Die schriftliche Befragung ist neben der mündlichen Befragung, dem Test und dem Beobachten ein wichtiges Instrument zur Erstellung einer empirischen Forschungsarbeit.
In diesem Buch steht die Konzeption eines Fragebogens im Vordergrund, wobei vor allem auf die Auswahl, die Formulierung der Fragen sowie auf den Aufbau des Fragebogens eingegangen wird.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Vorüberlegungen und Begriffsklärungen
2.1 Grundannahmen
2.2 Hypothesengenerierung
2.3 Variablen
2.4 Testgütekriterien
2.4.1 Objektivität
2.4.2 Reliabilität
2.4.3 Validität
3 Die schriftliche Befragung
3.1 Fragebogenkonstruktion
3.1.1 Fragearten
3.1.2 Formulierung der Fragen
3.1.3 Aufbau des Fragebogens
3.2 Die computervermittelte Befragung
3.3 Die Delphi-Methode
4 Die schriftliche Befragung anhand eines Beispiels
5 Literatur
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die methodischen Grundlagen für die Erstellung eines Fragebogens im Kontext einer empirischen Forschungsarbeit zu vermitteln und anhand eines Praxisbeispiels zu veranschaulichen.
- Theoretische Grundlagen empirischer Forschungsmethoden
- Konstruktive Aspekte der Fragebogenentwicklung
- Qualitätskriterien wie Objektivität, Reliabilität und Validität
- Methodische Besonderheiten der schriftlichen und computervermittelten Befragung
Auszug aus dem Buch
3.1.2 Formulierung der Fragen
- Die Fragen sollten möglichst kurz, konkret, eindeutig und einfach formuliert sein. Bitte keine ungebräuchlichen Fachausdrücke oder Abkürzungen verwenden.
- Suggestivfragen vermeiden, da dem Befragten durch die Formulierung bereits eine bestimmte Antwortvorgabe nahegelegt wird.
- Die Fragen neutral formulieren. Durch Vorurteile belastete Begriffe aufgrund der möglichen Beeinflussung bei der Antwort vermeiden.
- Hypothetische Fragen sollten umgangen werden.
- Keine Mehrdimensionalität der Fragen zulassen. Besser ist die Unterteilung in zwei oder mehr Fragen.
- Fragen dürfen nicht umgangssprachlich gestellt werden oder doppelte Negationen beinhalten.
- Um hinsichtlich der impliziten Bewertung ein ausgeglichenes Verhältnis zu schaffen sollten die Fragen sowohl die positiven wie auch die negativen Antwortoptionen miteinbeziehen.
- Um erzwungene Fehleingaben zu vermeiden, wird als Antwortmöglichkeit die Kategorie "weiß nicht" angegeben (sogenannte "Non-Attitute"-Angaben).
- Statt Fragen, in denen nach Zustimmung oder Ablehnung von Aussagen gefragt wird, lieber Fragen mit konkreten Inhaltsvorgaben ("Forced-Choice-Questions") stellen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Einleitung verortet die schriftliche Befragung als wichtiges Instrument empirischer Forschung und führt in die Konzeption des exemplarischen Fragebogens ein.
2 Vorüberlegungen und Begriffsklärungen: Dieses Kapitel erläutert den Prozess der Hypothesengenerierung, die Definition von Variablen sowie die zentralen Testgütekriterien.
3 Die schriftliche Befragung: Hier werden Prinzipien der Fragebogenkonstruktion, verschiedene Fragearten und der Aufbau sowie moderne Befragungsformen wie die computervermittelte Befragung und die Delphi-Methode behandelt.
4 Die schriftliche Befragung anhand eines Beispiels: Das Kapitel stellt die konkrete Anwendung eines Fragebogens zur Wissensanwendung bei Studierenden im Rahmen eines Seminars vor.
5 Literatur: Das abschließende Kapitel listet die verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Internetressourcen auf.
Schlüsselwörter
Empirische Forschung, Fragebogenkonstruktion, Hypothesengenerierung, Variablen, Testgütekriterien, Objektivität, Reliabilität, Validität, schriftliche Befragung, computervermittelte Befragung, Delphi-Methode, Stichprobenrepräsentativität, Rücklaufquote, Fragearten, Wissensanwendung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die methodischen Schritte zur Erstellung eines Fragebogens für eine empirische Forschungsstudie, von der Hypothesenbildung bis hin zur technischen Gestaltung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen wissenschaftliche Testgütekriterien, die korrekte Formulierung von Fragen, den strukturellen Aufbau eines Fragebogens sowie Strategien zur Optimierung der Rücklaufquote.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, dem Leser die notwendigen Kompetenzen für die methodisch saubere Konzeption und Durchführung einer schriftlichen Befragung als empirisches Messinstrument zu vermitteln.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu sozialwissenschaftlichen Forschungsmethoden und stellt die Erkenntnisse in Bezug auf ein konkretes, empirisch orientiertes Anwendungsbeispiel dar.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretischen Grundlagen (Variablen, Testgüte) und die praktische Konstruktion (Fragetypen, Layout, Befragungsmodi).
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind insbesondere Fragebogenkonstruktion, Testgütekriterien, empirische Methodik und Befragungstechnik.
Wie soll die Rücklaufquote bei schriftlichen Befragungen gesteigert werden?
Durch Maßnahmen wie eine telefonische Vorankündigung, ein ansprechendes Layout, leicht verständliche Fragen und die Beilage eines frankierten Rückumschlags kann die Bereitschaft zur Teilnahme erhöht werden.
Was zeichnet die Delphi-Methode aus?
Es handelt sich um eine lösungsorientierte Befragung von Experten in mehreren Runden, bei der die Ergebnisse der ersten Runde als Basis für den nächsten Fragebogen dienen, was eine hohe Anonymität gewährleistet.
- Quote paper
- Sonja Deml (Author), 2001, Wie erstelle ich einen Fragebogen für eine empirische Forschungsarbeit?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/10028