufgezeigt.

4.3 Der intolerante Patriarch: Dieses Kapitel beleuchtet die fanatische, auf Macht und Ausgrenzung basierende Haltung des Patriarchen als Gegenpol zur Aufklärung.

4.4 Saladin und die erzieherische Ringparabel: Der Fokus liegt auf der Entwicklung Saladins und der zentralen Funktion der Ringparabel für das Toleranzverständnis im Drama.

4.5 Recha und die drei Religionen – Judentum, Christentum, Islam: Das Kapitel thematisiert Rechas Entwicklung und ihre Fähigkeit, Toleranz gegenüber verschiedenen Glaubensrichtungen zu zeigen.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Lessings Toleranzideal auch heute noch ein visionäres, wenn auch in der Realität schwer zu erreichendes Ziel für unsere Gesellschaft darstellt.

Schlüsselwörter

Aufklärung, Toleranz, Lessing, Nathan der Weise, Ringparabel, Religion, Erziehungsdrama, Humanismus, Rationalismus, Saladin, Tempelherr, Patriarch, Recha, Vernunft, interreligiöser Dialog

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Gotthold Ephraim Lessing in seinem Werk „Nathan der Weise“ einen toleranten Umgang zwischen den Weltreligionen thematisiert und durch seine Figuren zur Anwendung bringt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das Toleranzverständnis der Aufklärung, die erzieherische Kraft des Dramas sowie die Überwindung religiöser Vorurteile und Ausgrenzung.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, inwiefern Lessings Toleranzbegriff im dramatischen Gedicht das Verhältnis der Religionsgemeinschaften zueinander neu definiert und ein friedliches Zusammenleben ermöglicht.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer textanalytischen Untersuchung der zentralen Charaktere und der dramaturgischen Struktur des Werkes, gestützt durch relevante Fachliteratur zum Thema Lessing und Aufklärung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem historischen Kontext, der Definition des Toleranzbegriffs bei Lessing sowie der detaillierten Untersuchung der Wandlungsprozesse von Charakteren wie Nathan, dem Tempelherrn und Saladin.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Toleranz, Aufklärung, Religion, Ringparabel, Humanismus und das Erziehungsdrama als Gattung.

Welche Rolle spielt die Ringparabel in dieser Untersuchung?

Die Ringparabel wird als Kernstück des Dramas identifiziert, welches durch die erzählerische Vermittlung von Nathans Weisheit den entscheidenden Wandel in der Haltung Saladins einleitet.

Wie unterscheidet sich der Patriarch von den anderen Charakteren?

Der Patriarch wird als strikter Gegenentwurf zu Lessings Toleranzideal analysiert, der durch religiösen Fanatismus und Intoleranz geprägt ist und keine menschliche Reife zeigt.

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Detalles

Título
Toleranzbegriff im Verhältnis der Religionsgemeinschaften am Werk Lessings "Nathan der Weise"
Universidad
Ruhr-University of Bochum  (Fakultät für Philologie - Germanistisches Institut)
Calificación
1,7
Autor
Gerrit Schrage (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
19
No. de catálogo
V1002426
ISBN (Ebook)
9783346373311
ISBN (Libro)
9783346373328
Idioma
Alemán
Etiqueta
Toleranzbegriff Lessing Religionsgemeinschaften Nathan der Weise Toleranzgedanke Aufklärung Toleranz Erziehungsdrama Intoleranz
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Gerrit Schrage (Autor), 2021, Toleranzbegriff im Verhältnis der Religionsgemeinschaften am Werk Lessings "Nathan der Weise", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1002426
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